Das Thema des Buches: Mobbing ist ein ernstes und nach Aussage der Autorin war sie von diesem Umstand selbst betroffen. Das macht betroffen. Ein gesellschaftliches Phänomen, das immer mehr um sich zu greifen scheint, je größer die Anonymität in der Gesellschaft wächst. Umso mutiger ist es, sich mit dieser Erscheinungsform in der Öffentlichkeit auseinanderzusetzen, dieses Phänomen in der Öffentlichkeit zu thematisieren und... mehr anzeigen
Das Thema des Buches: Mobbing ist ein ernstes und nach Aussage der Autorin war sie von diesem Umstand selbst betroffen. Das macht betroffen. Ein gesellschaftliches Phänomen, das immer mehr um sich zu greifen scheint, je größer die Anonymität in der Gesellschaft wächst. Umso mutiger ist es, sich mit dieser Erscheinungsform in der Öffentlichkeit auseinanderzusetzen, dieses Phänomen in der Öffentlichkeit zu thematisieren und eine Diskussion darüber zu führen.
Die Botschaft, die dieses Buch verbreiten möchte, ist legitim und wichtig. Leider gelingt die Verbreitung dieser Botschaft aus mehreren Gründen nur teilweise oder bruchstückhaft.
Gewählte Rubrik:
Das Buch ist von der Autorin in die Rubrik *Verbrechen* eingeordnet worden. Sie selbst mag *Mobbing* als dieses empfinden; formaljuristisch ist es dies jedoch nicht. Auch als Leser wird man mit dieser Rubrik aus meiner Sicht „auf die falsche Fährte“ gelockt. Die Rubrik *Biographisches* wäre passender, da es sich ja um einen Tagebucheintrag handelt.
Cover:
Das Cover passt nicht im Geringsten zur erzählten Geschichte. Hätte es den Tagebucheintrag der Protagonistin gegeben, dass sie Schlaftabletten nehmen wird, um den Suizid auszuführen, wäre das Cover logisch. Die Protagonistisch schreibt jedoch ausdrücklich: „…Ihr seid nicht [ent]schuld, dass ich gleich springe…“ (S. 8) Somit bleibt die Wahl des Covers völlig unverständlich und wird als unpassend betrachtet.
Handwerk:
Trotz der Kürze des Textes wirkt der Text schludrig gearbeitet. Nun könnte die Autorin behaupten, dass wäre ja ein Tagebuch und die Protagonistin hätte es so ins Tagebuch geschrieben. Nun ja… Dieser möglichen Behauptung möchte ich entgegen treten, denn schon in der Widmung und auch im Schluss-Satz der Autorin gibt es die gleichen Auffälligkeiten.
So gibt es etliche Fehler, vor allem in grammatikalischer Hinsicht. Auch Kommatasetzung scheint nicht die Stärke der Autorin zu sein. Um Abhilfe zu schaffen, empfiehlt es sich, hier bei BX im Lektorats-Forum Hilfe zu suchen, um den Text zu überarbeiten.
Gesamteindruck:
Auch wenn ich die Intension der Autorin verstehe und nachempfinden kann, hat der Text mich in keinster Weise berührt oder zum Nachdenken angeregt. Es ist die x-te Geschichte eines Mobbing-Opfers. Die Lebensgeschichte eines von Mobbing Angegriffenen an sich ist traurig und hat auch meine Empathie; der Protagonistin dieses Tagebuches kann ich dies nicht entgegenbringen, da die Autorin es nicht geschafft hat, einen eindringlichen, stilistisch guten, Text zu verfassen. So bleibt es ein Tagebuch-Eintrag, nicht mehr und nicht weniger. Mit Literatur hat dieser Text nichts zu tun.
Herzlich gnies.retniw