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Feurige Leidenschaft

Feurige Leidenschaft

 

von Margo Wolf

 

„Nein!“ schrie er wutentbrannt.

Sie sollte endlich aufhören!

„Komm“, lockte sie ihn, „komm zu mir, du willst es doch auch.“

„Lass mich in Ruh‘!“ zischte er, seine Wut wurde immer größer, er kochte fast über.

Aber sie ließ ihn nicht in Ruhe, sie lockte ihn, versuchte beharrlich, ihn zu überzeugen. Sie strich an seiner Seite entlang, ganz sanft und verlockend, aber er blieb hart, wollte hart bleiben.

Sie säuselte, schmeichelte ihm, so lange, bis er wieder ruhiger wurde.

„Was willst du eigentlich von mir?“ fragte er noch immer grollend.

„Dich lieben, mich mit dir vereinigen“, ihre Stimme war so sanft wie eine Brise.

„Du wirst mich töten“, hielt er dagegen, seine Wut stieg wieder, aber nun kam auch Erregung hinzu.

„Töten? Oh nein!“ ihre Stimme war wie perlende Wassertropfen, „wir werden etwas Neues schaffen. Du und ich.“

„Wieso brauchst du dafür ausgerechnet mich?“

„Weil ich es alleine nicht kann“, ihr Seufzen war Verlockung pur, „ich wollte, ich könnte es, aber ich brauche dich dafür. Du bist der fehlende Teil, ohne dich geht es nicht.“

„Wirklich?“ stolz blähte er sich auf, fühlte die heiße Glut der Erregung aufsteigen.

„Ja“, ihre Stimme war eine einzige Verführung.

Er dachte nach, überlegte, aber dann kroch wieder Wut in ihm hoch, kämpfte mit seiner Erregung.

Sie lockte und sie erregte ihn, ja, aber wenn er nachgeben würde, wird sie ihn zerstören, umgarnen, er wäre in ihren Fängen, könnte nie wieder zurück.

„Nein, ich komme nicht, du musst das schon allein machen“, wehrte er ab.

„Aber das kann ich nicht“, hielt sie dagegen, sie versuchte es wieder mit Überredung.

„Es passiert dir doch gar nichts“, ihre Stimme war wieder ein einziges Perlen, „ich brauche dich auch nicht ganz, nur ein kleines Stückchen von dir“, sie kicherte, „allerdings das Beste, das du hast.“

Noch mehr schwoll er vor Stolz an.

„Nur ein kleines Stück?“ fragte er trotzdem sicherheitshalber nach.

„Natürlich wäre es mir lieber, wenn ich dich ganz haben kann“, sie streckte und dehnte sich genüsslich, räkelte sich in ihrem großen Bett, „du siehst nämlich wirklich toll aus, aber wenn du nicht willst…“

Sie hatte schon andere wie ihn gehabt, aber er gefiel ihr besonders gut, er war jung, wild und zornig, genau das, was ihre Gefühle hoch aufschäumen ließ.

 

Er betrachtete sie, wie sie da vor ihm lag, wunderschön, so erotisch, das Schönste, das er je gesehen hatte, sein ganzes Sein zog ihn zu ihr hin, bis er sich nicht mehr zurückhalten konnte. Seine Erregung stieg weiter an, bis ins Unermessliche, er konnte sich kaum mehr halten, schien zu explodieren…, explodierte…

Er vergaß seine Ängste und eilte zu ihr, immer schneller und dann war er bei ihr, sie empfing ihn bereitwillig, öffnete sich ihm und er drang in sie ein, immer tiefer und tiefer und sie war bereit, bereit zu empfangen…

Explosionsartig und glühend ergoss sich sein Innerstes in sie, traf sie mit seiner ganzen Wucht…

 

Als der Lavastrom aufs das Wasser des Meeres traf, schäumte dieses bis weit in den Himmel hoch, Feuer und Wasser explodierten in bisher noch nie gehörter Lautstärke und wieder war auf einem Planeten Leben geboren.

 

Ende oder eigentlich Anfang…

 

 

 

 

 

 

Copyright: Margo Wolf

Cover: Pixabay

Einer Insel und deren Bewohner gewidmet, die bei all dem Touristenstress ihre Lebensfreude nicht verloren haben

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Tag der Veröffentlichung: 28.01.2018

Alle Rechte vorbehalten

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