Der Sommer stirbt, die Blumen werden müde;
doch nach der Blüte kommt die Reifezeit,
dies fühlt auch Gerlinde aus der alten Schmiede,
jung, appetitlich und kein bisschen prüde
und wäscht sich vorsorglich mit Seife heut. –
Auch Hein, ihr Liebster, fühlt es in sich lärmen
und es durchschauert ihn von Kopf bis Fuß.
Heut Abend darf die Gerlinde er umschwärmen,
doch was so furchtbar drängt in seinen Därmen
ist der frisch gefangene... mehr anzeigen
Der Sommer stirbt, die Blumen werden müde;
doch nach der Blüte kommt die Reifezeit,
dies fühlt auch Gerlinde aus der alten Schmiede,
jung, appetitlich und kein bisschen prüde
und wäscht sich vorsorglich mit Seife heut. –
Auch Hein, ihr Liebster, fühlt es in sich lärmen
und es durchschauert ihn von Kopf bis Fuß.
Heut Abend darf die Gerlinde er umschwärmen,
doch was so furchtbar drängt in seinen Därmen
ist der frisch gefangene Weserfisch.
So hat die Gerlinde sich umsonst gewaschen.
Die Nacht verrinnt, jedoch sie bleibt allein.
Hein sitzt derweil, anstatt sie zu erhaschen
und schaut, - sich schwörend, nimmermehr Weserfisch zu naschen, -
durchs Herz im Türchen in den Mondschein. –
Moral:
Zu viel des Guten sich zumeist nicht lohnt,
man kommt ums Beste und schaut in den Mond.
Copyright: Hugin01
LG
Manfred