Wenn ich diese sehr einfühlsam geschriebene Geschichte zwischen den Zeilen lese, frage ich mich, warum es so viele Menschen gibt, die nach sog. "Selbstsicherheit, Selbstwertgefühl", und all den anderen "Selbst"-Eigenschaften zu streben beginnen, wenn sie einfach nur Begegnung stattfinden lassen könnten. Viele, die nach o. g. Eigenschaften greifen - und sie dann irgendwann zu besitzen glauben - , verlieren dadurch meistens an... mehr anzeigen
Wenn ich diese sehr einfühlsam geschriebene Geschichte zwischen den Zeilen lese, frage ich mich, warum es so viele Menschen gibt, die nach sog. "Selbstsicherheit, Selbstwertgefühl", und all den anderen "Selbst"-Eigenschaften zu streben beginnen, wenn sie einfach nur Begegnung stattfinden lassen könnten. Viele, die nach o. g. Eigenschaften greifen - und sie dann irgendwann zu besitzen glauben - , verlieren dadurch meistens an Echtheit und Natürlichkeit, weil sie nach den Masken unserer Gesellschaft fassen, und so - mit dem Strom schwimmend - ihre Einzigartigkeit mehr und mehr verlieren. - Ich kann gut verstehen, daß diese Momente, die Du hier niederschreibst, deshalb sehr wichtig für Dich bleiben werden, eben weil Du "damals" noch den Mut hattest, ohne Maske und sog. "analytischen Denken", schlicht und ergreifend Mensch zu sein, mitsamt den dazugehörigen Schwächen, die für mich eigentlich - in diesem Fall - die wahren Stärken sind. Wozu braucht man ein "Selbstwertgefühl", wenn einen der Schöpfer als wert erachtet? Wozu braucht man eine "Selbstsicherheit", wenn diese oftmals Begegnung eher verhindert statt sie zuzulassen? Erahnst Du, warum die Augenblicke, die Du damals erlebtest, etwas ganz Besonderes gewesen sein könnten? Sich verletzbar und zerbrechlich zu zeigen, kann Türen zu Herzen öffnen - ja, und machen m. E. erst ein solches Wunder möglich:-)
...mir das wirklich gelungen sein sollte, freut es mich überaus. Denn das genau ist mein Ziel beim schreiben. Und da sagte mir kürzlich jemand hier, beim schreiben geht es nicht um mich. Und das in einer Gruppe, in der es um Poesie geht. Ich glaube, verirrter kann man gar nicht sein.
Sam