Zorn kann einem helfen, kraftvolle Worte zu finden. Eindrucksstarke Bilder.
Doch die Gemütsruhe sollte danach Gelegenheit haben, die erste Text-Version zu bearbeiten.
Aus dieser Kombination - von starkem freilaufendem Gefühl und dem ruhigem Nachdenken - können Meisterwerke entstehen.
Was einen antreibt beim Schreiben, darf nicht zu sehr an Übergewicht gewinnen, so dass die Schwungmasse einen mit sich reißt gänzlich ohne... mehr anzeigen
Zorn kann einem helfen, kraftvolle Worte zu finden. Eindrucksstarke Bilder.
Doch die Gemütsruhe sollte danach Gelegenheit haben, die erste Text-Version zu bearbeiten.
Aus dieser Kombination - von starkem freilaufendem Gefühl und dem ruhigem Nachdenken - können Meisterwerke entstehen.
Was einen antreibt beim Schreiben, darf nicht zu sehr an Übergewicht gewinnen, so dass die Schwungmasse einen mit sich reißt gänzlich ohne Kontrolle.
Den Verstand, den Abstand nutzen gelegentlich - nicht nur der Eigendynamik der Story und der Figuren folgen.
Ich glaube, in diesem Wechselspiel liegt das größte Potential: Gefühl und Verstand ineinander verschränken - wechselseitig mit jeweils unterschiedlichem Anteil und variierender Gewichtung.
Will sagen: Du formulierst wortgewandt, bist eloquent - doch der Zusammenhalt, das Gefüge in einer Story wird erzeugt durch den dazugehörigen mentalen Abstand, den man zum Einsatz bringen muss - entweder gelegentlich beim ersten Entwurf oder ausführlich beim zweiten Entwurf des Textes.
Sich nur davontragen zu lassen von dem eigenen Gefühl, erzeugt noch nicht die ganze Kunst, die ganze Fülle des Möglichen, die ein großer Schriftsteller erlangen kann.
Du könntest meiner Meinung nach Dich sofort steigern, wenn es Dir gelingt Deine starken Emotionen geschickt zu verwenden als Motivation und Antriebs-Quelle - doch sie nicht derart Dich beherrschen lässt, dass Dein Text erdrückt wird von ihrer Vehemenz.
Sprache braucht auch das Ordnende.
Wohingegen ein zu sachlicher Text kalt lässt, den Leser nicht berührt.
Ich weiß, das sind viele Worte für einen einfachen Sachverhalt.
Aber ich dachte mir, ich kann es mit dieser Ausführlichkeit besser deutlich machen, was ich Dir empfehle.
Jeder gibt einem andere Tipps.
Man muss nicht jedem Ratschlag folgen.
Du hast Schreib-Talent.
Nutze es.
Schreibe über die Themen, die dich faszinieren.
Baue Dir die Figuren, die der Welt fehlen und die der Welt etwas Wichtiges mitzuteilen haben.
Dabei wünsche ich Dir viel Erfolg und Freude.
LG
Phil Humor