Das liest sich wie der Anfang eines großen Romanes.
Bin schon gespannt darauf.
Das liest sich wie der Anfang eines großen Romanes.
Bin schon gespannt darauf.
So soll es sein: Die Geschichte "wirkt" m Kopf des Lesers mit Verzögerung. Unmittelbare Eindrücke nach dem Lesen: Erstens ist das mal eine wirklich kurze Kurzgeschichte. Zweitens würde der Text als Beginn einer Erzählung (oder eines Romans) taugen mit seinen ausufernden Schilderungen zum familiären Hintergrund der Hauptfigur. Ja, die Hauptfigur. Der Leser erfährt einiges über ihre Familie, aber nicht wirklich etwas über sie... mehr anzeigen
Warum ist es passiert? War es trotz der "guten Gene" oder gerade deswegen... Was wäre geschehen, wenn die junge Journalistin nicht beeinflusst gewesen wäre von Vorbildern, die vielleicht ja nicht die richtigen waren? Und welche sind die richtigen? Und überhaupt, braucht man sie denn, geht´s auch ohne?
Vorbilder stehen für Ziele, Ziele sind nötig, um anzukommen oder sich überhaupt zu bewegen. Ankommen dort, wo die Vorbilder... mehr anzeigen
... auch wenn man es eher im weiteren Sinne mit der Geschichte vereinbaren kann. Die männlichen Leser sind Dir gewiß ;-)
Obwohl es ja eine eher kurze Geschichte ist, ist sie mir zu lang, nur für die Pointe. Du baust ja einiges auf, eine ganze Familie, eine Dynastie.
Gewiß, die Figur wird über die Familienangehörigen näher charakterisiert, allerdings bleibt für mich am Ende ein bissl das Gefühl, daß man mehr draus machen... mehr anzeigen
Hallo Macsoja!
Als erstes mal vielen Dank für deine konstruktive Kritik. Hab deine Anmerkungen jetzt mal ne Runde "sacken" und wirken lassen. Die Geschichte ist ja mit Absicht 1) so kurz gehalten (trotz bzw. gerade wegen der Pointe) und 2) ist dieses Gefühl, das es bei dir... mehr anzeigen
Hallo Macsoja!
Als erstes mal vielen Dank für deine konstruktive Kritik. Hab deine Anmerkungen jetzt mal ne Runde "sacken" und wirken lassen. Die Geschichte ist ja mit Absicht 1) so kurz gehalten (trotz bzw. gerade wegen der Pointe) und 2) ist dieses Gefühl, das es bei dir ausgelöst hat ja auch irgendwo meine Intention - wenngleich ich es eher als ein "sich ertappt fühlen" bezeichnen möchte.
Ich kann natürlich dein persönliches Gefühl beim Lesen nicht nachvollziehen, aber wenn sich der Leser ein ganz kleines Bisschen auf den Schlips getreten fühlt, weil die Geschichte ihn an der Nase herumführt, dann hat sie ihr Soll erfüllt. :)
Hi Eva,
finde ich gut, das zeigt mir, daß der Autor sich Gedanken macht und nicht intuitiv komplett abblockt.
Nun im Diskussionsmodus würde ich es noch mal etwas präzisieren:
Ja Pointengeschichten sind so eine Sache.
Ich mag jene von O.Henry und finde die subtile Verführung des... mehr anzeigen
Hi Eva,
finde ich gut, das zeigt mir, daß der Autor sich Gedanken macht und nicht intuitiv komplett abblockt.
Nun im Diskussionsmodus würde ich es noch mal etwas präzisieren:
Ja Pointengeschichten sind so eine Sache.
Ich mag jene von O.Henry und finde die subtile Verführung des Publikums besser. D.h. der Text ist bewußt so geschrieben, daß der Leser den Inhalt so oder so interpretieren kann. Das Interessante bei der Pointe ist dann, daß beim nächsten Lesen mit dem Wissen um die "Auflösung" der Text noch mal gelesen werden kann und man die Hinweise findet, wo man als Leser falsch abgebogen ist.
Was ich nicht so gut finde, das ist die bewußte Irreführung des Publikums. Durch Verzerrung oder Zurückhalten der Informationen.
Und dieses Gefühl hatte ich hier.
Beispiel:
"Meine älteren Schwestern waren ebenfalls Journalistinnen"
-> setze ich in Relation zur Protagonistin
"Nur mein Bruder fiel aus dem Rahmen..."
-> das stimmt dann nicht
Oder der Ausspruch des Vaters, der sich auf das Schreiben bezieht und über den die Protagonistin wirklich nachdenkt.
"Und hier saß ich nun...und dacht an diesen wahren Ausspruch meines Vaters..."
-> suggeriert eine Erkenntnis über das Schreiben und demnach eine gewonnene Erfahrung über das Schreiben bzw. das Anwenden der Sprache
Und hierbei ist NICHT das "Schreiben" des Lebenslaufs durch Erleben gemeint, sondern aus meiner Sicht wirklich der Vorgang des Schreibens für.
Vielleicht ist die Protagonistin ja Journalistin, vielleicht kennt sie sich mit dem Schreiben ja auch aus, aber am Ende ist das für die Pointe dann nicht mehr wichtig.
Kurz:
Durch die Beschreibung der journalistischen Familie wird keinerlei Andeutung hinsichtlich Motiv oder Ursache für die Tat gemacht, sondern ich interpretiere es als gezielte Irreführung des Lesers, weil es die Figur nicht voranbringt.
Wenn sich aus dieser Familiengeschichte das Motiv z.B. Leistungsdruck oder Versagerangst herauskristallisieren würde oder erkennbar ist, daß fatale Schicksalsschläge regelmäßig kommen, dann hatte ich es noch akzeptiert, aber die Familie wird vom Autoren nur verwendet, um die Protagonistin in die schreibende Ecke zu stellen (ohne weitere Alternative), um dem Leser dann vor Augen zu führen "Ätsch es ist ja anders".
Darum weiß ich nicht genau, denn ich fühle mich nicht ertappt, denn ich hatte keine andere Chance.
Um hier allerdings nicht nur rumzukritisieren, stelle ich mal eine rein, wo ich etwas ähnliches versucht habe.
Möglicherweise wird dann klarer, was ich meine
Viele Grüße
mac