Hallo Glaux,
ich hab mir schon ein paar Mal deine Cover angesehen und dachte mir, ich will heute endlich mal eine kleine Meinung dazu hier lassen. Ich versuche mich bei den Punkten so kurz wie möglich zu fassen, wundere dich also nicht, dass es etwas streng wirkt.
1. Die Bildbearbeitung
Leicht zu erkennen ist deine Vorliebe dazu, Bilder ineinander überlaufen zu lassen. Dies sieht man bereits am Cover der Sammlung selbst ganz... mehr anzeigen
Hallo Glaux,
ich hab mir schon ein paar Mal deine Cover angesehen und dachte mir, ich will heute endlich mal eine kleine Meinung dazu hier lassen. Ich versuche mich bei den Punkten so kurz wie möglich zu fassen, wundere dich also nicht, dass es etwas streng wirkt.
1. Die Bildbearbeitung
Leicht zu erkennen ist deine Vorliebe dazu, Bilder ineinander überlaufen zu lassen. Dies sieht man bereits am Cover der Sammlung selbst ganz gut. Und das kannst du auch durchaus. Oftmals übertreibst du es damit aber auch wieder, der Übergang stimmt manchmal nicht, die BIlder passen nicht richtig, es wirkt überlaufen oder wie am Cover der Sammlung zu sehen, ist es sinnlos. Der obere Überlauf ist hier zum Beispiel sehr gut - er fügt sich ein, sieht gut aus und ist gut herausgearbeitet - dagegen ist der untere Überlauf vollkommen sinnlos. Er ist überflüssig in seiner Existenz, hat einen weniger guten Übergang und man hätte ihn einfach weglassen können.
Bei den wenigen, anderen Bearbeitungen sieht man oftmals Überblendungsfehler, übersteigerte Kontraste, das willkürliche »zu-Tode-tünchen« mit dunkler Farbe, der Collagen-Effekt ist zu beobachten, unpassende Einbindungen anderer Elemente und manchmal auch, in dem Moment fehl am Platze wirkende, schwere, schwarze Rahmen. Sieht alles nicht so gut aus.
Einige deiner Bilder sehen dann wieder sehr gut aus, beispielsweise »Shit happens« von Your Yuno oder »Auf der Suche nach etwas Besonderem« von Maria Hochhard - ich weiß, wie du sie gemacht hast und kann dir dazu nur gratulieren, doch leider ist selbst hier ein großes Problem zu beobachten, das du allgemein hast und welches man ebenfalls schon am Cover der Sammlung erkennen kann.
2. Die Typografie
Ganz oft nutzt du hier willkürliche Schriftarten, Hauptsache sie sind schön schnörkelig und auffällig, groß oder dekorativ allgemein, sie passen oft nicht und machen so das Gesamtbild kaputt. Versuche mehr geradlinige, sich in das Gesamtbild einfügende Schriften zu nutzen. Ein Paradebeispiel sind die Cover »Gifted« oder »Break the Rules«. Hier hast du einen überschnörkelten ersten Buchstaben und ja, sowas kann ebenfalls passen, doch so wie du es eingeteilt hast, passt es nicht und wirkt nicht gut. Die Bilder selbst sehen nicht schlecht aus, auch wenn man über den etwas zu knappen Bild-Überlauf am oberen Rand streiten kann, sind sie deshalb nicht schlecht gemacht. Aber es sieht auch nicht gut aus.
Der Autor ist oft zu dicht am Rand, hiermit meine ich oben oder unten, so schiebt sich die Schrift beinahe aus dem Bild.
Am Cover der Sammlung ist es außerdem so, dass du ein sehr gewähltes Bild hast. Daran kann ich dir ein Problem gut schildern. Es ist ruhig und geordnet und schön; stilvoll. Es ist kein bisschen chaotisch, dennoch hast du dich für eine nicht so geradlinige, nicht so stilvolle Schriftart für deinen Namen entschieden. Es passt einfach nicht ins Gesamtbild und hebt sich ab, als würde es nicht dazugehören, was bei einem Titel nicht der Fall sein darf. Natürlich muss er herausstechen, aber doch nicht so! Er ist dennoch ein Teil des Bildes und so muss es sich auch anfühlen, wenn man es sieht.
So, das waren mal meine wichtigsten Punkte, die ich gerne anmerken wollte. Du hast natürlich schon viele Cover und ich denke, dass du besser werden kannst. Das heißt nicht, dass du bisher komplett schlecht wärst - ich meinte ja, im Grunde haben alle einen sehr guten Ansatz, aber durch kommen nur sehr wenige auf eine Art, die ich als »gut« bezeichnen würde.
Ein Konkretes Beispiel noch:
»The Future«, von Merica Crane. Endlich ein Bild, das ohne einen Überlauf auskommt und der Effekt im Gesicht ist schon sehr gut umgesetzt! Aber dann kommt die Schrift. Der Autor hätte viel schlichter sein müssen, da der Rest einfach zu sehr heraussticht. Ich hätte den Haupttitel vielleicht zentriert - ich weiß gerade nicht so, ob es besser wäre, ich hätte es erstmal probiert - den Autor schlicht gehalten und oben eingesetzt, das »The« verkleinert, ein Genre aufgesetzt oder das Wort »Roman«, weil das irgendein Bild von einem Cover unterscheidet und dann gesehen, ob ich nicht noch das 2811 verändere, oder den Trenner der für den Autor verwendet wurde, zwischen die beiden Titelelemente setze (probieren geht immer über studieren).
Natürlich sind meine Aussagen nicht die eines Profis und du musst nicht alles tun, was ich dir sage. Aber ich wollte dir diese Meinung als Betrachter da lassen, sodass du darauf ziehen kannst, was auch immer du möchtest.
Wenn du nichts davon mitnehmen möchtest, dann soll es so sein, ich mache dir sicher keine Vorschriften.
Damit freundliche Grüße
T.K. Alice
P.S.:
Bei Seite 95, »Cycle of Live«, solltest du vielleicht das »v« mit einem »f« auswechseln. Einfach als Anmerkung, da so ein Fehler ja nicht so viel hermacht.
Danke viel mals!