Hallo Lu,
Normalerweise wollte ich gerade deinen Eintrag von meiner Pinnwand löschen, da ich es für den üblichen Spam gehalten habe (was es im Grunde auch ist).
Im Gegensatz zu den meisten anderen Leuten, hast du jedoch nicht dein Buch angepriesen, als sei es von einem seraphinen Wesen mit goldener Zunge ersannen worden und darum habe ich mir gedacht: "Warum nicht?"
Aber sei gewarnt, es ist meine ehrliche Meinung, genau, wie du... mehr anzeigen
Hallo Lu,
Normalerweise wollte ich gerade deinen Eintrag von meiner Pinnwand löschen, da ich es für den üblichen Spam gehalten habe (was es im Grunde auch ist).
Im Gegensatz zu den meisten anderen Leuten, hast du jedoch nicht dein Buch angepriesen, als sei es von einem seraphinen Wesen mit goldener Zunge ersannen worden und darum habe ich mir gedacht: "Warum nicht?"
Aber sei gewarnt, es ist meine ehrliche Meinung, genau, wie du sie verlangt hast.
Dir ist sehr offensichtlich bewusst, dass die ersten paar Seiten dazu dienen sollen den Leser zu fesseln, indem sie mysteriös klingen oder Fragen aufkommen lassen.
Anstatt das Ganze jedoch eher passiv und indirekt zu machen, klatscht der Anfang einem die unvermeidliche Frage nur so ins Gesicht:
1.) Wer ist "er"?
2.) Was passiert "morgen"?
Das ist nicht sehr elegant. Wie wäre es mit ein paar Gedanken, in denen "er" ausdrückt, dass sich sein Leben radikal verändern wird? Oder durch Gesten, wie z.B. mit leichten Sorgenfalten auf die ersten Strahlen der aufgehenden Sonne zu blicken, nur um wieder diese glühende Aufregung in seiner Brust mit dem Anblick der Protagonistin zu verdrängen?
So wirkt es sehr konstruiert. Du stellst dem Leser direkt vor: Das ist das Paar der Geschichte und etwas Schlimmes wird morgen passieren.
Etwas das auch sehr früh anklingt, ist der bittere Geschmack eines Klischees.
Zum einen der mysteriöse und (natürlich) heiße Sam (in meinem Kopf schreit es gerade Twilight...), welcher der geborene Gary Stu zu sein scheint (sieht gut aus, ist bei den Mädchen beliebt, sobald er in die Klasse kam, weiß nach einem Blick über Lucys Geheimnis Bescheid, kann bereits mit Magie umgehen usw.). Kleiner Tipp: Wenn du einen Charakter erschaffst, dann fang erstmal mit seinen negativen Aspekten an. Was, wenn Sam z.B. Menschen meidet, aus Angst sie zu verletzen und dadurch sozial unterentwickelt ist?
In meinen Augen ist Rene Nickel sehr viel interessanter als Sam, denn er hat Charakterschwächen.
Ich vermisse übrigens auch das wichtigste Element für eine glaubhafte Liebesbeziehung: Die Charakterentwicklung.
Innerhalb eines einzigen Abends weiß Sam über Lucys Geheimnis Bescheid, teilt seien magische Kraft mit ihr, obwohl er sie kaum kennt und ist das perfekte Abziehbild des coolen, stillen Märchenprinzen. Er rettet sie aus dem Wasser und Beide küssen sich. Da er offensichtlich nichts getrunken hat, kann man das auch nicht auf den Alkohol schieben, und so wirkt es einfach zu konstruiert.
Bei dem "Ach, Süße" von Sam habe ich dann aber die Geduld verloren. Die Stelle danach, mit Diego ist sogar recht spannend, jedoch werde ich die Geschichte nicht beenden, da mit die Figuren gänzlich unsympathisch sind.
Die Grundidee für den Plot ist nicht schlecht, aber versuch dich nicht so sehr an Twilight zu orientieren und überarbeite deine Charaktere nochmal!
PS: Es ist natürlich nicht dumm den Neuzugängen seine Bücher vorzustellen, aber bitte nicht mit dem Hintergedanken, dass diese ja wahrscheinlich keine Ahnung haben und schnell mal die eigene Story hochloben. Wenn du richtige Kritik willst, dann wende dich doch bitte an erfahrenere Autoren!
LG,
Mo