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Natürlich hat es heute in Strömen geregnet. Mein Motorrad ist wegen der kaputten Batterie erst dann
angesprungen als ich schon ziemlich nass war. Als ich in der Arbeit angekommen
war, waren meine Schuhe schon bis oben mit kaltem Regenwasser gefüllt.

In der Arbeit hab ich dann erste Mal den Kaffe umgeschüttet. Natürlich über Papiere die wichtig waren! Klar doch. Hab die Papiere nochmal aus dem PC geholt und dann den Kopierer irgendwie geschrottet. Der Monteur kommt natürlich erst nächste Woche! Habs aufgegeben. Als ich endlich fertig war, bin ich heim und natürlich wieder nass geworden. Dann hat mich
so ein Arsch im Kreisverkehr geschnitten und ich hab mich auf die Nase gelegt.
Ist zwar nicht viel passiert, nur die Hose kaputt und mein BLINKER!!!! Heul.

Als ich heimgekommen bin, ziemlich angepisst und nass, hab ich mir meinen Hund
geschnappt und weil ich ja eh nass war, hab ich auf den Schirm verzichtet und da
mein Hund ein ziemlich doofer Hund ist, hat er mich zur Tür rausgezogen und
bevor ich nach dem Schlüssel grapschen konnte, blieb ich mit dem Ärmel im Griff
hängen und der Schwung der Tür und der Zug der Leine vom Hund ließen die Tür ins
Schloss fallen. Toll!!!
Nun, Handy lag natürlich auf dem Küchentisch! War ja klar. Also, Gehirn
angesträngt und da kam echt mal eine zündende Idee. Meine Tochter, die im Moment
natürlich in der Schule ist, wird einen haben. Ok, ich hab mich also auf den Weg
gemacht in die Schule. Das bedeutete nur das ich etwa 45 Minuten hin und die
gleiche Zeit zurück brauchen würde.

Ok, ich machte mich also auf den Weg. Natürlich hatte ich an meinem Schlüssel
auch den Behälter für die Hundehaufentüten dran.. Aber ich hab mir nichts dabei
gedacht- noch nicht!

Also, mein toller Hund hat nun sich ein schönes Plätzchen gesucht und sein
Geschäft verrichtet. War auch eine Wiese wo ich keinen Stress bekommen hätte.
Soweit so gut. Natürlich regnete es weiter in Strömen und von meinen Haaren lief mir
der Regen direkt in meine Augen.
Nun stellte sich heraus das es gut ist das ich mich so selten Schminke.
ok. Aber da ich doch einen doofen Hund habe, hat er natürlich genau dann
Durchfall wenn man damit nicht rechnet und die Tüten im Haus am verflixten
Schlüsselbund hängen.
Natürlich auch direkt vor dem Rathaus in dem auch die Gemeindepolizei beherbergt
ist.
Und natürlich genau dann wenn einer dieser netten Freunde und Helfer einen Blick
aus seinem Fenster tut. Also, mein ach so netter doofer Hund mache eine riesen,
stinkende, flüssige Pfütze direkt vor dies betreffende Fenster. Wie auch
verhindern. Der Polizist dem das Wetter nichts auszumachen schien, (
wahrscheinlich weil er eine schicke Mütze aufhatte und einen Regenschirm!) kam
aus seinem Büro und überreichte mir einen lustigen und noch trockenen Brief auf
dem stand das ich wegen Verunreinigung des Bürgersteiges mit Hundefäkalien einen
Betrag an die Stadtkasse zu spenden hätte. Einwände das ich meinen Schlüssel und
auch die dranhängende Hundhäufchentüten nicht hätte, schien er irgendwie nicht
zu begreifen und ich schiebe das auf das mangelnde Verständnis das der Hund
nun mal der Italienischen Sprache nicht mächtig ist. Ich sagte ja, er ist ein
doofer Hund. (Nun muss man sagen das ihm das mangelnde Sprach Verständnis nicht anzuhängen ist. Den schließlich ist er ein Deutscher Hund und wir leben erst seit einem Jahr in Italien! Da war noch keine Zeit für einen Hunde-Sprach-Kurs!)
So ging ich mit meinem sprachunbegabten doofen Hund weiter meines Weges und
schon nach 1 Stunde kam ich in der Schule an. Da meine Tochter aber im
Unterricht saß, musste ich mich an die Schulsekretärin wenden. Diese war sehr
nett und hat Miriam auch gleich gesucht und kaum 20 Minuten später war ich im
Besitz ihres Schlüssels. Meine Hoffnung dass nun alles gut werden würde,
zerstörte mein doofer Hund mit einem Strahl seines Pipis an einen Pfeiler mitten
in der Schulaula. Danach schüttelte er sich das sehr nasse Fell aus und
hinterließ also eine schöne Wasser-Pipi Lache mitten in der Aula. Ich ging
zurück zur so hilfsbereiten Sekretärin und bat um einen Lappen. Natürlich hatte
sie den Schlüssel für die Putzkammer nicht und so musste sie den Hausmeister
aufsuchen. Kaum 15 Minuten später stand der auch schon da. Er drückte mir einen
Mopp in die Hand und ich putzte die Aula.

Nun entschuldigte ich mich und verließ fluchtartig mit meinem doofen Hund das
Schulgebäude.
Natürlich gab es einen großen Pausenhof den mein durchfall habender doofer Hund
dazu nutze eine weitere Hinterlassenschaft zu platzieren. Ich überlegte einen
Wimpernschlag wie ich mich zu verhalten habe. Aber der strömende Regen würde
sich schon drum kümmern beschloss ich und verließ schnell den Hof. Eine ewig
dauernde Stunde später kam ich dann endlich zuhause an. Der Brief von der
Gemeindepolizei war inzwischen völlig durchgeweicht und als
Zahlungsaufforderung nicht mehr zu gebrauchen. Natürlich war in meiner
Abwesenheit der Postbote da der ein persönliches Einschreiben dabei hatte
welches ich mir morgen zwischen 11 und 11.30 in der Innenstadt abholen sollte.
Natürlich hab ich morgen um die Zeit Arbeit und werde es nicht schaffen. Aber
das ist dann das Problem von morgen.
Nass bis auf die Knochen, frierend schob ich meinen ebenfalls nassen und super
dreckigen doofen Hund durch die Haustür. Eine nasse, schmutzige Spur
hinterlassend ging ich sofort ins Bad und nahm meinen doofen Hund mit. Dem
schwante natürlich das ich vorhatte ihn zu duschen. Sooo doof ist er dann auch
wieder nicht.

Ich zog ihn winselnd ins Bad und machte die Tür zu. Dass ich sie nicht
verschlossen hab, mach ich mir im Nach-hinein selbst zum Vorwurf.
Ich zog mich halb aus, befreite meinen doofen Hund vom Halsband und setzte mich
auf die Toilette. Da ich ja schließlich so lange unterwegs war, konnte ich das
nicht mehr aufschieben. Diesen Moment der Unaufmerksamkeit nutzte mein doofer
Hund um mir seine neuste Fähigkeit zu präsentieren. Er legte seine Pfoten auf
die Klinke und steckte im selben Moment seine Nase durch den Spalt. Bis ich vom
Klo kam schrubbte er sich sein nasses, dreckiges Fell bereits über mein ehemals
Aprikofarbenes Sofa. Da er ziemlich schnell ist und auch mein Schimpfen nicht
half, flutschte in das Schlafzimmer und ..... ja, du hast es erraten. hinterließ
auf meinem frisch bezogenes Bett ebenfalls eine schöne Musterung aus Schlamm,
Regen und ..... nun, darüber möchte ich mich jetzt nicht nochmal auslassen.

Ihn in die Dusche zu bekommen, gab ich jetzt auf. Stattdessen nahm ich ein
getrocknetes Schweineohr. Diese liebt mein doofer, jetzt nicht mehr ganz so nasser
und dreckiger Hund. Ich warf dieses in seine Box, er natürlich sofort hinterher.
Ich schloss die Tür und er machte sich sofort über das Ohr her. Ich ging dann in
mein nasses, dreckiges Bad, nahm mir einen Eimer und nen Lappen und putze den
nassen Boden im Bad, weiter ins Wohnzimmer und zum Schluss ins Schlafzimmer.
Dass ich mich vorhin ausgezogen hatte und nur im String und Bh unterwegs war,
machte mir nicht viel aus. War ja schließlich zuhause. Mein Nachbar der sein
Schlafzimmer auf gleicher Höhe hatte und um diese Zeit eigentlich nicht zuhause
war- war heute natürlich zuhause und erfreute sich wohl an dem Anblick den ich
bot. Mir fiel das erst nicht auf. Erst als ich direkt vor dem Fenster das
nasse, dreckige Bett abzog und die Bezüge in die unter dem Fenster stehende
Wäschetonne steckte. Er grinste mich zufrieden an. Wie ist das korrekte Verhalten
in so einem Moment? Ich wusste es nicht. Ich werd mal diesen Knigge fragen. Ich
aber in Ermangelung des Korrekten Umganges mit solchen Situationen, winkte zu
ihm rüber. Schließlich ist er mein Nachbar und ich hab mir schließlich schon mal
seinen Laubbesen ausgeliehen!
Da ich nun fast fertig mit Saubermachen war (bis auf das Sofa. Darauf legte ich
nur ein paar Handtücher)

Ich ging unter die Dusche und zum ersten Mal seit ich das Haus verlassen hatte,
wurde ich wieder Warm. Nun musste ich schnell an den Rechner. Hab noch meinen
Bademantel an. Werde mir aber gleich nur eine Paar Jogginghosen überziehen und
einen alten Pulli und meinen dreckigen, nun aber nicht mehr nassen Hund ins Auto
verfrachten und ihn zum Hundesaloon fahren. Ich hab da einen Gutschein und nun
sollen sie sich um meinen doofen Hund kümmern und wenn sie ihn Rosa Färben und
ihm die Nägel lackieren, dann geschieht es ihm völlig zu Recht. Ich werde ihnen
nicht sagen dass er ein Rüde ist und eigentlich zu einem Rockerhaushalt gehört.
Strafe muss schliesslich sein!

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Tag der Veröffentlichung: 14.10.2011

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