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Vorwort

Vorwort zum Essaywettbewerb 

 

Ich bedanke mich bei Elmar Rassi für seine Zitate und das ich sie in mein Buch bringen darf.

 

Die Zeit, merken wir, rennt uns davon. Je älter wir werden, desto mehr spüren wir es. Liegt es an uns oder an der Zeit? Die Zeit ist die gleiche geblieben und wird es immer bleiben. Unser Denken und Handeln hat sich verändert. Wir entdeckten Neues mit der Zeit. Zum Fernsehen kam das Internet. Bücher wurden durch das Handy, Playstation und Nitendo abgelöst. Statt Brieffreundschaften ersetzt nun Facebook, Google Plus, Instagram, WhatsApp, Viber und Nimbus unsere Korrespondenz. Die deutsche Sprache wird verstümmelt durch Abkürzungen und Smileys – abgesehen von Anglismen, die die deutsche Sprache durch ein bescheuertes und oft entstellendes Englisch im Gebrauch ersetzen, wie z. B. Lover, anstatt der Freund, mit dem man eine Beziehung hat. Schreiben heißt Chatten, rumhängen heißt chillen. Spielen im Internet nennt man dann zocken. Man verbringt die meiste Zeit dabei und Familie und Freunde treten in den Hintergrund. Daran ist bestimmt nicht die Zeit Schuld, denn wir alleine gestalten unsere Zeit.

 

https://m.facebook.com/Elmar.Rassi.Motivation/

 

Die Zeit

Die Zeit ändert sich?

 

Nicht die Zeit und die Welt ändert sich, sondern der Mensch und sein persönliches Umfeld. Die Zeit ist die gleiche geblieben. Das Jahr hat 365 Tage. Nur alle vier Jahre kommt ein Schaltjahr. Das Jahr besteht aus 52,14 Wochen. Der Tag hat 24 Stunden und eine Stunde 60 Minuten. Also ist die Zeit geblieben wie sie ist. Der älter werdende Mensch spürt es deutlicher. Je älter er wird, desto schneller vergeht für ihn die Zeit. Die Zeit läuft uns davon und der Tag könnte viel mehr Stunden haben, weil wir viel zuviel zu tun haben oder uns vorgenommen haben und nicht schafften - oder wir uns verpflichtet glauben, jedem und allem gerecht zu werden.

 

Der Tag ist bis zum Schlaf ausgebucht und auch dieser kommt zu kurz. Das macht sich mit der Zeit bemerkbar. Man wird unkonzentriert und macht deshalb auch Fehler, bei vielen kommt es durch die zu hohe Belastung für den Einzelnen zu einer neue, modernen Krankheit, dem " Burnout".

 

 War unser Zeitdruck früher nicht so geprägt? Burnout ist in der Medizin noch nicht lange bekannt. Erst seit ein paar Jahren wurde es als Krankheit (an)erkannt. Empfinden wir heute anders als früher? Waren wir früher nicht unter Zeitdruck? Obwohl man früher mehr Kinder hatte, hatte man doch mehr Zeit für sie.

 

 

Fangen wir mal mit der Kindheit an. Vor 30 bis 40 Jahren oder auch mehr ging nicht jeder in den Kindergarten. Heute ist es fast ein Muß. Die Kinder werden also schon von klein an unter dem Zeitdruck zu tun haben. Zeitig aufstehen und nicht solange schlafen wie sie wollen und das schon mit 4 Jahren. Oder in die Kinderbetreuung, weil die Eltern keine Zeit haben und Arbeiten müssen. Getrennt von der Mutter und bei Menschen, die Pflichten dieser übernehmen. Zeit, die fehlt, die Beide zusammen genießen und noch enger verschweißen sollten.

 

Auch in der Schule war vieles anders. Auch damals wurden die Kinder gefordert. Aber die Schularbeiten und das Lernen bewältigten die Kinder meistens selber. Nur wenige Hilfestellungen gab es von den Eltern. Heute fast undenkbar.

 

Kinder gingen schon mit 5 oder 6 Jahren viel allein auf den Spielplatz. Heute gehen die Eltern aus Angst um ihre Kinder mit. Oder waren die Kinder damals Selbständiger? Ist es heute wegen der hohen Kriminalität? Angst vor Kindesmißbrauch? Die Menschen dachten noch einfacher und glaubten an das Gute. Klar, auch heute gibt es noch gute Menschen, aber man wurde vorsichtiger. Zuviel hört man von Pädophilen. Es gab sie aber schon immer, man schwieg das Thema einfach nur tot, sprach nicht darüber.

 

Das hat der Mensch also in der Zeit geändert, das Vertrauen in den Mitmenschen. Mit der Angst und der Vorsicht, das Andere was Böses im Sinn haben könnten. Waren die Menschen damals naiv oder war es damals eine bessere Welt?

 

 

Damals verbrachte die Jugendlichen die meiste Zeit mit Freunden im Freien. Man traf sich auf Spielplätzen, Sportplatz und im Park. Heute verbringen die Kids ihre Zeit mit Handy, Nintendo, Playstation und Internet wenn sie von der Schule kommen. Manche werden regelrecht süchtig danach. Früher wurde noch gelesen, Musik gehört und Karten gespielt. Man ging zum Tanzen in die Disco, ins Kino und zum Jugendtreff.

 

Heute wird gechattet, gezockt und auf dem Handy Spiele gespielt. SMS, WhatsApp, Google Plus, Facebook und Instagram bestimmen unser Leben. Freunde haben Teil an den Videos, die unser Leben bestimmen. Nur hat es einen Haken, die Freunde sind nicht real. Es wird oft eine Scheinwelt aufgebaut. Wenn man es nicht selber macht, dann aber oft aber Andere. Man sollte also nicht alles glauben, was geschrieben wird und was im Profil der Anderen steht. Man hilft kräftig mit, diese Scheinwelt aufrecht zu halten, indem man viel postet, sich versucht, richtig ins Bild zu rücken. 

 

 

Wohin man geht, wird noch schnell ein Selfie gepostet oder ein Video verschickt. Was früher dem Tagebuch anvertraut wurde wird heute veröffentlicht. Bei den Kids wird bei vielen vernünftigen Eltern zumindest eine Zeit ausgemacht, wie lange sie im Netz bleiben. 

 

 Wenn sie dann älter werden kontrolliert es keiner mehr. Und so mancher verliert mit der Zeit die Realität. Statt mit der Familie oder mit Freunden zusammen zu sitzen, beschäftigt man sich mit seinem Laptop. Gemeinsames Essen, dafür bleibt keine Zeit oder man will es nicht - sitzt mit der Pizza in der Hand und spielt Online Spiele oder chattet bis tief in die Nacht. Zum Schlafen hat man kaum Zeit. Es wird zum Kreislauf, tagein tagaus. Ist deswegen unser Zeitgefühl anders geworden? Vereinsamen wir dadurch nicht auch? 

 

Wird es so zu Sucht? Ja es gehört zur Kategorie Sucht. Genauso wie der Alkohol und Drogen süchtig machen können, kann es beim Onlinespielen sein. Ob im Casino oder Spielhallen, wo es ums Geld geht und um den Kick, der das Adrenalin in die Höhe schießen läßt, steht das Zocken in Onlinespielen dem nichts nach. Gewinnen, den nächsten Level und die Bestzeit, so vergeht die Zeit und der Spieler merkt es nicht. Tag und Nacht, der Rhythmus spielt keine Rolle mehr. Das Essen erledigt man schnell während dem Spiel und man will ja auch nicht gestört werden. Man vergißt den Sinn des Lebens.

 

 

Die Zeit hat sich nicht verändert, sondern wir und die Einstellung zur Zeit und wie wir sie nutzen. Man sollte in Maßen unsere Freizeit gestalten. Unser reales Leben nicht vernachlässigen, also auch Leben - nicht nur existieren. 

 

 

Familie und Freunde nicht vernachlässigen, denn das Leben und die Zeit vergeht und fließt uns durch die Finger, können sie nicht halten. Wir müssen sie zu unserem Wohlbefinden einteilen. Nie dürfen wir vergessen zu leben. Die Zeit wird ewig bleiben, aber unsere Familie und Freunde leider nicht. Auch wir selber werden nicht für immer auf der Welt sein und wenn wir alt sind, ist es ein gutes Gefühl zu wissen und sagen zu können: Wir haben unsere Zeit genützt, ausgelebt und brauche es nicht zu bereuen. Es ist klar, daß nichts perfekt im Leben ist, aber man hat versucht, das Beste daraus zu machen.

 

Also von allem etwas ist die richtige Dosierung. Familie, Freunde, Arbeit, Netzwerk, mal ein Buch und sein Leben in vollen Zügen genießen. Pflanze einen Baum und die Zeit läßt ihn wachsen und gedeihen. Ein richtiges und erfülltes Leben ist unsere glückliche Zukunft – und genug Zeit haben für die kleinen, unscheinbaren aber wertvollen Dinge des Lebens…

 

Nachwort

 

 

 

Ich hoffe ich konnte meine Gedanken über die Zeit und über das Heute und Gestern rüberbringen. Nicht die Zeit, sondern unser Zeitgefühl hat sich verändert.

 

Ich möchte mich noch bei dem lieben Bernd Terlau bedanken, der hier mein Beta Leser war und Fehler korregiert hat, sowie für die richtige Zeichensetzung gesorgt hat.

Impressum

Texte: von Regina Jankowski
Bildmaterialien: Elmar Rassi
Cover: von Regina Jankowski
Lektorat: Bernd Terlau
Tag der Veröffentlichung: 11.09.2017

Alle Rechte vorbehalten

Widmung:
Ich bedanke mich bei Elmar Rassi, weil ich seine Zitatbilder mit in mein Buch einbringen darf. Ein Danke an Bernd Terlau, der hier mein Betaleser war und meine Fehler korregiert hat.

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