Auch wenn Tina´s Gedanken nur allzu verständlich sind, halte ich die positiven Blicke nicht für ein "Täuschen", sondern für ein sich Überwinden, ein Bemühen, nicht nachtragen zu wollen, sowie den Mut, die Mutter trotzdem so anzunehmen wie sie ist. Wer dieses Schritte bewußt tut, kann mit dem Gegenüber - egal, was dazwischen stand - innerlich Frieden schließen. Das spürt der andere, davon bin ich überzeugt, weil ich viele... mehr anzeigen
Auch wenn Tina´s Gedanken nur allzu verständlich sind, halte ich die positiven Blicke nicht für ein "Täuschen", sondern für ein sich Überwinden, ein Bemühen, nicht nachtragen zu wollen, sowie den Mut, die Mutter trotzdem so anzunehmen wie sie ist. Wer dieses Schritte bewußt tut, kann mit dem Gegenüber - egal, was dazwischen stand - innerlich Frieden schließen. Das spürt der andere, davon bin ich überzeugt, weil ich viele solcher "Situationen" im Bereich der Pflege miterleben durfte. Oft löst sich dann nach dem Tod eines Familienmitgliedes manche innere Sperre wie von selbst auf, man schleppt sich nicht mit zu schwer gewordenen Lasten ab, sondern kann gerade durch dieses Vergeben einer Trauer "ehrlicher" begegnen, ohne verbittert zu werden, weil einem dann die eigenen Schwächen bewußt werden, was hier als innerer Kampf der Tochter ungeheuer einfühlsam dargestellt wird. - Im Grunde hat sie durch ihr intensives Nachdenken - ja Hineindenken - die letzte Chance genutzt - und bekam die passende Antwort. Solche Wunder geschehen oft, würden wir sie nur öfter wahrnehmen! - Ein bewegend geschriebenes Buch von Dir über die Kraft und tiefgreifende Wirkung, die Vergebung freisetzen kann!
Lieber Michael,
Danke :)