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Umweltmanagement

Einleitung:

 

Dieses Buch soll eine Hilfe sein, um einen besseren Überblick über den sehr großen Stoff zu bekommen und einen guten Grundstock zu schaffen, für das bestehen der Prüfungen. In diesem Buch werden nicht alle Themen genau durchleuchtet und dargestellt, sondern es wurde von mir eine Auswahl getroffen, was in den letzten 5 Jahren an den Prüfungen abgefragt wurde. Da ich an meinem eigenen Leib bei den Prüfungen oft überrascht wurde heißt die Devise: „Erwarte das Unerwartete“, überhaupt wenn Dozenten sagen das kommt eh nie dran.

 

In diesem Buch beschreibe ich auch immer wieder Tipps die man beachten sollte, um es bei den Prüfungsvorbereitungen leichter zu haben.

 

 

Tipps vorab.

 

  • Als erstes sollte man sich über den Bildungsträger die Formelsammlungen von der IHK besorgen und im Unterricht mit ihnen üben, damit man es in der Prüfung einfacher hat. An der Prüfung bekommt man dann dieselbe Formelsammlung von der IHK gestellt. Die eigene zu verwenden ist nicht erlaubt. Um keine Überraschungen zu erleben sollte man ca. 4 Wochen vor der Prüfung sich erkundigen ob es eine    neue Version von der Formelsammlung gibt.

 

  • Zum Thema Recht und Steuer sollte man sich die folgenden Gesetztes Bücher besorgen:

 

Für die Wirtschaftliche Qualifikation:

 

  • Zivilrecht von Nomos (Recht und Steuern)
  • Handelsgesetzbuch von Beck-Texte (Recht und Steuern, VWL und BWL)
  • Steuergesetze von Beck-Texte (Recht und Steuern)
  • Aktiengesetze von Beck-Texte (VWL und BWL)
  • Arbeitsgesetze von Beck-Texte (Recht und Steuern)

 

Für die Handlungsspezifische Qualifikation:

 

  • Arbeitsgesetze von Beck-Texte (Arbeitsschutz)
  • Umweltrecht von Beck-Texte (Umweltmanagement)
  • GewerbeO von Beck-Texte (Arbeitsschutz und Umweltmanagement)

 

  • Für den technische Qualifikation empfehle ich 2 Tabellenbücher zu verwenden und zwar das Tabellenbuch von Europa Lehrmittel und das Tabellenbuch von Christiani. Diese Bücher ergänzen sich und der Vorteil im Christiani ist, dass hier sämtliche Formelumstellungen vorhanden sind. Wer von der kaufmännischen Seite kommt kann sich zusätzlich das Buch „Fachkunde Metall“ anschaffen.

 

  • Zu den Textbänden und Übungsbänden sei gesagt, dass ich sie selbst nach und nach alle gekauft habe zum Querlesen. Die meisten Skripte von den Dozenten sind sehr gut und ausreichend um die Prüfung zu bestehen. Ist aber jeweils abhängig von Dozenten.

 

  • Zum Thema Taschenrechner uns wurde der CASIO fx-991DE Plus empfohlen.

 

  • Für die Bücher die auch zu den Prüfungen zugelassen sind ist es wichtig, dass man sie vorbereitet mit Markierungen und Post It`s, um schneller die Seiten und Informationen zu finden. Vor allem bei Recht und Steuer ist es wichtig, da die Zeit zum beantworten der Fragen sehr knapp bemessen ist.

 

Umweltmanagement

 

Tipp: Umweltmanagement ist ein komplexes Thema, das im Schnitt an der Handlungsspezifischen Prüfung 4-6 Punkte bringt. Hört sich zwar wenig an sind aber sichere Punkte wenn man die folgende Zusammenfassung durchliest.

 

 Ziel des Umweltmanagement: Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen.

 

Umweltmanagementsysteme: EMAS und DIN EN ISO 14001

 

Umweltschutz:

 

  • Bedeutung und Auswirkungen für Betriebe.

 

  • Anlagenbezogen: BimSchG, Emissionen, Lärm, Strahlung, Energie
  • Stoffbezogen: Gefahrenstoffe, Chemikalien, Abfall KreislaufwirtschaftG
  • Flächenbezogen: Boden, Natur, WasserschutzG
  • Produktbezogen: Produktgestaltung, Verpackung, AltfahrzeugV

 

Erscheinungsformen des Umweltschutzes:

 

Schadensbeseitigender Umweltschutz:

Beseitigung von bereits eingetretenen Umweltschäden (Verursacherprinzip)

 

Gefahrenabwehrender Umweltschutz:

Begrenzung und Verminderung aktueller Umweltbelastungen (Kooperationsprinzip)

 

vorsorgender/ strategischer Umweltschutz:

Vermeidung zukünftiger Belastungen und Ressourcenschonende Maßnahmen (Vorsorgeprinzip)

 

 

Die 5 Prinzipien des Umweltrechts:

 

  1. Vorsorgeprinzip: Durch präventives Handeln Umweltgefahren und Umweltschäden vermeiden.
  2. Verursacherprinzip: Die Kosten der Beseitigung von Umweltschäden trägt der Verursacher.
  3. Kooperationsprinzip: Der Umweltschutz ist die gemeinsame Aufgabe von der Wirtschaft, den Bürgern und dem Staat.
  4. Gemeinlastprinzip: Die Kosten des Umweltschutzes werden auf die Bürger durch Steuern verteilt. (Wenn kein Verursachen gefunden werden kann).
  5. Prinzip der Verhältnismäßigkeit: Der Aufwand und der Nutzen für die Umwelt muss gegeneinander abgewogen werden.

 

 

 

 

Tipp:

Beim Thema Umweltrecht kann man auf die Gesetzestexte zurückgreifen.

Hier stehen zum Beispiel im §5 BImSchG (Seite 297) die Pflichten des Betreibers von genehmigungsbedürftiger Anlagen:

 

  • Umweltbeeinträchtigungen sollen so weit wie möglich verringert werden.
  • Es sollen Vorsorgemaßnahmen getroffen werden nach dem neuesten Stand der Technik.
  • Abfallvermeidung und Abfallverwertung
  • Effizienter Energieeinsatz (Kraft-Wärme-Kopplung)

 

Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG):

 

  • Abfallvermeidung
  • Vorbereitung zur eventuellen Wiederverwertung
  • Recycling
  • energetische Verwertung
  • Beseitigung

 

 

Gewässerschutz Wasserhaushaltsgesetz WHG (ab Seite 325):

 

Bestellung eines Gewässerschutzbeauftragten (Seite 366 §64):

 

Wenn die Einleitung des Abwassers täglich mehr als 750 Kubikmeter beträgt,

oder

die zuständige Behörde ein Gewässerschutzbeauftragten verlangt.

 

Die Aufgaben und Pflichten des Gewässerschutzbeauftragten kann zum Beispiel auch ein Gefahrenstoffbeauftragter wahrnehmen.

 

Der Gewässerschutzbeauftragten muss schriftlich bestellt und unverzüglich den zuständigen Behörden mitgeteilt werden.

 

Aufgaben des Gewässerschutzbeauftragten (Seite 366 §65):

 

Tipp: Die Aufgaben der Beauftragten sind fast alle identisch. Auch die Bestellung eines Beauftragten läuft im großen Ganzen immer gleich ab.

 

  1. Überwachung und Einhaltung von Vorschriften, Bedingungen und Auflagen Durch regelmäßige Kontrollen
  2. Aufklärung der Mitarbeiter durch regelmäßige Unterweisungen (mündlich)
  3. Erstellung eine Jahresberichts
  4. Information und Beratung der Geschäftsleitung
  5. Hinwirkung auf die Entwicklung und Einführung von umweltfreundlicher Produktionen
  6. Auf geeignete Abwasserverfahren hinwirken

 

 

Chemikaliengesetz ChemG

 

Hier sind die Paragraphen §3a Seite 1130, §14 1142 und §16 1143 wichtig.

 

Gefahrenstoffverordnung

 

Hier sind die Paragraphen §1-8 ab der Seite 1194 und der § 14 auf der Seite 1211 wichtig.

 

Gefahrguttransport:

 

Der Gefahrguttransport umfasst:

 

  • Transportvorgang von A nach B
  • Die Übernahme und die Ablieferung von den Gefahrgütern
  • Die zeitweiligen Aufenthalte im Verlauf der Beförderung
  • Die Vorbereitungs- und Abschlussarbeiten

 

 

Aufgaben der wesentlichen Personen:

 

Beauftragte Person

Gefahrenstoffbeauftragter

Nimmt im Auftrag des Unternehmens dessen Pflichten nach der Gefahrgutverordnung in Eigenverantwortung war

Überwachung und Einhaltung der Vorschriften im Gefahrengutbereich

Er muss über ausreichende Kenntnisse über den Aufgabenbereich verfügen

Berechtigung zur Unterweisungen von Mitarbeitern

Er muss seine Kenntnisse durch regelmäßige Schulungen aufrecht erhalten

Führen von Aufzeichnungen über die Überwachungstätigkeit

Er ist weisungsbefugt

Erstellung von Unfallberichten

 

Anzeigen von Mängeln gegenüber dem Unternehmen

 

Erstellung des Jahresberichtes

 

Information du Beratung des Unternehmens

 

 

 

 

 

Techniken zur Luftreinhaltung

 

Tipp:  Auch hier gibt es einige Verfahren, die bei vielen verschiedenen Verschmutzungen angewendet werden können wie zum Beispiel Aktivkohlefilter (Adsorption) oder Nasswäscher (Absorption).

 

 

  1. Entstaubung

 

 

  1. Filter – Durch Gewebe und Fliesstoffe in Schlauch-, Rahmen- und Taschenfilter für die Staubrückhaltung
  2. Nassabscheider – Wäscher (Absorption). Es wird Waschflüssigkeit eingedüst, die im Gegenstrom der verunreinigten Luft geführt wird. Zum Beispiel über einen Lamellenabscheider erfolgt das Abscheiden über die Schwerkraft.
  • Elektroabscheider – Die Staubteilchen werden elektrisch aufgeladen und an Niederschlagselektroden abgeschieden. Danach werden sie dort abgeklopft.
  1. Massekraftentstauber – Staubabscheidung über Schwerkraft. Es gibt verschiedene Zyklonbauarten in denen eine staubbeladene Luft im Gegenstrom auf eine Kreisbahn gezwungen wird und die Partikel der Fliehkraft unterworfen werden.

 

 

  1. Rauchgasentschwefelung

 

Primärmaßnahmen:

 

- Brennstoffentschwefelung

 

- geeignete Brennstoffauswahl

 

Sekundärmaßnahmen:

 

  1. Trockenverfahren - zum Beispiel Adsorptionsverfahren mit Aktivkohle

 

  1. Nassverfahren - zum Beispiel durch Kalkwäsche (Absorption)

 

  • Halbtrockenverfahren - durch Sprühwaschen

 

 

 

Entstickungsverfahren DeNOx

 

Primärmaßnahmen:

 

- Abgasrückführung

 

- Verringerung der Verbrennungstemperatur

 

- Verringerung des verfügbaren Sauerstoff in der Reaktionszone

 

Sekundärmaßnahmen:

 

  1. Aktivkohleverfahren – NOx wird an die Aktivkohle gebunden.

 

  1. SCR-Verfahren – selektive katalytische Reduktion, durch Zugabe von Ammoniak wird aus NOx zu Stickstoff mit Hilfe eines Katalysators

 

  • SNCR-Verfahren – selektive nicht katalytische Reduktion, durch Zugabe von Ammoniak wird aus NOx zu Stickstoff, bei sehr hohen Temperaturen ohne einen Katalysator

 

 

 

  1. Luftreinigung bei Organischen Verbindungen

 

Zum Beispiel: bei Emissionen aus Lackierprozessen, bei der chemischen Industrie oder in Tanklagern.

 

Primärmaßnahmen:

 

- Reduzierung der Lösemittel bei Lackauftrag

 

Sekundärmaßnahmen:

 

  1. thermische oder katalytische Verbrennung

 

  1. Adsorptionsanlagen mit Aktivkohlefilter

 

  • physikalische oder chemische Absorption mit Wäscher (handelsübliche Lösemittel)

 

  1. Biologische Abluftreinigung durch Biofilter oder Biowäscher

 

 

 

Techniken zur Reinhaltung von Wasser und Boden

 

 

Abwasserreinigungsverfahren:

 

mechanisch:

 

  • Rechenanlagen oder Siebe: Es können grobe Stoffe wie zum Beispiel Abfälle oder Körner im Abwasser getrennt werden.
  • Sedimentation: Hierdurch kann das Abwasser von Schlämmen und Schwebstoffen durch die Schwerkraft in einem Strömungsarmen Absetzbecken voneinander getrennt werden.
  • Fett/ Ölabscheider: fettige oder ölige Bestandteile im Wasser können von der Wasseroberfläche abgeschöpft werden.
  • Filter: durch Aktivkohlefilter können Feststoffe und Flüssigkeiten getrennt werden.

 

physikalisch:

 

  • Adsorption: durch Aktivkohlefilter, hier setzen sich die festen Stoffe an der großen Oberfläche der Aktivkohle fest.
  • Absorption: Aufnahme von Gasen und Dämpfen in Flüssigkeiten im Rahmen der Abwassertechnik.
  • Membranverfahren: Umkehrosmose, Konzentrationsaustausch durch halbdurchlässige Membrane unter Einsatz von Druck

 

chemisch:

 

  • Neutralisation: durch Zugabe von Base oder Säure bis der ph-Wert neutral ist
  • Ionenaustausch: Ionentauscher (Mineralien), gelöste Ionen werden durch andere Ionen mit gleicher Ladung ersetzt
  • Desinfektion: Entfernen oder abtöten von Mikroorganismen durch chemische Desinfektionsmittel (Alkohole, Chlorverbindungen)

 

thermisch:

 

  • Destillation: Trennung durch Verdampfung von Flüssigkeiten
  • Eindampfung: dient vor allem der Aufkonzentration von schwerflüchtigen Bestandteilen im Rückstand
  • Verbrennung: Bei Abwassern mit hohem Anteilen an organischen und brennbaren Stoffen durch verdampfen von Wasser

 

biologisch:

 

  • Pflanzenklärung
  • Aerob-/Anerobanlagen

 

Wassersparmaßnahmen:

 

  • Einbau von Wasserzähler als Verbrauchskontrolle
  • Vermeidung von Leckagen
  • Einrichtung von Wasserkreisläufen
  • Mehrfachnutzung von Wasser
  • Luft anstatt Wasser zum Kühlen verwenden.
  • Einbau von verscheiden Ventilen zur Unterbrechung der Wasserzufuhr

 

 

 

 

Techniken zur Energieeinsparungen (Kosteneinsparungen)

 

 

  • Motivation zur Energieeinsparungen
  • Karf-Wärme-Kopplung
  • Einsatz erneuerbarer Energien (Sonne, Wind, Wasser)
  • regelmäßige Wartung der Anlagen
  • Steigerung des Wirkungsgrades von Maschinen
  • Wärmeschutz

 

 

Umweltbewusste Produktentstehung

 

Ziel:     -Produkte umweltfreundlich gestalten.

 

 

  • schadstoffminimierende Produkte
  • lange Lebensdauer der Produkte
  • reparierbar
  • modernisierbar
  • demontagefreundlich
  • aufrüstbar
  • energiesparend
  • recyclebar

 

 

Betriebsbeauftragte für Umweltschutz

 

 

Aufgaben:

 

  1. Beratung
  2. Überwachung und Kontrolle
  3. Berichterstattung
  4. Information und Aufklärung
  5. Mitwirken und Initiative
  6. Behördenkontakt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Umweltmanagementsysteme:

 

Öko-Audit-Verordnung EMAS und DIN EN ISO 14001

 

Anforderungen an das Umweltmanagementsystem:

 

  1. Einhaltung von Vorschriften
  2. kontinuierliche Verbesserung des Umweltschutzes im Unternehmen
  3. Benennung des Umweltbeauftragten
  4. Definition von Umweltzielen
  5. Dokumentation

 

Nur bei EMAS

 

Transparenz, durch Veröffentlichung einer Umwelterklärung

 

Impressum

Tag der Veröffentlichung: 01.05.2016

Alle Rechte vorbehalten

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