Wie erbeten, hab' ich dein Buch gelesen. (Da der Link nicht funktionierte, hoffe ich mal, dass es das Richtige ist ^^)
Mit der Story an sich und deinem Stil beweist du durchaus Talent und man merkt bereits jetzt, dass du dir die Welt rund um Amy gut überlegt hast. Besonders gefallen, hat mir die letzte Szene, die mich so richtig in die Geschichte einsteigen ließ.
Zur Kritik und ich hoffe, du nimmst es mir nicht krumm, wenn ich... mehr anzeigen
Wie erbeten, hab' ich dein Buch gelesen. (Da der Link nicht funktionierte, hoffe ich mal, dass es das Richtige ist ^^)
Mit der Story an sich und deinem Stil beweist du durchaus Talent und man merkt bereits jetzt, dass du dir die Welt rund um Amy gut überlegt hast. Besonders gefallen, hat mir die letzte Szene, die mich so richtig in die Geschichte einsteigen ließ.
Zur Kritik und ich hoffe, du nimmst es mir nicht krumm, wenn ich kein Blatt vor den Mund.
Um es ganz krass auszudrücken, hab' ich ab der Hälfte des Prologs schon fast wieder die Lust verloren. Viel zu viele, viel zu wirre Gedanken, die man als unwissender Leser unmöglich nachvollziehen und sortieren kann und dann einfach gar nicht mehr durchsteigt. Ich verstehe durchaus, dass du dem Ganzen einen mythologischen Touch geben möchtest, was sich sicher auch gut in das Gesamtkonzept einfügt, doch hier ist meiner Meinung nach weniger mehr.
Was braucht die Geschichte zum Einstieg und was macht deinen Leser so richtig neugierig?
Mein Tipp: Nochmal abspeichern und radikal alles wegkürzen, was keine eindeutige Daseinsberechtigung hat, am Besten über Nacht liegen lassen und am nächsten Tag beide Versionen nebeneinander betrachten. Bei mir wirkt's wunder, wenn ich mich mal wieder verschwafele ;)
Zu den Kapiteln:
Kaum zu vergleichen mit dem Prolog, sehr angenehm zu lesen und hier zeigt sich auch, dass du in jedem Fall schreiberisches Talent hast.
Die Problematiken, die mir bei den Kapiteln aufgefallen sind, ist die Flut an Adjektiven, das Wiederholen von Dingen, die der Leser schon weiß (cassie hat große, grüne Augen und alle um Amy herum kommen nicht auf den Punkt) und die extremen Emotionssprünge deiner Charaktere, die aufgrund der Häufung öfter mal ins Unlogische abdriften.
Meine angewandten Lösungen für solche Probleme sind im Falle der Adjektive ausdrucken und jedes einzelne Adjektiv makieren, überlegen ob sie sein müssen, streichen und wieder den neuen und alten Text gegenüberstellen.
Die Wiederholungen und Emotionssprünge (der Drang den Charakteren irgendeine Eigenschaft, Gesichtsausdruck usw.) "aufzuzwingen" resultiert bei mir meistens daraus, dass ich nicht weiß, was ich in der Szene genau schreiben soll und dieses Aktionsdefizit dann mit Schwafeleien gefüllt wird, damit die Szene auch ja nicht zu kurz ist und unrealistisch wirkt. Problem ist, dass sie dadurch erst Recht unrealistisch wird. Also mache ich mir bei Szenen, bei denen ich unsicher bin, ein paar Notizen, sammle Ideen und schreib sie erst auf, wenn ich einigermaßen sicher bin, die gewünschte Länge zu erreichen.
Passend dazu die einzelnen Szenen: Die haben wirklich das Potenzial spannend und mitreißend zu sein, doch du schneidest sie in den meisten Fällen nur von der Seite an (ausgenommen die Szene mit Amy und ihrer Oma, die dir wunderbar gelungen ist). Da komm ich als Leser nicht mit. Ich bin gerade noch verwirrt, wegen dem Jungen hinter der Ecke, da steht Amy schon Draußen im Regen und fährt zum Friedhof und der Junge taucht nicht mal mehr in ihren Gedanken auf, was ich bei ihrer heftigen Reaktion in jedem Fall erwartet hätte.
Kurzum: Überleg was die einzelnen Szenen besonders macht und warum sie wichtig sind und dann lass mich als Leser daran teilhaben. Das heißt nicht, dass du deine ganzen Geheimnisse gleich am Anfang offenbaren sollst, um so zu beweisen, wie wichtig die Szene für den Verlauf ist, aber beispielsweise warum Amy der Anblick/ das Treffen mit dem Jungen so aus der Bahn wirft. In der jetztigen Form könnte ich nicht einmal sagen, ob sie ihn toll findet oder Angst vor ihm hat oder ob sie ihn kennt oder nicht. Genauso wenig weiß ich wie der Junge aussieht. Da ist kein Bild, so wie bei der Szene mit der Oma.
Zu Amy:
Verzeih mir, wenn ich das sage, aber sie wirkt auf mich sehr unsympathisch. Nicht weil sie so Vieles durchlebt hat, sondern weil sie von Grund auf negativ ist, so sehr dass sich mir im Verlauf die Frage gestellt hat, was sie denn nun wirklich davon abhält Allem ein Ende zu setzen, wie sie es selbst erwähnte. Dem könntest du ganz leicht dadurch Abhilfe schaffen, indem du ihre Freundschafft zu Cassie thematisierst und wenn es nur ein kurzes, gedachtes Danke ist, dass Amy sie auf den Friedhof begleitet. Oder ihre Oma, die vielleicht sonst alleine wäre und dergleichen mehr. Kleine Lichtblicke in ihrem Leben, die es trotz der Härte lebenswert machen. Es würde sie auch aus Augen des Lesers stärker wirken lassen, wenn sie trotz der Schicksalsschläge den Mut nicht verliert.
So, ich hoffe, ich konnte dir mit meinem viel zu langen Kommentar helfen und dass du ihn nicht missverstehst. Lass dich davon auf keinen Fall runterziehen oder glaube ich wollte dich schlechte machen bzw. halte mich für einen besseren Schreiber. Probier einfach mal aus, was ich dir vorgeschlagen habe. Sind nett gemeinte Tipps, die mir sehr geholfen haben und immer noch helfen ;)
Liebe Grüße ^^