Schön geschrieben, Thema leider verfehlt…. Das wurde früher unter Schulaufsätze geschrieben:)
Nun, was ich in der Geschichte erzähle, hat mit der Welt des Malers E. Hopper wahrscheinlich überhaupt nichts zu tun. Er hat eine Vorlage geschaffen, die dem Betrachter (hier mir) dazu dient, Eigenes zu sehen, dem geometrisch Starren Leben zu geben, Raum für ein Vorher und Nachher, aus der eigenen Welt geschöpft.
Andere haben es mit... mehr anzeigen
Schön geschrieben, Thema leider verfehlt…. Das wurde früher unter Schulaufsätze geschrieben:)
Nun, was ich in der Geschichte erzähle, hat mit der Welt des Malers E. Hopper wahrscheinlich überhaupt nichts zu tun. Er hat eine Vorlage geschaffen, die dem Betrachter (hier mir) dazu dient, Eigenes zu sehen, dem geometrisch Starren Leben zu geben, Raum für ein Vorher und Nachher, aus der eigenen Welt geschöpft.
Andere haben es mit diesem Bild auch versucht. Eine schwarze Limousine – der letzte Kunde der Nacht - sei kurz vorher abgebraust, nach einem Tankstellenüberfall (Wim Wenders), und der Tankstellenwärter stünde nun, verstört, hinter der Säule. Etc. Etc.
Meine Welt rundet Kanten ab. Es ist nicht späte Nacht, sondern früher Morgen. Die dem Bild vielleicht innewohnende dunkle Solitude sehe ich als Übergang in einen neuen hellen Tag, aufs Detail geregelt wie die geometrische Anordnung der Dinge auf dem Bild, wiederholbar und wiederholt. Jeder Tag schafft sein Ebenbild, gleich dem Türmchen auf dem Haus. Etc. Etc.
Natürlich ist es nicht DIE Welt, die ich sehe, sondern ein winzig kleiner Auszug aus ihr. Aber sie gehört mir. Ein Mosaiksteinchen, das, durch die Zeit aneinandergefügt, mit den unsäglich vielen anderen ein Ganzes ergeben kann. Ohne jemals den Anspruch zu erheben, das Bild der Welt zu sein. Aber wer kann das schon?
LG
Lothar