Der Zustand der Welt, der Zustand in der Welt ... Die Welt, die realer ist, als es je ein Horrorfilm sein könnte ...
Der Dreh- und Angelpunkt des Buches, aus meiner Sicht:
„Wie willst du SEHEN, wenn du die Augen VERSCHLIEßT?
Wie willst du ERKENNEN, wenn du nicht SIEHST?
Wie willst du BEGREIFEN, wenn du nichts ERKENNST?
Wie willst du etwas VERÄNDERN, wenn du nichts BEGREIFST?“
Eine Antwort auf diese Fragen bietet die Autorin nicht.... mehr anzeigen
Der Zustand der Welt, der Zustand in der Welt ... Die Welt, die realer ist, als es je ein Horrorfilm sein könnte ...
Der Dreh- und Angelpunkt des Buches, aus meiner Sicht:
„Wie willst du SEHEN, wenn du die Augen VERSCHLIEßT?
Wie willst du ERKENNEN, wenn du nicht SIEHST?
Wie willst du BEGREIFEN, wenn du nichts ERKENNST?
Wie willst du etwas VERÄNDERN, wenn du nichts BEGREIFST?“
Eine Antwort auf diese Fragen bietet die Autorin nicht. Vielmehr dokumentiert sie Beispiele menschlichen Handelns und reiht sie aneinander. So wie es medial tagtäglich passiert, so dass wir keine Empathie mehr mit den Opfern empfinden wollen, empfinden können. Der Tod des eigenes Haustieres rührt uns mehr als die Toten im Fernsehen?
Die entscheidende Frage, die die Autorin in dieser Deutlichkeit nicht stellt, könnte so lauten:
*Und wenn du begriffen hast, WARUM tust du dann nichts?*.
Zu lesen ist diese Antwort:
„Weil mich all diese Meldungen lähmten.
Ich bin eben auch nur ... ein Mensch.“
Das ist zwar nicht befriedigend, dennoch verständlich und deshalb (für mich) legitim.
Das Thema "Ein Blick in die Welt beweist, dass Horror nichts anderes ist als Realität!" (Alfred Hitchcock) ist sowohl sprachlich, als auch inhaltlich sehr gut umgesetzt. Reale politische Ereignisse in eine fiktive Geschichte zu „verpacken“, ist eine gute Idee und die Autorin bringt dem Leser den Horror der Realität sehr nahe ... Bis an die eigene Schmerzgrenze - wegen der Beschreibungen, des Nichts-Weglassens, des Nichts-Beschönigen ...
Kleiner Kritikpunkt: Kommata und Zeichensetzung könnten den Text mehr pointieren, da auch dies stilistische Mittel sind.
Alles in allem: vier Punkte von Rudi ;-)