Spin-off zur:
Die Shumerer-Saga
Band 1
Süchtig
Ausgabe Adrian & Melina
Aus dem alt Sumer ins deutsche übersetzt
Gewinnspiel
Zur Veröffentlichung meines Romans Süchtig (Adrian und Melina) von Tabea Thomson veranstalte ich vom
01.03.2015 bis 30.03.2015 bis 22 Uhr ein Gewinnspiel.
Unter allen Teilnehmern, die mir das Kontaktformular ausgefüllt zurückschicken, werden attraktive Preise verlost. Hier geht’s zum Gewinnspiel 3/2015: www.shumerer-saga.com
Ich wünsche allen Teilnehmern viel Glück!
Dieses Kostenlose Spin-off E-Book umfasst zwei Kurzgeschichten:
Blutsfeinde
&
Akyms Albtraum
Sie sind ein Auszug aus:
Tabea Thomson
– Die Shumerer-Saga –
Band 1
Süchtig (Adrian und Melina).
Beide Kurzgeschichten können durchaus auch als eigenständige Geschichten angesehen werden.
Ich wünsche Ihnen liebe Leserin/lieber Leser viel Vergnügen beim lesen!
Ihre Tabea Thomson
Dieses E-Book, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt und darf ohne Zustimmung des Autors und des Grafikers nicht vervielfältigt, weiter oder wieder verkauft oder weitergegeben werden. Alle Rechte, auch die der Übersetzung des Werkes, liegen beim Autor. Zuwiderhandlung ist strafbar und verpflichtet zu Schadenersatz.
Akyms Albtraum
»Fünf ... drei ... eins – normaler Raum«, verkündete Pilot Fibs vom Bergungs-Shuttle Soter beim Erreichen der Zielkoordinaten. Sie lagen auf der Rückseite von Luna dem Erdenmond.
Während Fibs runterzählte, beobachtete er das linke Display. Ein Lidschlag genügte und er hatte die Gewissheit: Wir sind nicht sichtbar!
Erleichtert holte er Luft.
Doch halt was ist das? …
Auf dem rechten Display stimmte was nicht. Für einen flüchtigen Moment schaute er fassungslos auf die gestrichelten Umrisslinien der Soter Hecksektoren. Schlagartig durchlebte Fibs noch mal den letzten Befreiungseinsatz. Dabei war, so schien es, der flinke sowie wendige viergliedrige Soter immer noch zu langsam gewesen. Aber bei dem Hinterhalt wäre es selbst für das lebendige Vorbild, dem gepanzerten Gulco (Sandwurm) vom Planeten Advenu, brenzlig geworden.
Für den Soter bedeutete es: Die organische Außenhaut sowie das Trägermaterial der Bug-Sektoren (Cockpit und Alkoven) wurden nur oberflächlich mit leichten Kampfspuren übersät. Die zwei hinteren Sektoren (– Heilerbereich sowie deren Cockpit) – traf es um so heftiger. Sie erhielten bei dem feindlichen Kampfschiff Inferno irreparable Schäden. Aber selbst in diesem Zustand, waren sie noch von nutzen.
*
Als Pilot Fibs bei seinem letzten Dateneintrag angekommen war, gab er über die Tastatur den Befehl zum löschen des Phantom Sektor ein. Unterdessen er das machte, blickte er zum Copiloten.
Der saß reglos in seinem Sessel und stierte gerade aus.
Zunächst dachte Fibs sein Nebenmann kommuniziert mental mit jemand. Er empfing aber keine solcher Schwingungen.
»Sire?«, sein Tonfall klang irritiert.
Weil der Angesprochene nicht sofort reagierte, tippte ihn Fibs an die Hand. Seine seichte Berührung ließ den Copiloten wie bei einem Stromschlag zusammenzucken, und beim nächsten Atemzug senkte er seine Nase im schnellen Fall zum Overallärmel. Bevor sie im weichen Stoff aufschlug, keuchte er zwischen gierigen Atemzügen: »Probeflug ... stopp!«
Indessen die Technik den Befehl ausführte, überprüfte Fibs alle relevanten Daten. Als er das positive Ergebnis vortrug, brach unter der zwei Personen Besatzung, eine eigenartige Stimmung aus. Der schmalschultrige ShumererAiws Pilot Fibs, eine künstliche intelligente Lebensform mit angegrauten strubbeligen vom Kopf abstehenden Haaren und einem ovalen grobkantigen Aiws Standard Gesicht, jubelte begeistert. Sein humanoider Copilot dagegen saß schweißgebadet und wie fest gemauert im Sessel. In seinen verkrampften Fingern hielt er ein schnörkelloses weißes Taschentuch. Dahinein tauchte er alle paar Atemzüge die Nase.
Fibs Sehsensoren erkannten darin eine emotionale Überbelastung. Was nicht verwunderlich ist, schließlich befanden sie sich im UPC Gebiet. Allerdings seine Geruchssensoren filterten aus dem Taschentuch besorgniserregende Duftpartikel. Verwundert darüber zog er die beweglichen Augenbrauen schräg nach oben. »Boss?«
Als Antwort versenkte der Angesprochene seine wohlgeformte, zweiflüglige Nase ins Taschentuch. Für Minuten waren nur gierige Atemgeräusche zuhören. Erst nachdem ihm Fibs an der Schulter berührte, hob der Shumerer Ukel Akym Pors die Nase im Zeitlupentempo aus dem Stoff. Weltfremd blickte er für etliche Herzschläge zum nebenan sitzenden Fibs.
Letztendlich gelang es dem hochgewachsenen, reinblütigen Advenu Shumerer Menschen Akym zu flüstern: »Mich hat es eiskalt erwischt«, es klang sehr kümmerlich. Mit jedem gesprochenen Wort rutschte der späte Jugendliche, er hatte gerade mal neunzig Lebensjahre erreicht, mehr in sich zusammen.
Pilot Fibs wollte nicht glauben, was mit dem Copiloten geschah. Er kannte seinen spitzohrigen Boss als einen stahlharten Anführer der Freiheitskämpfer. Akym strotzte sonst nur so vor Selbstdisziplin und unendlicher Kampfstärke. Von all dem keine Spur. Neben ihm saß jetzt nur ein Häufchen Unglück, mehr nicht. Gerade als Fibs das dachte, tauchte Akyms Nase wieder tief in das für seinen Verstand so unwiderstehlich duftende Taschentuch.
Am ungesättigten Blick erkannte Fibs, dass sein Boss nur mit großer Anstrengung imstande sein würde klar zu denken. Für ihn stand fest, jeder weitere unersättliche Schnaufer trug Akyms Geist sonst wo hin, nur nicht ins Cockpit. Fibs zog es daher in Betracht, Akym in den Alkoven zu bringen. Just in dem Moment, als er es machen wollte, unterbrach sein Boss die Inhalation. Er atmete mehrere Male kräftig durch, so wie er nun neutrale Luft in der Lunge hatte, siegte sein Verstand über die Sucht. Dessen ungeachtet entströmte seiner Kehle ein gequälter Schrei. Unmittelbar danach zeigte er, mit zittrigen Händen, auf das vor ihm liegende Tuch. »Ich hoffe, dass ich mich hierbei auf deine Verschwiegenheit verlassen kann.«
Als Zeichen seines Mitgefühls legte Fibs eine Hand auf die vom Boss. »Ja Sire.«
Gleichwohl er damit rechnete fuhr sich Akym aufgekratzt übers stoppelkurz geschorene Haar. »Gut, dann können wir uns um das Wohlbefinden der Soter kümmern.« Zu den Worten schweifte sein vernebelter Blick über die angezeigten technischen Werte vom alternativen Antrieb. »Prima! Besser konnte der Probeflug nicht sein.« Indessen er dies bemerkte, klopfte er dem Piloten anerkennend auf die Schulter. Fibs wiederum wiegte seinen Kopf hin und her. »Sire ihr Lob speichere ich erst ab, wenn die Außenhaut beim Dimensionssprung keinen Schaden erlitt.« Während er sprach, huschten seine Finger über die Armaturenkonsole. Kurz nach dem Drücken vom Bestätigen Button wurden auf dem Display eine Vielzahl, gleichsam getarnte fliegende Sensoren im Weltraum angezeigt. Jene scannten dort unverzüglich die Außenhaut der Soter. Und noch bevor Akyms Nase wieder dem Drang verspürte abzutauchen, lag das Scan Ergebnis vor: ›Keine Schäden vorhanden.‹
Die Mitteilung ließ beide, wie zwei überdrehte unreife Knaben aufspringen, jubeln und hüpfen. Dabei befahl Akym mit aufgedrehter Stimme: »Dann nichts wie weg von hier!«, und mit erzwungener stimmlicher Disziplin ergänzte er: »Kurs zum Eridani Alpha System aufnehmen. Tarnung beibehalten. Alternatives Antriebssystem. Sol fünf.«
»Aye Sire.«
Sekunden später war um den Soter eine stabile Bend Blase aufgebaut. Jene verzerrte vor dem Soter die Raumzeit. Hinter der Blase streckt sie sich wieder.
~
(Die Verzerrung erzeugt neben einer Weg verkürzenden Krümmung auch einen Zeittunnel. Dadurch beträgt die Reisezeit vom Startpunkt bis zum Zielpunkt gerade mal fünf Erden Stunden. Ohne die Raumkrümmung würde die Reise ganze neunhundertzwanzig Jahre dauern.
Im Soter selbst läuft die normale Zeit weiter.)
~
Kaum das die Bend Blase einige Minuten stand, überkam Akym ein weiterer
Verlag: BookRix GmbH & Co. KG
Tag der Veröffentlichung: 12.02.2015
ISBN: 978-3-7368-7760-3
Alle Rechte vorbehalten
Widmung:
Vielen Dank meinen Lesern
sowie allen die mir geholfen haben!