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Téresas Sommer - Bolinhas do Amor

… wild küssend wälzen wir uns im Stroh. Draußen wütet ein heftiges Gewitter. Ich öffne den Gürtel an seiner Jeans und knöpfe sie auf, während er meine Pobacken knetet. Eine seiner großen, starken Hände fährt am Gummibund meines Seidenslips entlang. Langsam rutschen seine Finger tiefer in den Slip. Gänsehaut macht sich breit, als er über meinen Intimbereich streichelt. Ich spüre, wie die Lust weiter steigt, als er … aber, aber ... wo habe ich nur meine Manieren gelassen? Vielleicht sollte ich mich erst einmal vorstellen.

Ich heiße Téresa, bin fünfundzwanzig Jahre alt und wohne in El Estor, einer Kleinstadt am nordwestlichen Ufer des Lago de Izabal im Osten Guatemalas. Der Liebe wegen zog mein Vater mit mir vor zehn Jahren von Mexiko-Stadt hierher. Zusammen mit meiner Stiefmutter betreibt er eine kleine Pension. Meine Halbschwester Luisa und ich arbeiten dort als Rezeptionistinnen. Meist beherbergen wir Tier- und Naturschützer, es kommt aber auch hin und wieder vor, dass sich Hobby-Ornithologen bei uns ein Zimmer buchen. Jeden Morgen brechen sie auf, um das am Westufer gelegene Naturschutzgebiet Bocas de Polochic zu besuchen.

 

Zurzeit habe ich Urlaub und bin bei meinen Großeltern in Mexiko zu Besuch. Es ist immer wieder schön, in die alte Heimat zu reisen. Schon als Kind verbrachte ich am liebsten meine Sommerferien auf der Hacienda von Opa Pedro und Oma Alejandra.

 

Es ist ein sonniger Donnerstagmorgen. Ich sitze auf meinem Bett und schaue fern. Gelegentlich werfe ich einen Blick aus dem Fenster. Ramiro geht seiner Arbeit an den Stallungen nach. Er ist schon ein richtig schnuckeliger Kerl. Just in diesem Moment zieht er sein T-Shirt aus und wischt sich damit den Schweiß von der Stirn.

Meine Blicke wandern über seinen Astralkörper: Muskeln wie der junge Adonis – wer brauch da noch ein Fitnessstudio? Ich verspüre ein angenehmes Kribbeln im Unterleib. Also nichts wie runter vom Bett und an den Reisekoffer.

 

Nach kurzen Herumkramen habe ich sie gefunden: meine Liebeskugeln. Malillany, meine Sandkastenfreundin, hat sie mir zu meinen achtzehnten Geburtstag geschenkt. Seitdem sind sie meine ständigen Begleiter auf Reisen. Jetzt schnell noch etwas Vaseline holen und dann kann es losgehen ... Ich eile ins Badezimmer und schnappe mir die Dose aus der Kulturtasche. Wieder im Schlafzimmer fallen meine Blicke erneut über Ramiro her. Sein verschwitzter Oberkörper glänzt im Sonnenlicht. Ich reibe meinen Radauzapfen durch das Höschen und knöpfe mir einhändig das Blüschen auf. Mit Schwung schmeiße ich mich auf das Bett. Die Kissen staple ich übereinander, damit ich mich weicher gegen die Wand lehnen kann.

 

Ich ziehe den Slip aus, knülle ihn in der Hand und rieche daran. Mmmhhh … Der feuchte Stoff sondert einen wunderbaren Duft ab, welcher mich noch stärker erregt.

Weit spreize ich meine Beine auseinander und greife nach den Liebeskugeln. Ich öffne die Dose Vaseline und reibe sowohl mein Spielzeug, als auch meine Vagina sorgfältig damit ein. Entspannt lehne ich mich zurück und führe die Kugeln langsam in mich hinein.

In Gedanken baue ich mir ein Szenario auf, um mich beim Masturbieren noch mehr zu stimulieren.

 

Ich stelle mir vor, dass ich luftiges Sommerkleid trage und gerade über den Vorplatz der Hacienda laufe. Plötzlich kommt Ramiro um die Ecke geschossen und stößt mit mir zusammen. Aufgrund der Wucht kippe ich nach hinten und lande direkt auf meinem Hintern. Er stellt sofort die Kisten beiseite und hilft mir auf. Dabei entschuldigt er sich mehrmals untertänigst. Ich versichere ihm, dass alles in bester Ordnung sei und er mich aufgrund der Kisten nicht sehen konnte. Er fragt, ob ich auf dem Weg zu den Stallungen sei und ob er mich begleiten dürfe.

 

Selbstverständlich lasse ich mich gerne von solch einem Abbild eines Mannes begleiten. Wir unterhalten uns kurz, aber angeregt. Er bietet sich an, mir die Umgebung zu zeigen. Da er nicht weiß, dass ich das Gelände sehr gut kenne, nehme ich sein Angebot dankend an.

Gentlemanlike sattelt er die Pferde und hilft mir beim Aufstieg. Ich setze meinen Fuß in den Steigbügel und ziehe mich am Sattel hoch. Schwungvoll hebe ich das andere Bein über den Sattel. Dabei präsentiere ich mit voller Absicht mein Höschen. Ich spüre deutlich, dass er seinen Blick nicht abgewandt hat. Er steigt auf das andere Pferd und gemeinsam traben wir aus den Stall in das offene Gelände. Wir sind so in unser Gespräch vertieft, dass wir jegliches Zeitgefühl verloren haben.

 

An der alten Ruine, die einst eine Zeit lang durch Pancho Villa besetzt gewesen sein soll, machen wir Rast und tränken die Pferde. Wir beide sind so ablenkt, dass wir die aufgezogenen Regenwolken gar nicht bemerken.

 

Plötzlich grummelt und blitzt es, ein starker Regenschauer setzt ein. Wir schnappen unsere Pferde und flüchten in die alte Scheune.

Wir machen es uns im Stroh bequem, um das Unwetter auszusitzen. Auch wenn wir nur kurz im Regen waren, so sind wir doch ziemlich nass geworden. Besonders der dünne Stoff meines Kleids hat viel Flüssigkeit absorbiert. Es pappt an meiner Haut, präsentiert dabei graziös meine Brustwarzen. Aber welche junge Dame trägt im Sommer schon gerne einen BH?

 

Wir sehen uns tief in die Augen. Die Luft ist statisch aufgeladen – und das nicht nur, aufgrund des Gewitters. Unsere Blicke wandern über den Körper des anderen. Ich rücke näher in Ramiros Richtung, lege meine Arme um seinen Hals und verpasse ihm spontan einen heißen Zungenkuss, den er ohne langes Zögern erwidert.

 

Wir lassen uns zur Seite fallen, wild küssend wälzen wir uns im Stroh. Ich spiele am Verschluss seines Ledergürtels herum und öffne seine Jeans. Währenddessen massieren seine Hände meinen Hintern. Er lässt mit einer Hand von mir ab und wandert mit ihr nach vorne. Langsam tauchen seine Finger tiefer in meinen Seidenslip hinab. Zärtlich streichelt er über meinen Venushügel. Ich bekomme eine Gänsehaut. Ramiro setzt sich auf und entfernt mein Höschen. Auch ich setze mich hin und ziehe das Kleid über Kopf aus. Dann werfe ich es von mir.

 

Ich öffne sein Hemd und streichle über seine muskulöse Brust. Er stellt sich vor mich und lässt seine Unterhose zu Boden gleiten. Mit aufgerissenen Mund starre ich auf sein Gemächt – WAS für ein Prachtexemplar und es ist noch nicht einmal erigiert.

Auf seinen Wunsch hin, lege ich mich wieder auf den Rücken. Er kniet sich hin und spreizt meine Schenkel. Nun krabbelt er weiter vor und gräbt seinen Kopf zwischen meine Brüste, leckt und knabbert an meinen Brustwarzen. Mein Atmen wird schwerer, ich stöhne und recke mich. Ich befeuchte meine Finger mit dem Mund und reibe über meinen Schritt. Endlich nimmt er sein – auf eine enorme Größe – angeschwollenes Glied in die Hand und dringt behutsam in mich ein.

Sein Becken bewegt er grazil wie Tänzer, intensive und zugleich zärtliche Stöße.

 

Schier endlos verstreichen die Minuten. Unsere schweißgebadeten Körper sind nicht zu trennen. Mich überkommt ein Orgasmus. Ich schreie die Lust aus mir heraus, aber er ist anscheinend noch lange nicht fertig. Unnachgiebig bumst er weiter. Neben seiner stattlichen Größe, hat er auch ein beachtliches Stehvermögen. Ich spüre schon, wie sich der nächste Höhepunkt aufbaut ...

 

Da ich – auch abseits meiner Fantasie – kurz davor bin zu kommen, stelle ich mir vor, dass Ramiro sich zeitgleich mit meinen Orgasmus in mir entleert. Laut stöhnend überrennt mich die Welle der Ekstase. Die nächsten Minuten verharre ich regungslos auf dem Bett. Nachdem ich mich ein wenig erholt habe, ziehe ich die Liebeskugeln, die es mir ordentlich besorgt haben, aus meiner Muschi. Ich stehe auf und taumle ins Badezimmer. Ich lasse die offene Bluse zu Boden gleiten und werfe mein Sexspielzeug auf den Duschkabinenboden.

 

Das lauwarme Wasser prasselt auf meinen Körper. Sorgfältig seife ich mich ein, brause mich ab und lege mir das Handtuch um. Jetzt noch frische Kleidung anziehen und runter ins Esszimmer gehen. Fast schon Zeit für Mittagessen. Schnell schlüpfe ich in frische Klamotten und eile die Treppe hinunter. Zu meiner freudigen Überraschung sitzt auch Ramiro mit am Tisch. Natürlich setze ich mich genau auf den gegenüberliegenden Platz und werfe ein charmantes Lächeln in seine Richtung.

 

Es scheint ihn etwas unangenehm zu sein, wie man an der aufsteigenden Röte erkennen kann. Süß ... Scheint wohl eher der schüchterne Typ Mann zu sein. Oma Alejandra kommt gerade aus der Küche, um das Essen zu servieren. Es gibt mein Leibgericht: Mole Poblano. Zum Nachtisch gibt es mit diversen Früchten verfeinertes Helados.

 

Wie üblich bleiben wir nach dem Essen noch sitzen und unterhalten uns über dies und jenes. Als Opa Pedro fragt, was denn meine Pläne für morgen seien, kichere ich kurz und schaue in Ramiros Richtung. Ich sage, dass ich gerne ins offene Gelände möchte und ob er eventuell freibekommen kann, damit wir zusammen ausreiten können. Ohne lange zu überlegen stimmt Opa Pedro zu. Auch Ramiro nickt und so wäre der morgige Tag auch schon verplant.

 

Wenig später trifft Malillany auf der Hacienda ein. Wir beide sind zum Shoppen in der großen Stadt verabredet. Unterwegs erzähle ich ihr, wie ich es in Gedanken mit Ramiro getrieben habe. Über solche Dinge haben wir schon immer offen miteinander geredet. Auch sie erzählt von einigen ihrer Männergeschichten.

Bei unserer Ankunft in der Stadt, steuern wir direkt eine der angesagten Boutiquen an. Schnell habe ich die passenden Teile für mein Outfit zupassen: ein rotes Tank-Top, einen Push-Up-BH mit dazugehörigen String und einen ultrakurzen Leder-Mini.

Also wenn ich damit keine schlafenden Hunde geweckt bekomme, dann werde ich Nonne. Malillany hat auch einige geile Fummel gefunden.

 

Wir schlendern zur Kasse, zücken unser Bargeld und gehen anschließend noch in ein Straßencafé. Natürlich schauen wir verschiedenen Typen hinterher und witzeln herum – das typische Frauending eben. Da es langsam spät wird, machen wir uns wieder auf den Heimweg. Pünktlich zum Abendessen kommen wir an der Hacienda an. Malillany bleibt heute über Nacht und bekommt das angrenzende Gästezimmer.

 

Nach dem Abendessen schauen wir noch einen schnulzigen Film auf DVD, lästern über die Frauen und schmachten die Herren der Schöpfung an. Natürlich kommen dabei unsere verdorbenen Gedanken nicht zu kurz. Als der Film zu Ende ist, verabschiedet sie sich, um schlafen zu gehen. Ein Blick auf die Uhr verrät mir, dass es gleich schon Mitternacht ist. Allmählich sollte ich auch ins Bett, denn immerhin möchte ich ja morgen – für alle Eventualitäten – fit genug sein.

 

Ich ziehe mich bis auf den Slip aus und gehe ins Bad. Noch eben Zähne putzen und ins Nachthemd schlüpfen. Wieder im Schlafzimmer lege ich mein sexy Outfit für Morgen zurecht und krabble unter die Bettdecke. Wie von selbst fallen meine Augen zu. Ich gleite in die Traumwelt meiner sexuellen Fantasien ab und bin gespannt wie der Ausflug laufen wird. Vielleicht lerne ich ja dann seine Bolinhas do Amor kennen …

 

 

 

Impressum

Texte: Nadine Sündowski
Bildmaterialien: pixabay.com
Tag der Veröffentlichung: 22.08.2015

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