Rezension zu den Texten von Ursula Strätling
Wie meist, bin ich nur per Zufall über eine Autorin gestolpert, deren schriftstellerisches – bei Bx eingestelltes – Oevre mir in der Masse hier vertretener Banalitäten „heraushebbar“ erscheint.
Durchaus verständlich, wenn ihre Texte nicht so sehr die Beachtung der Leserschaft findet, entsprechen sie doch weniger dem Standartgenre, welches von – meist jungen Lesern – verschlungen... mehr anzeigen
Rezension zu den Texten von Ursula Strätling
Wie meist, bin ich nur per Zufall über eine Autorin gestolpert, deren schriftstellerisches – bei Bx eingestelltes – Oevre mir in der Masse hier vertretener Banalitäten „heraushebbar“ erscheint.
Durchaus verständlich, wenn ihre Texte nicht so sehr die Beachtung der Leserschaft findet, entsprechen sie doch weniger dem Standartgenre, welches von – meist jungen Lesern – verschlungen wird.
Schaut man sich das Profil der Autorin sowohl auf BX, als auch auf Amazon an, erfährt man gar nichts, was zunächst einmal enttäuscht. Dennoch spricht „Nicht Geschriebenes“ genauso für eine ausführliche Beschreibung eines Menschen. Es zeugt von einer soliden Präsenz und auch von akribischer Wertarbeit, die sich unprätentiös in ihren Büchern widerspiegelt
Frau Strätling ist keine, die sich mit aufgebauschter Werbung aufhält, oder viel Zeit damit verbringt, ihre sozialen Networks hoch zu puschen, um oberflächliche Fans am Puls ihrer Werke anzukleben. Sie wendet mehr Zeit für die Texte auf, die sprachlich sehr konsequent sind.
Prosa, Lyrik und Kurzgeschichten haben durchaus eine nähere Betrachtung verdient.
Die Autorin kann auf ein solides Schaffen zurückblicken. Sie hat bei BX sage und schreibe 38 mal eingestellt.
Schon der erste Text aus dem Jahre 2011 beginnt mit einem zaghaften Versuch poetischer Lyrik und setzt sich in dem Buch „Geschnetzeltes“ - einer Kurzgeschichtenedition – fort. Auf BX leider nur als Leseprobe eingestellt.
Die Kunst im Präsens zu schreiben entwickelt sich in den Texten der Autorin mit viel verve zu einer eigenen Dynamik. Sie hat es drauf, ihre Texte sowohl prosaisch klingen zu lassen, als auch in klaren Formulierungen und rhythmischer Sprache rüber zu bringen.
Gewisse eingebaute Stilmittel bestechen geradezu, wenn sie zum Beispiel im Text“die Warnung“ vom alten Mann schreibt, der sich mit dem Ärmel seiner Jope den Schweiß von der Stirn..... -wer kennt denn heutzutage noch eine Jope - schreibt?
Oder ein anderes Mal …..daß Reittier als Stütze benutzend......sowas hat Stil und zeugt von sprachlicher Eloquenz.
Ein wahres „Gedicht“ „Bäume im Nebel“ mit viel Inbrunst geschrieben.
Ein wunderschön zu lesendes Gedicht „Schon lange“, sehr gefühlvoll geschrieben.
Besonders lesenswert: Die Moritat. Ein Bänkelgesang auf Patrik Süßkinds Parfum.
sind „Agnes“.
Genauso sprichwörtliche Perlen sind die Kurzgeschichten über Agnes, die Ankunft und der Kurzkrimi Gefährliche Spuren.
Stilistisch verwelkte Blüten kann man bei der Fülle an guten Texten getrost auch mal unter den Tisch kehren, wie zum Beispiel in der Kurzgeschichte „Mehr als ein Zufall“. Hier vergeht sich die Autorin an der Tatsache, dass sie zweimal kurz hintereinander Keine zwei Minuten später....... und dann : Keine zwanzig Minuten später....... schreibt. Macht sich halt beim Lesen nicht gut.
Es gibt natürlich auch einige Texte, - ich würde sie – Griffe ins Clo – nennen wollen -. Aber nicht jede/r Autor/in kann den Puls des Rezensenten treffen. Dazu zähle ich das „Märchen vom Wasser des Lebens“ und „den alten Adam“.
Schade für ihre Kunst, kohärent zu schreiben, was sie in diesen beiden Texten nicht anzubringen versteht.
Im Versmaß hat sie etwas Schwierigkeiten, manche Gedichte lesen sich deshalb nicht so flüssig (Das Jahr wird sich bald runden)
Aber die Moritat vom Parfum lässt an Sprachkunst nichts zu wünschen übrig.
Fazit:
Eine wunderschöne Ansammlung lesenswerter Texte, die ich immer wieder empfehlen kann. Es wäre wünschenswert, wenn durch eine Zusammenarbeit mit BasteiLübbe solche Autoren von Verlagsseite zukünftig gefördert werden würden.
Ich habe mit meinem Co-Autor auch einen Roman auf Epubli veröffentlicht. Bei 3 € Gewinn kostet das 240seitige Buch dann 17 €uro. Und damit kann man auf dem Buchmarkt überhaupt nicht konkurrieren. Einfach zu teuer.
Da gebe ich Dir recht. Bezahlverlage sind einfach zu teuer. Aber irgendwie musst Du mit Deiner geworderten ware ja betriebswirtschaftlich küber die Runden kommen.
Leseprobe
http://www.amazon.de/dp/B00KYTR0X2/