Behält man vom Leben nur die Überschriften? Leben als News, Berichte: Bedarf es eines Tagesbuches, um auch den Fließtext des Lebens erstarren zu lassen in den zugänglichen Erinnerungskammern? Macht man Gedanken, Erinnerungen haltbarer durch das Einfrieren der Momente in einem Tagebuch? Oder ist Tagebuch vielmehr so etwas wie eine Souffleuse, raunt einem die richtigen Stichworte zu?
Nun ja, wenn das Tagebuch einen Ehrenplatz... mehr anzeigen
Behält man vom Leben nur die Überschriften? Leben als News, Berichte: Bedarf es eines Tagesbuches, um auch den Fließtext des Lebens erstarren zu lassen in den zugänglichen Erinnerungskammern? Macht man Gedanken, Erinnerungen haltbarer durch das Einfrieren der Momente in einem Tagebuch? Oder ist Tagebuch vielmehr so etwas wie eine Souffleuse, raunt einem die richtigen Stichworte zu?
Nun ja, wenn das Tagebuch einen Ehrenplatz bekommt neben dem Zauberberg, dann ist die Erwartungshaltung - wie man das Tagebuch mit Vergleichbarem aus dem eigenen Leben füllen solle - in einer literarischen Höhe, der das Leben nur unter Zuhilfenahme von literarischen Anreicherungen, Anklängen an Symbolreichem gerecht werden kann.
Stellt sich die Frage, ob man Zugriff hat auf seine Erinnerung nur mittels der Literatur als Mittlerin: Obliegt es ihr, es zu transformieren zu Poesie, ins Allgemein-Gültige? Das Besondere nur als exemplarisch fürs Maximenhafte, der prägenden Idee?
Könnte man sein Leben doch in Kladde leben: Erst mal üben, bevor man dann in Reinschrift es richtig angeht.
Warten auf den richtigen Moment, wann ist Bedeutsames, was verdient Ehrenplatz in dem in Leder gebundenen Tagebuch?
Dein Protagonist - je länger er sich auf die Grenzlinie konzentriert von Fiktion und Realität - um so diffuser erscheint es ihm: Die Gebiete vermengen sich, vermischen sich, so wie zwei Farbkleckse auf einer Palette.
LG
Phil Humor
Herrlich Phil! "Das Leben in der Kladde leben"...