Ein altes Ehepaar im Glück
Eene Alte saß mit ihrn Alten zusamm,
un beede stirten uff das Los,
mit dem se gewonn ham.
„Mensch Alter, simmer nu reich,
was wermor krieschen,
werds genuch sinn,
werds och genüchen?“
„Nu mor müssen noch warden,
bis de Quoden begannd,
sinnse hübsch hoch,
da gommse Alle gerannd,
un wolln was ham von unsern Guchen,
wenn das so iss, da wärsch abber fluchen.
Am besden mor machen weider wie bisher,
mor varraden nischd,
da kommd och Geener her.
Dann mach mor uns ne scheene Zeit,
abber erschtma denn Zasder hamm,
ehs iss soweid.“
„Da hasde Rechd, mei lieber Mann,
ich gugge mor abber drodsdem den Schein noche ma an.
Ich ganns nisch fassen, dasses Glüg uns war hold,
bin so froh dass mors Los vor gurzen gehold.
Mensch so een Glüg hatt mor nor eenmal im Läm
ich bin ja so glücklisch, brauch misch nisch zu schäm.
Nu gomm ma her mei lieber Mann,
isch will dich ma drüggen, so toll ich gann.
Isch nähme dich jedzd in meinen Arm,
denn jedzd simmer besdimmd ganz reich un nie mehr arm.“
Wie das Leben weiter ging von den Beiden,
das ist eine andere Geschichte,
die ich nicht weiter hier will beschreiben.
Ich hoffe, dass sie mit ihrem Geld jetzt glücklich sind,
und das auch mir mal so ein großer Gewinn gelingt.
Texte:
Copyright by Ulf Heimann, 2009
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(Die abgebildeten Personen sind rein zufällig).
Tag der Veröffentlichung: 24.11.2009
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