Sehr ergreifende Geschichte. Besonders mit dem Hintergrund, dass du das tatsächlich durchleben musstest. Auch, dass du die Trauer über den Verlust nicht richtig rauslassen konntest. Ich weine, wenn mir danach ist, und ich würde auch niemals meinen Kindern verbieten zu weinen. Tränen sind meines Erachtens kein Zeichen der Schwäche, sondern dass man etwas fühlt. Und wenn ich Trauer, Hoffnungslosigkeit oder Schmerz fühle, dann... mehr anzeigen
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Ja, auf keinen fall sind Tränen ein ausdruck von schwäche, da bin ich mit Dir absolut der selben Meinung ! Aber irgendwie haben meine Eltern es geschafft, mir es abzudressieren, gefühle auch ausleben zu können. Wenn man als kleiner Junge oft genug gesagt bekommt, nur Mädchen... mehr anzeigen
Ja, auf keinen fall sind Tränen ein ausdruck von schwäche, da bin ich mit Dir absolut der selben Meinung ! Aber irgendwie haben meine Eltern es geschafft, mir es abzudressieren, gefühle auch ausleben zu können. Wenn man als kleiner Junge oft genug gesagt bekommt, nur Mädchen weinen und "Ein richtiger Mann Weint nicht", dann beginnt man schon als Kind irgendwann, sich der eigenen Tränen zu schämen und versucht diese zu unterdrücken. Solange, bis man dann tatsächlich irgendwann das Weinen verlernt hat. Ich weiß das das Traurig ist und eigentlich auch ein Psychisches Defizit, aber meine Eltern haben es halt irgendwie geschafft, mich so zu formen, wie ich bin.
Ja, das haben Eltern so an sich. Bei mir war es eigentlich nicht anders. Meine Eltern waren auch noch vom alten Schlag. Bei jeder einzelnen Träne wurde man als hysterisch bezeichnet. Oder, die Standardmeldung - "Wenn du jetzt weinst, dann bekommst du eine, dann weist du... mehr anzeigen
Ja, das haben Eltern so an sich. Bei mir war es eigentlich nicht anders. Meine Eltern waren auch noch vom alten Schlag. Bei jeder einzelnen Träne wurde man als hysterisch bezeichnet. Oder, die Standardmeldung - "Wenn du jetzt weinst, dann bekommst du eine, dann weist du wenigstens, warum du weinst."
Ich habe auch lange gebraucht, immer geschluckt und nie gezeigt, was los ist. Zum Glück ist das jetzt anders geworden. Ich habe die Kurve gekriegt, dank ein paar guten Freunden und meinem Mann. Und meine Kinder können weinen, soviel sie wollen.
Was aber nicht heißen soll, dass es ihnen schlecht geht. Aber sie weinen, wenn mal wieder eines unserer vielen Haustiere stirbt, ein Spielzeug kaputt geht, ihnen etwas weh tut, aber auch, wenn sie sich ungerecht behandelt fühlen - und darüber bin ich froh, denn dann weiß ich, dass trotz der Tränen alles in Ordnung ist.
lg Petra