"Zu sich schuldig fühlen, gehört auch, sich zu ändern, damit man nicht wieder in eine Lage kommt, sich schuldig fühlen zu müssen. Also wenn ich der Meinung bin, die falschen Leute gewählt zu haben, dann wähle ich andere oder keine mehr."Zitat adolfkurt
Das Vertrauen in die gewählten Parteien und deren Führungskräfte ist bei sehr vielen Menschen extrem erschüttert. Erwartungen, Versprechungen erfüllen sich nicht. Man hat sie... mehr anzeigen
"Zu sich schuldig fühlen, gehört auch, sich zu ändern, damit man nicht wieder in eine Lage kommt, sich schuldig fühlen zu müssen. Also wenn ich der Meinung bin, die falschen Leute gewählt zu haben, dann wähle ich andere oder keine mehr."Zitat adolfkurt
Das Vertrauen in die gewählten Parteien und deren Führungskräfte ist bei sehr vielen Menschen extrem erschüttert. Erwartungen, Versprechungen erfüllen sich nicht. Man hat sie gewählt und SIE richten Schaden an, großen Schaden. Man fühlt sich quasi mitschuldig.
Was aber tun?
Andere Parteien kommen überhaupt nicht in Frage und Nichtwählen nützt den erklärten Feinden bekanntlicherweise. Hier gibt es keinen wirklichen Ausweg. Man wählt wieder das geringere Übel. Das Schuldgefühl bleibt aber, es ist so nicht auszumerzen.
Man muss sich in einer bürgerlichen Demokratie also auch arrangieren. das Leben würde sonst tatsächlich unerträglich werden.
Ja, und dieses Lippenbekenntnis, die volle Verantwortung zu übernehmen, hat nichts mit Schuldgefühlen zu tun. Terrorgruppen bekennen sich auch. Es ist schlicht eine Farce. Das Geschehene bleibt, an Wiedergutmachung denkt niemand, die Politik findet keinen Grund bzw. keine Rechtsgrundlage einzugreifen. Alles bleibt unbefriedigend.
Krasser noch ist das Procedere unter einer Diktatur, nur ist hier das kollektive und einzelne Schuldbewusstsein der Massen noch viel weniger vorhanden. Man sieht sich in der Opferposition, muss zusehen sich und die Familie zu schützen. Glaubt mir, ich weiß wovon ich spreche.
Die Frage, was man tun kann und muss bleibt offen.
Nicht jeder taugt zum Märtyrer, mal abgesehen davon, dass man in seinen Handlungen immer die Verantwortung für evtl. in Mitleidenschaft zu ziehende Menschen bedenken muss.