Ein wahrhaftiger Kunstgriff, diese Lebensbeichte eines Schriftstellers zu schreiben. Es ist eine Beichte, aber ein Vermächtnis ? Was will er uns mit dem Eingeständnis seiner Schuld sagen ?
Er hat von seinem Gedankenraub profitiert und gibt zu, im Weiteren nichts bedeutendes mehr geschrieben zu haben; er hat sich mit dem geraubten Konzept, das er allerdings mit Fleisch versehen hat, einen Namen gemacht und seine Position in... mehr anzeigen
Ein wahrhaftiger Kunstgriff, diese Lebensbeichte eines Schriftstellers zu schreiben. Es ist eine Beichte, aber ein Vermächtnis ? Was will er uns mit dem Eingeständnis seiner Schuld sagen ?
Er hat von seinem Gedankenraub profitiert und gibt zu, im Weiteren nichts bedeutendes mehr geschrieben zu haben; er hat sich mit dem geraubten Konzept, das er allerdings mit Fleisch versehen hat, einen Namen gemacht und seine Position in der Gesellschaft fixiert. Er distanziert sich nicht wirklich davon.
Das Vermächtnis könnte heissen : 'Raubt nicht die Gedanken anderer'; und das wäre heutzutage sehr aktuell. Um das glaubhaft zu machen, hat er sich jedoch zu wenig von seiner Tat distanziert.
Bemerkenswert ist der gute Stil dieses Textes, der sehr differenziert und ausgefeilt ist.
Cecilia
Vielen Dank für den Kommentar! Vor allem freut mich, dass du mir einen professionellen Stil zutraust, ich wünschte das wäre er wirklich :)
Keine falsche Bescheidenheit! Ich kenne Dich nicht. Es ist das erste Büchlein, was ich von Dir lese und es wird nicht das letzte sein. Ich mag es, wenn einer sich so elegant und dennoch nicht gestelzt auszudrücken vermag.