Mir hat sehr gefallen, dass das Thema hier etwas größer umgesetzt war, und Ausschnitte aus mehreren Jahren erzählt wurden.
Die Charaktere waren sofort plastisch und glaubhaft, bis hin zu der Statistin Mutter, die sich berufsbedingt auf die Betreuung des Opas verlassen muss und sich wegen der engen Beziehung der beiden ausgegrenzt fühlt.
Das Ich war toll ausgearbeitet; lediglich im ersten Abschnitt wirkte sie auf mich zu alt für... mehr anzeigen
Mir hat sehr gefallen, dass das Thema hier etwas größer umgesetzt war, und Ausschnitte aus mehreren Jahren erzählt wurden.
Die Charaktere waren sofort plastisch und glaubhaft, bis hin zu der Statistin Mutter, die sich berufsbedingt auf die Betreuung des Opas verlassen muss und sich wegen der engen Beziehung der beiden ausgegrenzt fühlt.
Das Ich war toll ausgearbeitet; lediglich im ersten Abschnitt wirkte sie auf mich zu alt für ihre 6 Jahre (S. 9 unten).
Sehr gefallen hat mir die Leidenschaft, mit der der Opa in der Enkelbetreuung und Beziehung aufgeht, "Abenteuersuppen" braut und das Kind nebenbei zu einem offenen, indiviuellen Charakter heranzieht.
So einen Opa hätte ich auch gerne gehabt, Piraten hat mit mir keiner gespielt.
Leicht irritiert hat mich jedoch die Aufgeschlossenheit des Opas (mindestens Kriegskind-Generation!) bei einigen Themen. Vielleicht habe ich seltsame Großeltern - ich fand, das widerspricht dem Zeitgeist dieser Generation, und da besteht Erklärungsbedarf.
Doch wie gesagt, plastische tolle Charaktere, schöne flüssige Sprache und ein erstaunlich langlebiger aufgeschlossener Opa machen dies zu einer fast perfekten Geschichte.