Ein Festmahl aus höheren Sphären war mir die phonetische Komposition "Kontaktanzeigenmädchen", ein Musterbeispiel für die Verwirklichung kunstimmanenter Möglichkeiten, indem Thomas Reubold nicht die genormte Sprache benutzt, sondern seine eigene Sprache formt.
„Augenbrauenkirmes“, ich „lebe aus meinen Hosentaschen“, sagt alles, bedarf keines weiteren Kommentars. Rare Wortbildungsgewalt.
Das Werk von Thomas Reubold stellt sich... mehr anzeigen
Ein Festmahl aus höheren Sphären war mir die phonetische Komposition "Kontaktanzeigenmädchen", ein Musterbeispiel für die Verwirklichung kunstimmanenter Möglichkeiten, indem Thomas Reubold nicht die genormte Sprache benutzt, sondern seine eigene Sprache formt.
„Augenbrauenkirmes“, ich „lebe aus meinen Hosentaschen“, sagt alles, bedarf keines weiteren Kommentars. Rare Wortbildungsgewalt.
Das Werk von Thomas Reubold stellt sich mir als Collage dar, eine vom Typus, bei dem die Verknüpfung von Assoziationen die Stelle der Logik bei traditionellen Bildwerken übernimmt, bei dem die Werkelemente, Wortbildungen, Erinnerungs- Erlebnisfetzen als „Erlebensemotionen“ einen Inhalt transportieren. (Die im Gegensatz zu Collagen, die inhaltsfreie ästhetische Bildungen sind.)
Ein harter Beat für einen harten, einen hormongetriebenen Inhalt:
"Kontaktanzeigenmädchen", Freudenmädchen – Erleichterungsmädchen, „hochdosierte Neonlichtreklamen“.
Der Rhythmus und der Inhalt kommen zur idealen Deckung, eine Idealgestaltung, die nur wenigen Autoren gelingt.
Gruß
Josef