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EX ECO

oder

Das Sterben der heiligen Kühe

von

Frank Alfred Geiger


Vorwort


Diese Geschichte und auch die Charakter sind frei erfunden und haben nichts mit realen Personen zu tun. Ähnlichkeiten mit Personen oder Ereignissen sind nicht beabsichtigt, rein zufällig und nicht Bestandteil dieser Geschichte.

Mit von der Partie in dem zweiten Teil der Lipstick-Saga sind Jannes Lipstick, Eleken, M, Richi, Sirius, Kogain, Toni, Petrus, Huck, Gugele, Simone, Thomas E, Jack, Barbie und Hugo.

Jannes Lipstick, der Mann mit dem messerscharfen Verstand, der im Moment keinen Verstand hat, da er ihn bei einem verloren hat. Außerdem ist er der Kopf der Weltbekannten Vamps, die eigentlich die Wampeten heißen müssten.

Eleken und M kommen wie Jannes Lipstick vom Planeten Champ Elleyses und sind sehr gute Freunde, die zusammen durch dick und dünn gehen.

Richi Hilbaer, der reichste Mann der Erde, hat sich mit Kogain und Sirius entschieden, sich auf die Suche nach der Verstandsbackup von Jannes zu machen.

Toni, Petrus, Huck und Gugele sind die Genies unter den Vamps und hatten sich zur Aufgabe gemacht sich um die Raumstation Eleken Ex Eco One M zu kümmern und dabei noch ein Raumschiff zu bauen.

Simone und Thomas E lebten in der Villa beim Mount Everest und kümmerten sich rührend um ihre immer größer werdende Familie.

Jack, Barbie und Hugo flogen zurück zu ihren Planeten Murmel und Alpazella. Was sie dort genau vorhatten, ist bis zu diesem Zeitpunkt unbekannt


Kapitel 1


Nebel legte sich wie Zahnbelag bei den Zähnen, über die Erinnerung der Menschen und viele hatten Jannes, die Vamps und ihre Sternstunden schon längst vergessen. Nur wenige konnten sich wage an den Mann mit dem messerscharfen Verstand erinnern. Den Verstand, den der Mann, bei einem sinnlosen Kampf verloren hatte. Es ging weiter sehr viel Zeit ins Land und auch Richi Hilbaer fiel fast schon in Vergessenheit. Wenn Richi`s Familie nicht so viel macht gehabt hätte, wäre das Hilbaer-Imperium schon lange auseinandergebrochen und die Welt hätte ein bisschen aufatmen können.
Nun waren schon drei lange Monate vergangen, als Jannes, Eleken, M, Richi, Sirius und Kogain sich auf den Weg machten, um die Verstandsbackup von Jannes zu suchen.
Wie jeden Abend schaute Gugele sehnsüchtig zum Himmel hinauf, wo der Mond in voller Größe erstrahle. Erst vor einigen Wochen war er selbst noch auf dem Mond und bastelte mit Huck zusammen an einem Raumschiff der Extraklasse, bevor seine reizende Frau einen gereizten Anruf tätigte und ihn auf die Erde zurückzitierte. Seit diesem peinlichen Vorfall, hat er nichts mehr von seinen Freunden gehört, da seine Frau diese mit allen Mitteln zu unterbinden wusste. Doch nun war sie zu Besuch bei ihren Eltern und Gugele konnte einwenig durchatmen. Als er so zum Mond hochsah bemerkte er, dass von der Leuchtreklame ‚Eleken Ex Eco M’, nur noch ein ‚Leken com’ erstrahlte. Gugele wusste sofort, dass die Zeit gekommen war, zu seinen Freunden zurückzukehren. Aus diesem Grund, machte er sich sofort am nächsten Morgen auf zum Mond. Wie sich es Gugele gedacht hatte, hatte Petrus keine Geduld mehr, auf der Raumstation Eleken Ex Eco M rumzuhängen und trat in eine Art Streik. Als er Gugele sah, beschloss er den Mond zu verlassen und zur Erde zurückzukehren. Auch Toni war nicht glücklich darüber, dass er hier auf dem Mond gestrandet war und schloss sich Petrus an. Da Huck ohne Gugele schon einen Monat an einem Raumschiff herumbastelten musste, wollte er mal wieder seine Familie sehen. Auch Gugele musste schnell wieder zurück, da seine Familie schon am nächsten Morgen, von ihrem Urlaub zurück kam und er sie mit Geschenken überraschen musste, die er noch nicht gekauft hatte. Da eigentlich alle Männer vom Mond eine Pause brauchten, beschlossen sie, dass sie gemeinsam mit der Rettungskapsel, auf die Erde zurückfliegen. Nach drei Wochen sollten sie sich wieder bei Richis Gaststätte treffen. Als sie wieder auf der Erde angekommen waren, trennten sie sich, um ihre Familien zu besuchen. Gugele fuhr sofort zum Flughafen, um seine Familie abzuholen.
Huck machte sich auf zu seiner Frau, um mit ihr auf der Trauminsel von Richi etwas zu entspannen. Bevor Petrus nach Hause ging, machte er noch einen Abstecher, zu seines Opas Gaststätte. Wie üblich aß er zwei Rote und trank drei Bier für umsonst. Toni war echt froh, wieder auf der Erde zu sein. Er als erstes begab er sich zu seiner Wohnung, um nachzuschauen, ob sich etwas verändert hatte. Neugierig ging er zu seiner Toilette schaute die Wandmalereien von seinen Besuchern an. Da fiel ihm ein Spruch ins Auge: Wenn du aufwachst, kennst du mich eh nicht mehr. Es schien so, dass seine Wohnung unverändert war und Toni konnte sich mit ein paar Freunden beruhigt auf den Weg zum Volksfest machen. Alle amüsierten sich auf der Erde, auf ihre eigene Art und Weise, dass sie die Zeit vergaßen und niemand nach den drei Wochen beim Treffpunkt war.

Partylöwe Toni lies zu Hause richtig die Sau raus und organisierte jede Menge spontaner Partys. Toni wollte richtig durchstarten und überlegte, ob er nicht eine eigene Partymeile eröffnen sollte. Gerade als er großes Immobilienprojekt kaufen wollte, bekam er jedoch eine goldene Flasche zugesendet. Dies bedeutete, dass er wieder bei der Militanten-Anti-Cheater-Vereinigung dringend benötigt wurde. Die goldene Flasche kam indirekt im Auftrag von Richi Hilbaer, der der Unbekannte Sponsor von MACV war. Sofort macht sich Toni auf den Weg, um seiner Pflicht nachzukommen.
Auch Huck Häfner der sich auf Richis Trauminsel köstlich amüsierte bekam eine Nachricht in Form eines goldenen Huhns. Huck war gerade selbst dabei eine neue Hühnerart zu züchten und hatte eigentlich gar keinen Kopf dafür, um wieder bei MACV anzufangen. Er konzentrierte sich ausschließlich auf seine neue Hühnerart. Huck wollte aus den Hanghühnern Strandhühner machen, indem er sie mit Gummienten zu kreuzen versuchte. Es gab auch schon die ersten Erfolge, da die Strandhühner schon mit Schwimmflügeln an den Flügeln auf die Welt kamen. Da gab es nur ein kleines Problem, denn bei dem Versuch des Schwimmflügelaufblasens von den Hühnern, machten sie immer wieder mit ihren scharfen Schnäbeln die Schwimmflügel kaputt. Gerade als Huck eine neues Verfahren ausprobieren wollte, tauchte ein Schiff mit goldenen Segeln am Horizont auf. Sofort wusste Huck, dass seine Zeit für Strandhühner erfinden zu ende war. Rasch packte er seine Sachen zusammen und wartete brav, bis das goldene Schiff am Hafen anlegte. Dann machte er sich zusammen mit seiner Frau wieder auf den Weg nach Deutschland, um dort wieder bei MACV anzufangen.
Da Gugele in Deutschland blieb, bekam er nur einen goldenen Brief, den aber seine Frau immer abfing, da sie nicht wollte, dass Gugele mit seinen Versagerfreunden herumhing. Aus reiner Vorsicht verlangte sie, dass er am Rande von Hochberg ein Haus baute, wo neben dran gleich der Wald begann. Die anderen Seiten lagen an einem offenen Feld, damit man herannahende Störenfriede sofort ausmachen und sie gegebenenfalls gleich abschießen konnte. Zu Gugeles Haus wurden unzählige goldene Briefe gesendet, aber Gugele antwortete komischerweise auf keinen einzigen. Doch eines Morgens, als die Sonne früher aufging als von den Meteorologen berechnet, kam der Hubschrauber mit den vergoldeten Rotorblättern. Hasso der Leibpilot von Richi riss unbarmherzig Gugele aus seinem Arbeitszimmer heraus, gerade als er sein erstes Kinderbuch über Vampire abschließen wollte. Gugele war aber darüber nicht traurig, da sein fantasievoller Verstand, von dem eisernen Vorhang einer Tante, wie gefangen war. Nachdem Toni, Huck und Gugele ihre Aktivierung als Anticheater gezwungenermaßen freiwillig akzeptierten, nahmen sie wieder bei der militanten Anti Cheater Vereinigung MACV, ihren Dienst in der neuen Kaserne Defkon Cheat auf, die erst vor kurzem zwischen Grünbühl und Aldingen gebaut wurde. Petrus dagegen andere Pläne und versteckte sich darum, vor den Feldjägern des MAVC`s in einem weit entfernten Ort Namens Petrusdorf, wo er versuchte, ein eigenes Casino aufzubauen. Weil seine Frau ständig zu ihren Verwandten nach Timbuktu ging und er einfach nicht genug Urlaub zu Verfügung hatte um mit ihr mitzugehen, beschloss er in Deutschland zu bleiben und seiner Lieblingsbeschäftigung, dem Essen’ nachzugehen. Da er aber in Sachen Haushalt ziemlich Faul war und nie selbst kochen wollte, spezialisierte er sich darauf, Beerdigungen zu besuchen, da es dort immer was zum Essen und zu trinken gab. Aus Petrus wurde also ein Beerdigungstourist, der immer wenn er Strohwitwer war, sich zu einem Leichenschmaus aufmachte. Doch eines Tages stand auch er wieder vor den Toren des MACV`s und fragte ob er wieder in der Latrinenkompanie eintreten könnte. Spieß Wunderstein war hellauf begeistert, denn einen so fähigen Reinemachesoldat, konnte er gut brauchen.

Spieß Wunderstein sprach zu seinen Rekruten: „Hört zu. Petrus ist wieder in unserem Team aufgenommen worden. Zur Feier des Tages, lade ich euch in ein Restaurant ein.“

„Wo werden wir hin gehen?“ fragte Toni.

„Wie wäre es mit dem Germanenhöfle?“ schlug Petrus vor.

„Nein, dort haben wir doch wegen Toni Hausverbot“, erinnerte Gugele die anderen.

„Lasst uns doch zum Goldenen Hilbaer gehen“, sagte Huck.

Da alle mit dem Vorschlag einverstanden waren, trafen sie sich am nächsten Tag um 18:00 im Goldenen Hilbaer. Als sie so dasaßen und redeten, erinnerten sie sich auf einmal wieder an Jannes, von dem ein Porträt mi ehrfürchtiger Denkerpose über dem offenen Kamin hing. Ja, da war doch noch etwas. Sie sollten doch Eleken Ex Eco M betreuen und die Menschheit retten, falls Haui es schaffen würde, zur Erde als König von Alpazella zurückzukehren.

Spieß Wunderstein fragte: „Wo ist eigentlich Hilbaer?“

„Hilbaer macht gerade eine wichtige Geschäftsreise und kommt hoffentlich bald wieder zurück“, sagte Huck.

Da Spieß Wunderstein nichts davon wusste, dass Jannes von einem anderen Stern kam, und er vermutlich hysterisch reagieren würde, entschied sich Huck für diese kleine Notlüge.

Huck erzählte weiter: „Hilbaer ist mit Jannes unterwegs, um ihn zu adoptieren und in seine Familie aufzunehmen.“

„Das ist echt gütig von Hilbaer“, sprach Spieß Wunderstein.

Petrus stand auf, erhob sein Glas und sagte: „Möge Jannes seinen Verstand bald wiederfinden.“

Danach erhoben alle ihr Glas und riefen: „Jannes lebe hoch.“

Dann tranken sie ihre Getränke auf ex aus und bestellten sich gleich noch mal dieselben Getränke zum nachspülen.

Petrus fragte: „He Spieß Wunderstein, was werden sie heute bezahlen, das Essen, die Getränke, oder etwa beides?“

„Des glaub i ed“, antwortete Spieß Wunderstein, „ich werde jedem nur ein Essen bezahlen.“

Als Petrus die Situation klar war, bestellte er sich eine Schachtplatte für vier Personen mit extra viel Pils-Soße, damit er nicht soviel Getränke bezahlen musste. Da Gugele auf Diät war, nahm er nur ein Gericht für zwei Personen. Die anderen bestellten sich vernünftigerweise nur ein normales Gericht für eine Person. Obwohl Petrus das meiste auf dem Teller hatte, war er als erstes fertig und tat es mit einem lauten Rübser, lautstark kund.

Dann sagte er: „Wenn ich jetzt noch was esse oder trinke, muss ich sofort kotzen.“

„Mein Ranza spannt auch ohne Ende“, jammerte Gugele.

Huck sprach: „Das geschieht euch recht, dass ihr jetzt so leiden müsst. Irgendwann ist auch beim größten Magen der Berstdruck erreicht.“

„Die denken sich halt, lieber den Magen verrenkt, als dem Spieß was geschenkt“, sprach Toni.

Petrus und Gugele standen auf, um nach draußen zu gehen und einen Verdauungsspaziergang zu machen. Kaum waren sie weg, öffnete sich die Türe und Simone und Thomas E traten ein. Im Schlepptau hatten sie noch ihre vierzig Kinder dabei, die schon sehr groß für ihr Alter waren und zu Verwunderung aller, normal sprechen konnten.

„Was macht ihr denn hier?“ fragte Toni überrascht.

„Es kam ein riesiges Flugobjekt auf den Mount Everest und zerschoss die Villa. Das einzige was noch übrig ist, ist der Tresorraum und der Swimmingpool mit dem Dach aus Diamanten“, antwortete Thomas E.

„Wir wussten nicht wohin und so flogen wir zurück nach Deutschland, weil wir uns hier unter dem Schutz des Staates, eine neue Zukunft aufbauen wollen“, fuhr Simone fort.

„Habt ihr eine Vermutung, wer die Villa zerstört haben könnte?“ fragte Huck.

„Ich schätze, es war unser alter Rivale Haui“, sagte Thomas E.

„Ihr könnt fürs Erste hier im achten Stock bleiben, bis wir etwas anderes für euch gefunden haben“, meinte Spieß Wunderstein, der ein sehr guter Freund von Richi war.

„Aber bitte macht nix kaputt, denn wenn ihr Richi`s Lieblingsstockwerk verunstaltet, wird des für euch konzequensa hau“, fuhr Spieß Wunderstein mit erhobenen Zeigefinger fort.

„Gibt es hier ein Spielzimmer für unsere vierzig Kinder?“ fragte Simone.

„Ja. Im Keller gibt es einen tausend Quadratmeter großen Hobbyraum, den er für sein Enkelkind eingerichtet hat. Aber sein Enkelkind hat ja von Richi Australien geschenkt bekommen und somit benötigt die kleine den Hobbyraum vorerst nicht mehr“, sagte Huck.

„Toni kannst du mit meinen lieben Kindern in den Hobbyraum gehen? Wir werden gleich nachkommen, sobald wir unsere sportlichen Triebe befriedigt haben“, sagte Thomas E.

„Du meinst wohl Beckenbodengymnastik“, sagte Toni.

„Na klar, mit Handstandüberschlag. Mit Flick Flack, zack, zack“, rief Thomas E.

„In deinem Fall, wohl eher ohne Flick Flack, da du außer deinen fehlenden Eiern auch noch einen Hüftschaden erlitten hast, als du beim Yoga zu viel riskiert hast“, lästerte Huck.

„Bitte keinen Handstandüberschlag Thomas, beim letzten mal, als du vom Schrank ins Bett einen Handstandüberschlag machen wolltest, hast du dir beide Beine gebrochen. Ich konnte dir aus dieser misslichen Lage nicht beistehen, da du mich zuvor ans Bett gefesselt hattest. Also vergiss deine Träume und lass es so wie die Bienchen machen“, rief Simone.

Thomas E ignorierte das Flehen seiner Simone und begann „The Eye of the Tiger“ zu singen. Er öffnete seine Hose und zog sie runter.

Dann rief er: „Na, was sagst ihr jetzt? Das ist die Hüfte und auch die Eier von einem Tiger, die mir die Chinesen eingepflanzt haben. Ich bin gespannt was dabei heraus kommt, wenn ich mit Simone Matratzensport mache.“

„Im besten Fall Königstiger und im schlimmsten Fall Papiertiger“ lachte Huck Thomas E aus.

„Schau dir die Chinesen an, die versauen sogar so ehrliche Leute wie Thomas mit ihren abstrakten Heilkünsten“, warf Toni ein.

Danach ging er mit den vierzig Kindern in den Hobbyraum, damit sie ihre überschüssige Energie loswerden konnten. Simone und Thomas gingen währenddessen zum Aufzug und fuhren in den achten Stock. Schon bald hörte man eigenartige Geräusche, aus den oberen Stockwerken, die sehr viel Ähnlichkeit mit wilden Tieren hatten. Da Spieß Wunderstein schon müde war und morgen einen wichtigen Termin hatte verabschiedete er sich und fuhr nach Hause.

Petrus und Gugele liefen im Wald spazieren, als sie auf einmal ein großes Feuer entdeckten. Als sie näher kamen, sahen sie mehrere nackte Frauen die um das Feuer tanzten. Hinter den Frauen liefen Männer mit langen schwarzen Kutten die im Gesicht rot bemalt waren. Auf einem Geschmückten Tisch lagen Fleischstücke herum und eine lebende Ziege war an einer Stange fest gekettet. In der Mitte waren unzählige Schwerter in einem Kreis aufgestellt. Gugele und Petrus nahmen sich jeweils ein Schwert, um die Fleischstücke aufzuspießen, die sie dann auf dem Feuer grillen wollten.

„Sind die Typen von Höfingen?“ fragte Gugele.

„Nein, die von Höfingen tragen weiße Kutten, haben vorne ein rotes Kreuz und jagen Nichteinheimische mit Fackeln aus dem Dorf. Das sind vermutlich Teufelsanbeter“, antwortete Petrus.

Gugele und Petrus entschlossen sich auch schwarze Kutten anzuziehen. Dann liefen sie zum Feuer, damit sie anfangen konnten, ihr Fleisch zu grillen.

In diesem Moment sprach der Oberpriester zu seinen Teufelsjüngern: „Oh meine teuflischen Jünger, ihre habt euere niederen Bedürfnisse befriedigt, nun nehmt das Blut und Fleisch, um das Feuer zu löschen.“

„Äh, Entschuldigung, könnt ihr mit dem Feuerlöschen warten, bis wir unser Fleisch fertig gegrillt haben?“ fragte Gugele.

„Ihr könnt ja so lange noch ein bisschen krank herumzappeln“, meinte Petrus weiter.

„Wer seit denn ihr und warum stört ihr unsere teuflische Zeremonie?“ fragte der schwarze Priester.

„Ich heiße Petrus und das ist mein Freund Gugele. Wir gehören zu den Vamps“, sagte Petrus.

„Schnappt euch die fetten Vampire und verbrennt ihre Kadaver im Fegefeuer“, schrie der schwarze Priester.

Dann rannte die ganze Meute hinter Petrus und Gugele her. In letzter Sekunde erreichten die beiden das Grundstück von Richi und wurden von der Leibgarde in empfang genommen. Die Leibgarde schoss ein paar Gewehrsalven in die Luft, um die teuflische Meute in die Flucht zu schlagen. Gugele und Petrus setzten sich dann auf eine Parkbank vor dem Goldenen Hilbaer und aßen genüsslich ihre erbeuteten Fleischstücke. Huck bekam von dem ganzen Trubel nichts mit, denn er saß immer noch alleine am Tisch, hatte es selbst geschafft sich eine Flasche Wein aufzumachen und schaute dann die Nachrichten im Fernseher an. Da kam eine unerwartete Sensationsnachricht, dass ein Ufo in der Nähe vom Mount Everest gesichtet wurde, wo es dabei war, eine Villa dem Erdboden gleich zu machen. Außerdem wurde berichtet, dass das Ufo in Richtung USA weitergeflogen ist und dann über dem Atlantik spurlos verschwunden war. Da musste Huck wieder an Jannes und die Vamps denken und er fragte sich, wie es wohl ihnen geht, so allein im Universum.


Kapitel 2


Jannes rannte durch das ganze Raumschiff und ging den anderen damit auf die Nerven.

Richi schrie: „Du bekommst gleich einen Einlauf, wenn du dich nicht hinsetzt!“

Da blieb Jannes stehen und fragte: „Hört ihr auch das ständige Tuten? Als würde ein Telefon klingen.“

Richi, Sirius und Kogain schüttelten den Kopf. Eleken dagegen nahm Jannes mit auf die Krankenstation, um ihn zu untersuchen. M saß wie versteinert auf dem Navigationsstuhl und suchte eine geeignete Flugbahn, um sich von dem Kometen abzukapseln zu können.

Als Eleken Jannes untersuchte, fragte Jannes: „Hörst du auch das Lied Eleken?“

„Nein, wie geht denn das Lied?“ fragte Eleken.

„Backup, backup your life. Backup, backup your brain. Searching for the brain. Sonst du nix verstehen”, antwortete Jannes.

„Das Backup von deinem Verstand, ruft dich zu ihm. Hast du ewentevel ein paar Koordinaten für uns, damit wir dein Backup finden?“ fragte Eleken.

„36° und es wird noch heißer“, fing Jannes an zu singen.

„OK, 36° in Richtung Sonne. Aber wie ist die zweite Koordinate?“ fragte Eleken.

Jannes sang: „17 Jahr blondes Haar, so war das bei mir.“

„In Ordnung, ich habe es verstanden“, sagte Eleken.

Eleken rief M übers Sprachrohr an und sprach: „Hör zu M, die Koordinaten sind 36° in Richtung Sonne und 17° in Richtung Champ Elleyses.“

„Die zwei Koordinaten sind programmiert. Nun fehlt nur noch die Dritte, damit wir uns von dem Kometen lösen können“, sagte M.

Jannes sang: „From Hero to Zero to Backup yeah, yeah. Jo, Word.”

“Zero programmiert. Abkapslung wird vorbereitet. Abkapslung jetzt!“ rief M.

Sobald „Ex Eco One“ wieder frei war, schaltete M die Lichtgeschwindigkeitsgondeln ein und zischte los zu den ungewissen Koordinaten von Jannes.

„Wo werden wir ankommen?“ fragte Richi.

„Ich weiß es nicht. Da wo wir hinfliegen, gibt es nur eine große Nebelwolke“, antwortete M.

Kogain sprach: „Ich werde an Huck und die anderen eine verschlüsselte E-Mail senden und ihnen erzählen, welche Fortschritte wir machen.“

„Ich begebe mich zum Labor, um ein paar Verbesserungen für das Raumschiff auszuarbeiten“, sagte Sirius.

Richi ging zu Jannes, damit er ihm ein paar grundsätzliche Dinge fürs Leben beizubringen erhoffte.

„Hallo Jannes. Hast du etwas Zeit, um deinen Verstand zu schärfen?“ fragte Richi.

„Klar habe ich Zeit dafür. Ewentevel kann ich dir auch noch etwas beibringen“, antwortete Jannes.

Richi sprach: „Also schau und hör genau zu. Das ist Schach. Es das Spiel für Könige.“

„Und Poker ist was für Coole Strategen“, entgegnete Jannes.

„Glaub mir bitte. Für dich ist Poker genau so gut, wie eine Blasenschwäche für einen Marathonläufer“, sagte Richi.

Als Richi ihm endlich die Grundregeln erklären konnte, machten sie ein paar Probespiele. Jannes stellte sich gar nicht so dumm an und gewann gleich sieben von acht Spielen.

„Paah, das ist nur Anfängerglück“, sagte Richi genervt.

„Nein, das glaube ich nicht“, antwortete Jannes, „ich denke eher, dass mein Verstand sich durch dieses Spiel sehr schnell weiterentwickelt hat.“

Eleken fragte: „Jannes hörst du immer noch das Lied in deinem Kopf?“

„Nein, mein Verstand unterdrückt das Lied, damit ich Richi beim Schach spielen schlagen kann“, sagte Jannes.

„Sollen wir Jannes die Weltformel oder die Chaosformel sagen?“ fragte Richi.

„Nein. Auf keinen Fall. Es wäre für seinen Verstand eine Katastrophe, wenn er diese Formeln nicht selbst heraus bekommt“, sagte Eleken.

„Aber ich weiß doch schon die Weltformel. Sie lautet: E=mc²“, antwortete Jannes.

„Wie lautet die Chaosformel?“ fragte Richi.

„Ich weiß nichts von einer Chaosformel“, sagte Jannes, „aber ich kenne die Chaostheorie. Diese besagt nämlich, dass ein Schmetterling, der auf Champ Elleyses mit seinen Flügeln wackelt, damit theoretisch einen gewaltigen Wirbelsturm auf Alpazella auslösen könnte.“

„Was für ein Schwachsinn“, rief Richi, „kommt lasst uns zu M gehen und schauen wie lange wir noch zu fliegen haben.“

Eleken, Richi und Jannes gingen auf die Brücke. Dort angekommen sahen sie M der eine ganze Schüssel voll Zwiebeln vor sich hatte und sie sich genüsslich in den Mund stopfte. Als er die drei sah, musste er gleichzeitig Niesen, Rübsen und Pupsen.
„Du Schwein“, rief Eleken, „hast du deinen Körper denn nie ihm griff?“

„Das habe ich doch, denn wenn es nicht so wäre, müsste ich mir jetzt eine neue Unterhose besorgen und den Fußboden aufwischen“, antwortete M.

„Wie lange müssen wir noch fliegen, um bei dieser Nebelwolke zu sein?“ fragte Richi.

„In vier Minuten werden wir dort ankommen und schon in einer Minute können wir sie auf dem Hauptbildschirm sehen“, sagte M.

M schaltete den Hauptbildschirm ein und schon nach einigen Augenblicken konnte man die riesengroße Nebelwolke sehen. Eleken untersuchte mit dem Fernscanner den Nebel. Richi machte sich in der Zwischenzeit auf den Weg, um Kogain und Sirius abzuholen. Jannes hüpfte aufgeregt hin und her als müsste er dringend auf die Toilette.

„Da ist etwas Großes in der Mitte der Nebelwolke“, sagte Eleken.

„Können wir mit Ex Eco One dort hinfliegen?“ fragte M.

„Ich denke schon, aber wir müssen sehr vorsichtig sein“, antwortete Eleken.

M schaltete die Nebelscheinwerfer ein und flog langsam in die Nebelwolke. Da die Außentemperatur immer höher wurde, aktivierte Eleken den Schutzschild.

„Schau, vor uns lichtet sich der Nebel“, sagte M.

„Es sieht so aus, als wäre dort ein versteckter Planet“, fügte Eleken hinzu.

„Dort muss mein Backup sein“, sprach Jannes erregt.

M flog auf den Planeten und landete auf einer kleinen Anhöhe. Gerade als Eleken die Umweltbedingungen kontrollieren wollte, fielen plötzlich die Sensoren aus.

„Mist“, rief Eleken, „jetzt wissen wir gar nicht, ob man dort draußen ohne Sauerstoffgeräte laufen können.“

„Was ist los?“ fragte Sirius der gerade mit Richi und Kogain zur Türe rein kam.

„Unsere Sensoren sind ausgefallen und jetzt wissen wir nicht ob wir raus gehen können“, sagte Jannes.

„Wir sollten eine Maus haben, dir wir nach draußen schicken können“, sagte Richi.

M sprach: „Wir haben zwar keine Maus, aber Kogain ist ja nur unwesentlich größer als eine Maus und somit perfekt für diese Aufgabe.“

„Ist das gefährlich?“ fragte Kogain.

„Quatsch. Für uns ist es total ungefährlich“, sagte M.

„Na gut, ich werde die Gegend kontrollieren“, sprach Kogain.

Kogain zog den Raumanzug an, der für seine Größe viel zu groß war. Da er nicht selber laufen konnte, warfen ihn Richi und Sirius kurzer Hand aus dem Raumschiff hinaus.

„Entschuldigung“, riefen die beiden und schlossen schnell die Türe wieder zu.

Eleken sprach zu Kogain über das Funkgerät: „Kogain, kannst du etwas sehen?“

„Nein. Mein Kopf reicht gerade bis zur Brust des Raumanzugs. Es ist auch sehr heiß hier, gibt es hier vielleicht ne Klimaanlage?“ fragte Kogain.

„Ja, der Knopf ist im rechten Handschuh eingebaut“, antwortete Eleken.

„Ich komme nicht ran“, rief Kogain, „ich werde jetzt den Raumanzug ausziehen, denn mit dem blöden Ding, kann ich ja sowieso nix anfangen.“

„Nein“, rief Eleken.

Doch es war schon zu spät, denn Kogain hatte den oberen Teil des Raumanzugs schon ausgezogen. Nun blickte er sich um, es war nur Sand zu sehen und die Sonne brannte unerbittlich auf seinen Kopf, der schon nach wenigen Augenblicken so aussah wie ne Tomate.

Kogain sagte: „Es ist alles in Ordnung. Man kann normal atmen und es sieht so aus, als wären wir in der Wüste.“

„OK, wir kommen jetzt auch raus“, sagte Richi.

„Bringt ein paar Hüte und viel Sonnencreme mit“, sagte Kogain.

Bewaffnet mit jeder Menge Sonnencreme und ein paar Hüten kamen die anderen heraus. Kogain hatte durch die extreme Sonneneinstrahlung schon Brandblasen auf Kopf und schnappte sich gleich ein paar Naturjogurt. Er öffnete sie und setzte sich die Becher auf den Kopf.

„Hmmm, irgendwie habe ich auf einmal Lust auf einen Erdbeerjogurt. Am liebsten ohne Brandblasen und Haare“, lästerte M.

„Ich könnte dir helfen“, sprach Eleken zu Kogain, „aber es sieht viel zu komisch aus, dass ich mich entscheiden könnte, dich zu behandeln.“

Sirius sagte: „Hör nicht auf die dummen Sprüche Kogain. Der Jogurt wird deine Brandblasen kühlen und es wird dir schon heute Abend besser gehen. Es sei denn, M bekommt einen Sonnenstich und denkt du wärst ein Erdbeerjogurtfruchtzwerg den man vernaschen kann.“

„Dazu wird es nicht kommen, ich werde alles dafür tun, dass M keinen Sonnenstich bekommt“, sagte Kogain.

Sofort bastelte Kogain aus den Schutzfolien von seinen Jogurtbechern einen Sonnenschirm für M. Nun waren sie alle bereit für die Mission Backup. Jannes fand noch den Bollerwagen von seiner Nachbarin und füllte ihn mit verschiedenen Lebensmitteln auf. M suchte mit seinem Batteriebetriebenen Handscanner die Gegend ab, konnte aber nichts Außergewöhnliches finden.

M fragte: „Jannes, weißt du wo wir hingehen sollen?“

„Mein Verstand sagte mir, dass wir Richtung Norden gehen sollen“, sagte Jannes.

Nachdem Eleken das Raumschiff abgeschlossen hatte, machten sie sich also auf den Weg in Richtung Norden ins Ungewisse. Als sie so dahin liefen und die Gegend anschauten entdeckten sie nur ein paar Büsche und jede Menge Steine. Auf einmal sah Sirius in der Ferne einen Berg.

„Dort müssen wir hin“, rief Jannes.

„Auf geht’s“ schrie Richi, „die Hitze macht mich langsam aber sicher total Gaga.“

„OK, wer als erster dort ankommt, bekommt von mir ein besonderes Geschenk“, sagte Jannes.

„Auf die Plätze, fertig los“, rief M.

Dann rannten alle wie verrückt los. Da es leicht Bergab ging, sprang Jannes in den Bollerwagen und raste an allen anderen vorbei und war schon bald bei dem Berg angekommen. Jannes setzte sich in den Schatten eines großen Felsens und trank etwas Wasser, während er auf die anderen wartete. Als sie ankamen schnappten sich alle etwas zu trinken, um ihren Riesendurst zu löschen. M zückte den Scanner und suchte erneut die Gegend ab.

„Hier um die Ecke gibt es eine Höhle und Oben auf dem Berg steht ein einzelner Baum“, sprach M.

„Ich werde alleine den Berg hinaufklettern und ihr werdet so lange ein Lager in der Höhle aufschlagen“, schlug Jannes vor.

Da alle ziemlich erschöpft waren, hatten sie gegen die Idee keine Einwände. Rasch brachten sie ihre Ausrüstungen in die Höhle, um ein Feuer zumachen und etwas zu kochen. Jannes zog seine Kleider bis auf die Unterhose aus, cremte sich mit dem Sonnenblocker ein und machte sich dann auf den Weg zur Bergspitze. Es war ein sehr beschwerlicher Weg, doch angetrieben von dem Rufen seiner Verstandsbackup, hatte Jannes genug Durchstehvermögen, um es bis zur Spitze zu schaffen. Dort angekommen, betrachtete er den riesigen Baum, der nach seinen Berechnungen etwa 300 Meter in die Höhe ragte. Der Baum war sehr ausgetrocknet und sah mitleidswürdig aus.

Auf einmal hörte Jannes eine Stimme: „Bitte gib mir etwas zu trinken“, sagte sie.

Jannes schaute sich um, doch er war alleine.
Er dachte: „ewentevel höre ich schon meine eigene Stimme reden.“

Als er einen Schluck Wasser trinken wollte sagte die Stimme: „He du Geizkragen, bitte gib mir auch etwas zu trinken, denn ich habe schon sehr lange nichts mehr gehabt.“

„Wer spricht da zu mir?“ fragte Jannes.

„Ich, der Glücksbaum spreche zu dir“, sagte der Baum.

„Jannes Lipstick ist mein Name und ich bin auf der Suche nach meinem messerscharfen Verstand. Kannst du mir helfen?“ sprach Jannes.

„Nur wenn du mir etwas zum trinken gibst“, entgegnete der Baum.

Jannes schüttete ein wenig Wasser auf den Boden und der Baum saugte das Wasser sofort mit seinen Wurzeln auf.

„Danke“, sagte der Baum, „zwei Meter unter mir ist ein kleiner Vorsprung, wo sich ein kleiner Eingang zu einer Höhle befindet. Wenn du mutig bist, gehe dort hin und stelle dich in die Mitte der Höhle.“

Jannes kletterte zum Vorsprung hinab und entdeckte die kleine Höhle. Da der Eingang sehr eng war, musste er sich sehr anstrengen, um sich durch die schmale Öffnung durchzuzwängen. Als er es endlich geschafft hatte, war er überall von Wurzeln umgeben. Jannes stellte sich in die Mitte der Höhle und spreizte dann die Arme und Beine zu einem X. Als die Wurzeln das sahen, kamen sie vorsichtig näher, um Jannes kurz zu berühren und wieder blitzschnell zu verschwinden. Es ging eine ganze Weile so, bis sie sich immer länger in der Nähe von Jannes aufhielten. Eine lange große Wurzel kam drohend nah zu Jannes und krümmte sich wie eine Kobra vor dem Zubeißen. Mit einem lauten Knall, entblößte die Wurzel Jannes. Dann kamen die anderen Wurzeln auf Jannes zu und bohrten sich in seine Körperöffnungen. Sobald die große Wurzel an seinem Ansaugstutzen andockt hatte, begannen sie ihm seine Körperflüssigkeiten auszusagen. Jannes zuckte vor Schmerzen und als er vollkommen leer war, ließen die Wurzeln ab von ihm. Ausgesaugt und ausgetrocknet fiel er auf den Boden. Er kämpfte sich zurück nach draußen und kletterte wieder zurück zum Baum. Der Baum hatte sich verändert, denn jetzt war er nicht mehr ausgetrocknet, sondern strahlte mit seinen grünen saftigen Blättern.

„Du dreckiger Cheater“, schrie Jannes mit letzter Kraft.

Als der Baum das hörte, schnappten die unteren Äste Jannes und warfen ihn auf die Spitze des Baumes. Jannes schaute sich um und entdeckte eine Schildkröte die langsam auf ihn zu kroch.

Sie sagte: „Du siehst so schrumpelig aus wie meine Urgroßmutter.“

„Daran ist der Baum Schuld“, sagte Jannes.

„Du möchtest doch deinen Verstand wieder haben, stimmts?“ fragte die Schildkröte.

Jannes nickte und sagte: „Hilf mir bitte, wenn du kannst.“

„In Ordnung, es wird dir geholfen werden“, sprach die Schildkröte und schnippte mit den Fingern.

Da kam ein Ast von hinten zu Jannes und stach ihm mit einem riesigen Dorn ins Genick. Jannes saß da mit geöffnetem Mund und hervorgetretenen Augen. Er spürte, dass ihm der Baum etwas in seinen Kopf hineinpumpte. Als der Baum fertig war, zog sich der Ast langsam zurück und Jannes musste dabei laut Rübsen. Der Rübser war so laut und stark, dass der Baum seine Früchte verlor, die von dem starken Ostwind hinfort getragen wurden.

Da kam die Schildkröte mit einem großen Topf zurück und sagte: „Hier, trink diesen Topf voll Tee mit einem Zug aus.“

Jannes setzte an und trank den ganzen Topf in zehn Sekunden aus. Dabei spürte er langsam aber sicher, dass er seine Körperflüssigkeiten wieder zurückbekam.

Da sprach Jannes: „Oh Gott, hab ich nen Druck auf der Blase, ich glaube, ich piss gleich hier vom Baum.“

Jannes stellte sich hin und pinkelte vom Baum, aber sein Wasser ging nicht nach unten, sondern nach oben.

„Des geht ja nach oben“, rief Jannes überrascht.

Durch die Hitze verdampfte das Wasser von Jannes und es braute sich eine dunkle schwarze Wolke über ihn und das Land zusammen. Als die Wolke eine Fläche von achtzig Quadratkilometer erreicht hatte, begann es Sinnflutartig zu regnen und es bildeten sich schnell große reißende Flüsse, die sich durchs ganze Land zogen. Als es aufhörte zu regnen, spürte Jannes wieder seinen messerscharfen Verstand, der noch besser zu arbeiten schien wie früher. Jannes machte sich aus der Rinde des Baumes einen Maßanzug, damit er der Sonne nicht schutzlos ausgeliefert war. Nun war er bereit, zu seinen Freunden zurück zu kehren. Blitzschnell berechnete er die Höhe des Baumes, nahm Anlauf und ließ sich vom Baum hinunter fallen. Im letzten Augenblick ergriff er einen Ast und landete sanft auf dem Boden vor dem Baum.

„Danke für alles was du für mich getan hast, Baum“, sagte Jannes.

„Nein, ich muss mich bei dir bedanken, denn durch deine Körperflüssigkeiten hast du mich und den Planeten wieder fruchtbar gemacht“, sprach der Baum.

Als Jannes gerade sich wieder auf den Heimweg machen wollte sprach der Baum erneut zu ihm: „Jannes mein Freund, geh noch mal zu der kleinen Höhle und nimm dein Geschenk entgegen.“

Jannes kletterte hinunter zur Höhle und quetschte sich durch die kleine Öffnung. In der Mitte der Höhle lagen drei unterschiedliche Bananen. Die eine war klein und schwarz, die zweite war blau und leuchtet im Dunkeln, die dritte Banane war gelb und drei Meter lang.

Die zwei kleinen Bananen steckte er in die Innentasche seines neuen Anzugs und mit der großen Banane bastelte er sich einen Gleitschirm, um wieder vom Berg hinunter zu kommen. Leicht wie eine Feder glitt er den Berg hinunter und kam vor der Höhle an, wo sich die anderen immer noch ausruhten. Jannes staunte nicht schlecht, als er sah, wie sich das Land verändert hatte. Gräser und Blumen fingen rasch an zu wachsen. Man konnte annehmen, dass schon bald Bäume und Wälder hier auf dem Planeten gedeihen würden.

Als Jannes mit der großen geschälten Banane in die Höhle hineinging, weckte er seine Freunde, mit den Worten: „Schaut her, ich bringe euch Essen und Wasser. Dann übergoss er jeden von ihnen mit Wasser“ auf.

„He Jannes, hast du deinen Verstand verloren?“ fauchten ihn alle an.

„Nein besser. Ich habe einen noch schärferen Verstand als vorher“, antwortete Jannes.

Eleken sagte: „Ich freue mich, dass du wieder der Alte bist.“

„Ich habe euch etwas zum Essen mitgebracht“, sprach Jannes und zeigte die Riesenbanane.

Hungrig verschlangen sie das Innere der Banane, bis sie auf einmal auf eine harte Steinplatte stießen.

Darauf stand:
Hier sind die fünf Heiligen Regeln des Glücksspiels, wenn du dich genau daran hältst, wirst immer erfolgreich sein. Nun präge sie dir gut ein und vergieß sie nie wieder:

Du sollst nicht Cheaten
Du sollst nicht spielen wie ein Maniac
Du sollst keine anderen Karten im Ärmel haben
Du sollst deine Freunde nicht betrügen
Und wenn das doch alles sein muss,
darfst du dich nicht erwischen lassen.

Kogain fiel vor Jannes auf die Knie und sagte: „Lieber Prophet, bitte segne mich, damit ich wieder Hoffnung im Leben habe.“

Jannes legte seine Hände auf das Haupt von Kogain und sprach: „Ich werde dich segnen und nehme dich als meinen Schüler an. Doch bevor ich das tue, musst du deinen Kopf und meine Hände mit Wasser reinigen.“

„Ist das so etwas wie ein Ritual?“ fragte Kogain.

„Nein, dein Jogurt fängt wegen der Hitze schon an zu schimmeln und ich hasse klebrige Hände“, antwortete Jannes.

Kogain reinigte die Hände von Jannes und wusch sich dann den Jogurt vom Kopf ab. Auf dem ganzen Kopf von Kogain waren Brandblasen zu sehen, die im Licht glänzten. Als er mit dem Waschen fertig war, kniete er sich vor Jannes nieder, um die Segnung zu empfangen.

Jannes legte abermals die Hände auf Kogains Kopf und sprach: „Kogain, du wirst nun von mir getauft, damit ich dich als Schüler aufnehmen kann. Mit dem Wasser was ich jetzt dir gleich über den Kopf gieße, wirst du nun ein neuer Mensch sein.“

Eleken rief: „Wir haben leider kein Wasser mehr hier in der Höhle.“

„Das macht nichts, mein messerscharfer Verstand hat schon ne Lösung bereit“, sagte Jannes und zerdrückte die Brandblasen von Kogain.

Sobald die Brandblasen anfingen zu platzen und die Flüssigkeit über Kogains Kopf lief, fing er zu schreien und zu weinen an.

Sirius sagte: „Ich dachte nur Babys weinen bei der Taufe.“

„Na, die Größe hätte er ja schon mal“, lästerte M.

„Seit ruhig, Kogain weint vor Rührung“, sprach Eleken.

Dann ergriff Jannes das Wort: „Kogain, jetzt bist du mein neuer Schüler. Du wirst in die Fußstapfen von Barbie treten. Obwohl du in diesen baden könntest, bin ich überzeugt, dass du mich nicht enttäuschen wirst. Nun steh auf, damit du mir eine Sänfte bauen kannst.“

Richi fragte: „Wann können wir uns endlich wieder von diesem trostlosen Planeten wieder verabschieden?“

„Wieso trostlos?“ fragte Jannes, „geh nach draußen und schau was passiert ist.“

Richi und Sirius gingen nach draußen, um nachzusehen was Jannes damit meinte.

Jannes sprach zu den anderen: „Hört zu, ich bin kein Prophet und schon gar nicht ein Heiliger. Ich bin nur der Mann, mit dem messerscharfen Verstand. Aber wenn ihr zu mir aufschauen wollt, nennt mich einfach Jannes der Erleuchtete.“

Richi und Sirius kamen zurück und Sirius sagte: „Dort draußen grünt und blüht es, wie es man sich nur im Traum vorstellen kann.“

„Kann ich diesen Planeten, zu meinem Planeten machen?“ fragte Richi.

Jannes sagte: „Nein. Du kannst diesen wunderschönen Planeten nicht besitzen, aber wenn du möchtest, kannst du ihn verwalten. Doch sei dir bewusst, dass alles was du tust, den Planeten wieder kaputt machen kann.“

„Ich werde nur einen kleinen Außenposten für mich, meine Familie und meinen Freunden bauen. Der Rest des Planeten soll weiterhin so erblühen wie jetzt“, versprach Richi.

„In Ordnung. Ich glaube dir“, sagte Jannes, „falls es nicht so kommt, wird dir der große Lebensbaum deinen Saft absaugen.“

„Können wir jetzt wieder zum Raumschiff zurück gehen?“ fragte Sirius.

Jannes nickte und alle räumten ihre Sachen zusammen, damit sie rasch aufbrechen konnten.

Jannes sagte: „Wir können aus meinem Gleitschirm, der ja aus der Bananenschalen besteht ein paar Boote bauen und somit auf dem Fluss hinab fahren. Der Fluss müsste laut meinen Berechnungen, direkt an unserem Raumschiff vorbeifließen.“

Eleken fragte: „Jannes, hörst du jetzt immer noch das Tuten oder den Gesang?“

„Komischerweise ja, aber ich kann es gut unterdrücken“, antwortete Jannes.

„Da stellt sich die Frage, ob du wirklich dein wahres Backup bekommen hast“, räumte Eleken ein.

„Ich fühle mich gut und kann mich an alles erinnern. Außerdem habe ich meinen messerscharfen Verstand zurück bekommen“, sagte Jannes.

„Was ist dein Lieblingsspiel?“ fragte M.

„Schach“, antwortete Jannes, „du weißt doch, dass es mir Richi beigebracht hat.“

„Früher war dein Lieblingsspiel Poker“, klärte M Jannes auf.

„Ach so. Dann sollten wir mal auf Champ Elleyses vorbeischauen und in den Tempel meiner Urahnen gehen, denn da hatte mein Vater früher immer seine und meine Backup gespeichert“, sagte Jannes.

Sie entschlossen sich, sich erstmal auf den Weg zum Raumschiff zu machen, bevor sie ihr weiters Vorgehen besprechen würden. Dann stiegen sie in ihre Bananenboote ein und paddelten Fluss abwärts.

Richi meinte: „Die Landschaft und der Flusslauf ist wunderschön, aber die Pissgelbe Farbe von dem Flusswasser stört mich doch irgendwie.“

„Die Farbe kommt von der trockenen Erde, doch das legt sich bestimmt bald, hoffe ich“, erklärte Jannes.

„Und warum stinkt das Wasser wie in einer Bahnhofstoilette?“ fragte Sirius.

„Na weil es halt so ist“, antwortete Jannes.

Als sie bei Ex Eco One ankamen, legten sie am Ufer an und stiegen aus. Dann stellten sie ihre Bananenboote zum Trocknen auf, damit sie die Boote zu einem späteren Zeitpunkt wieder benutzen konnten. Jannes öffnete die Türe von Ex Eco One und stieg mit den anderen ein. Eleken checkte gleich das Betriebsystem. Auch M überprüfte sein Navigationspult und den Plasmaantrieb. Jannes setzte sich auf den Kapitänsstuhl und Kogain durchsuchte die Mailbox nach einer Nachricht von den Vamps. Richi und Sirius schnallten sich auf ihren Sitzen an, damit das Raumschiff gleich starten konnte, wenn Eleken mit Sicherheitsüberprüfung fertig war.

Eleken sagte: „Betriebssystem läuft einwandfrei.“

„Plasmaantrieb einsatzbereit“, rief M.

„Keine Email von den Vamps auf der Erde“, sagte Kogain besorgt.

„Ich erbitte die nächsten Zielkoordinaten“, sprach M.

Alle blickten zu Jannes. Doch Jannes schwieg und kritzelte auf einer Tafel herum, um zu berechnen, wo sie jetzt hinfliegen sollten.

Er sagte: „Mein Verstand ruft mich zurück nach Champ Elleyses, mein Gefühl sagt mir, das wir zur Erde zurück sollten, doch mein Herz sehnt sich danach hierzubleiben.“

„Und jetzt?“, fragte Richi.

„Da kommt ne Email von Huck“, rief Kogain plötzlich.

„Was schreibt er“, fragte Sirius aufgeregt.

Kogain las die Email vor: „Raumschiff bei Mount Everest gesichtet, Villa zerstört, Thomas E mit Familie jetzt im Goldenen Hilbaer, möglicherweise steckt Haui dahinter.“

„Ich muss sofort nach Hause“ rief Richi.

Jannes sagte: „Ich werde alleine mit unserer letzten Rettungskapsel nach Champ Elleyses fliegen und dort die Lage abchecken.“

„Und was sollen wir machen?“, fragte Kogain.

„M wird mit Richi zur Erde zurückfliegen und alles tun was möglich ist um unsere Freunde und deren Familien zu retten. Die anderen bleiben hier und errichten einen Außenposten“ sprach Jannes.

„Damit wir genug Platz in Ex Eco One haben, werden wir es komplett ausräumen und nur das mitnehmen, was wir unbedingt benötigen“, sagte M.

Jannes packte ein paar persönliche Sachen zusammen und sagte dann: „Wir werden uns hier wieder treffen. Seid vorsichtig und verratet keinem die Koordinaten von diesem Planeten. Lebt lang und intensiv.“

Bevor Jannes in die Rettungskapsel einstieg, klatschten sich alle noch mal mit den Fußsohlen ab. Dann zischte Jannes mit seiner Rettungskapsel los.

Sirius, Kogain, M und Richi begannen nach und nach Ex Eco One auszuräumen. Doch Eleken dagegen musste sich hinlegen, um sich etwas auszuruhen. Sie hatte schon seit einigen Tagen, Probleme mit ihrer Gesundheit, denn ihr wurde ständig schlecht und sie musste sich öfters übergeben. Als es ihr wieder besser ging, lief sie zur Krankenstation von Ex Eco One und nahm sich selbst etwas Blut ab. Nach einigen Tests gab es für Eleken keinen Zweifel, denn sie war Schwanger. Sie konnte sich nicht vorstellen, wie das passieren konnte, denn sie hatte in der letzten Zeit mit niemand Sexuellen Kontakt. Aber sie hatte schon ein paar Mal von ihrer Mutter gehört, dass man auch Schwanger werden kann, ohne Geschlechtsverkehr gehabt zu haben. Auch sie selbst war so ein Wunderkind der Natur und hatte sich trotzdem zum einem sehr guten Heal de Guard entwickelt. Ihre richtig guten Freunde, nennen sie auch daher liebevoll Hildegard. Als die Jungs mit dem ausräumen fertig waren, verabschiedeten sich M und Richi und flogen dann zur Erde zurück. Da es auch schon langsam dunkel wurde, bauten Eleken, Kogain und Sirius ihre Zelte auf und legten sich schlafen.


Kapitel 3


Etwa zur gleichen Zeit brach ein neuer Tag auf der Erde an. Als die Vamps aufwachten, erwartete sie schon ein riesiges Brunchmenu im Restaurant vom Goldenen Hilbaer. Was seltsam war, war dass die Tische für fünfundzwanzig Personen gedeckt wurden und obwohl sie nur sieben Leute waren. Spieß Wunderstein saß schon am Tisch und trank genüsslich einen Kaffee.

Huck sagte: „Guten Morgen Spieß, wer außer uns kommt denn sonst noch zum Brunch?“

„Das B-Team“, antwortete Spieß Wunderstein.

„Welches B-Team“ fragte Toni.

Doch Spieß Wunderstein schwieg und schlürfte weiter an seinem Kaffee. Huck zuckte mit den Achseln, dann setzte er sich auf einen Stuhl und schenkte sich auch eine Tasse Kaffe ein.

Dann brach Spieß Wunderstein doch das Schweigen und sprach: „Das B-Team wurde ins Leben gerufen, um pressante Missionen schneller zu erledigen. Ich hoffe, ihr versteht euch gut, denn der wo Ärger macht, verliert seinen Dienstgrad und wird unehrenhaft entlassen.“

Thomas E kam gerade mit seinen Kindern durch die Türe und sagte zu ihnen: „Setzt euch hin, es gibt gleich Frühstück für euch.“

„Slä, jo leck. Bei euch ging es ja letzte Nacht ganz schön tierisch zu“, sagte Toni.

„Das war der Tiger in mir“, antwortete Thomas E, „wenn es nicht so toll gewesen wäre, würde ich nicht Thomas E heißen. Das E steht nämlich für Exzellent!“

Da kam Simone dazu und sagte: „Hallo Jungs, ich habe eine frohe Botschaft zu verkünden. Ich bin wieder Schwanger.“

Alle applaudierten und wünschten Simone ein schöne und gesunde Schwangerschaft.“

Gugele war wie immer ziemlich neugierig und fragte: „Simone, woher weißt du denn eigentlich, dass du Schwanger bist? Normalerweise muss man doch ein paar Wochen warten.

„Weißt du, nicht nur Thomas legte sich bei den Chinesen unters Messer. Ich habe mir zum Beispiel einen digitalen Schwangerschaftstester einbauen lassen. Man kann sogar jetzt noch entscheiden, ob es ein Mädchen oder ein Junge werden soll und zwar mit diesem Zusatzknopf“, antwortete Simone und zog ihr T-Shirt bis zum Bauchnabel hoch, wo sich der digitale Schwangerschaftstester befand.

„Das sieht ja so aus wie ein Bingoautomat“, sprach Toni und drückte auf alle Knöpfe des digitalen Schwangerschaftstesters hin und her.

Plötzlich fing der Tester zu rauchen an und als sich der Rauch verzogen hatte, blinkte auf der Anzeige das Wort Exzellent.

„Wau, es wird ein Genie, so wie ich“, rief Thomas entzückt.

Spieß Wunderstein sprach zu Thomas und Simone: „Ich habe einen zweiwöchigen Trip nach Disneyland Paris für eure Kinder organisiert, wo sie rund um die Uhr betreut werden. Der Bus fährt in einer halben Stunde los. Das Essen und Trinken bekommen die Kinder im Bus, von Richi`s zweitem Leibkoch Trim Mezler. Dann könnt ihr euch beide in Ruhe auf das neue Baby vorbereiten.“

Die Kinder waren voll aus dem Häuschen und konnten es kaum erwarten, nach Paris zu fahren. Als der Bus vorfuhr stürmten die Kinder den Bus und warfen ihn fast um. Gerade als der Bus wegfuhr, kam eine Pinke Stretchlimousine angefahren. Thomas E und Simone gingen wieder zurück zum Goldenen Hilbaer und berichteten den anderen, dass eine Limousine vorgefahren war.

„Das wird das B-Team sein“, sagte Spieß Wunderstein, „dazu kommen auch noch ein paar neue weibliche Rekruten mit.“

„Und welche Frauen sind das? Ich hoffe, sie haben auch genügend Holz vor der Hütte. Alles unter Doppel J ist Kinderfasching“, sagte Toni.

„Es ist die Ideenakrobatin Nana, das Sprachwunder Estrada und die Seelsorgerin Dark Women“, antwortete Spieß Wunderstein.

„Släää mit E“, rief Toni erregt, „da kann ja die Party beginnen. Wenn sie nur halb so geil aussehen wie sie heißen, dann wird ein zünftiger Abend.“

Die Vamps erstarrten vor Schreck, als die Türe aufging und Albert, gefolgt von Pepermint, mit ein paar unbekannte düsteren Typen hereinschneiten.

„Na ihr Wichser, wer von euch wird meine Hure werden“, rief Albert und legte sein typisches Grinsen auf.

Wenn Spieß Wunderstein nicht gewesen wäre, hätte es schon gleich einen wilden Kampf ums Überleben gegeben. Das B-Team setzte sich den Vamps gegenüber. Zu dem neuen B-Team gehörte unter anderem der Hauptgefreite Paul Vogelstrauß, der allen gleich auffiel, da er ziemlich groß war und eine arrogante Ausstrahlung hatte. Außergewöhnlich war auch sein eiförmiger brauner Kopf, der sich auf einem extrem langen schmalen Hals befand. Die eng am Kopf angenähten Ohren und die sehr spitze Zunge, die immerzu heraus hing, als würde sie was zum lecken suchen, verriet den Vamps sogleich, dass sie bei dem Kameraden sehr vorsichtig sein sollten. Dann gab es noch Leutnant Major Sumsum, der einen Helm mit einer goldenen Spitze aufhatte. Man erzählte sich, dass er ein knallharter war Typ, der vor allem durch seine prächtigen Locken und seinen schwarzgelb quer gestreiften Anzügen sehr bekannt war. Zudem hatte er Bärenkräfte, die er allzu gerne unter beweis stellte. Major Sumsum kam aus Südafrika, wo er für die Beaufsichtigung, der unfreiwilligen Eingeborenen, bei der Blutdiamantensuche verantwortlich war. Doch als er nach einem Aufstand der Eingeborenen flüchten musste, schloss er sich dem MACV an, um dort seine sadistische Veranlagungen weiterhin auszuführen. Major Sumsum war auch dafür bekannt, dass er immer einen brauchte, den er von vorn bis hinten schikanieren konnte, damit er selbst zufrieden war. Doch trotz alle dem war Leutnant Major Sumsum eine Bereicherung für den MACV, da er ein großes Sachverständnis in Sachen Verteidigung und Aufgabenbewältigung hatte. Zu guter letzt gab es noch den Schützen Zappelflip, der immer auf seinem Stuhl aufgeregt hin und her rutschte und dabei bei Tierstimmen nachmachte. Den Vamps blieb leider keine Zeit sich über die Situation Gedanken zumachen und irgendwie darauf zu reagieren, denn es kamen plötzlich die neuen Rekrutinnen in den Goldenen Hilbaer herein.

„Jo leck“ rief Toni, als er die Rekrutinnen sah, „kommt Mädels, bei mir ist noch jede Menge platz.“

Toni machte neben sich Platz, indem er Gugele einfach von seinem Stuhl warf.

„Bei so schönen neuen Rekrutinnen gibt es gleich noch mal einen Grund etwas zu trinken“, schrie Toni, „wo bleibt denn das Hefeweizen und die Flasche Sambuka?“

Gugele organisierte noch ein paar Stühle, damit alle sich neben die neuen Rekrutinnen setzen konnten.

Als die Bedienung endlich mit den Getränken ankam rief Toni: „Gugeleko picolo Sambuka für uns beide.

Zügig tranken Gugele und Toni ihre Gläser mit Sambuka aus.

„Slääää! Jo leck“ rief Toni, „die Bedienung wird auch mit jedem Schluck schöner. Man hat die ne tolle Figur.“

„Bitte lass die Bedienung in Ruhe. Sie ist doch schon weit über siebzig Jahre alt und hat einen schlimmen Hüftschaden“, sagte Gugele zu Toni.

„Ja, schon gut, ich halte mich heute zurück, denn es ist ja Fastenzeit“, meinte Toni.

Da kamen noch mehr Bedienungen hinzu, die die Hauptspeisen auf den Tisch servierten. Zu den Hauptspeisen gehörten ein Spanferkel, ein gegrilltes Kalb und gedämpfter Delphin. In den Speisen steckten überall Messer drin, um sich etwas von den leckeren Braten herausschneiden zu können. Es war eine Bedrückende Situation beim Essen, denn am liebsten hätten sie sich gegenseitig umgebracht, aber das ging ja nicht, weil Spieß Wunderstein sonst wieder ausgerastet wäre. Irgendwann stand Spieß Wunderstein auf, um auf die Toilette zu gehen. Als Spieß Wunderstein zur Türe hinausging, packte Gugele ein Fleischmesser und schlug Albert so den Kopf ab, dass er dennoch auf dem Hals liegen blieb. Da ging die Türe erneut auf und Spieß Wunderstein schaute noch mal herein.

Dann er sagte: „Bitte prügelt euch nicht, solange ich pinkeln bin. Das gilt auch für dich Albert.“

Albert wollte nicken, doch leider fiel ihm dabei sein Kopf herunter. Gugele kickte mit dem Fuß den Kopf in die Ecke und Petrus zog Alberts restlichen Kadaver unter den Esstisch.

„Na also, geht doch“, sagte Spieß Wunderstein und schloss die Türe wieder.

„Ihr seid wohl total alkiert und drogiert“, rief Estrada panisch.

„Es ist jetzt alles wieder in Ordnung“, sprach Huck mit ruhiger Stimme, „Gugele hatte nur eine unkontrollierte Zuckung, aber die ist ja jetzt zum Glück wieder vorbei.“

„Auf den Schreck, brauche ich jetzt einen Martini Tri“, sagte Estrada.

„Das muss man englisch aussprechen“, klärte Dark Women, Estrada auf.

„Ich kann englisch“, entgegnete Estrada, „ won, tu, tri“ fuhr sie weiter fort.

Pepermint stand auf und verschloss die Tür.

Dann rief Hauptgefreiter Paul Vogelstrauß: „Nun werden wir euch den Arsch aufreißen!“

Huck sprach: „Es wäre besser, wenn nur zwei gegeneinander kämpfen, damit es kein unnötiges Blutbad gibt.“

„In Ordnung“ sprach Hauptgefreiter Paul Vogelstrauß, „für uns wird Leutnant Major Sumsum antreten.“

„Gugele du wirst für uns kämpfen“, befahl Huck.

„Wo und wann?“ fragte Hauptgefreiter Paul Vogelstrauß.

„Wir werden uns in drei Tagen Nachts, im Steinbruch von Remseck treffen“, sagte Gugele.

„Es ist nur das Schwert und sein eigener Körper als Waffe erlaubt“, sagte Hauptgefreiter Paul Vogelstrauß.

„OK. Dann ist es so beschlossen“, sprach Huck.

Als alle Forderungen von beiden Parteien ausdiskutiert waren, schloss Pepermint die Türe wieder auf, damit Spieß Wunderstein wieder am Frühstück teilnehmen konnte.

Wunderstein sagte: „Oh, warum war denn die Türe zu? Na egal, wird schon seinen Grund gehabt haben. Leider muss ich euch verlassen, denn ich gehe heute Abend noch auf ein Konzert. Also bis bald und macht es gut. Ach ja, das hätte ich ja fast vergessen. Morgenfrüh gibt es eine Videobotschaft von unserem obersten Kommandanten, also verpasst sie nicht.“

Als Spieß Wunderstein dann weg war, stand das komplette B-Team auf und verließ ohne sich zu verabschieden das Restaurant, um mit der pinken Stretchlimousine nach Hause zu fahren.

„Wie fühlst du dich Gugele?“ fragte Nana.

„Wie ein Hahn, der morgen zur Schlachtbank geführt wird“, antwortete Gugele mit zitteriger Stimme.

„Keine Sorge, wir werden es nicht erlauben, dass du künstlich am Leben gehalten wirst“, sagte Thomas E, der Gugele aufbauen wollte.

Toni rief: „Hör auf so einen Blödsinn an Gugele hin zu labbern. Gugele braucht jetzt was um seinen Kopf frei zu machen. Ich schlage vor, dass wir mit Sambuka anfangen und mit Whisky aufhören.“

„Weil du für uns in den sicheren Tod gehst, spendiere ich dir sogar einen Rostbraten, wenn du mich in deinem Testament berücksichtigst.“, fügte Petrus hinzu.

Bei diesen vielen liebevollen, verwöhnenden und aufbauenden Aufmerksamkeiten, verflogen Gugeles Sorgen im nu und er schöpfte neuen Lebensmut. In der Zeit, wo Gugele seinen Rostbraten aß, fielen die anderen über das Brunchbuffet her, wie Termiten über einen Baumstamm. Nana schloss sich Tonis und Gugeles Saufgelage an und war nach einigen Drinks noch die Fitteste, da sie den Alkohol geschickt durch Wasser ersetzte, ohne dass die anderen etwas mitbekamen. Toni wollte gerade noch eine Flasche Wodka bestellen, als er im nächsten Augenblick schon auf der Bank lag und eine Auszeit nahm.

Thomas E sagte: „Ich werde jetzt am besten Toni, Gugele, Huck und Petrus zu Richi`s Gästehaus fahren, damit sie ihren Rausch ausschlafen können.“

„Die anderen, können hier im Goldenen Hilbaer übernachten“, sprach Simone.

Richi`s Gästehaus lag Mitten in einem japanischen Garten. Vor dem Haus war ein großer Teich, wo Koifische darin schwammen. Die Koifische hatten einen geschätzten Wert von einer Million. Der Leibtierarzt Dr. Marques Cousteau musste die Fische täglich auf Herz und Nieren untersuchen. Abends musste er den Tieren Blattgold füttern, damit ihre Schuppen in der Morgensonne schön glänzen konnten. Als Thomas E vor dem Gästehaus anhielt, brachten Huck und Petrus, die beiden Schnapsdrosseln Toni und Gugele zu Bett. Huck und Petrus kamen nach ein paar Minuten wieder aus dem Gästehaus kamen heraus und entschieden sich, mal Richi`s japanischen Garten genauer anzusehen. Da ging plötzlich das Fenster von Tonis Schlafzimmer auf, als sie direkt auf der Brücke standen.

Toni streckte seinen Kopf heraus und lallte: „Lall, no wa trink, lall, lall. Bla, bla, bla, bla. Uwaaaaaa!

Dann kotzte Toni aus dem Fenster und hätte dabei fast Petrus auf den Kopf getroffen, wenn der nicht so schnell wie ein Kugelblitz auf die Seite gesprungen wäre.

„So, jetzt kriegen die Koifische von Richi, auch mal was anderes zu essen“, sagte Huck.

„Ich hoffe, die bekommen keine Alkoholvergiftung von Tonis Bäuerchen“, sprach Petrus.

„Was meinst du? Wird Gugele den bärenstarken Leutnant Major Sumsum besiegen können?“ fragte Huck.

„Wenn Gugele einen klaren Kopf hat, ist alles möglich“, antwortete Petrus.

„Halt, wartet auf mich“, rief jemand aus der Ferne.

Sie drehten sich um und sahen Gugele, der hinter ihnen herjoggte. Als er bei ihnen ankam, war er völlig außer puste und musste sich erstmal auf den Boden legen, um sich auszuruhen.

„He Gugele, was ist mit dir los? Du bist gerade fünfzig Meter gelaufen und bist schon platt. Ich dachte, du warst mal ein gut trainierter Sportler“, sprach Huck.

„Das war einmal“, japste Gugele.

„Dein Bauch sieht aus wie ein Medizinball in Übergröße“, lästerte Petrus.

„Ich weiß“, sagte Gugele, „kommt lasst uns langsam weiter gehen.“

Sie liefen durch einen japanischen Torbogen hindurch und bogen dann zu Richi`s Dojo ab. Neugierig schauten sie hinein und sahen einen Mann, der ziemlich müde aussah und trotzdem versuchte Kung-Fu zu trainieren.

Petrus schaute eine Weile zu und meinte dann: „Ich werde jetzt, diesen alten müden Mann, zu einem Kampf herausfordern und ihn platt machen.“

„Meinst du, dass das es eine gute Idee ist, einen Kung-Fu-Meister herauszufordern?“ fragte Gugele.

„Ich habe den braunen Gürtel in Teakwondo. Passt auf, dann lernt ihr was“, sagte Petrus und ging zu dem Mann hinüber.

Er verbeugte sich vor ihm, sprang in eine Kampfstellung und schrie: „Uschaaaa!“

Der Mann schaute ihn verdutzt an, verbeugte sich ebenfalls vor ihm und nahm dann auch seine Kampfhaltung ein. Petrus sprang auf ihn zu und schleuderte seine Beine durch die Luft. Doch seine ganzen Bemühungen waren für die Katz, da der Mann der sich sichtlich im Halbschlaf befand, immer wieder den Angriffen von Petrus, geschickt ausweichen konnte. Petrus war bald aus der Puste und mit nur einem Fingerstoß, streckte der Mann Petrus nieder. Als Petrus getroffen wurde, hatte er einen Gesichtsausdruck, als hätte man bei ihm den Notausschalter gedrückt.

„Ja, schlag ihn zu wie einen Klodeckel“, schrie Gugele und klatschte in die Hände.

Da kam der Mann auf Gugele zu, verbeugte sich und meinte: „Hallo Gugele, kannst du dich noch an mich erinnern? Wir haben uns 1995 im Oktober in Rom bei der Kung-Fu-Flugmeisterschaft gesehen.“

„Socke Ojasumi Nasai“, sagte Gugele und bekam tränen in die Augen.

„Du hast dich sehr verändert“, sagte Ojasumi Nasai, „dein Hara (Körperschwerpunkt) ist jetzt viel tiefer als früher.“

„Bitte verzeih mir, aber ich habe die Vergangenheit verdrängt“, sprach Gugele, „ ich kann vor Schmerz nicht reden. Mein Körper wurde in den letzten Jahren zu sehr deformiert.“

Dann rannte Gugele fort in den anliegenden Wald.
Ojasumi Nasai und Huck standen da und verstanden gar nicht was los war.

Ojasumi Nasai fragte: „Was ist denn mit Gugele passiert, dass er so reagiert hat?“

„Ich weiß es nicht genau, aber man sagt, dass er unehrenhaft von seinem Meister verband wurde. Das war vor ungefähr fünfzehn Jahren. Danach verfiel er der Fresssucht.“

„Weißt du was er getan hat, damit er rausgeworfen wurde?“ fragte Ojasumi Nasai.

„Nein. Man munkelt aber, dass er von jemand reingelegt wurde, weil er ein paar Leuten im Weg war“, erklärte Huck.

„Er hat sich mit den falschen Leuten eingelassen“, sagte Petrus, der gerade wieder aus seinem Koma erwachte.

„Wurde er dann zu Unrecht entlassen?“ fragte Ojasumi Nasai.

Nein, es gab schon einen Grund, denn Gugele und sein damaliger Kung-Fu-Flugmeister hatten einen alkoholischen Systemabsturz. Bei einer traditionellen Teezeremonie hatte Gugele nämlich den Tee mit Pflaumenwein verwechselt“, sagte Petrus.

„Und was genau geschah dann?“ fragte Ojasumi Nasai aufgeregt.

„Wie schon gesagt, beide hatten wieder einmal zuviel getrunken und Gugele hat sich dann erlaubt die Ninjaböller (Kampfschuhe), von seinem Kung-Fu-Flugmeister anzuziehen. Dann behauptete Gugele, dass er jetzt die Führung im Dojo übernimmt. Mit diesem Spruch verärgerte er seinen Meister so sehr, das er Gugele die Kung-Fu-Flügel abnahm und ihn aus dem Dojo warf“, erzählte Petrus.

Da setzte sich Ojasumi Nasai auf den Boden, um zu meditieren und schloss die Augen. Ojasumi Nasai dem sein Name übersetzt „Gute Nacht“ bedeutete, war ein sehr guter, weißer, gerechter und immer müder Kung-Fu-Meister. Er wurde so gut wie nie, von einem anderen Kämpfern besiegt. Seine Schlafkrankheit war seine größte Schwäche, doch zum Glück wachte er immer kurz vor einem Angriff auf und schlug seine Gegner zu Brei.

Als er mit meditieren fertig war öffnete er die Augen und sagte: „Wenn Gugele es möchte, werde ich ihn als Schüler aufnehmen. Da ich keine Ninjaböller besitze, mache ich mir keine Sorgen, dass er mich hintergeht.“

„Das wird ihn bestimmt freuen zu hören“, sagte Huck.

„Was macht ihr eigentlich überhaupt alle hier?“ fragte Ojasumi Nasai.

„Gugele wird in drei Tagen gegen den Leutnant Major Sumsum mit dem Schwert antreten und auf Leben und Tod kämpfen“, erzählte Huck.

Als Ojasumi Nasai das hörte wachte er wieder von seinem kurzen Tiefschlaf auf und schrie: „Ist Gugele verrückt? Er hat doch noch nie mit einem Schwert gekämpft!“

„Das war meine Idee“, sagte Huck, „ich kam darauf, weil Gugele dem armen Albert, den Kopf mit einem Tranchiermesser abgeschnitten hatte.“

„Ein beeindruckende Leistung“, sprach Ojasumi Nasai, „hätte ich nicht von ihm gedacht. Respekt, Respekt.“

„Meister Ojasumi Nasai, wir müssen jetzt nach Gugele schauen, um ihn auf den Kampf vorzubereiten“, sagte Petrus.

Ojasumi Nasai verbeugte sich vor Huck und Petrus, um dann sofort im Stehen wieder einzuschlafen. Huck und Petrus nahmen die Fährte von Gugele auf, die sie wieder zum Gästehaus von Richi führte. Sie fanden ihn, in seinem Zimmer, wo er gerade „Soul Calibour“ spielte.

Petrus fragte: „Gugele, versuchst du dich gerade abzulenken?“

„Nein. Ich übe für das Duell, damit ich nicht gleich in der ersten Minute meinen Kopf verliere“, antwortete Gugele.

„Wenn du richtig üben willst, solltest du in den Mediacenter von Richi gehen, der auf dem neusten Stand der Technik ist“, sagte Huck.

Gugele stand auf und folgte Huck und Petrus zum Mediacenter. Dort angekommen, konnte er seinen Augen nicht trauen, denn dort war ein Spielfeld aufgebaut, wo man gegen ein Hologramm kämpfen konnte. Das Hologramm war so Real, dass es jemanden einen Stromstoß verpassen konnte, wenn es seinen Gegner mit dem Schwert traf. Gugele war fasziniert und versuchte gleich, sich mit dem Hologramm zu messen. Da Petrus die höchste Schwierigkeitsstufe einstellte, lag Gugele schon nach kurzer Zeit im Eck und zuckte am ganzen Körper, da er zu viele Stromstöße abbekommen hatte.

„OK Gugele. Ich denke du hast jetzt genug. Komm wir gehen zum Mittagessen, denn meinem Bauch fehlt die nötige Grundspannung“, sagte Huck.


Kapitel 4


Gugele, Huck und Petrus machten sich auf den Weg zum Goldenen Hilbaer, um sich mit etwas Kaloriereichem zu stärken. Bei dem Versuch, Toni auch mitzunehmen, erschraken sie alle drei, als sie die Tür von Tonis Zimmer öffneten. Toni saß bewegungslos vor dem Fernseher und im ganzen Zimmer roch es nach verbrannter Pizza. Im Fernseher lief irgendein Einkaufsender und Toni hatte dabei noch seine Fernbedienung in der Hand, die die Form einer Brust hatte. Es sah so aus, als wäre es ihm beim Pizza machen langweilig geworden und Toni wollte die Zeit mit ein paar Einkäufen verkürzen. Da sie Toni nicht wecken wollten, ließen sie ihn einfach weiterschlafen und gingen ohne ihn zum Goldenen Hilbaer, sobald sie den Ofen aus und die Fenster auf gemacht hatten. Gugele, Huck und Petrus staunten nicht schlecht, als sie Ex Eco One, vor dem Goldenen Hilbaer stehen sahen. Beim Raumschiff angekommen, sahen sie M, der sich gerade eine Zigarette ansteckte und sich mit Thomas E unterhielt.

„Hallo M, wie geht es dir? Warum seid ihr zurück gekommen?“ fragte Petrus.

„Es sind nur Richi und ich zurückgekommen. Richi hatte Angst um seinen Besitz gehabt, als er hörte, dass Simone und Thomas in seinem Haus wohnen wollten“, antwortete M.

„Ja, das stimmt. Richi hat befohlen, dass meine Familie aus dem Haus verschinden soll und zwangsumgesiedelt wird. Sie muss auf einen unbekannten Planeten umziehen, wo erst vor kurzem entdeckt wurde“ erzählte Thomas E.

„Wo ist Richi jetzt?“ fragte Huck.

M sagte: „ Er ist in seinem Büro und erledigt ein paar dringende Geschäfte und Telefonate.“

Gugele und Huck gingen zu Richi. Petrus blieb bei M und Thomas E, um zu hören wie es den anderen Vamps geht.

Als Huck die Türe von Richis Büro öffnete, telefonierte Richi gerade mit seinem Enkelkind: „Lass den Kopf nicht hängen mein Goldlöckchen, dort wo wir hingehen, wird es viel besser sein, als hier auf der Erde. Also mach dich bereit, ich hole dich bald ab.“

„He Richi, was ist los?“ fragte Gugele.

„Habt ihr nicht gerade die Nachrichten gehört? Haui und drei von den Maniacs, sind in New York vor dem UN-Gebäude gelandet. Außerdem gibt es noch ein Problem mit dem Projekt Stuttgart 22-1, da der Tunnelbau auf der Schwäbischen Alb, direkt durch einen von meinen Tresoren führt“, antwortete Richi.

„Noch drei weitere Stressmacher und noch ein Problem mehr. Wie lange dauert es denn noch, bis es sich alles wieder einmal normalisiert hat?“ rief Gugele genervt.

„Es wird nie besser sondern nur anders“, merkte Huck an.

Richi sprach: „Wegen Haui und seinen kranken Ideen, müssen wir die Erde leider verlassen und auf einen geheimen Planeten flüchten. Ich habe schon all unsere Freunde angewiesen, dass sie die nötigsten Sachen einpacken und sich vor Ex Eco One versammeln. Da ich mein Gold und mein Geld nicht mitnehmen kann, muss ich es verstecken und dafür sorgen, dass es sich niemand unter den Nagel reißen kann, falls jemand was davon entdeckt. Ich habe daher schon mehrere Maßnahmen ins Leben gerufen.“

„Sind das nicht zu viel Leute für Ex Eco One?“ fragte Huck

„Sobald unsere Leute auf dem Weg zu dem neuen Planeten sind, kümmern wir uns um deine Kohle und um Stuttgart 22-1“, meinte Huck.

„Wir sind ungefähr vierhundert Leute. Das bedeutet, dass wir ungefähr fünf bis sechsmal zu dem neuen Planeten fliegen müssen, um alle mitzunehmen. Ich bin auch der Meinung, dass wir erst unsere Leute loswerden müssen, bevor wir uns um meinen Reichtum kümmern. Also lasst uns im Moment unsere Konzentration nur auf das Projekt New Planet bündeln“, sprach Richi.

„OK, wir haben auf dem Mond ein Raumschiff stehen, dass bis zu tausend Menschen mitnehmen kann. Es fehlen nur noch die Turbolichtgeschwindigkeitsgondel die Toni neu entwickelt hat. Sie wurden in Peru gefertigt und müssen nur noch abgeholt werden“, erzählte Huck.

Richi sprach: „OK, wir werden unsere Freunde jetzt auf den Mond fliegen, damit sie sich in eurem Raumschiff bequem machen können. M, Toni und ich werden dann nach Peru fliegen und die Gondeln abholen. Wir treffen uns alle auf dem Mond wieder, um dann zu unserer neuen Heimat zu fliegen.“

„Da gibt es nur ein Problem“, sagte Gugele.

Und welches weitere Problem?“ fragte Richi.

„Ich muss mich noch mit dem Leutnant Major Sumsum duellieren“, antwortete Gugele.

„Da ist zwar ungeschickt, aber es könnte uns auch als Ablenkung nützen, um unauffällig zu verschwinden“, sagte Richi.

Da schlug Huck vor: „Gugele, Thomas E und ich werden zu dem Duell gehen, damit ihr in Ruhe verschwinden könnt.“

„OK, hört jetzt zu gut zu: Wenn die Zeit gekommen ist, werden Simone, Thomas E, Gugele und M mit euerem Raumschiff zu dem neuen Planeten fliegen. Huck, Petrus, Toni und ich werden sich auf die Suche nach Jannes Lipstick machen“, erklärte Richi.

„Wie geht es denn eigentlich unserem Pokergenie?“ fragte Gugele.

„Er hat einen Teil von seinem Verstand wiedergefunden, aber für den Rest, musste er alleine nach Champ Elleyses reisen“, sagte Richi.

„Dann ist alles soweit besprochen und wir schreiten nun zur Tat“, sagte Huck.

Nun wo alles klar war, gingen sie zu den anderen, um ihnen ihr Vorhaben mitzuteilen. Simone machte sich mit Thomas E sofort auf den Weg nach Paris, damit sie ihre vierzig Kinder holen konnten. Weil Petrus und Huck noch viele nützliche Dinge einkaufen wollten, fuhren zu verschiedenen Geschäften. Richi holte Toni ab, damit sie gleich nach Peru fliegen konnten.

Gugele dagegen lief zum Steinbruch, weil er sich den Kampfschauplatz genau einprägen wollte. Er schaute sich sorgfältig jeden Stein und jedes Gebüsch an. Gugele berechnete sogar den Lichteinfall des Mondes mit der Weltformel von Jannes, doch er bezweifelte, dass diese ganzen Aktionen was bringen würde. Gerade als er zurück zum Gästehaus gehen wollte, erblickte er ein Überdimensionales schwarzes Hühnerei am Himmel, das langsam näher kam. Sobald es auf dem Boden gelandet war, teilte sich das Ei in zwei Hälften und man sah Leutnant Major Sumsum, der auf unzähligen Schaschlikspießen darauf lag. Sein Kopf schwebte aber frei in der Luft und war in einer art Seifenblase eingeschlossen. Dann kam Zappelflip, der mit einem Schaschlikspieß bewaffnet war. Er zerstach die Blase, wo der Kopf von Leutnant Major Sumsum eingebettet war. Als überzeugter Fakirgegner, kochte Gugele vor Wut und hätte am liebsten gleich kurzen Prozess mit Leutnant Major Sumsum gemacht. Doch zum Glück entschied er sich anders und versteckte sich in einem Gebüsch. Da kam Leutnant Major Sumsum wie aus dem Ei gepellt aus seinem schwarzen Hühnerei heraus und schaute sich um. Es schien so, als würde er sich auch das Gelände anschauen, um keine Überraschungen bei dem Kampf zu erleben.

Dann kam Zappelflip und Leutnant Major Sumsum sprach zu ihm: „He Zappelflip, verstecke nun die Waffen, die wir vorher in unser Raumschiff gebracht haben. Danach verschwinden wir wieder, bevor man uns beim Cheaten erwischt.“

Nachdem Zappelflip die Waffen versteckt hatte und Sumsum seine Zigarre genüsslich geraucht hatte, stiegen die beiden wieder in ihr Ei hinein und flogen in die Richtung zurück, woher sie kamen.

Als sie endlich wieder fort waren stand Gugele auf und schaute nach, was Zappelflip für Waffen versteckt hatte. Er fand mehrere Schaschlikspieße, einen Kamm, eine Haarbürste, zwei Dosen Vierwettertaft superextrastark und ein Haarfärbemittel von Locken Rüben Bell.
Da bekam Gugele die Erleuchtung: Es schien so, dass Leutnant Major Sumsum großen Wert auf seine Haarfrisur legte und seine ganze Stärke von seinen Locken kam. Bestimmt war Sumsum ein Nachfahre von Samson, der in der Römerzeit große Heldentaten vollbrachte. Gugele war sich tausendprozentig sicher, dass wenn er die Locken von Leutnant Major Sumsum zerstören würde, er auf jeden Fall gewinnen könnte. Denn so verlor auch schon Samson seine Bärenkräfte. Mit dieser Erkenntnis machte sich Gugele auf den Weg zum nächsten Drogeriemarkt, um sich auch ein paar Geheimwaffen zu besorgen. Es war schon Nachmittag geworden und Gugele stand immer noch im Drogeriemarkt und durchstöberte die Regale. In seinem Einkaufskorb lagen schon eine Schere, ein Rasierer und eine Enthaarungscreme. Gugele stand vor den Haarsprays und suchte was spezielles, um die Locken von Leutnant Major Sumsum deformieren zu können. Da fiel ihm ein junger Mann auf, der eine Gockelfrisur hatte.

Gugele fragte: „Hallo, können sie mir verraten, mit welchem Mittel sie ihre Haare so toll stylen?“

„Ja, ich nehme das Haargel von Tornado Superhalt“, antwortete der jung Mann.

„Danke“, sagte Gugele und nahm gleich zwei Tuben von dem Tornado Superhalt Haargel.

Da Gugele nun alle Kampfutensilien hatte wo er wollte, ging er zufrieden zur Kasse und bezahlte die Rechnung. Als er endlich wieder aus dem Drogeriemarkt draußen war, überkam ihm der Hunger und er machte sich auf den Weg in das nächste Fast Food Restaurant.

M, Toni und Richi dagegen, waren schon auf dem Flug nach Peru, als Toni auf einmal an Tricky denken musste.

Er sagte: „Ich muss immer wieder an Tricky denken, obwohl sie uns verraten hat, liebe ich sie noch immer.“

„Du hast nicht sie geliebt, sondern nur ihre Titten, dass ist nur eine reine Materielle Geschichte. Toni du wirst es nicht glauben, aber ich war auch ein bisschen verrückt nach ihren Möpsen und Richi hat sich es bestimmt auch mal gewünscht ihre Brüste mit Honig einzureiben“, erklärte M.

„Hör auf, so einen Blödsinn zu quatschen, M“ rief Richi, „ich stehe eher auf die inneren Werte, bei dem weiblichen Geschlecht.“

„Wo Tricky jetzt wohl ist?“ fragte Toni.

Richi sagte: „Na auf einer Insel mit vielen Bergen und einem tiefen grauen Meer.“

„Hört sich so an, als wäre sie auf Alpazella“, räumte M ein.

Weil Richi sich etwas ausruhen wollte, schaltete er den Autopiloten ein und legte sich hin. Da Toni und M auch irgendwie erschöpft waren, hauten sie sich auch aufs Ohr.


Kapitel 5


Etwa zur selben Zeit auf Alpazella, lagen Tricky und ihre Schwestern am Strand und genossen ihr neues Leben, als Königin Tricky und Gräfinnen Gisela, Kiki und Fifi. Haui hatte sich auf den Bergen von Alpazella, ein Schloss von einem deutschen König nachbauen lassen. Dort hausten nun die Jackpotsisters mit ihren sprechenden Affen Tic, Tric Trac und Fuck. Die sprechenden Affen gehörten zur Leibgarde von Haui, die die Aufgabe hatten, das Volk von Alpazella auszubeuten. Die Affen waren sehr brutal und unbarmherzig, sodass viele Bewohner mit dem Hungertod kämpfen mussten. Aber manchmal flogen die Affen mit einem Fesselballon über die Städte, um Essen und Geld zu verteilen. Das machten sie aber nur, damit sie es den Bewohnern am folgenden Tag alles wieder wegnehmen konnten.

Das Volk von Alpazella war mit ihren Kräften am Ende und sehnte sich nach einem Erlöser, die sie wieder in die sorglose Freiheit, führen würde. Doch leider war zu diesem Zeitpunkt niemand in Sicht.

Als Tricky gelangweilt am Strand lag, sprang sie plötzlich auf und sagte: „Kommt, wir gehen nach Champ Elleyses. Dort kann man gut Zocken und hervorragend einkaufen gehen.“

„Ich bleibe lieber hier und terrorisiere die Bevölkerung. Das macht mir viel mehr Spaß als Spielen oder Einkaufen“, sagte Gisela.

Kiki rief: „Ich komme auf jeden Fall mit, denn hier fällt mir sonst die Decke auf den Kopf.“

„Was ist mit dir Fifi?“ fragte Tricky.

„Ich komme nicht mit, denn ich habe heute noch ein Date mit einem attraktiven Mann von hier, dass ich keinesfalls verpassen möchte“, antwortete Fifi.

„OK, dann gehen nur Tricky und ich nach Champ Elleyses“, sagte Kiki.

Tricky sprach: „Bevor wir los gehen muss ich unbedingt hier noch ein paar Kleider einkaufen, damit auf Champ Elleyses keiner sagen kann, die trägt immer nur die gleichen Klamotten.“

Gerade als die beiden gehen wollten, kam der Affe Tric zu ihnen und sagte: Eure Majestät Tricky, es ersucht sie jemand um eine Audienz.“

„Und wer stört uns jetzt genau?“ fragte Tricky.

„Ein Eingeborener, von hoch oben auf dem Berg“, antwortete Tric.

„Können wir ihn nicht auspeitschen und vierteilen lassen?“ fragte Kiki.

„Nein. Haui hat gesagt, dass solange er fort ist niemand getötet wird“, erklärte Tricky.

„In Ordnung. Ich gewähre ihm Audienz. Aber er muss die neue Amtssprache benützen“, fuhr Tricky fort.

Tric machte die Türe auf, um den Eingeborenen einzulassen. Der Mann kniete sich vor Tricky hin und wartete darauf, bis Tricky etwas sagte.

„Sprich rasch, denn ich habe keine Zeit. Aber bitte in der neuen Amtssprache“, sprach Tricky.

Da die Amtssprache neu war und es auch niemand auf Alpazella verstand, war es für die Einwohner sehr schwer die Sprache zu sprechen.

Doch der Mann versuchte trotzdem zu reden: „Oh eire Majäschdät, i hau nix me zom Essa. I dät gära a bilse was zum Naga hau. Was saget sie dazua?“

„Ed“, sagte Tricky und grinste.

„Warum ed?“ fragte der Mann

„Weil des ed ganged. Heit Obend hen mir a Feschd ond wenn i dir was gebet, dann langed des ed für mei Sippschaft“, antwortete Tricky.

„Wenn sie ons no weidor onderdricket, wird des konzequensa hau“, drohte der Mann.

Da schrie Tricky: „Jetzt auch noch undankbar! Es werdet jetzt erst mol für di konzequensa komma! Tric werfe den Eingeborenen in den Kerker!“

Bevor er abgeführt wurde rief der Mann: „Auf der Erde werden wohl die Frauen im Alter zu Kamelen und die Männer zu Dromedaren. So eine aufgepumpte Silikonwachtel, habe ich noch nie gesehen!“

Tricky rief: „Reißt ihm die Zunge heraus und verklebt ihm die Augen mit Sekundenkleber. Danach stopft ihn in einen Schuhkarton, damit wir ihn zu seiner Familie zurückschicken können. Aber vergesst nicht bei der Post zu sagen, dass das Päckchen vom Empfänger bezahlt wird.“

Nach diesem turbulenten Erlebnis, gingen Tricky und Kiki zu ihrem fliegenden schwarzen Flugei und flogen damit zum Markt, um einzukaufen. Auf dem großen Marktplatz von Gran de Alpa Zella war Kleiderbazar, wo die bekanntesten Modedesigner des Universums, ihre allerneusten Kleider präsentierten. Kiki und Tricky schlenderten über den Markt, um nach den außergewöhnlichsten Kleidern zu suchen. Doch leider fanden sie nichts, was ihnen gefiel. Gerade als sie wieder zu ihrem Flugei gehen wollten, sahen sie einen Mann, der mit zwei Kaffeefiltern in einem Bach stand. Der Mann sah echt gut aus und hatte einen Maßanzug aus Baumrinde an.

Kiki fragte: „Hallo junger hübscher Mann, was machen sie den hier im Bach? Und woher haben sie so einen Megageilen Maßanzug her?“

Der Mann rieb sich etwas Schlamm ins Gesicht und drehte sich um.

Dann sagte er: „ich versuche hier im Bach Gold zu waschen. Meinen Anzug habe ich in mühevoller Kleinarbeit selbst genäht.“

„Warum haben sie sich gerade Schlamm ins Gesicht geschmiert?“ fragte Kiki.

„Das ist gut für die Haut“, antwortete der Mann.

Tricky fragte: „Junger Mann, was würde es kosten, wenn sie für mich auch so einen schönen Hosenanzug aus Baumrinde herstellen?“

„Ungefähr hundert Berge“, antwortete der Mann.

Berge ist eine der Währungseinheiten auf Alpazella und ein Berg ist umgerechnet ungefähr tausend Dollar. Es gibt noch weitere kleinere Einheiten wie zum Beispiel Hügel. Das Kleingeld wird Haufen genannt, weil man immer einen Riesen Haufen davon hat.

Tricky sprach: „Der Preis ist sehr hoch für einen Anzug. Aber na ja, dann müssen halt meine Untertanen ein bisschen mehr Steuern zahlen. Unter diesem Gesichtspunkt ist der Anzug ein Schnäppchen.“

„Haben sie ihr Geschäft hier in der Nähe?“ fragte Kiki.

„Nein, ich habe mein Geschäft auf Champ Elleyses. Aber ich habe noch ein paar ausgewählte Kleidungsstücke in meinem Raumschiff“, sprach der Mann.

„In Ordnung, wir gehen jetzt zu ihrem Raumschiff und sie zeigen uns ihre Ware“, sagte Tricky.

„Einen Moment bitte, ich muss noch ein wichtiges Telefonat führen, danach können wir losgehen“, erklärte der Mann.

Der Mann holte sein Handy aus der Tasche und wählte eine Nummer: „Hallo ich bin es, was macht ihr gerade? Ich bin hier am Bach und wasche Gold, wenn ihr wollt können wir uns treffen. Mein Raumschiff parkt in der Nähe von Berg 1 ½.“

Der Mann drehte sich wieder zu Tricky und Kiki um und sagte: „Bitte folgen sie mir zu meinem Raumschiff.“

Tricky und Kiki folgten dem Mann, der ihnen irgendwie bekannt vorkam. Als sie beim Raumschiff ankamen, öffnete der Mann die Türe seines Raumschiffs und bat die Damen einzutreten.

Tricky sagte: „Entschuldigung, aber sie kommen mir irgendwie bekannt vor.“

Der Mann wischte sich den Schlamm aus dem Gesicht und sprach: „Natürlich kennen wir uns Tricky, denn du hast ja uns an Haui verraten.“

Dann sprang Jannes aus der Rettungskapsel heraus, zückte eine Fernbedienung und verschloss schnell die Türe der Rettungskapsel. Tricky und Kiki klopften und traten gegen die Tür, aber es war zu spät, denn Jannes hatte die Türe mit einem Code verschlossen. Da kamen zwei Männer den Weg entlang. Es waren Hugo und Barbie, die sich riesig freuten, als sie Jannes Lipstick wiedersahen.

Hugo sagte: „Mann Jannes, siehst du gut aus. Man merkt gleich, dass du wieder im Weltraum bist.“

„Ja ich weiß. Und wie geht es euch beiden?“ fragte Jannes.

„Wir sind gerade dabei eine Revolution vorzubereiten“, antwortete Hugo.

„Hast du die Sprache verloren, oder fehlen dir die passenden Worte, Barbie?“ fragte Jannes.

Barbie sagte: „Oh Meister, ich weiß nicht, ob ich mich weiterentwickelt habe. Ich möchte dich doch auf keinen Fall enttäuschen.“

Da sprach Jannes: „Mach dir keine Sorgen Barbie, manchmal geht es voran, manchmal Bergab und manchmal ist alles ex eco.

Nach dieser Aufmunterung, fiel eine große Last von Barbie ab und er konnte endlich wieder etwas Lachen.

„Na also, geht doch“, sagte Jannes.

„Was machst du hier und wo sind die Vamps?“ fragte Hugo.

Da fing Jannes an zu erzählen: „Die Hälfte von den Vamps ist auf der Erde und die anderen sind auf einem geheimen Planeten. Auf diesem Geheimen Planeten habe ich meinen Verstand teilweise zurückbekommen, den mir der Zeitgeist genommen hatte.“

„Und den Rest?“ fragte Barbie.

Der Rest muss irgendwo auf Champ Elleyses verborgen sein, ewentevel in einem der Tempel“, antwortete Jannes.

„Hugo und ich werden dir helfen, deinen kompletten Verstand wieder zurückzubekommen“ sagte Barbie.

„He Jannes, warum wackelt denn deine Rettungskapsel so hin und her?“ fragte Hugo.

„Ach das, da sind Tricky und Kiki eingesperrt. Ich habe mir gedacht, es könnte ein gutes Druckmittel sein, um Haui in Schach zu halten. Da fällt mir gerade ein, dass ich ein neues Glücksspiel von Richi gelernt habe, es heißt Schach“, sagte Jannes.

„Kannst du uns Schach, einwenig erklären?“ fragte Hugo.

„Also, in der Kurzfassung: Es gibt ein Spielbrett mit einem langweiligem Muster, dass in schwarz und weiß gehalten ist. Auf dem Spielbrett stehen dann alberne Holzfiguren darauf, die man vom Spielbrett beseitigen muss. Wenn man den König raus wirft, hat man gewonnen. Aber jetzt kommt das Beste, das Spiel ist absolut Cheatsicher“, erklärte Jannes.

„Meister, was machen wir jetzt mit deiner kreischenden Rettungskapsel?“ fragte Barbie.

„Da mein Verstand noch nicht vollständig ist, fällt mir gerade nix auf deine Frage ein“, antwortete Jannes.

„Wie wäre es, wenn wir sie nach Murmel bringen? Dort geht normal keiner freiwillig hin. Außerdem können wir uns dort mit Jack Murmer treffen, der angefangen hat, eine Armee aufzubauen“ sprach Hugo.

Da alle mit diesem Vorschlag einverstanden waren, brachten sie die Rettungskapsel in den Kofferraum von Barbies Raumschiff und machten sich auf den Weg nach Murmel.


Kapitel 6


Aber nicht nur auf Alpazella ging es turbulent zu, sondern auch in New York, war einiges los.

König Haui stand wie ein Fels in der Brandung mit seinen Männern vor dem UN-Gebäude und wartete auf die Bevollmächtigten der verschiedenen Länder.

Als sich alle versammelt hatten sprach Haui: „Guten Tag Erdlinge, ich war vor einiger Zeit einer von euch. Doch die Maniacs haben mich in ihre Gesellschaft aufgenommen und mich sogar zum König von Alpazella gemacht. Dafür müsst ihr mir, auf immer und ewig dankbar sein. Denn ich bringe euch Erdlingen, die Freude wieder zurück, die ihr vor langer Zeit verloren habt. Und nun warten wir gemeinsam auf die Parade, die ich von euch verlangt habe.“

Haui, Hauptgefreiter Paul Vogelstrauß, Nieselpriem, weißes Möhrchen und Moggele stellten sich an den Straßenrand und warteten. Doch auch nach einer halben Stunde, war von einer Parade weit und breit nichts zu sehen.

Haui schrie: „Wenn nicht gleich ne Parade hier vorbeikommt, werde ich euch alle Köpfen lassen.“

Schnell rief ein General den Parademeister an: „Wir brauchen sofort eine Parade, egal welche, sonst werden Köpfe rollen.“

„In Ordnung, ich schaue was ich machen kann. Vielleicht kann ich eine andere Parade umleiten“, sprach der Parademeister.

Schon bald hörte man fetzige Musik, die immer näher kam. Und da bogen schon die ersten bemalten und geschmückten Wagen um die Ecke. Es waren halbnackte Männer und Frauen auf den riesigen Wägen und Bussen zu sehen, die zur Musik wild umher tanzten. Man sah auch Männer die mit anderen Männern herumknutschten und sich von oben bis unten mit Schokosoße einrieben. Aber auch Frauen mit Frauen waren zu sehen, die sich das Gesicht mit Kakaopulver einpuderten, um es sich danach wieder abzuschlecken lassen.

„Was ist denn das für ein Scheiß?“ rief Haui empört.

„Heute ist Schokohasentag und das ist die Parade dazu. Passt auf, bald kommen die Hubschrauber mit den Schokoladenkanonen, die alle Menschen hier mit Schokolade überziehen“, schrie Nieselpriem und riss sich die Klamotten vom Leib.

Dann begann er bei der wilden Party mitzumachen. Auch Hauptgefreiter Paul Vogelstrauß, Moggele und Möhrchen entkleideten sich, um mit ihren Latex-Bikinis mitzutanzen. Schonblad schlossen sich auch die Bevollmächtigten der verschiedenen Nationen an und es wurde eine buntgemischte Schokoladenparty.

Haui dachte: „Ach was soll’s, man lebt nur einmal. Solange mein Kakaofarbiger Schokoarsch Jungfrau bleibt, komme ich ex eco raus.“

Dann entblößte er sich auch und stürzte sich ins Getümmel, damit er sich auch an den süßen Leckereien erfreuen konnte. Um nicht ganz unter zugehen, hielt er sich immer in der Nähe seiner Bodyguards auf. Dann kamen die Hubschrauber mit ihren Schokokanonen und verwandelten die ersten Busse in Schokobusse. Aber nicht nur Hubschrauber kamen herbei, sondern auch Löschzüge der Feuerwehr und sogar Löschflugzeuge stürzten sich vom Himmel, damit sie alles mit Schokoladensoße überziehen konnten.

Dann schrie Nieselpriem: „Schokoparty forever!“

Das Volk tobte und schrie „Schokohasi at the Big Apple!“

Dann rissen sich alle ihre restlichen Kleider von ihren Körpern und es begann eine wilde Schokoorgie, die man nicht in Worten fassen konnte und somit auch hier nicht beschrieben werden kann. Normale Menschen würden es als primitiv, abartig, hemmungslos und widerlich beschreiben. Im kurzen gesagt: Zum Kotzen finden!

Am nächsten Morgen als alles vorbei war, rappelte sich Haui auf und sprach: „Seht her, ich habe euch Freude geschenkt und wir sind alle etwas näher gerückt. Näher gerückt, heißt näher gekommen, bedeutet für mich, gleich zu sein, mit vielen anderen verschieden Menschen oder Tieren. Die nur ein Ziel haben, ihren Mitmenschen das Leben süßer zu gestalten! Schoko-Gang-Bang!“

Das Volk rief zurück: „God saved, Schokohaui!“

„Wir sind alle Schokosixpackhasen und fressen uns durch den Schokorasen“, schrie Nieselpriem der am liebsten mit der Schokoparty weitergemacht hätte.

„Moggele rief: „Schoko!“

„Und alle anderen riefen: „Hasi!“

Moggele: „Schoko!“

Die anderen: „Hasi!“

„Moggele: „Schoko!“

Die Anderen: „Hasi!“

„Wau, ich habe ne Schokoader entdeckt“, schallte es plötzlich, aus dem Hintern von Haui heraus.

Haui fragte: „Steckt bei mir was hinten drin?“

„Ja, Hauptgefreiter Paul Vogelstrauß, der macht seinem Namen aller Ehre, indem er überall seinen Kopf hineinsteckt“, sagte Möhrchen, als er mit Nieselpriem zusammen, den Hauptgefreiter Paul Vogelstrauß, aus Haui`s Schokohintern herauszog.

Nieselpriem sagte: „Schaut euch das Schleckermäulchen an, er ist voll in seinem Element und das nur weil er mal Oberschokohase der Latrinenkompanie werden möchte.“

Haui schrie: „He Paul, dort wo du warst gibt’s keine Schokolade, auch wenn es nach Zartbitter schmeckt.“

„Entschuldigung Haui“, sagte Paul Vogelstrauß mit einem dreckigen Grinsen im Gesicht.

Als Haui sich wieder beruhigt hatte, sagte er: „Lasst uns nun über die Zukunft der Erde miteinander reden. Doch bevor wir anfangen, möchte ich noch jemand befördern. Nieselpriem, Moggele, weißes Möhrchen, bitte tretet hervor.“

Nieselpriem, Moggele und das weiße Möhrchen rückten ihre mit Schokosoße versauten Latexbikinis zurecht und traten vor Haui. Dann knieten sie nieder, damit sie Haui befördern konnte.

„Ich Haui befördere euch alle zum Feldwebel der Latrineneinsatzgarde des MAVC. Nun zu dir Paul Vogelstrauß, du wirst zu Hauptlatrinenschokosuchfeldwebel und hast nun die ehrenvolle Aufgabe, die alten Toiletten in der Anti-Cheater-Forschungs-Zentrale zu revolutionieren und zu modernisieren“, sprach Haui.

Das Volk applaudierte Lautstark und ließen die neugeborenen Latrinenfeldwebel und den Hauptlatrinenschokosuchfeldwebel hochleben. Dann gingen Haui und die Bevollmächtigten in das UN-Gebäude, um zu verhandeln. Da es ja eigentlich, für alle ziemlich peinlich war, dass sie sich auf der Party, so gehen ließen, waren alle bereit, mit den Verhandlungen anzufangen und sie schnell zu Ende zu bringen. Nachdem nun Paul Vogelstrauß, Möhrchen, Moggele und Nieselpriem alleine vor der UN-Gebäude standen, wollte Paul Vogelstrauß diese denkwürdige Beförderung, für seine Nachwelt auf einem Foto festhalten.

Er sagte: „Komm Möhrchen, mach bitte ein Foto von mir, damit ich mich immer an diesen Tag erinnern kann.“

Moggele sagte: „Ich versteh gar nicht, warum du auch eine Beförderung bekommen hast, nach deinen extrem lausigen Bemühungen beim Anti-Cheater-Latrinenwachdienst.

„Ja genau, du bist ja erst seit ein paar Monaten beim MACV und hast noch nichts großartiges, außer Kaffeeautomaten leer trinken geleistet“, fügte Nieselpriem unzufrieden hinzu.

Paul Vogelstrauß schrie: „Haltet euere Klappe, sonst muss ich bei euch andere Seiten aufziehen! Los Möhrchen, fang an zu knipsen. Ich weiß mehr über den MAVC, als ihr.“

Möhrchen machte seine Spiegelreflexkamera bereit und schoss unzählige Fotos von Paul Vogelstrauß. Um auf Nummer sicher zu gehen, dass wenigstens ein Foto perfekt sein würde, nahm er verschiedene Einstellungen an seiner Kamera vor.

„So das war’s“, sprach Möhrchen, „als er mit dem Fotoshoot fertig war.

Sofort lud er die Bilder in seinen Laptop, um sie in voller Pracht und Größe, Paul Vogelstrauß zu zeigen.

Doch Paul Vogelstrauß war äußerst unzufrieden und rief: „Ich sehe ja auf allen Bilder unterbelichtet aus! Kannst du gefälligst mal beim Fotografieren ein wenig mehr Licht verwenden?“

Vom normalen Spotlight bis hin zum Megaflutlicht, versuchte Möhrchen die Unterbelichtung von Paul Vogelstrauß wegzubekommen. Doch auch wie sehr er sich anstrengte, Paul Vogelstrauß sah immer noch ziemlich unterbelichtet aus.

„Oh man, von was für einem Amateur muss ich mich fotografieren lassen. Das hält ja kein Schwein aus“, rief Paul Vogelstrauß genervt.

Da platzte Möhrchen der Kragen und er schrie: „Das du so unterbelichtet aussiehst liegt nicht an mir, sondern an deinem intelligenten Gesichtsausdruck, mit dem man auch Eier abschrecken könnte. Du siehst auf jedem Foto aus wie ein Halbvollpfosten, den man verkehrt herum in den Sumpf gesteckt hat. Aber es könnte auch daran liegen, dass du ein mieser Denunziant bist!“

Misswillig und tief beleidigt sah Paul Vogelstrauß ein, das es an seinem primitiven Verstand und an seinem Charakter lag, dass er auf allen Fotos so unterbelichtet aussah.

Möhrchen sprach: „Paul Vogelstrauß lass den Kopf nicht hängen, ich denke, wenn du ein bisschen Sport machst und ein wenig menschlicher zu deinen Mitmenschen bist, hast du bald wieder eine aufrechte Körperhaltung, die dich sofort wieder gut aussehen lässt. Wer weiß, vielleicht kannst du dann auch mal wieder deine 200 Kilo Freundin auf Händen tragen.“

„Das kann ich auch jetzt schon“, sprach Paul Vogelstrauß, nahm eine Urne aus dem Rucksack und fing an damit herum zu jonglieren.

„Leider ist sie vor kurzem von uns gegangen, nachdem sie mich in ihrem Testament berücksichtigt hatte“, fuhr Paul Vogelstrauß fort und versuchte dabei krampfhaft eine Träne aus seinen Triefaugen herauszupressen. „Ich muss immer wieder weinen, wenn ich an sie denken muss.“

„Du hast sie wohl wirklich geliebt?“ fragte Möhrchen.

„Nein, ich muss wegen ihr weinen, weil sie ihr Testament mit einem falschen Namen unterschrieben hatte und somit das Ganze ungültig geworden ist. Jetzt bekommt ihr fetter Exmann alles, nach dem er sie jahrelang gehegt und gepflegt hatte“, erklärte Paul Vogelstrauß.

„Das ist doch nur gerecht“, sagte Nieselpriem.

„Das ist mir egal, denn ich musste ihre Beerdigung und den Leichenschmaus bezahlen“, sprach Paul Vogelstrauß.

„Es war deine Pflicht dies zu tun, nachdem sie dich ja aus der Gosse geholt hat“, meinte Moggele dazu.

„Ich weiß und es wäre auch kein Problem gewesen, wenn nicht dieser verfressene Beerdigungstourist Namens Petrus aufgetaucht wäre, der mich in den Ruin gefressen hätte“, rief Paul Vogelstrauß wütend.

Da sprach Möhrchen: „Jetzt beruhig dich mal wieder und lass uns auch zu der großen Versammlung gehen, damit wir was mitbekommen.“

Rasch zogen sie ihre normalen Kleider wieder an und liefen in den Diskussionssaal, wo die Versammlung schon begonnen hatte. Da sie zu Haui`s Mannschaft gehörten, durften Moggele, Nieselpriem und Möhrchen in der ersten Reihe sitzen. Paul Vogelstrauß dagegen hatte einen Platz direkt neben Haui bekommen, um ihn von vorne bis hinten zu bedienen und Haui ein paar Anregungen zu unterbreiten. Dies hatte Haui auch bitter nötig, da oft nur ein „ed“ oder „gära“ über seine Lippen kam. Geschickt wie Paul Vogelstrauß nun einmal war, benutzte er Haui als Fingerpuppe, indem Paul seine Hand in den Hintern von Haui steckte, um durch Haui seine eigenen eigennützigen Interessen vertreten zu lassen. Doch bei den wirren Forderungen von Paul Vogelstrauß, zeichnete es sich schon nach kurzer Zeit ab, dass es noch Tage oder sogar Wochen dauern könnte, bis es zu einem Abschluss kommen würde. Unter diesem Gesichtspunkt bestellten sich die Bevollmächtigten gleich ein Hotelzimmer für einen Monat, damit sie sich in Ruhe das Geschwafel von Haui anhören könnten.


Kapitel 7


Zum gleichen Zeitpunkt landeten M, Toni und Richi in Peru auf dem Parkplatz von der Firma, die die Turbo-lichtgeschwindigkeitsgondeln hergestellt hatte.

Richi sprach: „Guten Tag mein Herr, sind die Turbo-lichtgeschwindigkeitsgondeln schon fertig?“

„Si Mr Hilbaer, alles fertig. Wir müssen sie nur noch in der Wüste zwischen Nasca und Palpa abholen“, antwortete der Geschäftsführer.

„In Ordnung. Sie können mit unserem speziellen Flugzeug mitfliegen“, sagte Richi.

„Moment ich muss uns noch was zum trinken holen, da es dort in der Wüste sehr heiß ist“, meinte der Geschäftsführer und holte zwei Kisten mit Getränken aus dem Keller heraus.

Richi fragte: „Sind sie jetzt soweit, dass wir los fliegen können?“

Der Geschäftsführer nickte und stieg mit Richi in das spezielle Flugzeug ein. M startete Ex Eco One und flog zu der Nascawüste, wo die Turbolichtgeschwindigkeitsgondeln in der Sonne aufgeladen wurden.

M sagte: „Richi schau, diese Linien haben wir schon einmal wo anders gesehen.“

„Ja, du hast Recht. Mir kommen sie auch bekannt vor“, meinte Richi dazu.

„Mr Hilbaer, das kann nicht sein, die Nascalinien gibt es nur in Peru“, erwiderte der Geschäftsführer.

Toni erkannte sofort, dass der Geschäftsführer Ärger machen könnte, er rief: „Släääääääää mit E, komm mein Amigo, wir trinken ein bisschen Bier.

„Ich habe kein Bier dabei, aber ich habe so etwas ähnliches, in den zwei Kisten die ich für uns mitgebracht habe“, sagte der Geschäftsführer.

„Und was genau?“ fragte Toni.

„Aqua Diavolo, das ist so eine Art von Bier hier, nur etwas stärker“, antwortete der Geschäftsführer.

Nachdem der Geschäftsführer eine Flasche Aqua Diavolo aus einer der Kisten geholt hatte, fragte Toni: „He Ombre, wie ist dein Vorname?“

„Ich heiße Manolo“, sagte Manolo.

„Ah Manolo, ich heiße Toni und wir werden jetzt solange trinken, bis wir einen Filmriss bekommen, damit wir auf dem selben Level sind. Manolo, wir werden danach bestimmt gute Amigos sein“, sprach Toni und nahm einen Schluck aus der Pulle.

Bei diesen Schluck- und Rübsgeräuschen, bekam M, auf einmal einen sehr trockenen Mund und entschloss sich, das Steuer an Richi zu übergeben, um sich der Sauferei anzuschließen. Schon bald war die Flasche leer, aber von einem Filmriss war Manolo noch weiter entfernt, als M von Champ Elleyses. Also stand er auf und holte Nachschub im Vorratsraum.

Manolo sprach zu Toni: „Ihr seid über ein Jahr zu früh dran. 2012 ist doch das Jahr der nächsten Evolutionsstufe.“

„Släää, jo leck. Woher weißt du, das M von einem anderen Planeten kommt?“ fragte Toni.

„Das wusste ich nicht, aber so ein Raumschiff hatten wir vor ungefähr dreitausend Jahren schon einmal gesehen. Nicht nur die Nasca, sondern auch die Mayas, die Inkas und die Azteken wissen von euerem früheren Besuch bei uns. Und eins kann ich euch auch noch garantieren, wenn ihr König Haui und die Maniacs nicht aufhaltet, werden wir keine höhere Evolutionsstufe erreichen“, sprach Manolo.

Toni sagte: „Wir werden alles dafür tun, was in unserer Macht seht. Aber gegen Haui und seine Bruderschaft, ist es nicht leicht zu bestehen. Sie kämpfen immer mit unfairen Mitteln und sind von daher dreckige Cheater."

Richi rief: He M, komm schnell wir sind glaub ich schon bald da.“

Manolo sagte: „Seht, auf der linken Seite, kann man euere Turbolichtgeschwindigkeitsgondeln schon sehen. Sie sind auch schon vollständig aufgeladen, da sie so Rubinrot leuchten.

M leitet den Landevorgang ein und setzte Ex Eco One sanft auf dem Boden auf. Als Toni die Eingangstüre öffnete schien es so, als würde er gegen eine Wand laufen, da die Hitze unerträglich war.

Richi, M und Manolo begannen gleich die Turbo-lichtgeschwindigkeitsgondeln auseinanderzubauen und sie in Ex Eco One zu verstauen. Doch Toni dagegen, zog es unweigerlich zu den Nascalinien, die er unbedingt untersuchen musste. Da Toni immer noch alkiert war, sah er auf einmal ein Muster, das noch nie von einem anderen Menschen gesehen wurde. Also begann er die Nascalinien miteinander zu verbinden, damit sein spezielles Muster Form annahm.

Da kam Manolo auf Toni zu und schrie: „He du besoffener Sack! Hör sofort auf!“

„Hör du auf zu schreien und hör mir bitte zu. Ich habe ein unentdecktes Muster, zwischen den einzelnen Linien erkannt. Wenn man alle Linien miteinander verbindet ergibt es ein großes Gesamtbild. Bitte hilf mir, damit es schneller geht“, lallte Toni.

Misstrauisch willigte Manolo ein und begann Toni zu helfen die Nascalinien zu verbinden. Toni musste immer wieder einen kräftigen Schluck aus einer Diavoloflasche nehmen, damit er das Muster nicht aus den Augen verlor. M und Richi dagegen entschieden sich, dass sie sich lieber in den Schatten setzen und den zwei anderen bei der Arbeit zu zuschauen. Richi fand noch einen alten Grill in einem der Vorratskammern, als er sich etwas zu essen suchte. M hatte sofort die Idee etwas Köstliches zu grillen, um die Warterei erträglicher zu machen. Als Toni und Manolo spät abends mit ihrer fragwürdigen Arbeit fertig waren, fielen sie erschöpft in ihre Betten.

Bevor Manolo einschlief, sagte er: „Toni, ich hoffe, dass sich die Arbeit gelohnt hat und wir nicht nur ein geschichtliches Kunstwerk zerstört haben.“

„Slä“, antwortete Toni, das so viel bedeutete, wie alles läuft genau nach Plan, oder alles supergeil.

Doch Richi und M saßen immer noch neben dem Grill und erzählten sich Geschichten aus früheren Tagen.

M erzählte: „Also früher als mich alle noch Magic Klohans nannten, war ich ein großer Entertainer, dem zu jedem Thema etwas dummes einfiel. Die Frauen von Champ Elleyses lagen mir zu Füßen und wollten nur das Beste von mir.“

„Deinen Körper?“ fragte Richi.

„Nein, meine Kohle“, antwortete M.

„Und wie hast du deinen Namen verloren?“ fragte Richi weiter.

M fuhr fort: „Wie schon gesagt, fällt mir zu allem etwas dummes ein und so kam es wie es kommen musste, dass ich einen der Maniacs beleidigte. Nach einer meinen Shows, spielte ich ein bisschen Poker, wo auch ein Maniac am Tisch saß.

Als der Maniac mir mein ganzes Geld abgeluchst hatte, sagte ich zu ihm: „Also das war jetzt aber nicht nett von dir, dass du mich so ausgenommen hast. Ich wollte doch ex eco nach Hause kommen.“

„Wenn man mit Profis spielt, sollte man sich warm anziehen, dass man nicht das Fell über die Ohren gezogen bekommt“, meinte der Maniac dazu.

Da streichelte ich über sein Haupt und sagte: „Lieber kein Geld, als so ein dreckiger Cheater wie du, der von einem ort des Universums kommt, wo mein Arsch nie hin will.“
Dieser lächerliche Spruch schien auszureichen, um mir den Prozess zu machen und mir alles was ich besessen habe wegzunehmen. Es könnte auch daran gelegen haben, dass ich dem Maniac die Freundin ausgespannt habe, damit mein Tag doch noch mit ex eco endet. Lange Rede kurzer Sinn, so oder auch ein wenig anders verlor ich mein Gedächtnis und den anderen Rest auch noch, außer den Buchstaben M.“

„Wie auch immer, wenn dies nicht geschehen wäre, hätte wir uns beide nicht kennengelernt“, meinte Richi dazu.

„Da hast du recht. Es geschieht alles nicht ohne Grund.

„Du hast doch deinen Namen von dem CIA MAN zurück bekommen. Warum nennst du dich nicht Magic Klohans?“ fragte Richi.

„M ist kürzer und ich habe mich schon so an diesen Buchstaben gewöhnt, dass ich ihn nie mehr missen möchte“, erklärte M.

Richi sagte: „Weißt du, in meinem Leben war irgendwie alles vorbestimmt und mein Ziel war klar. Richi Hilbaer wird der reichste Mann der Welt.“

„Das kann ich kaum glauben, dass bei dir alles nach Plan ablief. Wenn ich was plane, geht eigentlich immer alles schief. Komm Richi, erzähl mal einen Schwank aus deinem Leben, den du bis heute für dich behalten hast“, sagte M.

Richi begann zu erzählen: „OK. Es war vor langer Zeit als ich noch ein kleiner Junge war.“

„Vor ungefähr 2000 Jahren, richtig?“ lästerte M, „sorry, kam einfach so über mich.“

„Nein, ich war drei Jahre alt und bekam von meinem Großvater meinen ersten und letzten Esel geschenkt, den ich Goldi nannte. Da ich zum Einschlafen immer die Geschichte vom Goldesel der Dukaten speit vorgelesen bekommen habe, hatte ich mir in den Kopf gesetzt, auch so ein Wundertier zu haben. Ich hegte und pflegte den Esel täglich, als wäre es ein Kind von mir. Ab und zu bekam er ein bisschen Goldstaub und etwas Blei zum essen. Aber leider kam nie ein Stück Gold aus seinem Maul heraus. Zu meinem Bedauern bekam Goldi eines Tages Goldfieber und aus Dankbarkeit verpasste er mir einen Goldenen Pferdekuss oder besser gesagt Eselkuss. Das war seine letzte Tat, bevor er zusammenbrach und ins Koma fiel. Wir mussten ihn dann leider schlachten und aus Goldi wurde eat me. Es war eine ganz besondere Salami, da sie eine Goldkante hatte. Nachdem mein Esel tot war, bekam ich einen Golden Redriver als Spielgefährten, aber auch ihn ereilte dasselbe Schicksal. Zum Abschied hob der Hund noch mal sein Bein und pinkelte mir einen Goldregen ans Bein, der so heiß war, dass man ihn heute noch sehen kann. Zu guter letzt bekam ich noch eine Katze, die meine Erwartungen vom Goldspeien voll erfüllte. Das dumme daran war nur, dass das Katzengold keinen Pfifferling wert war und somit meine ganze Hinneigung für das Mistvieh für die Katz war. Ich habe die Katze dann meinen Nachbar geschenkt, die sich daraus dann eine Pelzmütze gemacht hatten. Nach diesem tragischen Ereignis beschlossen meine Eltern, dass ich nie mehr ein Haustier bekomme, damit ich keins mehr mit Gold zu tote füttern konnte. Zum Glück bin ich irgendwann Erwachsen geworden und ich konnte machen was ich wollte. Als erstes kaufte ich mir einen Koifisch, den ich selbst mit Goldplättchen aufgezogen habe und der immer noch lebt.“

„Was für eine schöne und lehrreiche Geschichte von dir. Komm lass uns auch schlafen gehen, morgen wird wieder ein anstrengender Tag“, sagte M.

Dann standen die beiden auf und hauten sich auch aufs Ohr.


Kapitel 8


In einem anderen Teil des Universums, brach ein neuer Tag an. Sirius und Kogain schliefen noch in ihren Betten, als sich Eleken auf den Weg machte die Gegend zu erkunden. Sie hoffte ein paar neue Heilkräuter zu finden, die sie als Heal de Guard gut brauchen könnte. Gerade jetzt wo sie Schwanger war und niemand von Champ Elleyses hier war, würde sie sich nur auf sich selbst verlassen können. Von Sirius und auch von Kogain wollte sie keine Hilfe annehmen, denn Sirius war schon sehr alt und Kogain war immer viel zu aufgeregt. Als Eleken so durch die Wiesen schlenderte, entdeckte sie auf einmal, auf einer Anhöhe einen kleinen Baum. Sie lief zu der Anhöhe, weil sie sehen wollte, ob sie diese Baumart schon kannte. Als sie oben angekommen war, sah Eleken hinter der Anhöhe, ein Meer von kleinen Bäumen. Da der Planet erst vor kurzem wieder erneut erblühte, war es ein Augenschmaus zuzusehen, wie sich die Vegetation entwickelt. Eleken untersuchte den kleinen Baum mit ihrem Scanner und fand heraus, dass es sich um einen Baum handelte, an dem kleine Eier wuchsen. Rasch machte sie einige Notizen in ihren Spacebook und gab dem neuen Baum den Namen Baum der Eier. Dann machte Eleken sich auf, die anderen Bäume zu scannen. Eleken fand noch weitere außergewöhnliche Bäume. Die da wären: Federbaum, Lederbaum, Muschelbaum und Wasserbaum. Als sie alle Bäume gescannt hatte, entdeckte sie noch etwas Phantastisches. Es entwickelten sich die ersten Tiere, auf dem Planeten. Es waren eine Art Ameisen, die dreißig Zentimeter groß waren und giftgrün in der Sonne glänzten. Eleken vermerkte in ihrem Spacebook, dass die Ameisen ewentevel gefährlich für Menschen sein könnten und somit mit Vorsicht zu begegnen sind. Plötzlich hörte Eleken den wunderbaren Gesang eines Vogels. Als sie sich umsah, sah sie einen Bunten Vogel der gerade einen Zentimeter groß war.

Sie ging auf den Vogel zu und sprach: „Hab keine Angst kleiner Vogel, ich möchte dich nur scannen.“

Der Vogel hörte Eleken aufmerksam zu und begann wieder zu pfeifen.

Als Eleken mit dem Scannen fertig war, sagte sie zu dem kleinen Vogel: „Danke, dass du so brav warst. Auf Wiedersehen. Vielleicht sehen wir uns mal wieder.“

Da fing der Vogel an zu sprechen: „Wenn du möchtest, kann ich dich begleiteten und dir sagen, welche Pflanzen und Tiere gefährlich sind.“

„He kleiner Vogel, hast du gerade mit mir gesprochen, oder höre ich schon Stimmen in meinem Kopf?“ fragte Eleken.

„Nein, das war ich“, sagte der Vogel, „ich heiße Schnacks und bin der Erste meiner Art.“

„Hallo Schnacks, ich heiße Eleken“, erwiderte Eleken.

„Was bist du für ein komisch runder Vogel?“ fragte Schnacks.

„Ich bin ein Mensch und bin Schwanger. Das bedeutet, ich bekomme bald ein Kind“, antwortete Eleken.

Schnacks sagte: „Aber mit deinen wenigen Federn kommst du doch gar nicht in die Luft.“

„Was für Federn?“ fragte Eleken.

„Na die, die dir im Gesicht und auf deinen Armen und Beinen wachsen“, antwortete Schnacks.

Eleken schaute ihre Arme und Beine an. Tatsächlich, sie fing allmählich an sich zu verändern. Als sich Eleken ins Gesicht fasste, fühlte sie auch schon dort einen Federflaum.

Schnacks sprach: „Deine Federn wachsen ziemlich rasch, wenn es so weiter geht, kannst du bald fliegen.“

„Oh nein, mein Kind wächst viel zu schnell“, rief Eleken.

„Keine Panik. Ich werde dir helfen“, sagte Schnacks.

Ein paar Minuten später, war Elekens Verwandlung abgeschlossen. Aus ihr wurde ein wunderschöner Schwan mit schneeweißen Flügeln und einem roten Kreuz auf dem Kopf.

„Wau, du bist aber ein großes Huhn“, sagte Schnacks.

„Ich bin kein Huhn, sondern ein Schwan“, antwortete Eleken.

„OK und was machen wir jetzt?“ fragte Schnacks.

„Ich muss ein Nest bauen“, sagte Eleken, „kennst du einen Baum der groß genug für mich ist?“

„Ja, der große Urbaum auf dem Urberg“, antwortete Schnacks.

Schnacks flog voraus und Eleken hinterher. Da dem kleinen Schnacks schon bald die Puste ausging, ließ Eleken ihn auf ihrem Rücken mitfliegen. Schon bald waren sie bei dem großen Urbaum und landeten hoch oben auf der Baumspitze.

Eleken sprach: Ich werde hier jetzt anfangen ein Nest zu bauen. Du besorgst mir von jedem Baum den ich dir jetzt sage eine Frucht. Von dem Eierbaum ein Ei, vom Wasserbaum eine Wasserblase, vom Lederbaum viermal Blattleder, vom Muschelbaum eine Muschel und zum Schluss noch von dem Federbaum alle Federn.“

„In Ordnung. Ich werde alles erledigen“, sagte Schnacks und flog davon.

Eleken begann aus Ästen, Blättern und Baumrinde ein Nest zu machen. Da ihr Bauch immer größer und dicker wurde, war Eleken bald erschöpft und musste sich ausruhen.

Da kam die Schildkröte, mit der auch Jannes schon Bekanntschaft gemacht hatte.

Sie sagte: „Du siehst müde aus, kann ich dir helfen?“

„Ja, bitte hilf mir mein Nest fertig zu machen, denn ich werde bald mein Kind zur Welt bringen“, sprach Eleken.

Dann fiel Eleken in einen tiefen Schlaf, um neue Kräfte zu sammeln. Die Schildkröte begann damit, das Nest zu vollenden. Immer wieder kam Schnacks vorbei und brachte die Früchte, die Eleken ihm zu besorgen aufgetragen hatte. Nach mehreren Stunden, waren die Schildkröte und auch Schnacks mit ihrer Arbeit fertig. Die beiden waren fix und alle, sodass sie gleich an Ort und Stelle wo sie standen einschliefen.

Sirius und Kogain bekamen von dem ganzen nichts mit, denn die beiden wachten gerade erst auf. Sirius stand gleich auf und begann sich in dem gelben Fluss an zu waschen. Doch Kogain saß immer noch in seinem Zelt und versuchte seine Gedanken zu ordnen.

Da kam Sirius in sein Zelt und meinte: „Steh auf Kogain wir müssen anfangen ein richtiges Haus zu bauen. Eleken ist schon lange vor uns aufgestanden und hat sich entschlossen, alleine auf Erkundung zu gehen.“

„Woher weißt du das?“ fragte Kogain.

„Aus ihrem Brief, den sie an mein Zelt geheftet hatte. Lies ihn bitte selber durch, da noch ein paar Sachen mehr drin stehen, die ich nicht kapiere“, sagte Sirius.

Als Kogain den Brief durchgelesen hatte, sagte er: „Das ist doch ganz einfach zu verstehen, sie ist Schwanger und will ihre Ruhe. Wir sollen bis sie zurückkommt ein Haus bauen, damit sie ihr Balg austragen kann. Komm wir fangen am besten gleich an.“

Sirius sortierte die ganze Gegenstände, die sie zum Hausbau benötigten aus, solange Kogain angestrengt nachdachte.

„Ämh, umh, äh, ne, oder doch, ach egal“, murmelte er vor sich hin.

Als Sirius fertig war fragte er Kogain: „Bist du fertig mit nachdenken, oder brauchst du noch nen Tag?“

„Ne ich hab’s gleich. Uh, äh. Hä?“ antwortete Kogain, der schon einen hochroten Kopf vom nachdenken bekommen hatte.

Weil Sirius ein Mann der tat war und keinen Bock hatte auf Kogain zu warten, fing er einfach ohne ihn an. Plötzlich hörte man Kogain laut pupsen.

„Jetzt hab ich es“ rief er, „so wie du angefangen hast, habe ich es mir auch ausgedacht. Vielleicht hatten wir eine Gedankenübertragung? Vielleicht sind wir ja Brüder und man hat uns bei der Geburt getrennt?“

„Wohl kaum. Wenn du mein Bruder wärst, hätte ich die persönlich ertränkt“, sagte Sirius.

Dann machten sie sich endlich zusammen an die Arbeit ein Haus zu bauen. Sie beschlossen, dass sie das Haus unter der Erde bauen, damit sie nicht so leicht gefunden werden konnten. Außerdem wollten sie ein Energiesparhaus bauen, dass auf dem neusten Stand der Technik war. Sirius nahm einen Spaten und fing an zu graben. Da Kogain zu klein war, um einen Spaten zu halten, nahm er einen Eisportionieren und fing an Sirius zu helfen.

Als Sirius sah, was Kogain für ein Werkzeug hatte, schrie er wütend: „Wenn du keine Lust hast zu helfen, dann mach irgendwas, damit ich dich nicht sehen muss, du Arsch.“

Beleidigt zog Kogain mit gesengtem Kopf von dannen, um sich mit was anderem zu beschäftigen. Da kam ihm die Idee, dass er mit seinem Eisportionierer, ja einen Brunnen ausheben könnte. Sofort machte er sich an die Arbeit und formte dabei von der ausgegrabenen Erde wunderschöne Kugeln, die er zu einer Pyramide stapelte. Als er schon zwölf Meter in die Tiefe gegraben hatte, kam endlich Wasser zum Vorschein. Es war gar nicht gelb, wie das Wasser vom Fluss, sondern Kristallklar und hatte einen Delikaten Geschmack der so gut war, wie bei ihm zu Hause auf der Erde. Aus den Erdkugeln begann Kogain nun ein Dach über seinen Brunnen zu bauen, damit der Brunnen nicht so schnell austrocknen sollte.

Immer wieder schaute ihm Sirius von weitem zu und nörgelte vor sich hin: „So ein Arsch! Wie kann man nur auf eine so dumme Idee kommen, mit einem Eisportionierer ein Brunnen auszugraben. Ich wünschte Jannes wäre hier und würde dem Wahnsinn Einhalt geben.“

Auch Sirius hatte schon ein beachtliches Stück von seinem Haus ausgegraben. Nun wollte er anfangen, die verschiedenen Zimmer auszumessen und zu markieren. Als er fertig war, stellte er sein Zelt über die ausgegrabene Stelle, damit keine Verunreinigung von außen hereinkommen konnte. Sirius war ein sehr ordentlicher Mensch, der Chaos auf den Tod nicht ausstehen konnte. Sobald er das erste Zimmer fertig ausgegraben hatte, stellte er sofort die vorgesehenen Gegenstände hinein. Da kam Kogain zu ihm, der noch seine Schlammverdreckten Stiefel anhatte. Als Sirius das sah, packte er Kogain am Kragen, hob ihn hoch in die Luft und warf ihn dann in die Toilettengrube. Kogain wedelte mit den Armen und versuchte verzweifelt halt zu finden. Doch die Wände waren sehr rutschig, sodass er aus eigener Kraft, nicht aus der Scheiße herauskommen konnte. Kurz bevor er zu versinken drohte, bekam Sirius doch Mitleid und warf Kogain eine Rolle Toilettenpapier zu. Als er sich dann daran festhielt, zog ihn Sirius wieder aus der Kloake heraus.

Dankbar umklammerte Kogain seinen Retter und sagte: „Entschuldigung Sirius, dass ich dich so in Rasche gebracht habe, aber ich fühle mich ohne den Beistand von Jannes ziemlich hilflos.“

„Ich vermisse komischerweise Jannes auch“, sagte Sirius, „ich hoffe, mein Verstand wird nicht so schräg wie seiner.“

„Das hoffen wohl alle“, sprach Kogain.

„Und was machen wir jetzt?“ fragte Sirius.

„Wir machen uns als erstes etwas zu Essen und dann machen wir uns auf die Suche nach Eleken. Ich finde, dass wir in einer größeren Gruppe, unsere Fähigkeiten besser ausnützen und kombinieren können, als wenn jeder alleine was vor sich hin wurstelt“, sprach Kogain.

Nach dem Essen packten die beiden ihre Rucksäcke und machten sich dann auf die Suche nach Eleken.


Kapitel 9


Währendessen waren auf Alpazella, Tric und Trac zu Besuch in Haui`s Forschungszentrum, wo sie die Kampfameisen und auch die Hanghühner in Gefangenschaft hielten. Da Haui der Meinung war, dass man die Hanghühner auf Alpazella gut einsetzen könnte, ordnete er eine Hanghühnerzucht an. Aber leider legten die Hühner nur einmal am Tag ein Ei und Sonntags auch mal drei. Das Problem aber war, dass sie leider keinen Hanghahn hatten, womit sie Hangküken züchten könnten. Außerdem waren die Kampfameisen im Streik, sodass sie nur herumsaßen und Bier tranken.

Der Affe Trac sprach zu den Kampfameisen: „Es wird Zeit, dass ihr endlich mit dem Streik aufhört, sonst werde ich euch einfach aufessen.“

„Wenn du das tust, schickt dich Haui dort hin, wo er dich mit der Brotsuppe aus dem Busch gelockt hat“, erwiderte der Ameisengeneral.

Tracs Gesichtshaare färbten sich rot und er schrie: „Macht doch was ihr wollt. So lange ihr streikt, kommt ihr hier nicht raus.“

Tric untersuchte die Eier von den Hanghühnern und versuchte sie im Legelabor zu befruchten. Da er aber gar nicht wusste wie so etwas ging, aß er sie einfach alle auf.

Als Trac das sah, schrie er: „Hör auf du blöder Affe, wenn das Tricky mitbekommt, werden wir bestraft.“

„Keine Panik. Tricky und Kiki sind seit einem Tag spurlos verschwunden und niemand weiß etwas über ihren verbleib“, sagte Tric.

„Warum habe ich nix davon erfahren?“ fragte Trac aufgeregt.

„Tic und Fuck meinten, dass die Ruhe viel zu schön sei, um sie mit dem Gekeife von Tricky und Kiki zu zerstören“, antwortete Tric.

Trac sprach: „Wir müssen sofort anfangen sie zu suchen, bevor Haui anruft. Alarmiere sofort Tic und Fuck, damit sie unser Weltraumei für den Start vorbereiten. Außerdem müssen wir die Palastwachen verstärken, um nicht noch mehr, böse Überraschungen zu erleben.“

„Sagst du es Gisela und Fifi, dass Tricky und Kiki verschwunden sind?“ fragte Tric.

„Na ja, Fifi ist noch bei ihrem Date und Gisela versucht in der Schönheitsoase ihre Fratze zu richten“, antwortete Trac.

Tric dachte einen Augenblick nach und sagte dann: „Am besten sagen wir zu niemanden etwas, damit wir in Ruhe Tricky und Kiki suchen können.“

Trac war einverstanden und so gingen die beiden zu ihrem Weltraumei, wo schon Tic und Fuck auf sie warteten.

Fuck sagte: „Wir fliegen als erstes nach Champ Elleyses, da es Tricky und Kiki auch vorhatten dort hinzugehen.“

Dann stiegen die Affen in ihr Weltraumei und machten sich auf den Weg nach Champ Elleyses.

Barbie, Hugo und Jannes dagegen, landeten mit ihrer speziellen Fracht, gerade auf dem Planeten Murmel. Da es sehr nebelig war, konnte man nur fünfzig Meter weit sehen. Eigentlich hätte auch eine Sichtweite von fünf Metern ausgereicht, da alles ziemlich eintönig und trostlos aussah. Es waren nur Sumpf und Schlamm zusehen. Dann entdeckten sie einen kleinen schmalen Weg, der mit Teelichtern ausgeleuchtet war. Vorsichtig folgten sie dem Weg und kamen schließlich an einem großen schwarzen Tor an. Jannes schaute sich um und entdeckte zwei kleine Nekos, die in einem Korb aus Lehm saßen. Das Neko ist die am weitesten verbreitete Tierart auf Murmel und hatte für die Bewohner von dort keinen großen Nutzen. Darum verwendeten sie diese Tiere auf verschiedene Art und Weiße. Eine der Nekos hatte einen Zettel um die Pfote gebunden.
Darauf stand: Bitte werfe eine der Nekos über das Tor, damit die Neko bei Hauptmann Murmer Meldung machen kann. Merke: Werfe das Neko hoch genug in die Luft, sodass sie über das Tor fliegt und nicht am Hochspannungsstacheldrahtzaun hängen bleibt. Falls es beim ersten Mal nicht gelingt, brauchst du nicht traurig sein, denn wie jeder weiß, hat jede Neko siebzehn Leben. Also viel Glück! Jannes wollte keines Falls, dass der armen kleinen Neko etwas passiert. Darum entschloss er sich, die Flugbahn, mittels der Weltformel zu berechnen. Er packte das Neko am Schwanz, holte aus und warf das Neko zielsicher über das Tor. Nach ein paar Minuten fingen die Lichter an dem Tor, zu blinken an. Dann öffnete sich das Tor und Jack schritt hindurch.

Er fragte: „Hallo Jungs, wie geht es euch?“

„Uns geht es den Umständen entsprechend gut. Wir haben sogar ein Geschenk für dich dabei", sagte Jannes.

„Ich freue mich, euch alle wieder zu sehen, denn ich kann jede Frau und jeden Mann in meine Armee brauchen“, sprach Jack.

„Wir sind nicht hier, um in deine Armee einzutreten, sondern wir haben Tricky und Fifi gefangen genommen und möchten sie hier bei dir verstecken“, erklärte Jannes.

„Kein Problem. Nach einer Gehirnwäsche von meiner Krankenschwester Waldtraut, werden sie sogar in meiner Armee mitkämpfen“, sagte Jack.

„Aber jetzt, sind der Worte genug gewechselt. Kommt mit, wir trinken in meiner Kommandozentrale ein bisschen Bier. Ah schaut her, hier liegt zufällig ein Fünfliterfass Bier rum. Los wir veranstalten jetzt ein Dosenstechen“, fuhr Jack fort.

Kaum gesagt, hatte Jack auch schon sein Messer in das Fass gerammt und schlabberte genüsslich an dem kühlen Nass.

Als Jack fertig war, rübste er einmal kräftig und sagte dann: „So, nach diesen kleinen Umtrunk, zeige ich euch jetzt meine Armee.“

Jack lief voraus und die anderen folgten ihm.

Jack rief: „Schaut, dass ist meine Armee.“

Doch zur Verwunderung von Jannes, Barbie und Hugo, standen da nur zwei Männer. Einer von ihnen hörte auf den Namen Sumpfgockel und war komplett in weiße Bettlagen gehüllt. Der andere war kompakt, hatte extrem lange Haare und hieß Nebelritter.

Jannes sagte: „Jack, deine Armee, ist echt klein. Was willst du mit deiner armseligen Streitmacht anrichten.

„Moment, da fehlt noch jemand. So wie es aussieht, hat Waldtraut schon wieder verschlafen, oder ist für mich als Geheimagentin unterwegs“, rief Jack unzufrieden, weil er nicht genau wusste, ob er ihr einen Befehl gegeben hatte oder sie einen Befehl missachtet hatte.

Da sagte Hugo: „Es sieht so aus, als würdest du jede Hilfe brauchen können, um deine Armee zu vergrößern. Darum habe ich beschlossen, dass ich in deine Armee eintrete.“

Jack sprach: „In Ordnung. „Du bist wahrlich Willkommen. So ein Genie wie dich, brauche ich auf jeden Fall. Jannes was sagst du dazu?“

Jannes sagte: „Es fällt mir zwar schwer, Hugo gehen zu lassen, aber jeder muss das tun, was er für richtig hält. Ich habe ja noch Barbie an meiner Seite. Oder?“

„Na ja, ich glaub schon“, sprach Barbie, „obwohl ich lieber mit Hugo rumhängen würde.“

„Barbie, ich lasse dich gehen, wenn das dein Wille ist. Aber du musst dich weiterentwickeln, sodass du eines Tages einen Meistergrad bei mir ablegen kannst“, sagte Jannes.

„OK, so sei es. Ich werde in die Armee von Jack eintreten und dem Namen Jannes Lipstick, alle Ehre machen“, sprach Barbie.

„Jawohl zwei fähige Männer mehr in meiner Truppe“, sagte Jack.

Jannes fragte: „Was ist denn das für ein fertiger Typ im Krankenschwesterkostüm?“

„Lass dich bitte nicht von der maskulinen Figur täuschen, denn das ist meine Waldtraut, die vor kurzem Mrs Murmel im Bodybuilding geworden ist. Wenn sie möchte, bricht sie dir das Genick mit dem kleinen Finger. Außerdem ist sie hoch talentiert und kann manche Sachen so schnell erledigen, dass man meint, sie könnte in der Zeit zurück reisen“, antwortete Jack.

„Hallo Jack, was sind das für schräge Typen bei dir?“ fragte Waldtraut.

„Das ist Jannes Lipstick, der mit dem messerscharfen Verstand. Die anderen beiden sind Hugo und Barbie“, antwortete Jack.

„Gibt es irgendetwas zu tun für mich, oder kann ich ein bisschen chillen, nach der letzten schweren Mission bin ich nämlich total platt“, sagte Waldtraut.

„Ja. In der Rettungskapsel von Jannes, sind Tricky und Kiki. Hol sie bitte ab und versuche bei ihnen deine berühmte Gehirnwäsche zu machen“, sagte Jack.

„OK, ich werde sie abholen, aber ich kann nichts versprechen, da ich meine Kräfte noch nie bei Erdlingen ausprobiert habe“, sprach Waldtraut und machte sich auf den Weg zur Rettungskapsel.

Jannes dachte für einen Wimpernschlag angestrengt nach und sagte dann: „Ich werde nun alleine nach Champ Elleyses reisen, um dort meine Verstandsbackup zu suchen.“

„Sei vorsichtig, denn nichts ist dort, wie in vergangenen Zeiten. Seit dem Haui dort mitregiert, gibt es keine vier Ebenen mehr, sondern nur drei. Die da wären: Land, Luft und Wasser. Außerdem wurden die Rollbänder ersetzt durch alte stinkende Autos, die man von der Erde mitgenommen hatte. Aber jetzt kommt das schlimmste, die Maniacs haben vier der fünf Monde in den Weltraum geschossen, die jetzt als Kometen durch das Universum treiben. Wenn man es genau nimmt, sieht Champ Elleyses jetzt so aus wie die Erde, nur mit einwenig anderen Landschaften“, sprach Jack.

Jannes fragte: „Gibt es noch den Tempel von Ex Eco oder das Heal de Guard Kloster?“

„Die Heal de Guards flüchteten in die unbekannte Wildnis von Champ Elleyses. So viel ich gehört habe, wollte Haui aus dem Tempel Ex Eco demnächst ein Casino daraus machen“, antwortete Jack.

Treibt eigentlich mein Mond auch durchs Universum?“ fragte Jannes.

„Nein. Auf deinem Mond haben sie die neue Müllhalde gebaut“ klärte Jack Jannes auf.

Da sprach Jannes: „Es wird Zeit nach Champ Elleyses aufbrechen, damit ich das Universum retten kann. Lebt wohl und spielt fair.“

Dann ging Jannes zu seiner Rettungskapsel, wo Waldtraut gerade an Kiki und Tricky ihre Gehirnwäsche ausprobierte.

Jannes fragte: „Na, wie läuft es?“

„Fürs erste ganz gut. Aber ich muss sie jetzt, zu den letzten drei Murmlern bringen. Wenn sie dann keinen Selbstmord begehen, habe ich ihre Gehirne resettet.“, erklärte Waldtraut.

„Kannst du mir sagen warum das Moor am Ende des Horizonts auf der einen Seite rot und auf der anderen Seite blau schimmert?“ fragte Jannes.

„Nein, keine Ahnung. Aber ich weiß, dass diesen Monat sich das ganze Moor Lila färbt und dies dann die einzige Zeit ist, wo sich die Murmler fortpflanzen können“, antwortete Waldtraut.

Jannes nahm jeweils eine Probe von dem Roten und dem Blauen Moorschlamm mit, indem er seine Kaffeefilter benutzte und sind dann in ein kleines Fläschchen schüttete.

„Ich wünsche dir viel Erfolg“, sagte Jannes und stieg in seine Rettungskapsel ein.

Als Jannes abhob, ging Waldtraut mit Kiki und Tricky, zurück zu Jacks Kaserne. Dort angekommen, ließ sie alle antreten. Dann schritt sie mit Kiki und Tricky die Kompanie ab. Tricky blieb bei Sumpfgockel stehen und sah ihm in die Augen. Plötzlich rannte sie laut schreiend und mit wedelnden Händen davon. Sie rannte so wild umher, dass sie keiner einfangen konnte. Tricky kam erst zu Ruhe, als ihr Körper am Aussichtsturm zerschellte. Es gab einen dumpfen Knall, als ihre Airbags, an der Turmmauer aufprallten. Dann viel sie einfach nach hinten um und blieb Regungslos liegen. Schnell rannten Barbie und Hugo zu Tricky hin, um nachzuschauen, ob sie noch lebte.

Wütend warf Jack, Waldtraut einen Blick zu und schrie: „Du hast doch mit ihr gar keine Gehirnwäsche gemacht! stimmt`s, oder habe ich Recht?“

„Ääh. Ich wollte doch nur. Ääh, dass du die Mädels, gleich begutachten kannst und zur Rekrutierung freigibst“, stammelte Waldtraut ängstlich.

Da rief Jack: „Nebelritter, unterzieh Waldtraut, sofort eine Artgerechte Haltung.“

Als Waldtraut das Hörte, wusste sie sofort, was dies für sie bedeutete: Arrest in einer übelriechenden und versifften Küche, wo sie mit einer Stahlkette angekettet werden würde. Die Kette würde nur so lang sein, dass sie sich in die Küche bewegen könnte, um dort zu kochen. Ansonsten würde sie darauf warten, bis jemand zu ihr kommt, der vor einer Frau mit Muskeln wie aus Stahl keine Angst hat und sich gleich auf den ersten Blick mit ihr zu vermählen will. Da sie sehr schmale Hände hatte, befürchtete sie auch noch, dass sie von morgens bis abends nur putzen müsste. Doch soweit sollte es nach Waldtraut`s Vorstellungen nicht kommen. Dann entschied sie sich, kurzer Hand die Flucht zu ergreifen und rannte los. Als Waldtraut gerade am Eingangstor angekommen war, ergriff Jack die traditionelle Waffe von Murmel. Die traditionelle Waffe von Murmel war eine in Moorschlamm getränkte Neko, die mit einer Art Armbrust, auf das Opfer abgeschossen wurde. Jack zielte mit seiner Armbrust und schoss Waldtraut ins Genick. Waldtraut machte einen Salto und blieb dann einfach liegen. Sofort wurde sie von Nebelritter und Sumpfgockel in die Küche gebracht, um ihr Schicksal zu besiegeln. In dem ganzen Tumult, merkte niemand, dass Kiki sich heimlich in die Kommandozentrale geschlichen hatte. Dort angekommen, versuchte sie eine Verbindung zum Palast von Alpazella einzurichten.

Sie schaltete das Funkgerät ein und sagte: „Hallo, hört mich jemand dort draußen? Ich heiße Kiki und bin zusammen mit Tricky entführt worden. Wir befinden uns auf einem stinkenden Planeten, wo sich nur Versager aufhalten. Bitte gebt Haui bescheid, wenn ihr diese Nachricht hört.“

„Plötzlich meldete sich eine Stimme: „Hier ist der automatische Anrufbeantworter von der Palastwache. Wenn sie Probleme haben, können sie uns persönlich morgens von zehn Uhr bis elf Uhr erreichen. Da aber unsere Königin Tricky gerade nicht da ist, wurde die Sprechstunde auf null reduziert. Sobald Königin Tricky und ihre Schwester Kiki wieder da sind, stehen wir ihnen gerne wieder von zehn bis elf zur Verfügung.“

Dann endete die Ansage und Kiki warf wütend das Funkgerät in die Ecke. Allmählich wurde es Kiki bewusst, dass sie hier, ohne Hoffnung an Rettung gestrandet war. Darum beschloss sie, das Beste aus ihrer Situation zu machen und ging wieder nach draußen, um sich bei Jack einzuschleimen.
Als sie aus der Kommandozentrale herausging, sah sie Jack, der gerade einen Blick auf Tricky warf.

Sie hörte Jack sagen: „Ich glaube, das bei Tricky die Brüste auslaufen. Wenn wir nicht gleich eine OP durchführen, wird sie es nicht überleben.“

Da lief Kiki heran und sprach: „Wenn ich euch helfen kann, dann werde ich alles tun, um meine Schwester Tricky zu retten.“

„In Ordnung Kiki, du wartest vor dem Operationssaal, bis dich Sumpfgockel und Nebelritter abholen, um dich auf die OP vorzubereiten“ sagte Jack.

Kiki begab sich zum Operationssaal und nahm auf einer Bank aus getrocknetem Moorschlamm platz. In der Zwischenzeit hatten Sumpfgockel und Nebelritter, Waldtraut in ihrer Arrestküche angekettet. Nun machten sie sich auf den Weg, um Kiki auf die Operation vorzubereiten. Auch Barbie und Hugo hatten schon Tricky in den Operationssaal gebracht und sie ausgezogen.

„Jo leck. Hat die Titten, die Alte“, sprach Hugo fasziniert.

„Släää, um es mit den Worten von Toni zu sagen“, sagte Barbie.

„Aber schau, aus den eingesetzten Diamanten läuft eine durchsichtige Substanz heraus“, sprach Hugo.

Da kam Jack in den Saal und sprach: „Ich werde nun meine erste OP durchführen und ihr werdet mir assistieren.“

Als erstes entfernte Jack die Diamanten, die um die Nippel von Tricky eingesetzt waren. Je mehr Diamanten Jack entfernte, umso mehr Flüssigkeit floss aus den Löchern heraus.

Dann sagte Jack: „Barbie, bitte massiere die ganze Flüssigkeit, aus Trickys Brüsten heraus, damit ich einen anderen Füllstoff einfüllen kann. Hugo du hilfst mir, ein bisschen Moorschlamm, als Brustimplantat zu formen.“

„Jo leck, ist des ekelig“, stöhnte Barbie, als er die Brüste von Barbie ausmassierte.

Als Jack und Hugo die Moorschlammbrustimplantate formten, fragte Hugo: „Sollten wir nicht den Moorschlamm erst desinfizieren?“

„Nein, auf keinen Fall. Der Gestank von dem Moorschlamm gibt Tricky eine total neue Note. Und bitte lass auch die Würmer und Käfer am leben, damit sie in den Brüsten weiter existieren können“, erklärte Jack.

„Warum denn das?“ fragte Hugo.

Erstens bin ich Tierliebhaber und zweitens möchte auch neue Akzente in der Schönheitsop setzten“, antwortete Jack.

Als sie die Implantate geformt hatten, stopfte Jack sie mit viel Gefühl in die leer aussehenden Satteltaschen von Tricky.

„Sind die Brüste von Tricky, jetzt nicht zu schwer?“ fragte Barbie.

„Und wenn schon, das Gewicht zieht die Falten aus ihrem Gesicht, auf das mir Tricky auf ewig Dankbar sein müsste“, sprach Jack.

Als er fertig war, ging Jack in den nächsten Operationssaal, wo Kiki schon auf ihn wartete.

Sie fragte: „Was soll ich hergeben, damit Tricky wieder gesund wird?“

Jack sagte: „Liebe Kiki, bitte vertrau mir, denn nur so kannst du uns alle retten.“

Dann wurde Kiki mit einem Schlag mit dem Nudelholz, von Sumpfgockel betäubt. Jack führte fast die gleiche Operation durch wie bei Tricky, bis auf die unwesentliche Kleinigkeit, dass Kiki einen großen Beutel auf dem Rücken bekam, der so aussah, wie der Beutel eines Kängurus. Als Jack mit den OP`s fertig war, lud er seine komplette Armee zu saufen ein. Mit den leeren Bierdosen bastelte Hugo noch drei Alarmanlagen, sodass weder Kiki, noch Tricky und schon gar nicht Waldtraut unbemerkt abhauen konnten. Erschöpft gingen dann alle ins Bett, um für den nächsten Tag fit zu sein.


Kapitel 10


Inzwischen gab es auf der Erde beim B-Team, eine weitere Krisensitzung. Bei der Sitzung waren anwesend: das Chamäleon, Leutnant Major Sumsum, Zappelflip, Pepermint und zuletzt Albert dem man seinen Kopf wieder mit Bindfaden angenäht hatte.

Das Chamäleon eröffnete die Sitzung: „Meine geschätzten Mitglieder des MACV, die Zeiten haben sich geändert und wir müssen Haui voll unterstützen, um den Fortbestand unserer Zivilisation zu garantieren. Außerdem wird es eine neue Ausrichtung des MACV geben, sobald Haui in Deutschland ankommt. Um den Fortbestand von unserem B-Team zu gewähren, sollten wir ein paar hübsche und kluge Mädchen aufreißen und sie heiraten. Was denkt ihr über diesen Vorschlag? Leutnant Major Sumsum, was meinst du dazu?“

„Kann man schon machen, solange meine Frisur hält, bin ich dabei. Meine Manneskraft kommt nur von meinen schönen Locken und dem gestreiften Anzug, den ich ständig trage“, meinte Leutnant Major Sumsum dazu.

„Hat sonst noch jemand was zu sagen?“ fragte das Chamäleon.

„Ja ich“, sagte Moggele, der gerade mit Feldwebel Möhrchen durch die Tür kam.

Moggele konnte seine Blessuren, von der Big Apple Party nicht verbergen, da er immer noch daherlief, als wäre er drei Tage im Sattel gewesen. Feldwebel Möhrchen dagegen, sah taufrisch aus, da er bei der Big Apple Party immer hinten stand und sich nur die leckeren Schokostücke herausgepickt hatte.

Moggele sprach: „Ich soll euch viele Grüße von Haui ausrichten, der befohlen hat, dass keine feindlichen Handlungen, ohne seine Genehmigung vorgenommen werden. Das heißt, dass das Duell mit Gugele vorerst auf unbestimmte Zeit verschoben wird. Außerdem werden wir langsam, still und heimlich, den Planeten ausbeuten und die Vorkommen nach Champ Elleyses schaffen. Danach werden wir die ganzen Erdlinge mit einem Virus infizieren, damit sie langsam zu Grunde gehen. Die überlebenden dieser Katastrophe werden dann als Sklaven auf Alpazella ihr restliches da sein fristen.“

„Morgen werden wir bei MACV anfangen die Erdlinge auszubeuten. Tut so, als würdet ihr mitarbeiten, um sie dann zu unterwandern“, sagte Feldwebel Möhrchen.

Moggele sprach: „Ich werde morgen zu meinem Geburtsort fliegen, da ich dort eine kleinen eigene Firma habe. Es wäre nicht schlecht, wenn mich jemand begleiten und unterstützen würde.“

„Was stellt denn deine Firma her?“ fragte Zappelflip.

„Na ja, das gab es früher nur in der DDR. Es sind die berühmten Spreewaldbananen, die es nur hinter dem östlichen stählernen Vorhang gab“, erklärte Moggele.

„He, die kenn ich. Die sind zwar als Bananen ziemlich sauer, aber dafür sind sie klein, grün und man kann sie im Glas aufbewahren. Ich bin auf jeden Fall dabei“, sprach Zappelflip.

„Ist das wirklich nötig, das man Bananen aus dem Spreewald verkauft?“ fragte Pepermint.

„Ja natürlich. Das sind besondere Bananen und außerdem verleihen sie einem besondere Kräfte, die ihr gar nicht begreifen könnt“, rief Moggele.

„Und was ist jetzt mit den Frauen die wir kennenlernen wollen, damit wir unseren Fortbestand sichern können?“ fragte Sumsum.

„Ihr habt nur so lange dafür Zeit, bis Haui ankommt. Aber bei dir Sumsum, habe ich die Befürchtung, dass du vorher deine Locken verlierst, bevor du die passende findest. Und die anderen sind ja auch nicht mit Schönheit geschlagen worden. Am besten vergesst ihr eure Idee wieder“, sprach Möhrchen

Dann fingen alle an wild durcheinander zu reden, sodass niemand mehr auf den anderen hörte. Als ihnen die Argumente ausgingen, fingen sie an sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen. Schon bald lagen alle auf den Boden und bluteten aus der Nase, oder dem Mund.

In Peru dagegen wachte Toni am nächsten Morgen als erstes von seinem Vollrausch wieder auf. Da er eine sehr starke Schluckmuskelreizung hatte, konnte er absolut nichts sagen. Sogar ein „Slää“ kam nicht über seine Lippen. Langsam wachten auch M, Richi und Manolo auf.

Richi sagte: „Los M, starte Ex Eco One und fliege über die modifizierten Nascalinien.“

M startete die Triebwerke und hob ab. Bei einer Flughöhe von genau 845,1212 Metern, konnte man das ganze Gebilde gut erkennen. Man erkannte, dass es sich um eine Sternenkarte handelte, wo ein Fluchtweg beschreiben wurde, falls sich mal die Erde in Gefahr befände. In der Mitte des Gebildes war ein Wort zu sehen, es lautete ex eco.

Schnell machte M ein Foto und speicherte es in dem Bordcomputer von Ex Eco One. Danach flogen sie zur Fabrik von Manolo zurück, wo seine Frau schon ungeduldig auf ihn wartete.

Als sie landeten, kam gerade auch Manolos mexikanischer Vorarbeiter Bello von einer Geschäftsreise zurück. In dem Augenblick, als Bello Richi aussteigen sah, machte er sich vor Schreck in die Hose. Und zwar vorne und hinten gleichzeitig.

Bello stammelte: „e, e, el peluquero. El peluquero de diablo!“

Bello zog seine Pistole und zielte auf Richi. M und Manolo schauten sich fassungslos an und wussten gar nicht was los war. Doch Toni wusste es genau. El peluquero de diablo bedeutete ,Teufelsfrisör’ und so wurde Richi in Mexico genannt. Der Ombre mit der Teufelsfrisur. Denn was keiner weiß, Richi ist schon weit über achtzig Jahre alt und sieht immer noch so aus als käme er gerade von der Uni. Das Richi eine Haarpracht wie ein dreißigjähriger hat, hat er dem Mexikanischen Volk zu verdanken, indem er sich von mexikanischen Skalps, Haarimplantate einsetzen lässt. Für Richis jugendliches Aussehen, musste also schon mancher Mexikaner sein Leben lassen. Bei einem ableben von einem freiwilligem Haaropfer, bekommt die Familie seine Schadenssumme von einer Million Dollar. Daher schicken auch manche Familien mit Absicht ihre kranken Leute zu Richi, sodass er eine Restverwertung an ihnen vornehmen kann.

Toni sagte: „Ich weiß warum Bello Richi töten möchte. Aber die Zeit ist zu knapp, dass ich es euch erklären kann. Kommt, wir stellen uns vor Richi.“

Als sie sich vor Richi gestellt hatten, rief Bello: „He El peluquero de diablo. Trete hervor wenn du ein Mann bist. Kennst du mich noch? Du hast mir meine Haare geklaut und meine Nieren gestohlen.“

Richi trat hervor und sagte: „Na und, du bist nur einer von vielen. Schon viele mussten ihr armseliges Leben für meine Schönheit lassen. Deine Familie hat doch als Ausgleich eine Million Dollar bekommen.“

„Si, aber meine Frau hat mich gleich darauf verlassen und ich musste auf der Müllhalde leben. Ich habe es Manolo zu verdanken, dass ich noch lebe und wieder Freude am arbeiten habe“, erzählte Bello.

„Stimmt das?“ fragte Richi Manolo.

„Ja. Er sah selbst so aus wie eine Müllhalde, als ich ihn gefunden hatte. Ich habe ihn dann mitgenommen, da ich etwas besonderes, in seinen Augen gesehen hatte“, antwortete Manolo.

„Dein Schicksal ist mir zwar Scheißegal, aber ich werde dir trotzdem fünf Millionen Dollar als Entschädigung geben“, schlug Richi vor.

Bello warf seine Pistole weg und sagte: „In Ordnung, mit dieser Entscheidung kann ich dich leben lassen.

„Kommt, lasst uns zur Feier der Versöhnung, ein bisschen Aqua Diavolo trinken“ meinte Manolo, der froh war, dass die heikle Situation endlich bereinigt war.

„Manolo, komm schnell. Es wird die große Konferenz im Fernsehen übertragen“, sagte seine Frau aufgeregt.

Alle liefen eilig zum Fernseher, um anzuhören was Haui den Erdlingen zu sagen hatte.

Haui sprach: „Liebe Erdlinge, ich bin einer von euch. Ihr braucht keine Angst zu haben. Wenn ihr mir vertraut, wird alles gut ausgehen. Letzte Nacht, sind wir uns alle etwas näher gekommen und haben erkannt, dass am Anfang immer etwas Blut fließen muss, bevor was Gutes dabei heraus kommt. Aber was ich eigentlich sagen wollte ist, das wir doch alle gleich sind und somit in Frieden leben können.“

Alle Abgesahnten sprangen von ihren Stühlen auf und applaudierten lautstark.

„Ich traue diesem Texaner nicht. Und ihr solltet ihm auch keinen Glauben schenken“, sagte Manolo.

„Wir werden in den nächsten Tagen zu einem weit entfernten Planeten fliegen, da wir dort neu anfangen wollen. Wenn du mit gehen möchtest, bist du gerne eingeladen“, sprach M.

„Nein, das ist nicht nötig. Denn alle Sportstadien der Erde, sind getarnte Raumschiffe, die in einem Ernstfall, benutzt werden können. Es ist zwar nicht genug platz für alle, aber es ist besser als hier auf der Erde zu sterben. Wenn dann das spezielle Zeichen ertönt, geht es mit der Evakuierung auf der ganzen Erde los.“, erklärte Manolo.

„Wo wollt ihr hinfliegen? Und warum wusste ich garnix davon?“ fragte Richi.

„Werden in alle Himmelsrichtungen fliegen, sodass die Wahrscheinlichkeit am höchsten ist, einen neuen Planeten zu finden. Das Projekt ist nur für Normalverdiener und nicht für superreiche gedacht“, sprach Manolo.

„Also gut. Ich wünsche dir viel Erfolg und vielleicht sehen wir uns bald wieder“, sagte Richi.

Dann stiegen Richi, M und Toni in Ex Eco One ein und flogen davon in Richtung Remseck, wo die anderen Vamps schon ungeduldig sie erwarteten.

Huck und Petrus hatten schon hundert große LKW`s voll mit nützlichen Dingen beladen und waren nun auf dem Weg zum Goldenen Hilbaer, wo Simone, Thomas E und Gugele, mit ihren Familien schon auf sie warteten.

Als Ex Eco One auf dem Grundstück von Richi landete, kam Richi als erstes heraus und hielt eine kleine Ansprache: „Hallo meine Verwandten und Freunde, schön das ihr alle so zahlreich erschienen seid. Wir werden gleich damit anfangen, euch zum Mond zu fliegen. Gugele, dein Duell wurde auf unbestimmte Zeit verschoben, da vor einer Stunde ein Friedensvertrag unterschrieben wurde.

Du Huck und du Petrus ihr werdet Toni helfen, die Turbolichtgeschwindigkeitsgondel bei MACV zu testen und dann sie auf dem Mond, ins das neue Raumschiff einbauen. M und ich werden mit dem Hubschrauber zum Mount Everest fliegen und die Überreste von unserer Villa einsammeln.
Um dann endgültig zu verschwinden, müssen wir noch ein Ablenkungsmanöver veranstalten, das ich mir noch unterwegs zum Mount Everest überlegen muss. Also bis dann.“

Richi und M stiegen in den Hubschrauber mit den vergoldeten Rotorblättern ein und flogen mit Richi`s neuem Leibpilot Gisbert los in Richtung Mount Everest.


Kapitel 11


Als der Hubschrauber mit den goldenen Rotorblättern über Stuttgart flog, fiel Richi wieder sein anderes Problem ein. Mit großer Sorge musste er an Stuttgart 22-1 und an seinen großen Bergtresor auf der Schwäbischen Alb denken, wo der Eisenbahntunnel durchführen sollte.

Er sagte zu M: „Wir werden jetzt umdisponieren und einen Abstecher zur Schlichtung von der Schlichtung von Stuttgart 22-1 gehen. Ich habe auch schon vor mehreren Jahren für Remseck, Hilbaers Solarhochbahn konstruieren lassen. Da es aber ein zehn Quadratkilometer großes Bauprojekt war, konnte es in Remseck nicht bewerkstelligt werden. Ich denke aber, dass Stuttgart groß genug ist, um meine Visionen in die Realität umzusetzen.“

„Hört sich ganz interessant an, wie hätte es denn ungefähr ausgesehen?“ fragte M.

„Also stell dir vor, dass dort wo jetzt der Kopfbahnkopf befindet, unzählige Pfeiler aus Industriediamanten stehen, die bis zu 300 Meter in den Himmel ragen. Die Pfeiler und auch die Gleise sind mit Solarzellen verkleidet, sodass man den Bahnhof und die Hochbahnzüge mit Solarstrom betreiben kann. Dort oben in 300 Meter Höhe entsteht ein Bahnhof der Superlative, wo keine Wünsche offen bleiben. Es wird zehn Stockwerke geben, wo es viele Geschäfte, Banken, Kinos, Casinos und sogar einen Zoo geben könnte. Dieses Projekt würde fast mein ganzes Geld verschlingen, wenn ich nicht jemand finde, der naiv genug ist, das Projekt zu unterstützen. Ich denke, dass die Stuttgart 22-1 Befürworter und Gegner verzweifelt genug sind, um dieses Projekt mit Applaus anzunehmen oder alles so bleiben zulassen wie es jetzt gerade ist. Egal wie es ausgeht, mein Bergtresor muss unentdeckt bleiben“, erklärte Richi.

M sagte: „Ich werde dich natürlich bei deinem Vorhaben unterstützen, aber es sollte auch ein wenig für mich herausspringen.“

Richi nickte, klopfte Gisbert auf die Schulter und sprach: Lass uns zum Stadion fliegen, dort fängt in wenigen Minuten die Schlichtung der Schlichtung an.“

Gisbert machte das OK-Zeichen und flog den Hubschrauber zum Stadion. Als der Hubschrauber über das Stadion flog, rannten alle 100 000 Menschen panisch und schreiend quer durchs Stadion.

Die Befürworter schrien: „Jetzt kommt die Apokalypse und bestraft uns für unser unüberdachtes Pleiteprojekt. Seht nur, die Sonne stürzt sich auf uns!“

Die Stuttgart 22-1 Gegner kreischten: „Hilfe das Ende ist nahe, ach hätten wir nur einen Ort, wo unterirdisch wäre und viele Menschen darin platz hätten. Wenn dort noch ein Zug fahren und halten würde, wäre das a riesa Gschicht! Es muss unbedingt ein unterirdischer Bahnhof her! Wo sind die Spaten, Hacken, Äxte und Sägen, damit wir gleich anfangen können! Nieder mit dem Bäumen!“

Doch dann kam eine Stimme aus der Sonne: „Hallo ich bin Richi Hilbaer und ich bin mit meinem Hubschrauber mit den goldenen Rotorblättern gekommen, um die Schlichtung der Schlichtung zu schlichten.“

Erstarrt blieben alle 100 000 Stuttgart 22-1 Wahnsinnigen stehen und warteten bis der Hubschrauber gelandet war. Dann öffnete sich die Türe und Richi gefolgt von M stiegen aus.

Richi sprach: „Habt keine Angst, ich bringe euch den langersehnten Frieden. Stuttgart soll endlich so erblühen, wie ich es will.“

„Die Stuttgart 22-1 Gegner schrien: „Wir sind dagegen!“

Die Befürworter riefen: „Wir sind dafür, das glauben wir auf jedenfalls im Moment.“

„Aber gegen was seid ihr und für was seid ihr dafür?“ fragte M neugierig.

„Keine Ahnung“, riefen alle zusammen.

„In Ordnung, dann frage ich jetzt anders. Warum habt ihr die Stuttgart 22-1 Befürworter dieses Projekt ins Leben gerufen?“ fragte M.

„Wir saßen so zusammen und hatten nicht viel zu tun, als jemand auf die Idee kam was längerfristiges zu bauen“, antwortete einer von den Befürwortern.

„Und nun zu den Gegnern, warum seid ihr dagegen?“, fragte M.

„Die meisten von uns sind Harz4-Empfänger, oder haben keine Lust zu arbeiten. Es ist eine gute Ablenkung vom herumgammeln auf dem Sofa“, sprach einer der Gegner.

„Also wenn ich euch richtig verstanden habe, habt ihr alle nur Langeweile, stimmt das?“ fragte M.

Alle 100 000 Menschen nickten.

Dann trat Richi vor M und rief: „Wenn es nur die Langeweile ist gegen das ihr euch alle wehrt, dann kann ich euch helfen. Schaut auf die Leinwand, denn das wird unsere Zukunft sein“, sprach Richi und zeigte auf die große Leinwand, die Gisbert inzwischen aufgebaut hatte.

Alle schauten gebannt auf die Leinwand und waren fassungslos als sie den überdimensionalen Hochbahnbahnhof erblickten, der bis zu 300 Meter in die Höhe und 500 Meter in die Tiefe ragte. Oben auf dem Dach des Bahnhofs stand eine Statue aus purem Gold, die nochmals eine Größe von über 50 Meter hatte. Diese Statue hatte einen Hut, der aus reinem Diamanten bestand.
Nun fing Richi an zu erklären: „Meine lieben Damen und Herren, wie sie unschwer erkennen können, handelt es sich es um ein Megaprojekt der Superlative. Das Gute daran ist, dass diese Projekt mehr als 200 000 neue Arbeitsplätze schafft und das nicht nur in der Baufase. Dieser Bahnhof wird zukunftsweisend sein und wird in allen großen Städten der Welt nachgebaut werden. Wenn wir ein Patent auf das Projekt bekommen, werden wir so viel Geld zurückbekommen, dass wir für unser eigenes Projekt nichts bezahlen müssen. Man kann auch sagen, wir kommen ex eco raus.“

„Was würde dieses Projekt nach ihrer Meinung ungefähr kosten?“ fragte einer der Befürworter von Stuttgart 22-1.

„Also grob geschätzt etwa 132 Billionen“, antwortete Richi, ohne eine Mine zu verziehen.

„Wahnsinn, Wahnsinn, wir sind dagegen“, riefen die Gegner.

„Herr Hilbaer, können sie uns dieses Projekt ein bisschen genauer erklären, damit wir uns eine Meinung machen können?“ fragte einer der Befürworter.

„Gerne“, sagte Richi und fuhr weiter fort, „Also dieses Projekt kann sich selbst mit Strom versorgen, da überall Solarzellen angebracht werden. Sogar die Hochbahn selbst wird mit Solarenergie fahren. Wenn es einmal zu wenig Sonne gibt, wird der Bahnhof mit Erdwärme betrieben, die von den Säulen kommen, die 500 Meter in der Erde drin stecken. Sollte es bei der Hochbahn zu einer Energiestörung kommen, fallen automatisch sich selbst aufblasbare Laufräder von der Decke, damit die Passagiere per Muskelkraft die Hochbahn antreiben können. Es werden ungefähr 5000 Geschäfte, 16 Kinos, 7 Casinos, 3 Hallbäder, ein Freibad und einen Zoo in diesem Hochbahnhof geben. Alles wird für jeden frei zugängig sein. Nur hoch oben auf dem Dach, wo die goldene Statue mit Hut aus Diamanten sich befindet, wird meine Penthauswohnung sein, die nur per Hubschrauber erreichbar sein wird. Das Penthaus und die Statue, werde ich selbst bezahlen. Außerdem werde ich die Baugenehmigung bezahlen und das Startkapital von 32 Billionen zu Verfügung stellen. Den anderen lächerlichen Betrag müsst ihr irgendwie selbst aufbringen.“

„Das ist ein annehmbarer Betrag“, sagte einer der Befürworter.

Doch einige von den Gegnern, waren wie immer dagegen und riefen: „Was soll jetzt mit unseren Studenten werden? Sie sind mitten im Studium und können es nicht einfach so abbrechen.“

„Was für ein Studium?“ fragte M.

„Na das Studium zum Demonstranten natürlich. Da gibt es 13 Semester zu durchwandern. Besonders wird dort auf die Arbeitshaltung geachtet, sodass die Hände immer schön in der Hosentasche stecken. Dafür haben wir 3 Semester veranschlagt, wo manche anderen Unis nur ein Semester fordern. Wegen dieser Nachlässigkeit, fangen sogar einige Absolventen an zu arbeiten. Das ist doch eine Tragödie“, rief ein Lehrer energisch.

Da ergriff Richi das Wort: „Hört zu, ich werde veranlassen, dass ihr eine Uni bekommt, die euer würdig ist, dass verspreche ich, so war ich hier stehe. Wie viele Studenten habt ihr ungefähr im Moment?“

„Wir haben ungefähr 2000 Studenten und 17 000 Anwärter. Weil es so viel Bewerber sind, haben wir eine Lizenz für eine Superuni beantragt“, antwortete der Lehrer.

„In Ordnung, ich werde euch eine Uni besorgen“ sagte Richi.

Dann dreht er sich zu Gisbert um und flüsterte: „Schick mal ne E-Mail nach Sibirien, dass ungefähr 19 000 Freiwillige kommen, um die Transsibirische Eisenbahn neu aufzubauen.“

Gisbert nickte und ging zum Hubschrauber.

Richi schaute M an und grinste zufrieden.

M rief: Wollt ihr die Hilbaer Hochbahn und den Hochbahnbahnhof haben, dann antwortet jetzt!“

„Alle schrien durcheinander, sodass niemand etwas verstehen konnte.

Als das Geschrei verstummte sprach M: „Danke für euere Zustimmung. Wir werden in kürze anfangen, sobald wir wieder zurück vom Mount Everest sind. Haltet durch und arbeitet an euerer Arbeitshaltung.“

Dann ging M zusammen mit Richi zum Hubschrauber.

Richi fragte Gisbert: „Alles klar?“

„Ja, die Russen warten schon auf die Freiwilligen sehnsüchtig“, antwortete Gisbert.

Dann hob der Hubschrauber ab und flog in die Abendsonne. Es war ein wunderschöner Anblick, gleich zwei Sonnen am Himmel zusehen. Die eine ging langsam unter und die andere stieg langsam empor. Als der Hubschrauber weg war, machten sich die Demonstranten wieder auf den Weg zum Bahnhof, um zu demonstrieren. Nicht weil sie gegen irgendwas dagegen waren, sondern nur aus Langeweile, um das warten auf Richi erträglicher zu machen. Die Befürworter stiegen in ihre Limousinen und machten sich erst mal auf zu einem Restaurant, um auf die Kosten von den Bürgern, sich die Bäuche vollzuschlagen, damit sie die Warterei auf Richi leichter, oder besser gesagt schwerer ertragen konnten. Egal was die zwei Parteien auch machten, irgendwann schliefen sie vom nichts tun erschöpft ein.


Kapitel 12


Zur gleichen Zeit lief Toni zu Huck und Petrus und sagte: „Släää euch beiden. Wir werden morgen um 5:00 Uhr früh bei MACV die Turbolichtgeschwindigkeitsgondeln testen.“

„Dir auch Slää“, sagte Petrus, „na wie war es in Peru?“

„Jo leck, ich habe mich mit Aqua Diavolo abgeschossen und auf einmal eine Sternenkarte in den Linien von Nasca entdeckt. Slää. War echt geil, die Sauferei“, erzählte Toni.

Huck sagte: „Wir sollten nun alle in den Goldenen Hilbaer gehen, damit uns niemand sieht. Tausend Menschen, sehen bestimmt verdächtig aus, wenn man sie beobachtet.“

Die ganzen Leute gingen in den Goldenen Hilbaer hinein und begaben sich in den ersten Stock. Richi hatte den ersten Stock zuvor geöffnet, bevor er mit M zum Mount Everest geflogen war. Es war eines der größten Stockwerke vom Goldenen Hilbaer und hatte eine Wohnfläche von ca. 3000 m².

Thomas E kam aufgeregt zu Huck, Toni und Petrus und sprach: „Simone geht es sehr schlecht. Ihre Schwangerschaft verläuft ungewöhnlich problematisch. Ist es möglich, mit Simone zum Arzt zu gehen?“

„Nein“, sagte Gugele, der auch gerade dazu kam.
„Aber wenn du möchtest, kannst du Simone von Dr. Marques Cousteau untersuchen, der ja Richi`s Leibtierarzt ist“, fuhr Gugele fort.

„Na gut, das ist besser als nix“, sagte Thomas E beruhigt.

Gugele half Thomas E Simone zum Leibtierarzt Dr. Marques Cousteau zu bringen. Toni, Petrus und Huck dagegen, richteten alle Werkzeuge hin, um auf den Mond, die Turbolichtgeschwindigkeitsgondeln montieren zu können, wenn sie den Test beim MACV überstehen würden.

Als Simone mit den anderen, endlich beim Haus von Dr. Marques Cousteau angekommen waren, wurde ihnen nach einem kurzen fünfminütigen Dauerklingeln die Tür geöffnet.

Dr. Marques Cousteau öffnete die Türe und sprach: „Oh, was für eine Überraschung, so wie du aussiehst, musst du bald Leichen.“

Thomas sagte: „Sie hat nen Tiger im Tank und nicht nen Fisch in der Suppe.“

„Wie kann ich ihnen helfen?“ fragte Cousteau.

„Wie sie ja schon festgestellt haben, bin ich Schwanger. Aber diese Schwangerschaft, verläuft anders als meine anderen Schwangerschaften. Ich verliere immer sehr viel Blut und mein Bauch ist von der Innenseite her verkratzt, sodass man es von außen sieht“, sprach Simone.

„Nun gut. Lasst jetzt Simone und mich alleine, damit ich sie genau untersuchen kann. Also keine Sorge, ich werde alles dafür tun, dass es ihr wieder gut geht“, sprach Cousteau und schloss die Türe.

Gugele und Thomas E gingen zurück zu Toni, Huck und Petrus, um zu besprechen, wie sie unbemerkt die Turbolichtgeschwindigkeitsgondeln testen können und gleichzeitig das B-Team einlernen werden.
Huck war der Meinung, dass der Horizont des B-Team`s viel zu beschränkt sei, um zu merken, dass sie was anderes machen als vorgegeben. Nur einer vom B-Team konnte nach der Meinung von Gugele ihnen gefährlich werden und das war Paul Vogelstrauß. Thomas schlug vor, dass er Paul Vogelstrauß überreden könnte, mit ihm ein Duett einzustudieren. Da demnächst ein Kasernenfest anstand, könnten sie es dann zum Besten geben. Als alle mit der Idee einverstanden waren, fuhren sie gemeinsam mit den Turbolichtgeschwindig-keitsgondeln zur neuen Kaserne Defkon Cheat von MACV und begannen sie aufzubauen. Es dämmerte schon, als sie mit ihrer Arbeit fertig waren.

„Schaut, es ist schon sieben Uhr morgens. Bald werden die Jungs vom B-Team kommen“, sagte Gugele.

„Ich werde mich gleich um Paul Vogelstrauß kümmern“, sprach Thomas E.

Gerade hatte Thomas E den Satz beendet, als die Tür aufging und Paul Vogelstrauß in die Anti-Cheat-Abteilung eintrat.

„Guten Morgen Paul, der du so aussiehst wie ein Vogelstrauß“, sagte Thomas E, ich brauche deine Hilfe, bei einem Duett.“

„Welches Lied willst du den singen?“ fragte Paul Vogelstrauß neugierig.

„Ich mache mir ein Pferd“, sagte Thomas E.

„Das ist ja mein Lieblingslied. Komm wir fangen gleich zu üben“, sprach Paul Vogelstrauß und nahm Thomas E in das Anti-Cheat-Testzentrum mit.

Als sich die Türe erneut öffnete, traten Leutnant Major Sumsum, Feldwebel Nieselpriem, Feldwebel Möhrchen und Albert ein. Pepermint und Chamäleon Puls nahmen gleich am ersten Tag einen Karenztag, da sie sich vor dem schweren Militärdienst fürchteten. Major Sumsum und Feldwebel Nieselpriem begaben sich direkt in die Kommandozentrale, um sich dort auszuruhen. Feldwebel Möhrchen wurde von Toni, mit einem Handy wo der Akku schon kaputt war, vor den Turbolicht-geschwindigkeitsgondeln gesetzt, um den Test zu überwachen.

Toni sagte zu ihm: „Hör zu, dies ist ein wichtiger Test, wobei das Cheatverhalten bei großer Hitze und wahnsinniger Geschwindigkeit überprüft wird. Man ist der Meinung, dass bei großer Hitze, die Bereitschaft zum cheaten höher ist, als bei Normaltemperatur. Falls irgendetwas explodiert, kannst du mich jederzeit anrufen.“

Paul Vogelstrauß war sehr enttäuscht darüber, dass er nicht auch einen Platz in der Kommandozentrale bekommen hatte. Aus diesem Grund, konnte er sich den Text aufs verrecken nicht merken und brachte somit Thomas E zur Verzweiflung.

Thomas E sagte: „He, mach mal den Kopf klar, sonst wird das nix mit dem Duett. Deine Kopfstimme ist echt scheiße.“

„Sorry, aber ich bin stärker in den unteren Tönen. Außerdem kann ich mich bei dieser Ungerechtigkeit nicht konzentrieren“, sagte Paul Vogelstrauß, „ich brauche erst mal ne Zigarette und nen Kaffee, damit ich mich wieder beruhigen kann.“

Dann ließ er Thomas E stehen und machte sich auf den Weg zum Kaffeeautomaten. Er hoffte dort jemanden zu finden, dem er sein Leid erzählen konnte. Thomas E dagegen ging zur Kommando zurück, weil er dort eine neue Mission bekommen wollte.

Dort wartete schon Leutnant Major Sumsum auf ihn, der ihn wütend anfauchte: „Wo kommst du denn jetzt her? Schaff was, sonst gibt’s Ärger mein Freund! Nur der wo seinen Auftrag richtig ausführt, darf zur nächsten Außenmission mitkommen.“

„Ich habe Paul Vogelstrauß im Anti-Cheat-Testzentrum geholfen und bin dann sofort wieder zurückgekommen, als ich mit der Arbeit fertig war“, entgegnete Thomas E.

„Sei ruhig, beim Militär wird nicht diskutiert, sondern nur salutiert. Wir sind hier bei der wichtigsten Militäreinheit der Welt und nicht in der normalen Wirtschaft, wo jeder das tun kann, was er will“, maulte Leutnant Major Sumsum weiter.

„Hier hast du nen neuen Auftrag, den du heute noch fertig machen musst. Nimm zu dieser aufwendigen Arbeit noch Gugele dazu. Sag ihm, dass er auf seine Finger aufpassen soll, da er die globigen Dinger immer irgendwo rein bringt“, fuhr er fort.

Thomas E machte sich mit Gugele an die Arbeit, die neuen Anti-Cheater-Prozessoren mit einem speziellen Klebstoff luftdicht zu verschließen, um sie dann in Toilettenschüsseln zu installieren. Man war bei MACV der Meinung, dass bei den meisten Menschen, der Hintern schlauer ist als das Ding was sich auf dem Hals befindet. Der Plan war so, das bei einem Toilettengang eines Menschen, durch scannen seines Verstandes, herausgefunden wird, ob er ein Cheater ist. Bei einem Cheater wird dann der Anti-Cheater-Prozessor aktiv und beißt sich dann an seinem Gehirn fest, um das Cheater-Gen zu zerstören.

Thomas holte den speziellen Kleber aus der Kältebox und Gugele bereitete die Spritzen vor. Sobald Gugele fertig war, füllte Thomas die Spritzen mit dem Kleber auf. Nun war es Gugeles Aufgabe die Prozessoren mit dem Kleber luftdicht zu verschließen, da leider Thomas E`s Tennisschlägergroße Hände dafür ungeeignet waren. Doch auch Gugele war mit seinen Wurstfinger mit dieser Aufgabe überfordert und so kam es wie es kommen musste. Ungeschickt wie Gugele einmal war, rammte er sich gleich alle Spritzen in seine Finger hinein, die sofort anschwollen und sich entzündeten. Geistesgegenwärtig packte Thomas Gugele an seinen wenigen Haaren und stopfte ihn in die Kühlbox hinein. Durch diese rasche und unüberlegte Aktion, rettete Thomas die Finger von Gugele, der sich nach seiner Rettung durch Füßelecken bedankte. Dann machten sie sich gemeinsam daran die Prozessoren zu verkleben und in den Ofen zu schieben.

Als bei MACV dann alle in ihrer Arbeit vertieft waren, machte sich zur gleichen Zeit auch Dr Cousteau in seiner Praxis daran, Simone zu untersuchen.

Simone war genervt von der langen Warterei und fragte: „Warum musste ich so lange warten, obwohl niemand anderes da war?“

„Na weil sie kein Privatpatient sind, darum“ antwortete Dr Cousteau gelassen.

Wütend griff Simone Cousteau an die Eier und schrie: „Das wären nicht die ersten Eier die ich entfernen lasse. Also fang an, bevor ich dir weh tue!“

Verängstigt nahm Cousteau Simone mit, damit sie in ein überdimensionales Aquarium steigen konnte. Als Simone im Aquarium herum schwamm, ließ Cousteau ein paar Piranhas ins Wasser. Da sich aber die Piranhas in einem Eck verkrochen, anstatt Simone anzugreifen, war Cousteau überzeugt, dass in Simones Bauch was viel gefährlicheres heranwächst als Piranhas. Als er Simone mit dem Sonar untersuchte, stellte er fest, dass in ihrem Bauch ein Baby mit scharfen Krallen und spitzigen Zähnen heran wächst.

Er sagte: „Es sieht so aus, als würdest du einen Tiger in deinem Bauch haben. Ich werde dir ein starkes Heilmittel mitgeben, damit deine Wunden schneller verheilen.“

Simone bedankte sich bei ihm und ging zurück zum Goldenen Hilbaer, wo ihre vierzig Kinder schon ungeduldig auf sie warteten.


Kapitel 13


In der Zwischenzeit war Jannes auf Champ Elleyses unbemerkt angekommen. Er musste bedauerlich feststellen, dass nichts mehr so war wie früher. Der ganze Planet sah eher so aus wie eine schlechte Kopie von der Erde, wo alle sich nur um sich selbst kümmerten. Als Jannes so in der Fußgängerzone entlang schlenderte, entdeckte er ein Antiquitätengeschäft, dass er noch nie zuvor gesehen hatte. Neugierig trat er ein, um feststellen zu müssen, dass seine ganzen Sachen von seinem alten Haus, zum Verkauf im Laden standen. Eilig durchwühlte Jannes den alten Wäschekorb von ihm. Er hoffte in seiner alten Hose die Telefonnummer von dem Heal De Guard Kloster zu finden. Da, mit einem zielsicheren Griff, schnappte sich Jannes die Hose und zog sie rasch an. Dann machte sich Jannes auf, in seinem PC ein paar Daten herunterzuladen.

Plötzlich kam der Besitzer zu ihm und schrie: „He, was machst du hier? Diese Sachen sind alle wertvoll und gehörten mal unserem geliebten König.“

Jannes drehte sich um und sagte: „Ich weiß, denn ich bin dein König und nun zolle mir den nötigen Respekt, bevor mein messerscharfer Verstand dich in die Knie zwingt.“

Als der Besitzer Jannes erkannte, fiel er vor Jannes auf die Knie und fing an zu weinen. Auch Jannes bekam Pipi in die Augen, da er seinen treuen Buttler Schnitzel wieder erkannte.

Jannes sprach: „Hör auf zu weinen und sei stark, denn ich dein König werde Champ Elleyses wieder zu dem machen, was es früher einmal war. Ich werde nicht eher ruhen, bis wir aus dieser Sache ex eco rausgekommen sind.“

„Nun wo du da bist, habe ich wieder Hoffnung in meinem Leben. Ich hörte, du hast deinen Verstand verloren und kannst eine Flasche Wasser nicht von einem Iridiumsprit nicht unterscheiden“, sagte Schnitzel.

„Wenn das so wäre, hätte ich nicht diese besondere Substanz gefunden. Aber du hast recht, ich habe meinen Verstand verloren, doch wie ein Wunder, habe ich einen Teil wieder von einem Baum zurückbekommen“, sprach Jannes.

„Was ist das für eine Substanz?“ fragte Schnitzel.

„Nach meinen Berechnungen mit der Weltformel, müsste es sich um ein hochkonzentriertes Iridium handeln“, antwortete Jannes.

„Cool und was machen wir jetzt?“ fragte Schnitzel.

Jannes sagte: „Als erstes gehe ich in den Glückspieltempel von Ex Eco und suche meinen restlichen Verstand. Danach werde ich die Heal de Guards aufsuchen und sie um Hilfe bitten. Wenn ich alles erledigt habe, komme ich zu dir zurück und bringe dich zu meinen Freunden.“

„In Ordnung. Ich werde auf dich warten und so lange ein paar Telefonate führen“, sagte Schnitzel.

Jannes machte sich auf den Weg zum Tempel von Ex Eco, als er plötzlich eine verdächtige Person hinter sich bemerkte, die ihm auf Schritt und Tritt folgte. Als Jannes vor einem Schaufenster stehen blieb, erkannte er im Spiegelbild einen Mann, der so aussah wie der CIA MAN, der von Jannes Fotos machte. Jannes lief gelassen um die Ecke und bereitete sich vor den CIA MAN anzugreifen, sobald er ihn dort hin verfolgen würde. Doch zur Jannes`s Überraschung war der CIA MAN spurlos verschwunden. Vorsichtig lief Jannes weiter zum Tempel, wo er endlich seinen Verstand wieder finden wollte. Als er im Tempel ankam, war keine Menschenseele zu sehen. Euphorisch schritt Jannes auf die Statue zu, die die Verstandsbackup in ihrem rechten Fuß verbarg. Gerade als er den Fuß öffnen wollte sprang Gisela und Fifi von einer Empore auf Jannes. Jannes biss sich verzweifelt am Fuß der Statue fest, denn er wollte seine Verstandbackup, auf keinen Fall wieder verlieren. Mit einem Ruck, zogen Gisela und Fifi Jannes mit dem Fuß der Statue im Mund, von der Statue weg. Dann kam auch noch eine Horde Maniacs dazu, die Jannes in ihren Gewahrsam zunehmen versuchten. Eilig aß Jannes den Fuß der Statue auf, um ihn gegen einem späteren Zeitpunkt wieder in eine Kloschüssel fallen zu lassen können.

Als die Maniacs Jannes endlich am Boden fixiert hatten, befahl Gisela: „Steckt ihn sofort in die Tiefkühltruhe, damit er seinen messerscharfen Verstand nicht benutzen kann.“

Fifi trat Jannes zum Abschluss noch zwischen die Beine und meinte dann: „Das ist dafür, dass du Tricky und Kiki entführt hast. Wenn dir dein Leben lieb ist, dann verrate uns den Ort wo sie sind.

Jannes sprach: „Falls du es noch nicht bemerkt hast, habe ich meinen Verstand verloren und das bedeutet, dass ich mich an nix erinnern kann, was ich so den ganzen Tag mache. Wie ist denn dein Name Fifi?“

Fifi gab den Maniacs ein Zeichen, dann führten sie Jannes ab und steckten ihn in einen großen Kühlraum, wo überall Spagetti von der Decke hingen. Als die Maniacs wieder verschwunden waren, untersuchte Jannes den Kühlraum, nach einer Fluchtmöglichkeit. Zu seinem Bedauern, konnte er nur eine kleine Küche mit diversen Küchengeräten und ein kleines Fenster entdecken, das sich hoch oben an einem Schacht befand. Enttäuscht sank er auf den Boden und musste an die Vamps denken. Er dachte dran wie gut die Zusammenarbeit mit ihnen war und wie dringend er sie jetzt benötigte. Jannes vermisste die Teufelsideen von Huck, die so einfach, wie auch Genial waren. Wenn Huck dagewesen wäre, wären sie wahrscheinlich schon längst wieder auf freiem Fuß und könnten das Universum vor Haui retten. Fuß? Da war doch noch was. Jannes fiel wieder ein, dass er ja den Fuß von der Statue gegessen hatte, wo seine Verstandsbackup darin steckte. Jannes stand auf und durchsuchte die Küche. Er hoffte etwas zu finden, damit er den Fuß wieder vom Himmel fallen lassen könnte. Jannes fand ein Stück Kernseife, die er mit etwas Ketchup hinunterwürgte. Er musste nicht lange auf die Wirkung warten, denn schon bald bemerkte er ein starkes stechen im Dickdarm.

„Uah. Oooh. Der Fuß muss aus dem Arsch raus“, stöhnte er, „so einen Fuß im Arsch, hatte ich früher nur von meinem Meister bekommen. Ich dachte, ich hätte diese Zeit überwunden. Uaah Aaah. Jo leck. Komm endlich raus!“

Jannes rannte in eine Ecke und mit einem lautem Knall, lies er den Fuß vom Himmel fallen. Vorsichtig stocherte Jannes mit einem Schaschlikspieß nach seiner Verstandbackup. Da, etwas Goldenes flimmerte Jannes entgegen. Rasch ergriff Jannes das goldene Etwas und streckte es in die Luft. Tatsächlich, es war seine Verstandsbackup. Nun musste er sie nur noch unter seine Zunge legen und er wäre wieder der alte. Jannes öffnete den Mund und legte die Backup unter die Zunge. Die Backup spreizte ihre Krallen aus und bohrte sich tief in den Unterkiefer, damit sie sich für die Ewigkeit, mit dem Wirt verbinden konnte. Jannes zitterte am ganzen Körper und seine Haut färbte sich grün. Mit einem lauten Rübser, war er wieder der alte. Jannes Lipstick, der Mann mit dem messerscharfen Verstand. Nun fiel ihm alles wieder ein. Von Bingo über Poker, bis hin zu Goldwaschen im Fluss, alles war wieder da. Sofort hatte er einen Plan G und ewentevel auch noch einen Plan H sich ausgedacht, um endlich reich zu werden und die frühere Universumsordnung wieder herzustellen. Mit lautem knurren meldete sich sein Magen und das bedeutete, Jannes benötigte unbedingt Kohlenhydrate, nach dieser ganzen Denkerei. Sofort riss er ein paar Spagetti von der Decke, um sie in der Küche zu kochen. Jannes mochte seine Spagetti eigentlich am liebsten verkocht, sodass er sie nicht so langen kauen musste. Doch heute war sein Hunger so groß, dass er sie schon herausnahm, als sie noch Aldente waren. Jannes machte den Test und warf ein paar Spagetti an die Wand. Da, sie klebten hervorragend. Und dann bekam Jannes einen Geistesblitz. Sein Verstand sagte ihm, dass wenn er sich aus den Spagetti, ein paar Schuhe machen könnte, er mit Leichtigkeit, an das Fenster im Schacht heran käme. Dann hörte er Jannes plötzlich ein paar Maniacs auf dem Flur entlanglaufen. Schnell wickelte er sich ein paar Spagetti um die Füße und um die Hände, damit er den Aufstieg zu dem Fenster beginnen konnte. Gerade als er das Fenster erreicht hatte und hinaus in die Freiheit kletterte, ging die Türe des Kühlraums auf und die Maniacs gefolgt von Gisela und Fifi traten ein.

Der Anführer der Maniacs schrie: „Verrat! Jemand muss Jannes befreit haben. Das wird Konzequensen geben“ und schaute dabei Gisela und Fifi an.

„Guck net so, mir warns ed“, rief Fifi.

„Das kann jeder behaupten“, sagte der Anführer, „wir machen euch vorerst mal all in, damit ihr nicht verschwinden könnt.“

„Wenn des so isch, kennet mir onser Alianz au bleiba lau“, rief Gisela wütend.

Dann schlossen die Maniacs die Türe zu und ließen die beiden Jackpotsisters alleine. Der Gestank von Jannes`s Körperflüssigkeiten, schickte die beiden Schönheiten schon bald in das Land der Träume, wo alles viel schöner war, als die erbärmlich stinkende Realität. Für einen kurzen Moment, dachte Jannes daran, den beiden zu helfen, aber dann entschied er sich als erstes seinen Planeten von den Maniacs zu befreien und sich dann um Gisela und Fifi zu kümmern, falls sie noch zu dem Zeitpunkt noch lebten. Jannes machte sich als erstes auf dem Weg zu dem Kloster von den Heal de Guards. Dort angekommen versperrte ihm ein großer dicker Mönch den Weg.

Der Mönch sagte: „An mir kommt keiner vorbei. Es sei denn, du sagst mir wie der Geheimcode lautet.“

Jannes trat einen Schritt zurück und schaute den Mönch genau an.

Dann sagte Jannes: „Ob Bingo oder Poker, bei diesen Spielen gibt’s kein Joker und wenn doch jemand einen benützt, wird er gleich aufgeschlitzt. Seht her, ich bin Jannes, der mit dem messerscharfen Verstand und mit wenig Glück in der Hand.“

Da lächelte der Mönch und sprach: „Tretet ein, sie armer Verlierertyp. Vielleicht könnt ihr hier ein wenig Glück und Erleuchtung finden.“

Rasch lief Jannes durch das Tor, bevor der maximalpickmentierte Mönch sich es wieder anders überlegen würde. Sofort ging er in das Abteicasino, wo er hoffte, Elekens Mutter anzutreffen.

Jannes rief: „Hallo, ist hier eine Frau Skytalker, ich muss mit ihr sprechen. Ich bin ein guter Freund von Eleken und Magic Klohans.“

„Nein, hier gibt es keine Frau Skytalker mehr, aber vielleicht kann ich ihnen helfen“, sprach eine kleine Frau mit Bart.

Jannes sagte: „Ich bin der, mit dem messerscharfen Verstand und habe eine weite Reise hinter mir.“

„Ah Jannes, du bist es. Ich habe schon viel von dir und deinen hoffnungslosen Versuchen reich zu werden gehört. Was kann ich für dich tun mein hoffungsloser Freund“, antwortete die kleine Frau mit Bart.

„Die Maniacs und der Haui-Clan wollen das Universum unter ihrer Kontrolle bringen und alle auslöschen die nicht zu ihnen gehören wollen“, erklärte Jannes.

Da sprach die kleine Frau: „Hör zu, im Universum sind alle Planeten, Sterne, Sonnen und auch schwarze Löcher miteinander Verbunden. Wenn eine Sache auf einem Planeten passiert, kann das sich auf das ganze Universum auswirken. Sowohl positiv als auch negativ, es hängt allein von der Zusammensetzung verschiedener Energien ab. In einer Wüste auf der Erde, die eigentlich gar keine richtige ist, wirst du die Lösung bei einem Schwarzen Felsen finden. Nun geh hier den Gang entlang, am Ende wirst du ein geheimes Tor finden. Wenn du es schaffst es zu aktivieren, kannst du dich an einen anderen Ort teleportieren.“

„Vielen Dank für ihre Zeit und ihren Rat, aber ich muss jetzt gehen und meine Mission erfüllen“, sagte Jannes.

Da hörte man plötzlich lautes Geschrei und es fielen auch vereinzelte Schüsse.

Die kleine Frau schrie: „Sie haben uns gefunden und du hast sie zu uns geführt, du Vollpfosten! Verschwinde oder ich mach dich fertig.“

Dann nahm sie eine Bingotrommel und stürzte sich den Maniacs entgegen, um mit ihnen auf Leben und Tod zu kämpfen.

Jannes dagegen rannte den Gang entlang, denn er musste unbedingt zum geheimen Tor gelangen. Niemand konnte ihn nun mehr aufhalten. Doch da, ein heller Schein aus einem Seitengang. Der helle Schein zog Jannes magisch an, sodass er sich kurzfristig entschied, dem erhabenen Leuchten nachzugehen. Jannes war überzeugt das dieses Scheinen etwas göttliches sein musste. Doch als er näher kam, sah er nur die Leuchtreklame eines Maklerbüros, das mit diversen Maklerseminaren warb. Jannes war der Meinung, dass er noch genug Zeit hätte, um sich ein bisschen umzuschauen und ging spontan in das Büro hinein. Drinnen im Büro saß ein sehr junger Mann, der höchstens zwanzig Jahre alt war und noch mit Millionen von Pubertätspickel überseht war.

Der junge Pisser sagte: „Hallo mein Herr, sie sehen so aus, als wären sie ein Gewinnertyp. Solche Typen erkenne ich schon von weitem.“

„Du hast recht, denn ich bin der, mit dem messerscharfen Verstand. Eventewel haben sie schon von mir gehört, ich heiße Jannes Lipstick“, sprach Jannes.

„Jannes Lipstick? Nö, keine Ahnung. Aber egal, ich werde ihnen das Geschäft ihres Lebens vorstellen. Sie haben bestimmt noch nicht über ihre Rente nachgedacht und das ist ihr Fehler. Sie sollten unbedingt eine Wohnung kaufen, die sie dann vermieten können“, sagte der Pisser.

Da Jannes immer an großartigen Geschäften interessiert war, fragte er neugierig: „Wie soll das funktionieren und was muss ich dabei machen?“

„Ganz einfach, ich werde ihnen eine Wohnung aussuchen und sie unterschreiben diesen Vertrag“, erklärte der Pisser.

Dann zeigte er eine Luftaufnahme von einem winzigen Haus, das sich direkt an der Autobahn befand.

Jannes fragte: „Haben sie auch noch einen Grundriss von dem Haus oder von der Wohnung?“

„Nein, aber das ist auch nicht nötig. Es ist ein kleines schnuckeliges Haus mit wenig Zimmer und mit Autobahnanbindung. Die Wohnung kostet nur hunderttausend Kufee und mit der Miete von fünfhundert Kufee und ein paar lächerlichen Zinsen, müssen sie nur noch fünfundzwanzig Kufee im Monat bezahlen. Und das nur läppische fünfzig Jahre, dann gehört ihnen die Wohnung ganz alleine“, erklärte der Pisser weiter.

Kuffee ist die Währungseinheit auf Champ Ellyses und hat ungefähr den doppelten Wert wie der Dollar auf der Erde.

Jannes Lipstick witterte, das der pickelige Pisser ihn reinlegen wollte und sprach: „Hör mal zu Pickelgesicht, ich bin doppelt so alt und doppelt so schlau als du. Also mach hier keine Show, oder ich werde dich den Maniacs ausliefern.“

Der junge Pisser stand auf, drehte sich um, zog seine Hose runter und sprach: „Du kannst mich am Arsch lecken! Sag mir lieber ob und ein Gewinner oder Verlierertyp bist.“

Jannes zog seinen Rektal Brain Initiator aus seiner Tasche und jagte dem Pickelgesicht eine Ladung in den Hintern. Der Pisser blieb einfach so stehen wie er war und Jannes konnte in Ruhe die Unterlagen der Wohnung studieren.

Da, sein Verstand hatte Jannes nicht im Stich gelassen, das Haus bestand nur aus einem Zimmer ohne Fenster und ihn der Mitte stand eine Toilette, wo bestimmt schon jeder Penner von Champ Elleyses, darauf sein Geschäft verrichtet hatte. Jannes hörte schon die Maniacs näher kommen und er entschloss sich, den pickligen Pisser so zu schminken, das die Maniacs ihn für Jannes halten würden. Nach ein paar Sekunden Schminkerei, sah der Pisser fast genau so aus, wie Jannes. Als Jannes fertig war, stellte er sein Double an die Eingangstür des Büros und lief dann weiter zum Ende des Ganges.

Dort angekommen sah er gleich, dass es sich um das gleiche Tor handelte, wie das wo in Haui`s Tresor war.

Wie auch auf der Erde, musste Jannes ein Anagrammrätsel lösen.
Die Wörter lauteten: Slave Gas

Es dauerte keine Sekunde und Jannes hatte das Rätsel gelöst. Die Antwort war Las Vegas.

Entzückt rief Jannes: „Viva Las Vegas! “

Das Tor begann zu flimmern und Jannes konnte auf einmal M und Richi in der Ferne verschwommen erkennen.

Auf einmal hörte er einen Maniac sagen: „Hände hoch Jannes und keine Bewegung, oder ich schieße.“

Im selben Augenblick kam eine Hand durch das Tor und zog Jannes hinein. Als Jannes im Tor verschwunden war, verwandelte sich das Tor wieder in eine Mauer und der Maniac zerschellte an der Mauer, als er Jannes hinterher springen wollte.


Kapitel 14

Jannes stand auf einmal vor M und Richi, die gerade im Himalayagebirge angekommen waren.

Richi sagte: „So wie es aussieht, haben wir gerade dir deinen runzeligen Hämoridenarsch gerettet.“

„He Jannes, du bist wieder auf der Erde und du stehst mitten im Trümmerhaufen von Haui`s Villa. Das einzige was noch ganz ist, ist der Tresorraum und der Swimmingpool mit dem Wintergarten aus unzähligen Diamanten“, fuhr M fort.

Als Jannes sich wieder sortiert hatte, sprach er: „Hallo M, hallo Richi, ich bin wieder der Alte, denn ich habe meinen messerscharfen Verstand wieder zurück bekommen.“

„Das ist gut, denn du kannst uns helfen das geheime Tor und den Wintergarten aus Diamanten, zu Richi`s Hauptwohnsitz zu schaffen.

„OK, kein Problem. Wie geht es den anderen und was ist alles passiert, als ich von der Erde weg war?“ fragte Jannes.

Also Simone und ihre vierzig Kinder werden zusammen mit den anderen Verwandten und Bekannten von uns allen, bald zu dem neuen Planeten aufbrechen. Zurück bleiben nur Huck, Petrus, Toni, Gugele, Thomas E und wir drei. Wir die Vamps haben die Aufgabe, Haui und seine Spießgesellen zu stoppen, damit wieder Frieden auf der Erde einkehren kann“, erklärte Richi.

„Es gibt aber noch einige andere Ereignisse, die auch von großer Bedeutung für uns sind“, fügte M hinzu.

Welche denn?“ fragte Jannes.

„Also in Island wütet schon mehrere Monate der Vulkan und im Golf von Mexico ging eine Ölplattform unter, wo jetzt täglich Millionen Liter Öl in Meer fließen und das ganze Ökosystem kaputt macht. Am Samstag ist der Eurovision Song Kontest und in zwei Wochen darauf beginnt die Fußball-weltmeisterschaft in Südafrika“, erzählte M.

Jannes sprach: „Ewentevel kann ich bei den beiden Katastrophen mit meiner Weltformel helfen. Zu den beiden Events kann ich nur sagen, ich liebe zwar gute Musik, aber von Fußball halte ich eigentlich nichts. Warum sollen mich also diese Events interessieren?“

„Erstens haben wir zum ersten mal nach 28 Jahren wieder eine reale Chance den Song Kontest zu gewinnen und zweitens gehen dem Bundestrainer langsam aber sicher die Spieler aus, weil sich bei jeden Testspiel mindestens drei verletzt haben“, klärte Richi Jannes auf.

„Was ist mit Hilbaer Junior? Sag bloß, der Bundestrainer hat dein Söhnchen nicht in das Nationalteam aufgenommen. Der Typ lässt sich wohl nicht so leicht bestechen. Und was machen wir jetzt?“, fragte Jannes.

„Richi und ich haben schon auf dem Hinflug zum Mount Everest darüber gesprochen, dass die beiden Ereignisse eine gute Ablenkung wären. Solange die Aufmerksamkeit auf die Events gerichtet sind, können unsere Verwandten und Bekannten unbemerkt den Planeten verlassen und wir eine Anti-Haui-Front aufbauen“, erklärte M.

Jannes sagte: „Ich sehe schon, dass die Lehren meines Verstandes langsam Früchte tragen und ihr endlich wisst worauf es ankommt. Los lasst uns zu den anderen gehen, damit wir rechtzeitig zum Song Kontest kommen. Um die schrecklichen Katastrophen, kümmere ich mich während des Fluges.“

Rasch verstauten Jannes, Richi und M einige brauchbare Dinge die Haui`s Raumschiff nicht zerstört hat in Richi`s Hubschrauber. Leider konnten sie den Wintergarten und auch nicht das geheime Tor nicht mitnehmen, da sie einfach zu schwer für den Hubschrauber waren. Richi`s Leibpilot startete die Motoren und langsam erhob sich der Hubschrauber in die Lüfte und flog in Richtung Richi`s Castel.

Jannes nahm einen Kugelschreiber und eine Rolle Klopapier, um mit seinen Berechnungen für die Lösung der Katastrophen anzufangen. Als Richi gerade seine Emails checken wollte, bemerkte er, dass Jannes Spagetti um die Füße gewickelt hatte.

Er fragte: „He Jannes, wie war es denn eigentlich bei dir so? Ist viel passiert im Universum? Und warum trägst du Spagetti an den Füßen?“

„Die Spagetti habe ich für meine Flucht aus dem Gefängnis der Maniacs benötigt. Ich hatte auch Spagetti an meinen Händen, aber die habe ich schon längst aufgegessen. Da wir gerade vom Essen sprechen, hast du auch Hunger Richi?“ sprach Jannes und zupfte sich ein paar Spagetti von den Füßen, die er dann genüsslich sich in den Mund schob.

Richi schrie: „Hör auf zu essen und erzähle weiter, bevor ich noch kotzen muss!“

Da kam M zu ihnen und fragte: „Was soll das Geschrei und warum sagt mir keiner, dass es Spagetti gibt?“

Dann setzte er sich dazu, um auch von den Füßen von Jannes, Spagetti zu essen.

Richi rief: „Seid ihr beide blöd? An den Spagetti, hängt bestimmt der ganze Dreck von Champ Elleyses.

„Na und, in manchen Kulturen ist am Körper getragenes Essen eine Delikatesse“, antwortete M.

„Kannst du trotzdem weiter erzählen, was alles bei deiner Reise passiert ist Jannes?“ fragte Richi.

Jannes sagte: „Na klar. Also auf meiner Reise nach Champ Elleyses, machte ich halt auf Alpazella, wo ich die Chance ergriffen habe, ein Goldwaschseminar zu besuchen. Außerdem habe ich dort Tricky und eine ihrer Schwestern gesehen. Mit Hilfe von Barbie und Hugo habe ich die beiden Damen gefangen genommen. Wir brachten die beiden nach Murmel, wo sie nun bei Jack Murmer festgehalten werden.“

„Jack Murmer? Wie geht es dem alten Haudegen?“ fragte M.

„Er ist gerade dabei eine Armee aufzubauen, um gegen Haui und die Maniacs zu kämpfen. Ihr seht, wir sind nicht allein, im Kampf gegen den Wahnsinn. Barbie und Hugo sind auf Murmel geblieben, damit sie Jack ein wenig unterstützen können“, erzählte Jannes.

„Und wie hast du deine Verstandsbackup gefunden?“ fragte Richi.

„Ich habe sie in einem Tempel von Champ Elleyses gefunden, bevor ich gefangen genommen wurde“, antwortete Jannes.

M fragte: „Hattest du auch Zeit dich ein wenig umzuschauen?“

„Leider nein. Es hat sich dort alles ziemlich negativ verändert. Wir haben nur noch einen Mond und die schwebende Ebene ist auf die untere Ebene gekracht. Durch dieses Unglück sind fünfzig Prozent der Bevölkerung gestorben und der Rest hat schwere Verletzungen davon getragen. Es sieht alles so schrecklich aus und man bekommt das Gefühl, als wäre man hier auf der Erde“, erzählte Jannes.

M sprach: „Wenn Champ Elleyses jetzt so aussieht wie die Erde, dann kann es ja nicht so schlimm sein. Bis auf die Toten und die Verletzten. Ich überlege jetzt ernsthaft, ob ich nicht hier auf der Erde bleiben soll.“

„Wir müssen trotzdem das Universum von den Maniacs und Haui befreien, damit wieder Ruhe einkehrt und ich mich um meine Visionen kümmern kann“, erklärte Jannes.

„Was für Visionen?“ fragte Richi neugierig.

„Das werde ich euch noch nicht sagen, damit ihr meine Geschäftsidee nicht schon im Voraus kaputt machen könnt“ antwortete Jannes.

Da meldete sich der Leippilot: „Wir werden in fünf Minuten beim Goldenen Hilbaer landen. Bitte macht euch für die Landung bereit.“


Kapitel 15


Im selben Augenblick saßen Haui und ein paar Maniacs im Privatjet, auf dem nach Stuttgart, um sich mit einem alten Freund zu treffen. Haui versuchte immer wieder seine Frau Tricky anzurufen, aber leider war sie einfach nicht erreichbar.

Haui rief: „Ich hoffe, es geht Tricky gut, denn wenn meiner Angebeteten was zugestoßen ist, wird des konzequensa hau. Ond zwar für elle, ohne Ausnahme.“

„Wir werden alles tun, um eine Verbindung mit ihrer Frau herzustellen. Aber jetzt müssen sie unsere Bedingungen erfüllen, bevor wir ihnen weiter helfen werden. Sie haben uns versprochen, dass sie die Erde von den Menschen befreien, damit wir hier ohne Störfaktoren unsere Kultur aufbauen können. Wenn sie uns nicht helfen, werden wir sie auch vernichten und dann gibt’s kein König Haui mehr“, sprach einer der Maniacs.

„Und warum versucht ihr das nicht auf Champ Elleyses?“ fragte Haui.

„Als wir die Monde von Champ Elleyses aus ihrer Umlaufbahn gebracht haben, haben wir das Ende von Champ Elleyses besiegelt. Der Planet wird sterben und alles was dort lebt auch. Es wird sich ein Nebel um den Planeten legen und der Planet wird vertrocknen, bis ein Auserwählter kommt, um ihn neu zum Leben erweckt“, sprach der Maniac.

„Ihr habt doch gesagt, dass ihr mit eueren Berechnungen, die Monde aus der Umlaufbahn werfen könnt, ohne dass es Auswirkungen auf den Planeten gibt. Wie lange wird Champ Elleyses noch existieren?“ fragte Haui.

Der Maniac sagte: „Leider fehlte uns die Weltformel, um die Berechnungen exakt zu machen. Wir haben mehr oder weniger nur geschätzt und gehofft, dass alles gut geht. Nun hat Champ Elleyses nur noch zehn Tage zum Leben, dann wird der ganze Planet zur Wüste. Nur der Auserwählte kann den Planeten wieder zum Leben erwecken.“

„So ein Quatsch. Einen toten Planeten zum Leben erwecken. Ihr redet von dieser Sache so, als wäre so was schon einmal passiert“, sprach Haui.

„Es ist schon einmal ein Planet auf diese Weise gestorben und ein Prophet hat uns prophezeit, dass ein Auserwählter den Planet wieder zum leben erweckt“, erzählte der Maniac weiter.

„Und, hat sich die Prophezeiung erfüllt?“ fragte Haui.

„Keine Ahnung. Man hat den Planeten einfach vergessen und niemand weiß genau, wo sich dieser Planet befindet“, sagte der Maniac.

Haui sagte: „In Ordnung, ich werde euch helfen und die Menschen von der Erde vertreiben. Mein Team und ich sollen aber bleiben können und als gleichwertige Individuen mit euch leben dürfen.“

Der Maniac sagte: „OK, ihr dürft bleiben, aber was machen wir, wenn die Erdlinge nicht gehen wollen?“

„Dann sind sie Arschgefickt und wir werden sie mit einem tödlichen Kälteschock einfrieren. Um nicht selbst zu erfrieren, werden wir uns dreißig Tage, in einem Bunker fünfzig Meter unter der Erde verstecken“, erklärte Haui.

Der Maniac fragte weiter: „Werden dreißig Tage ausreichen, damit die Erde sich wieder erwärmt?“

„Es würden auch zwanzig Tage ausreichen, aber damit wir auf jeden Fall wieder in der Erwärmphase sind, werden wir erst nach dreißig Tagen wieder zur Erdoberfläche zurückkehren. Dann werden wir die einzigen Lebewesen auf der Erde sein. Da fällt mir ein, dass wir bevor der Kälteschocker aktiviert wird, noch ein paar Nutztiere uns besorgen sollten“, klärte Haui die Maniacs auf.

„Was sind denn Nutztiere?“ fragte einer der Maniacs.

„Damit ihr keine Fehler macht, werdet von allen Tieren jeweils zwei Exemplare besorgen und zwar immer ein Weibchen und ein Männchen. Geht am Besten zu einem Bauernhof und zu einem Zoo, da werdet ihr alle Tiere finden, dir wir brauchen. Wenn ihr alle Tiere eingesammelt habt, bringt sie zu meinem geheimen Bunker auf der Schwäbischen Alb. Der Eingang zum Bunker befindet sich in der nähe einer Autobahnraststätte“, befahl Haui.

„OK, alles wird so erledigt, wie sie es sich wünschen. Wann werden sie den Erdlingen das Ultimatum stellen?“ fragte einer der Maniacs.

„Ich werde es bei der Siegerehrung des Eurovision Song-Kontest bekannt geben, da diese Sendung, in der ganze Welt angeschaut wird, werden es alle mitbekommen, was ich zu sagen habe. Bitte besorgt mir noch ein paar Flugtickets nach Oslo, damit Albert, Pepermint und Paul Vogelstrauß mich begleiten können“, erklärte Haui

Die Maniacs verbeugten sich vor Haui und ließen ihn alleine, damit er sich von dem schweren Meeting, etwas ausruhen konnte. Leider konnte sich Haui nicht richtig ausruhen, da sein Flugzeug schon nach einer halben Stunde in Stuttgart landete. Obwohl er Hundemüde war, freute er sich trotzdem hier zu sein, weil Pepermint und Albert auf ihn warteten. Pepermint hüpfte und klatschte vor Freude, Haui wiederzusehen. Albert hätte dies auch gern gemacht, doch er hatte Angst, dass sein Kopf, der nur mit Bindfaden angehefteten war, wieder vom Hals herunter fällt. Darum hielt er abwechselnd ein Bild hoch, wo ein Mann in die Luft springt und ein anderes, wo ein Mann in die Hände klatscht. Aber auch diese Idee musste er leider rasch lassen, da die Bewegung der Arme, seinen Kopf ins Schaukeln versetzte.

Als Haui ausstieg und zu Pepermint und Albert ging fragte er: „Hallo Jungs wie geht es euch?“

„Uns geht es soweit gut, wenn Albert seinen Hals richtig befestigen könnte, ginge es uns super gut“, sprach Pepermint.

„Wie geht es dir Haui?“ fragte Albert.

„Vielleicht war i wieder a mol zu gierig, aber do drieber redet mir besser später, wenn wir alleu send. Onsere Besucher gehen mir langsam aber sicher auf den Sack. I dät die Allianz gäre bleiba lau“, antwortete Haui.

„Vorsicht, da kommen die Maniacs“, sagte Pepermint.

Haui sprach zu den Maniacs: „Hört zu meine lieben Freunde, bitte fliegt nach Alpazella und sucht Tricky und ihren Schwestern. Danach könnt ihr zurückkommen, um eueren neuen Planeten zu besiedeln.“

„In Ordnung, werden deinen Wunsch folge leisten. Aber wir werden dich nicht aus den Augen lassen und Leutnant Major Sumsum beauftragen, dich zu überwachen. Es werden alle Maniacs des Universum hier zur der Erde mitfliegen“, sagte der Anführer der Maniacs, bevor sie in ihr Raumschiff einstiegen und in Richtung Alpazella davonflogen.

Erleichtert sagte Haui: „Endlich haben wir einwenig Ruhe und können uns um die Vamps kümmern. Wir müssen dennoch die Kälteschocker platzieren und ausrichten, bevor die Maniacs zurückkommen.“

„OK, wenn dir es nichts ausmacht, fahren wir gleich zu der neuen Kaserne Defkon Cheat, damit du sie gleich inspizieren kannst“, sprach Albert und winkte eine Limousine her.

Als die pinke Limousine vorfuhr stiegen Haui, Albert und Pepermint ein und fuhren zu Kaserne Defkon Cheat, wo sie die Kälteschocker schon heimlich hergestellt hatten. Da es schon nach 17:00 Uhr war, waren nicht mehr so viele Mitarbeiter in der Abflussabteilung anwesend. Von den Vamps, waren nur noch Gugele, Huck, Petrus und Toni da. Das B-Team war nur mit Hauptgefreiter Paul Vogelstrauß, Nieselpriem und Leutnant Major Sumsum anwesend.

Thomas E hatte schwer geschuftet und war pünktlich in seinen verdienten Feierabend gegangen. Feldwebel Möhrchen, das Chamäleon und auch der neuste Rekrut des MACV, der auf den Namen Luftikus hörte, waren von ihrer Vorderrohrfreimachdrückerei ganz erschöpft und hatten sich schon um 16:00 Uhr verpisst.

Da es schon 17:00 Uhr war wollte, sich auch Gugele auf den Weg nach Hause machen, als er eine E-Mail vom Hauptkommando bekam: „Soldat Gugele, melden sie sich sofort im Tribunalgebäude und bringen sie ihre letzten Wünsche mit.“

Mit einem flauen Gefühl ging Gugele zum Tribunalgebäude. Da traf er Bibo, den er schon lange nicht mehr gesehen hatte.

Bibo sagte: „Hallo Gugele, wie geht es dir? Du siehst ziemlich bleich im Gesicht aus.“

„Mir geht es heute nicht so gut“, antwortete Gugele.

„Dafür geht es mir umso besser“, sprach Bibo.

„Was machst du eigentlich hier, ich dachte du wärst Reservist“, sagte Gugele.

„Bin ich auch“, entgegnete Bibo; „außerdem bin ich voll ausgelastet, in meinem neuen Amt als Blockwart, in dem heruntergekommenen Viertel wo ich wohne.“

„Aah Blockwart. Das passt zu dir“, meinte Gugele dazu.

Bibo grinste dreckig und sagte dann: „He Gugele, ich habe gehört, dass du ein Buch geschrieben hast und anscheinend Ärger deswegen bekommst. Ich habe aber damit nichts zu tun, da wir ja uns so super toll verstehen.“

„Ewentevel“ sagte Gugele und ging weiter.

Unterwegs sah Gugele noch Mücke und Paul Vogelstrauß, die sich aufgeregt mit einem alten Mann unterhielten, der in Lumpen gehüllt war. Der alte Mann machte immer wieder seltsame Bewegungen, die wie Brustschwimmen aussahen. Da es Gugele immer mulmiger wurde, zückte er sein Handy und rief die Seelsorgerin Dark Women an.

„Ja, hallo?“ fragte Dark Women.

„Ähm, ich bin es Gugele, ich muss zum Tribunalgebäude und weiß gar nicht warum“, sprach Gugele.

Dark Women sagte: „Gugele hör zu, es handelt sich um dein Buch, was du geschrieben hast. Jemand hat sich Zugang zu deinem Computer geschafft und ihn standardmäßig mit dem Cheatprogramm überprüft. Da fiel sofort dein Manuskript auf, wo sich mehrere Leute angesprochen fühlten.“

„Aber das ist doch nur ein Kinderbuch über Vampire und ich habe das alles frei erfunden“, entgegnete Gugele.

„Ich weiß Gugele, aber es gibt überall Neider, die es anderen nicht gönnen Erfolg zu haben. Mach dir keine Sorgen, ich werde auch bei dem Tribunal dabei sein“, antwortete Dark Women.

Als Gugele beim Tribunalgebäude angekommen war, wartete er brav auf Dark Women, da er die Hose gestrichen voll hatte. Er musste gar nicht lange warten, dann kam sie im Stechschritt um die Ecke gebogen und hätte dabei einen ältern Mann in Römerrüstung, fast umgerannt.

Dark Women fragte: „Na Gugele, hast wohl die Tarnhose gestrichen voll. Man kann deinen Gestank schon von weitem riechen. Mach dir keine Sorgen, es wird schon alles gut gehen. Jetzt geh auf die Toilette, mach dich sauber und zieh dir ne Einweghose, damit man sie dir leichter herunterreißen kann, falls du doch einen Einlauf bekommst.“

Gugele ging auf die Toilette, um sich frisch zu machen. Da standen plötzlich Huck, Toni und Petrus vor ihm.

Huck sagte: „Wir hörten, dass du in Schwierigkeiten bist und werden natürlich dir beistehen.“

„Du musst nur dich kurz bücken und entspannen“, sagte Petrus.

„Was?“ fragte Gugele verwirrt.

„Ich werde dir einen Rektal Brain Initiator einpflanzen, damit du das Verhör besser überstehst“, sagte Huck.

„Freunde tun das für einander“, meinte Petrus dazu.

Dann hielten Toni und Petrus Gugele fest, damit Huck seine Arbeit in Ruhe erledigen konnte.

Bevor Huck mit dem Spaß anfangen konnte erklärte Toni noch Gugele ein paar wichtige Dinge: „Gugele hör zu, Huck wird dir einen verbesserten Rektal Brain Initiator einpflanzen, der dich wahrscheinlich ins Koma schickt. Du brauchst aber keine Angst haben, da wir durch den neuen Chip nicht nur deinen Verstand kontrollieren können, sondern auch teilweise deinen Körper. Wenn du im Koma bist, können sie nicht herausfinden ob du die Wahrheit sagst oder nicht, da dein Puls nicht höher ist als 40 Schläge in der Minute. Also entspann dich und genieße es.“

Dann stopfte Huck einen von seinen 18 Löcher Golfsocken in Gugeles Mund und tat das was er am meisten liebte. Er schoss Gugele ins Land der Träume. Nun konnten die Vamps Gugele wie ein ferngesteuerter Roboter lenken. Nachdem Gugele im Koma war, machten die anderen ihn wieder frisch, zwängten Gugele in eine Einweghose und schickten ihn zu Dark Women. Nun konnte Gugele zusammen mit Dark Women sich auf den Weg zum Zensurtribunalzimmer machen. Besser bekannt als die Überzeugungskammer. Das Gugele irgendwie unkoordiniert lief oder sein Mund sich nicht zu den Worten bewegte, fiel Dark Women gar nicht auf, da sie mit ihrer Verteidigungsrede viel zu beschäftigt war. Vor dem Zimmer warteten schon die fünf Richter, die sich alle eine Maske aufgesetzt hatten, um nicht erkannt zu werden. Als Dark Women und Gugele die fünf per Handschlag begrüßt hatten, schloss einer der Richter die Türe des Zimmers auf. Ein anderer Richter machte das Besetztzeichen an die Türe, dann gingen alle in das Zimmer hinein und setzten sich auf ihre Plätze, die mit verschiedenen Farben gekennzeichnet waren. Gugele musste sich genau in die Mitte setzen und Dark Women hatte ihren Platz zwei Meter weiter hinten. Die Nebenrichter saßen alle in den Ecken des Raumes. Nur der Hauptrichter nahm direkt vor Gugele platz und schaute Gugele grimmig in die Augen. Gugele schaute sich ängstlich um und entdeckte überall Argumentationskraftverstärker an der Wand hängen. Darunter waren Schlagringe, Peitschen, Elektroschocker und Einlaufspritzen der besonderen Art.

Dark Women flüsterte: „Keine Angst Gugele, das ist nur Deko.“

„Sieht aber nicht so aus, da an den Schlagringen noch Blut und Haare kleben“, sagte Gugele.

Da schrie ihn der Hauptrichter an: „Sie Schütze Arsch vom hinteren Glied, sie reden nur, wenn sie was gefragt werden. Also fangen wir mit dem Verhör an.“

Ein Richter aus der linken hinteren Ecke brachte den Lügendetektor und schloss ihn bei Gugele an.

Dann begann der Richter in der rechten vorderen Ecke die Anklageschrift zu verlesen: „Sie Gugele, wurden beschuldigt Bücher zu schreiben und dabei andere Soldaten positiv oder negativ zu beschreiben. Dies ist keinesfalls zu Akzeptieren. Außerdem wurde uns heute Morgen berichtet, dass sie Albert den Kopf abgetrennt haben.“

Nun ergriff der Hauptrichter das Wort: „Soldat Gugele, wie kamen sie dazu so einen blöden Scheißdreck schriftlich niederzulegen. Sie haben interne Sachen in diesem Buch veröffentlichen wollen. Was sagen sie zu diesen fragwürdigen Vorwürfen?“

„Tut mir Leid, aber ich weiß leider bis jetzt nicht um was es hier eigentlich geht. Ich habe nur ein Kinderbuch über Vampire geschrieben, wo alles frei erfunden ist. Das einzige, was man mir vorwerfen kann ist die Beschreibung der verschiedenen Bisstechniken, die etwas zu ehrlich für Kinder sein könnten“, sagte Gugele mit zitternder Stimme.

„Was zeigt der Lügendetektor an?“ fragte der Hauptrichter.

„Gugele ist so gut wie tot, da sein Puls sich kaum bewegt“, antwortete ein Nebenrichter.

Zur gleichen Zeit saßen Huck und M vor dem Monitor in der Verteidigungszentrale, um durch die Augen und Ohren von Gugele an dem Verhör teilzunehmen und Gugele durch den Rektal Brain Initiator zu steuern.

Da kamen Toni und Petrus dazu und fragten: „Na wie läufts?“

Huck erklärte: „Der Hauptrichter hat Gugele eine Frage gestellt und wir haben sie mit Bravur gemeistert, indem wir in unserem Laptop die Antwort eingetippt haben. Aber jetzt Ruhe, denn es geht weiter.

Der Hauptrichter sprach: „OK, machen wir weiter. Gugele wie kamen sie dazu ein solches Buch zu schreiben? Und eins muss ich auch noch sagen, sie haben eine sehr kranke Fantasie.“

In der Verteidigungszentrale rief Toni: „Lasst mich antworten.“

Toni tippte rasch was ein und drückte Enter.

Gugele antwortete: Slä jo leck. Gibt’s hier keine Melonen?“

Da schaute der Hauptrichter Gugele böse an, zeigte auf die Einlaufspritze und meinte: „Das ist nur die Miniausgabe davon, wenn sie noch mal so einen Mist erzählen, gibt es die große Dosis.“

Zum Glück übernahm Huck wieder das Laptop und Gugele antwortete: „Also meine Frau war am Ende ihres Studiums angelangt und musste daher sehr viel lernen. Da ich keine Lust hatte nur vor der Glotze herumzuhängen, entschied ich mich, auch mal was Sinnvolles zu tun.“

Der Hauptrichter schaute zu dem Nebenrichter der den Lügendetektor bediente rüber.

Der zuckte nur mit den Schultern und sagte: „Er ist tot oder im Koma.“

„Wenn das Sinnvoll ist, dann frage ich sie was nicht Sinnvoll oder besser gesagt verrückt ist“, sprach der Hauptrichter weiter.

„Also verrückt ist in meinen Augen die Tatsache, dass die Leute wo den Laden hier am laufen halten, immer die Deppen sind und die Denunzianten wie heilige Kühe behandelt werden. Das finde ich zum kotzen“, antwortete Gugele.

Dann schaltete sich Dark Women ein, damit sich Gugele nicht noch mehr in die Scheiße hineinritt, als er sowieso schon war.

Sie sagte: „Ich habe das Buch auch gelesen und ich finde es sehr gut. Die Erzählungen oder Fantasien von Gugele, treffen auf unzählige Menschen zu und können daher nicht auf einzelne Personen bezogen werden.“

„Da haben sie vielleicht recht, aber Soldat Gugele hat auch das Militärklima des MAVC sehr geschädigt und Unruhe hereingebracht. Außerdem wird sich bald einiges ändern, da wir unsere Einstellung zur Weltordnung neu ausrichten werden“, sagte der Hauptrichter.

„Wie hat Gugele das Militärklima geschadet? Alle finden das Buch spitze. Und was soll das bedeuten, Einstellung zur Weltordnung neu ausrichten?“ fragte Dark Women.

„Der MACV bedeutet nicht mehr Millitante Anti Cheater Vereinigung, sondern Maniac Active Cheat Victory. Aber das nur am Rande, denn hier in der Verhandlung, machen wir jetzt einen Test, ob Gugele wirklich die Wahrheit spricht. Bitte lasst die fünf Herren eintreten“, sagte der Hauptrichter.

Da öffnete sich die Türe und Paul Vogelstrauß, Mücke, Bibo, Brutus und Judas traten ein. Sie stellten sich alle in eine Reihe auf und warteten.

Dann sagte der Nebenrichter von links vorne: „So, das sind jetzt fünf verschiedene Menschen, auf welchen von den vieren könnte die Beschreibung im ihrem Buch passen?“

Gugele schaute alle genau an und sagte dann: „Na auf alle natürlich, da ich ja im meinen Buch alles allgemein gehalten habe.“

„Verdammt er hat recht“, rief der Nebenrichter von links hinten.

Der Nebenrichter von rechts vorne sprach: „Soldat Gugele, ich denke sie verstehen die Lage und sollten daher sensibler beim Buch schreiben werden. Sie haben nichts unrechtes getan, aber da es ein ungeschriebenes Gesetz gibt, müssen wir sie trotzdem bestrafen oder sie sagen uns wen wir bestrafen sollen.“

Gugele dachte kurz nach und sagte: „Von mir aus können sie die fünf Pappnasen bestrafen, dann würde es auch mal die richtigen treffen.“

Der Hauptrichter rief seine Nebenrichter zu sich und fing an mit ihnen zu diskutieren. In der Verteidigungszentrale kam dagegen etwas Panik auf, da der Rektal Brain Initiator von Gugele plötzlich Störungen aufwies.

Huck rief: „Mist, wir verlieren die Kontrolle über Gugele.“

„Mach dir keine Sorgen, in einer Minute habe ich das Problem beseitigt“, sprach Petrus.

Da fragte der Hauptrichter Gugele: „Soldat Gugele, haben sie noch was zu sagen, bevor ich das Urteil spreche?“

Gugele schüttelte den Kopf und in der Verteidigungszentrale machte sich Erleichterung breit. Doch was war das? Der Puls von Gugele begann immer schneller zu schlagen, bis Gugele plötzlich von seinem Stuhl aufsprang.

Der Hauptrichter schaute ihn an und fragte: „Wollen sie doch noch was sagen oder haben sie zu viele Hämorriden im Arsch?“

Da öffnete Gugele den Mund und sagte: „Natürlich habe ich noch was zu sagen.“

Huck tobte in der Verteidigungszentrale und schrie: „Oh nein! Bitte nicht! Ach hätte ich diesem Penner nie das sprechen beigebracht. Jetzt ist alles für den Arsch.

Doch da war es schon viel zu spät, da Gugele anfing zu reden: „Also Herr Hauptrichter, sie und ihre Nebenrichter sind ja noch gute Menschen, aber die anderen Möchtegerngeneräle können sie alle in der Pfeife rauchen.“

„Wie kommen sie auf diese Idee?“ fragte der Hauptrichter.

„Na weil sie sich zu Zentauren machen und sich von den Pharisäern alles brüh warm erzählen lassen, ohne sich eine eigene Meinung zu bilden“, meinte Gugele.

„Verbindung steht wieder“, rief Petrus in der Verteidigungs-zentrale.

Der Hauptrichter war sichtlich wütend und sprach: „Können sie das noch einmal wiederholen?“

Doch Gugele schwieg, da ihn Huck auf Stand by gesetzt hatte.

Da schaltete sich Dark Women ein, sie rief: „Ja sehen sie nicht, dass der arme Kerl geistig verwirrt ist? Kein normaler Mensch würde so einen Bockmist heraus labbern.“

Gugele hatte Glück, da der Hauptrichter heute einen guten Tag hatte, sagte er nur: „Gugele, es tut mir Leid, auch wenn ich ihrer Meinung bin, muss ich sie trotzdem bestrafen. Auf den Tisch der Wahrheit mit Gugele.“

Dann wurde Gugele von zwei Nebenrichtern gepackt und auf den Tisch der Wahrheit geschnallt. Ein anderer Nebenrichter hielt Gugele den Kopf fest. Nun kam der kleinste Nebenrichter, mit der Einlaufspritze in beiden Händen. Gerade als er die Spritze ansetzen wollte, entdeckte er ein Schild. Darauf stand: Bitte eine Nummer ziehen! Der Nebenrichter legte die Stirn in Falten, sodass man das Tuten, für kein Anschluss unter dieser Nummer, hören konnte.

Dann rief er: „He Hauptrichter, es ist schon besetzt.“

Da der Hauptrichter mächtigen Kohldampf hatte, kannte er keine Gnade, streckte seinen rechten Arm aus und drehte den Daumen nach unten.

Gerade als der Nebenrichter sein Werk vollenden wollte, sprang plötzlich die Türe auf. Die graue Eminenz sprang in den Raum, der ein Mitbegründer des MACV`s war.

Er drehte sich zu Dark Women und sprach: „Nimm Gugele und verschwinde, bevor ihr verletzt werdet.“

Dark Women schnappte sich Gugele, schulterte ihn und rannte aus dem Tribunalgebäude. Von weitem konnte man noch das Kampfgeschrei von der grauen Eminenz und den Richtern hören, die wahrscheinlich auf Leben und Tot kämpften. Dark Women dagegen machte sich mit Gugele über der Schulter, auf den Weg zum Goldenen Hilbaer, um sich dort von den Strapazen auszuruhen.


Kapitel 16


Als die Limousine von Haui bei der Kaserne Defkon Cheat parkte, stiegen nur Haui und Pepermint aus. Albert entschied sich beim Ludwigsburger Krankenhaus mal vorbei zu gehen, in der Hoffnung, dass sie dort seinen Kopf besser befestigen könnten, als seine lausigen Kameraden.

Paul Vogelstrauß schwänzelte gleich um Haui herum, als er ihn in die neue Kaserne hereinkommen sah. Da es aber Haui und Pepermint unangenehm war, dass Paul Vogelstrauß sie auf Schritt und Tritt verfolgte, versuchten sie ihn abzuhängen. Doch es war zwecklos, Paul hatte sich schon wie eine Zecke, am Hintern festgebissen.

Paul sagte: „Wir können sofort in das Rohrtestzentrum gehen, damit ich ihnen die Kälteschocker zeigen kann.“

„Wir wollen erst zur Kommandozentrale“, sagte Pepermint und zog Paul von Haui weg, der sich schon richtig fest an Haui`s Ohr festgekrallt hatte.

In der Kommandozentrale war Leutnant Major Sumsum gerade dabei Nieselpriem in das neue Abwehrsystem einzuarbeiten, das äußerst schwierig zu scheinen schien. Ständig versuchte Nieselpriem, an die Süßigkeitenschublade von Leutnant Major Sumsum zu gehen, da er nach der Schokohasenparty süchtig nach Zucker geworden war.

Nieselpriem fragte: „Leutnant Major Sumsum, ist es dir heute auch so heiß wie mir?“

„Nö, eigentlich finde ich es sehr angenehm heute“, antwortete Leutnant Major Sumsum.

„Ich finde es äußerst angenehm, so eng mit ihnen zusammen zuarbeiten. Wenn sie möchten, kann ich mich auch auf ihren Schoß setzen, dann bekomme ich vielleicht mehr Input und wir sind schneller mit dem Programm fertig“, meinte Nieselpriem.

„OK, aber nur solange wir alleine sind“, sagte Leutnant Major Sumsum.

Sofort sprang Nieselpriem auf Leutnant Major Sumsum`s Schoß und suchte mit seinem USB-Port den USB-Stick. Nieselpriem legte gemütlich seinen Speckarm um Leutnant Major Sumsum und begann dummerweise nach der Schokolade von Leutnant Major Sumsum zu greifen. Wütend sprang Leutnant Major Sumsum hoch und verpasste Nieselpriem einen Schlag mit der Faust. Der Schlag war so stark, dass Nieselpriem gegen die Wand flog und dann auf dem Boden liegen blieb. Rasch schnallte Leutnant Major Sumsum Nieselpriem auf einen Schleudersitz und schoss in einfach durch die Decke, ins nirgendwo. Als Leutnant Major Sumsum fertig mit Nieselpriem war, hörte er schon Haui, Pepermint und Paul Vogelstrauß kommen, der immer noch an Haui`s Ohr hing und ihn voll quatschte.

Leutnant Major Sumsum ging ihnen entgegen und sagte: „Hallo Haui, ich bin froh, dass sie uns mal hier in der neuen Kaserne Defkon Cheat vom MACV besuchen. Willkommen hier in der Kommandozentrale. Wie geht es ihnen?“

„I ben au froh, dass i jetzt do ben. I ben au total aus dem Häusle, dass die Kälteschocker so guat ganget. Aber i hau au kehrt, dass die Wampete au do en dr neia Kasern schaffet“, sprach Haui.

„Ja die Vamps arbeiten auch hier, aber ich habe sie voll ihm Griff. Unser Spieß Wunderstein ist auch der Meinung, dass man die Vamps streng kontrollieren muss“, erklärte Leutnant Major Sumsum.

„Was halten sie von der neuen Ausrichtung des MACV?“ fragte Haui.

„Na ja, man muss sich erst mit der neuen Situation anfreunden. Ich muss ihnen auch noch leider mitteilen, dass es ihm Tribunalgebäude, einen kleinen Zwischenfall gab. Mitten in einer Gerichtsverhandlung kam die graue Eminenz herein und verprügelte die Richter. Danach verschwand er in einer grauen Wolke und konnte somit nicht mehr gefunden werden“, sagte Sumsum.

„Egal, das ist natürlicher Schwund. Um die graue Eminenz brauchen wir uns auch nicht mehr kümmern, da wir ihn von allen Ämtern enthoben haben“, sprach Haui.

Da kam Huck in die Kommandozentrale und war wie erstarrt als er Haui sah.

Haui sagte: „So sieht man sich wieder Huck. Und wieder kann ich dir sagen, wo es lang geht.“

„Was hast du mit meinen Hanghühnern und meinen Kampfameisen gemacht?“ fragte Huck wütend.

„Ich wollte mit den Hanghühnern eine Zucht auf Alpazella aufbauen. Doch deine Kampfameisen die Drecksviecher sind in den Streik getreten. Kannst du mir sagen wie ich den Streik aufheben kann? Es soll nicht zu deinem Nachteil sein“, erwiderte Haui.

„Nein, das werde ich nicht. Gib meine Tiere frei, oder du wirst es bereuen. Wahrscheinlich können sie sowieso nur auf der Erde überleben und sich auch nur dort fortpflanzen“, sprach Huck.

„Ich denke du hast recht und darum möchte ich meinen guten Willen zeigen und sie mit der nächsten Raumfähre, zurück zur Erde schicken“, sagte Haui.

„Danke für deine Einsicht“, sprach Huck.

Haui sagte: „Ich bringe sie zwar zurück zur Erde, aber das heißt noch lange nicht, dass ich sie dir zurück gebe.“

Da sprach Huck: „Hör zu Haui, wir die Vamps haben dich schon einmal ausgetrickst und wir können es bestimmt noch mal wiederholen.“

„Des dät i an eier Stell bleiba lau. Sonst müsst ihr euch warm anziehen“ fauchte Haui zurück.

„Ich habe die Schnauze voll und gehe nach Hause. Also bis morgen“, motzte Huck und ging einfach aus der Kommandozentrale hinaus, um mit Toni und Petrus zum Goldenen Hilbaer zu fahren.

Nun waren nur noch Leutnant Major Sumsum, Haui, Pepermint und Hauptgefreiter Paul Vogelstrauß in der Kommandozentrale. Unter diesen Umständen, nutzten sie die Gelegenheit, die Kälteschocker bis auf einen, auf ihre Aufgabe einzuprogrammieren, damit sie in ganz Deutschland, an allen wichtigen Schlüsselpositionen und in den Spreewald, versendet und aufgebaut werden konnten. Durch das neue MACV-System, waren die schwierigen Programmierungen und die komplizierte Koordination der Lieferung, leicht und schnell zu bewerkstelligen. Schon bald würden die Kälteschocker ihr Einsatzsatzziel erreicht haben, um ganz Deutschland unter einer dicken Eisschicht verschwinden zu lassen. Danach sollte der Rest der Welt dran sein. Als sie fertig waren, fuhren sie zu Albert, damit sie mit ihm gemeinsam nach Oslo zum Eurovision Song-Contest fliegen konnten. Auf dem Weg dort hin, sahen sie Petrus, Toni und Huck, die um einen Roller herum standen. Beim vorbeifahren der Limousine, zeigten Perus, Toni und Huck das Zehneurozeichen (Mittelfinger), um ihren Unmut Ausdruck zu verleiten.

Huck sagte: „Da fahren sie hin, die Verbrecher. Was die wohl schon wieder vorhaben?“

„Wenn ich meinen Roller schon frisiert hätte, könnte ich ihnen nachfahren und sie ausspionieren“, meinte Petrus.

Toni fragte: „Woher hast du eigentlich diesen Roller her?“

Petrus sagte: „Den habe ich gestern, bei Ebay für achtzig Euro ersteigert. Der arme Tropf von Verkäufer war den Tränen nah, da er vergessen hatte ein Mindestangebot anzugeben. Allein schon sein Nummernschild, hat ihn schon fünfzig Euro gekostet. Er wollte, dass ich mehr bezahle und als ich verneinte, hat er mich obszön Beleidigt.“

„Der hat dich bestimmt verflucht“, meinte Toni dazu.

„Pass auf, nachher passiert dir noch was, wenn du mit dem Roller fährst“, sagte Huck.

Petrus sprach: „Quatsch, der Pisser soll froh sein, dass ich ihm, eine so Lehrreiche Erfahrung, mit auf den steinigen Weg des Lebens gegeben habe.“

Huck fragte: „Soll ich dich nicht mit dem Auto mitnehmen? Es sieht so aus, als würde es bald kräftig regnen.“

„Nein, aber wir können ja ein kleines Rennen machen und der wo als erster beim Goldenen Hilbaer ankommt, bekommt vom Verlierer einen Rostbraten bezahlt“, schlug Petrus vor.

Toni stieg zu Huck ins Auto und rief: „Ich gebe das Startzeichen, bei Slä, geht die Post ab!“

Huck und Petrus machten sich bereit und warteten ungeduldig auf das Startsignal.

„Drei, zwei, eins, Slääää“, rief Toni und wäre dabei fast aus dem Fenster gefallen, als Huck mit seinem Auto anfuhr.

Bis zur Einfahrt nach Aldingen, war Petrus durch diverse Geheimwege vor Huck gekommen. Aber als er die Dorfgrenze von Aldingen passiert hatte, kam plötzlich ein monsunartiger Platschregen herunter und durchnässte Petrus in Sekunden. Huck kam durch den Regen auch in nicht weniger gefährliche Schwierigkeiten. Da Hucks Auto Allradantrieb hatte, konnte er zwar gut fahren, aber durch den Platschregen, konnte er leider nichts mehr sehen und musste daher anhalten. Dank seinem Übergewicht, fuhr Petrus mit seinem Roller wie auf Schienen durch die Straßen und kam schließlich als erster, aber auch völlig durchnässt wie ein nasser Waschlappen, bei den Toren vom Golden Hilbaer an.

Es regnete immer noch in strömen als Petrus vor dem Eingang des Goldenen Hilbaer stand. Doch was war das? Durch den pechschwarzen Himmel, begann ein Sonnenstrahl direkt auf einen Punkt zu scheinen. Der Sonnenstrahl sah so mystisch aus, als wäre es ein heiliger Schein, der direkt einen erleuchteten Menschen anstrahlte. Als Petrus näher heran fuhr, konnte er seinen Augen nicht trauen, es war sein alter Kumpel Jannes, der sich gemütlich an die Hauswand gelehnt hatte, um eine Zigarette zu rauchen. Triefend kam Petrus bei Jannes an, der Dank seinem Baumrindenanzug total trocken war.

Jannes sagte zu Petrus: „Du siehst aus, wie ein begossener Pudel, den man dringend in der Mikrowelle trocknen sollte.“

Petrus fragte: „Wieso bist du eigentlich gar nicht nass?“

„Bei einem IQ von 200, ist man gegen Regen und Sonne resistent“, antwortete Jannes.

Da kamen endlich auch Huck und Toni bei Goldenen Hilbaer an und es hörte allmählich auf zu regnen. Huck`s Auto war vollkommen mit Schlamm überzogen und hatte wenig von dem Glanz früherer Tage.

Toni sprang aus dem Fenster des Autos und rief: „Jo leck, unser Jannes ist wieder da. Jetzt bin ich überzeugt, dass alles wieder in Ordnung kommt.“

Huck schaute sein Auto und dann Petrus an.

Dann sagte er: „Petrus ich ziehe meinen Hut vor dir. Du bist ein wahrer Meister im Rennsport. Aber jetzt wo du so durchnässt bist, kommt mir ne spitzen Idee. Du könntest mir als menschlicher Schwamm, beim Autowaschen sehr behilflich sein.“

„Du hast wohl nen Knall“, antwortete Petrus, fahr doch in Richi`s Seerosenteich. Mit deinem Allradantrieb, müsste es ja kein Problem sein, dort wieder heraus zu kommen.“

Huck gefiel die Idee von Petrus und stieg in sein Auto, um in den Seerosenteich von Richi zu fahren. Mit quietschenden Reifen fuhr er durch den Seerosenteich und in wenigen Minuten erstrahlte sein Auto im neuen Glanz.

Toni rief: „Slää! Dieses bedeutende Wiedersehen, müssen wir mit etwas Alkohol feiern. Aber ich möchte euch schon im Voraus sagen, dass ich mich heute zurückhalten werde. Also schlage ich vor, dass wir uns in zwei Stunden wieder treffen.“

Jannes und Petrus wussten sofort, was diese Aussage bedeutete. Wenn Toni vom zurückhalten oder langsam tun sprach, nahm es immer ein bitter böses Ende, wo viele und vor allem er sich selbst dann ins Koma getrunken hatten. Von seinen Freunden, wurde Toni oft „der Richter“ genannt, weil er bis jetzt jeden Mensch, wenn der auch noch so trinkfest war, in den absoluten Rausch seines Lebens gebracht hatte. Wer mit Toni trinken möchte, muss sich damit abfinden, dass er am Ende des Abends zur Alkoholleiche gerichtet wurde. Trotzdem waren alle damit einverstanden, ein bisschen zu feiern. Sie gingen dann alle auf ihre Zimmer im Goldenen Hilbaer, um sich frisch zu machen. Nur Petrus musste sich, bevor er sich frisch machen konnte, erst einmal trocken legen lassen.


Kapitel 17


Währenddessen saß Eleken immer noch auf dem Baum und wartete darauf, bis sie endlich ihr Ei legen konnte. Ihr Bauch war schon richtig prall und ihr Körper hatte die Form eines Balles. Dann war es soweit, Eleken merkte, das sie jetzt das Ei herausdrücken konnte. Sie begann zu pressen und ihr Kopf färbte sich Blutrot. Nach ein paar Pressversuchen war das Ei draußen. Doch was war das? Eleken spürte, dass ihre Legezeit nicht vorbei war. Eleken überlegte kurz, dann war es ihr klar, heute war Sonntag und das bedeutete „und Sonntags auch mal zwei“. Mit einer kurzen Anstrengung, war auch das zweite Ei herausgepresst. Nun musste Eleken, nur noch die Eier ausbrühten, das etwa neun Monate dauern konnte.

Da kam Schnacks angeflogen und sagte: „Wau, was für zwei riesige Eier. Wenn ihr Menschen was macht, macht ihr keine halben Sachen. Respekt, Respekt.“

Eleken fragte: „Hast du vielleicht zwei Männer gesehen, die so aussahen, als würden sie ziellos umherirren?“

„Ja ich denke schon. Der Eine war klein und fasste sich immer an die Stirn und stöhnte vor sich hin. Dann behauptete er, dass er so nachdenken würde. Der Andere war groß und hatte den armen kleinen immer zusammengeschissen“, antwortete Schnacks.

„Das sind sie. Bitte bringe sie zu mir, damit sie mir helfen können, die Eier auszubrüten“, sagte Eleken.

Schnacks erhob sich in die Lüfte, um nach Kogain und Sirius zu suchen. Nach ungefähr einer Stunde kam Schnacks, mit den beiden wieder am Baum an. Als sie nach einer kleinen Kletterpartie oben ankamen, sah Eleken schon ziemlich genervt aus.

Sie nörgelte: „Es wird langsam Zeit, dass ihr kommt. Ihr werdet nun die Eier ausbrühten und ich gehe zurück zu unserer Basis.“

Sirius und Kogain erkannten Eleken gar nicht, da sie immer noch die Gestalt eines Schwanes hatte.

Sirius fragte: „Wer bist du eigentlich? Und warum sollen wir dir beim Eier ausbrüten helfen?“

„Ich bin es Eleken. Habt keine Angst, ich werde mich bald wieder in meine natürliche Gestalt zurückverwandelt haben“, sprach Eleken.

„Das hoffe ich“, sagte Kogain, „der Baum harzt hier nämlich wie die Sau.“

„Genau. Da man überall festklebt, ist es hier nicht gerade sehr gemütlich“, fügte Sirius hinzu.

Da breitete Eleken ihrer Flügel aus und begann mit ihnen auf und ab zu schlagen. Tausende von Federn flogen durch die Luft und auch unzählige Blätter vom Baum, wirbelten umher. Als Eleken aufhörte mit den Flügeln zu schlagen, hatte sie sich wieder in eine wunderschöne Frau zurückverwandelt. Aber auch Kogain und Sirius sahen etwas verändert aus, da sie mit Feder und Blättern überdeckt waren.

Eleken lachte und sprach: „Ihr hübschen seht jetzt aus, wie Sumpfhühner vom Planeten Murmel. Nun seid ihr perfekt gestylt für das Ausbrühten. Schnacks wird euch mit allem versorgen, was ihr zur Aufzucht meiner Kinder braucht. Noch einen Tipp zum Abschluss, Frösche und Schnecken haben die meisten Proteine, um die ganze Sache durchzustehen.“

Sirius schrie: „Wir sind doch keine feigen Franzaken! Wir werden hier nicht rum sitzen und warten. Kogain und ich sind nicht wegen dieser Eierkindgeschichte hier auf dem Planeten geblieben.“

„Doch das seid ihr. M, Jannes und ich, hatte eine Wette laufen, ob ihr blöd genug seit, die Eier auszubrüten. Also ich muss sagen, besser hätte es gar nicht laufen können. Lasst euere Flügel nicht hängen, wenn eure Freunde hier ankommen, werdet ihr abgelöst. Also bis dann, dann“, sagte Eleken und sprang mit einem Satz, den Baum hinunter.

Eleken fühlte sich wie neu geboren und hüpfte in den gelben Fluss, um zur Basis zurückzuschwimmen. Dort in der Basis angekommen, war Eleken sehr beeindruckt, was die beiden Einfallspinsel alles auf die Beine gestellt hatten. Eleken entschied sich als erstes, Kontakt mit M oder Jannes aufzunehmen, indem sie den Computer einschaltete und Skype aktivierte. Doch leider bekam sie weder zu Jannes noch zu M eine Verbindung. Unzufrieden setzte sie sich in einen Sessel und grübelte nach was sie jetzt machen sollte. Sollte sie etwa zu Kogain und Sirius zurückgehen, damit sie ihnen helfen konnte? Nein, im Leben nicht. Die beiden sollten diese Suppe, die sie sich selbst eingebrockt hatten, auch selbst auslöffeln. Auf einmal bekam Eleken einen Anruf über Skype. Sie öffnete das Videofenster und sah einen vertrauten Freund Namens Jack Murmer.

Eleken rief: „Na du kommst wie gerufen! Du kannst mir nämlich helfen, wieder zur Erde zurückzukehren.“

„Kein Problem, denn ich bin auch auf dem Weg dort hin, um mir und meiner Armee, etwas Bier und Rum dort zu besorgen. Schick mir deine Koordinaten zu, dann nehme ich dich mit. Ach ja, schau bitte das du was für uns zum Essen und vor allem was zum trinken hast“, sprach Jack und brach das Telefonat ab.

Nachdem Eleken Jack die Koordinaten vom Planeten gesendet hatte, durchsuchte sie die Kisten, nach alkoholischen Getränken. Leider konnte Eleken nichts zu ihrer Zufriedenheit finden und entschloss sich, etwas zu improvisieren. Zum Glück fand sie noch etwas Gammelfleisch, das sie mit viel Knoblauch, Zwiebel und anderen Gewürzen geschickt verzierte, sodass niemand das Madenzerfressene Fleisch ungenießbar finden konnte. Dann warf sie das gute Fleisch in den Backofen, der mit Kernenergie betrieben wurde.

„Eine Minute volle Leistung sollte genügen, um das Essen röstbraun zu braten“, sagte Eleken und drückte den Startknopf.

Ein greller Blitz strahlte aus dem Backofen und ein kleiner Atompils kam aus der Dunstabzugshaube heraus. Das Essen war fertig, doch zu diesem Gormeeschmaus brauchte man auf jeden Fall etwas hochprozentiges, damit man den Körper wieder desinfizieren konnte. Eleken durchsuchte abermals die Kisten und entdeckte auf einmal einen Karton.

Eleken öffnete den Karton und rief: „Jackpot!“, es waren sechs Flaschen Spiritus, die sie dann, in leere Rumflaschen umfüllte.

Kaum war sie mit ihren Vorbereitungen fertig, landete auch schon Jack mit seinem neuen Raumschiff, dass er Luzifer getauft hatte. Als die Tür aufging, kam Jack gefolgt von Hugo, Barbie, Sumpfgockel und Nebelritter heraus.

Eleken sagte: „Hallo, es freut mich, wieder einmal paar Humanoide Lebewesen zu sehen.“

Jack sagte: „Hi Eleken, wenn du möchtest, kannst du gerne mit uns zur Erde kommen. Es könnte nur sein, dass wir mit den Maniacs eine Auseinandersetzung haben werden, da sie auch auf dem Weg zur Erde sind.“

„Das macht mir nichts aus“, sagte Eleken, „denn seit dem ich ein paar Eier gelegt habe, bin ich ziemlich Streitlustig drauf. Aber jetzt isst und trinkt auf unser Wiedersehen, denn ich habe mir wirklich sehr viel mühe mit der Vorbereitung gegeben“, sprach Eleken.

Jack und seine Armee fielen über das Essen und Trinken her, wie Termiten über ein Stück Holz. In wenigen Minuten, hatten sie das gute Fleisch verdrückt und Eleken war heil froh, dass sie auch den ganzen Edelrum von ihr ausgetrunken hatten. Eleken war jetzt davon überzeugt, dass der Spiritus das Leben von Jack und seiner Armee retten würde und sie nur ein paar Tage mit Durchfall und Kotzerei zu kämpfen hätten. Alle außer Eleken, lagen im Alkoholkoma da, da sie ja in weißer Voraussicht nichts gegessen und getrunken hatte. Da sie auch sehr müde war, legte sie sich in ihrem Zimmer etwas hin, damit sie neue Kräfte sammeln konnte. Am nächsten Morgen, wurde sie von einem brennenden und stechenden Geruch geweckt, weil Jack wieder einmal seine eigene Malschskala gesprengt hatte. Blitzschnell zog Eleken einen Raumanzug an, damit sie keinen Lungenkollaps bekommen konnte. Dann entdeckte sie Sumpfgockel und Nebelritter, die gerade dabei waren, sich die Seele aus dem Leip zu kotzen. Sonst war von niemand etwas zu sehen und Eleken entschied sich, mit dem Raumschiff von Jack alleine zur Erde zu fliegen. Schnell rannte sie zum Raumschiff, schloss die Türe auf und aktivierte die Triebwerke. Mit lautem Getöse hob sie ab und machte sich auf den Weg zur Erde, um M zu suchen. Gerade als sie sich entspannt zurück lehnen wollte, kam Jack von seiner Toilette zurück und setzt sich neben ihr.

Er fragte: „Na, hast du uns etwa auf dem Planeten zurück lassen wollen?“

„Ja. Aber das war keine Absicht, sondern aus reiner Boshaftigkeit“, antwortet Eleken.

„Du bist echt Cool, oder besser gesagt auf dem besten Wege ein Maniac zu werden“, sagte Hugo, der gerade aus seiner Kabine kam.

„Es tut mir leid, aber ich kann im Moment nicht andres. Irgendetwas auf der Erde zieht mich magisch an“, sprach Eleken.

„Da bist du nicht allein“, sagte Barbie, der Tricky und Kiki zur Hauptbrücke brachte, „Ich hoffe es ist nicht Haui, wie bei den beiden.“

Eleken fragte: „Sind Gisela, Fifi und die sprechenden Affen auch hier?“

„Nein, wie wir in Erfahrung bringen konnten, kamen die Affen in einen Weltraumwanderzirkus und Gisela und Fifi sind mit den Maniacs auf dem Weg zur Erde. Aber jetzt sollten wir alles daran setzen, dass wir vor den Maniacs zur Erde kommen. Also alle anschnallen, denn jetzt wird es schmerzhaft“, sagte Jack.

Jack setzte sich auf seinen speziellen Sitz, der so aussah wie eine Kloschüssel. Er zog an der Spülkette und schon düsten sie mit hundertfacher Lichtgeschwindigkeit los, in Richtung Erde. Alle außer Jack flogen durch die Luft und schlugen mit ihren Köpfen an der Decke an. Jack dagegen wurde in seinen Kloschüsselsessel hineingepresst und war so jeder Zeit Herr der Lage, auch wenn er zwischendurch mal austreten musste. Auf einmal zog Jack abermals an der Spülkette und sogleich stoppte das Raumschiff, in der Nähe des Mondes, bei der Erde.

„Sollen wir gleich zur Erde fliegen?“ fragte Jack.

„Nein, wir fliegen zum Mond und aktivieren Eleken Ex Eco M.

Als sie auf dem Mond landeten, sahen sie, dass Elekens Kneipe schon aktiviert wurde und über tausend Menschen in der Kneipe waren. Eleken freute sich zwar über so viele Gäste, aber dass sie ihr ganzes Gepäck in der ganzen Einganghalle verteilt hatten, nervte sie schon ein wenig.

Da entdeckte sie Simone und fragte: „Hallo Simone, was ist denn hier los? Warum sind hier soviel Menschen?“

Simone antwortete: „Das sind die engsten Freunde und Verwandten von uns. Sie werden in den nächsten zehn Minuten in den Hilbaer Raumgleiter steigen und dann zu dem neuen Planeten fliegen.“

„Wo sind die anderen Vamps?“ fragte Eleken weiter.

„Sie sind beim Gasthaus zum Goldenen Hilbaer, wo sie ein Wiedersehensfest feiern wollten. Ich möchte mit meinen vierzig Kinder zum neuen Planeten voraus fliegen, um ein kleines Haus aufzubauen“, erklärte Simone.

Da sprach Eleken: „Simone, ich habe bald auch zwei Kinder, wenn du auf dem Planeten ankommst, löse bitte Sirius und Kogain beim brühten ab. Die Koordinaten, findest du in meinem Computer. Wenn meine Kinder Flügel bekommen haben, schicke sie nach Champ Elleyses, damit sie ihre Aufgabe erfüllen können.

„Welche Aufgabe denn?“ fragte Simone.

„Sie müssen Champ Elleyses wieder so herstellen, wie es vor der Abreise von Jannes Lipstick, M und mir war. Nur dann, wird auch die Erde eine neue Chance haben zu überleben. Aber bitte dränge meine Kinder nicht zu dieser Aufgabe, da sie sonst alles mit Absicht falsch machen“, sprach Eleken

„In Ordnung, ich werde alles so machen, wie du es möchtest“, sagte Simone und stellte sich in die Reihe, um in den Hilbaer Raumgleiter einzusteigen.

Eleken beobachtete die Menschen, die in den Raumgleiter von Hilbaer einstiegen und beauftragte Jack und seine Männer, die Wertsachen von ihnen einzusammeln, da sie auf dem neuen Planeten eh keinen Nutzen mehr für sie haben würden. Für Eleken waren die ganzen Wertsachen schon von großem Nutzen, da sie vorhatte die Sachen beim Pfandleiher zu verhökern, damit sie mal wieder richtig Schoppen gehen könnte. Plötzlich brach Simone kurz bevor sie in den Raumgleiter gehen konnte zusammen. Schnell rannte Eleken gefolgt von Jack zu ihr hin.

Simone schrie: „Ich habe tierische Schmerzen. Bitte helft mir, bevor ich platze.“

Eleken tastete den Bauch von Simone ab und sagte dann: „ Ich denke es ist soweit. Der Tiger will raus aus dem Dschungel und auf die Showbühne zu Siegfried und Roy.“

„Was bedeutet das?“ fragte Simone.

„Du musst sofort entbinden, sonst wirst du sterben“, antwortete Eleken.

„Meine anderen vierzig Kinder sind schon im Raumgleiter, wie sollen sie sich ohne mich auf dem Planeten zu Recht finden?“ schrie Simone hysterisch.

Jack sprach: „Mach dir keine Sorgen, meine Männer werden sich um deine Kinder kümmern und sie in allem ausbilden, was man zu überleben braucht. Nachdem sie die Ausbildung hinter sich haben, werden sie zu meiner Armee gehören und auf leben und tot für mich kämpfen.“

Mit diesen wohltuenden Worten, beruhigte sich Simone wieder und war einverstanden, dass Richi`s Leibtierarzt ihr bei der Entbindung beistehen sollte. Simone winkte ihren Kindern noch mal zu, bevor der Raumgleiter abhob und sich auf den Weg zum dem neuen Planeten machte. Dann stiegen auch Jack Eleken und Simone in das Raumschiff von Jack ein, um zu Richi`s Leibtierarzt zu fliegen.

Simone fragte: „Was wird jetzt aus deinen Kindern Eleken?“

„Mach dir keine Sorgen, sie werden die ersten Lebewesen, die sie sehen, als ihre Mutter ansehen und dann ihrem Instinkt folgen. Es wird alles so werden, wie es vorbestimmt ist“, erklärte Eleken.

Jack erklärte Hugo und Barbie die Lage und befahl ihnen dann, dass sie mit Tricky und Kiki auf dem Mond bleiben sollten. Die beiden Mädels sollten sie in den Keller sperren, um eine weiteres Chaos zu verhindern. Inzwischen schlief Simone ein und bekam gar nicht mit, wie Jack auf dem Grundstück von Richi landete und Simone mit Hilfe von Eleken zum Leibtierarzt von Richi brachte. Erst als Dr. Marques Cousteau sie mit einem Koifisch eine Ohrfeige verpasste, wachte sie auf.

Simone schrie: „Hast du nicht alle Tassen im Schrank? Pass bloß auf, sonst wird dich mein Mann in den Boden stampfen.

„Oh Chery verzeih mir, aber die schönen Zeiten sind vorbei, denn du wirst jetzt ein Tiger gebären“, sagte Dr. Marques Cousteau.

„Dann hol das Mistvieh endlich aus mir raus“, rief Simone.

„OK, aber ich brauche einen Assistenten und du jemand der dich moralisch unterstützt“, erklärte Dr. Marques Cousteau.

„Ich werde ihnen assistieren“, sagte Eleken.

„Und ich hole Thomas E“, meinte Jack, dem schon bei dem Gedanken an eine Geburt schlecht wurde.

Jack rannte schnell los zum Goldenen Hilbaer, da er Thomas E abholen wollte.

Dr. Marques Cousteau zog seinen Ostfriesennerz und einen Regenhut an und fragte dann: „Was soll es denn werden, ein Mädchen oder ein Junge?“

„Keine Ahnung, Hauptsache gesund“, antwortete Simone.

„Aber Madame, sie müssen mir schon sagen was sie gerne wollen“, sprach Dr. Marques Cousteau.

„Warum?“ fragte Simone.

„Ich muss wissen ob ich meine Gummistiefel richtig oder verkehrt herum anziehen muss. Bei einem Jungen muss ich sie richtig anziehen und bei einem Mädchen verkehrt herum“, erklärte Dr. Marques Cousteau.

Simone schrie: „Mach was du willst, aber hol es endlich raus. AAAAAAAAAAAAAHH!“

Dann platzte die Fruchtblase von Simone und Dr. Marques Cousteau musste sich schnell entscheiden. Doch vor Aufregung zog er einen Stiefel richtig herum und einen falsch herum an.

Dann sagte er zu Eleken: „Nimm den Käscher und fange das Baby ein, sobald es herausgeschossen kommt. Nun werde ich mich auf den Bauch von Simone stellen und einen Flamenco tanzen. Also aufgepasst, jetzt geht es los.“

Dr. Marques Cousteau begann zu tanzen und Eleken machte sich mit dem Käscher bereit.

Als Eleken erkannte das Dr. Marques Cousteau keine Ahnung vom Kinder kriegen hatte, rief sie: „Das hat doch keinen Sinn, komm herunter, nimm du den Käscher und lass mich tanzen.“

Aber auch Eleken konnte durch ihr tanzen das Kind nicht dazu bewegen herauszukommen. Genervt warf Simone Eleken von ihrem Bauch herunter, presste einmal kurz, dann schoss etwas wie aus der Pistole geschossen heraus. Zielsicher fing Dr. Marques Cousteau das Baby auf, um gleich mit der Vorsogentersuchung zu beginnen.

Simone fragte: „Was ist es denn? Und ist es auch gesund?“

Eleken und Dr. Marques Cousteau schauten sich an und sagten dann: „Also, es ist ein Tigermenschbaby, aber sonst können wir nichts dazu sagen.“

„Wie Tigermenschbaby? Ich dachte, ich bekomme ein einfaches Tigerbaby?“ fragte Simone und schaute Eleken und Dr. Marques Cousteau fragend an.

Dr. Marques Cousteau antwortete: „Entschuldigung, aber durch das versehentliche Stiefelanziehdurcheinander, ist wohl was schief gegangen und es kam es Wesen halb Tiger halb Mensch heraus.“

„Und was war das mit den Piranhas und dem Sonar gewesen?“ fragte Simone.

„Das waren keine Piranhas, sondern Koifische die ich für Halloween verkleidet hatte. Sah doch täuschend ähnlich aus, oder?“ sagte Dr. Marques Cousteau.

„Ich brauche nun ehelichen Beistand und ich hoffe, dass mein geliebter Mann bald hier auftaucht“, sagte Simone.


Kapitel 18


Doch Thomas E, war mit den Gedanken Simone beizustehen so weit entfernt wie Jannes von Champ Elleyses, denn Jack hatte diese wichtige Nachricht leider oder bewusst nicht weitergegeben. Auf dem Weg zum Goldenen Hilbaer fand Jack rein zufällig am Straßenrand ein fünf Literfass Bier, dass er sofort austrinken musste. Als er dann beim Goldenen Hilbaer ankam, hatte er nur noch einen Gedanken und der hieß Saufen, Saufen, Saufen und danach ein bisschen in die Sterne blicken. Doch leider wusste er gar nicht wie dies gehen sollte, da es ja auf Murmel ein ganz anderes Sternenbild gab als hier auf der Erde. Außerdem spürte er plötzlich, dass er sich nach weiblicher Zuneigung sehnte. Es blieb ihm nur eine Chance, sich so zu betrinken, bis er nicht mehr in der Lage wäre nachzudenken. Vielleicht würde dann ne notgeile Frau über ihn herfallen und ihn glücklich machen. Unbemerkt saß Jack Murmer vor seinem Maßkrug voll Bier und sabberte aus seinen Mundwinkeln, als plötzlich Toni vorbei kam und ihn erkannte.

Toni rief: „Slä. Jack was machst du denn hier? Komm doch zu uns, es sind alle da und ein paar Mädels sind auch noch dabei.“

„Ich weiß nicht, was ich hier machen soll. Sollte eigentlich nur was ausrichten. Aber was? Keine Ahnung“, lallte Jack.

„Egal, wird schon nicht so wichtig sein. Komm mit, Jannes versucht nach dem Gesang von Thomas E zu tanzen“, sprach Toni und zog Jack am Arm mit.

Jack torkelte Toni hinterher, der zu dem großen Stammtisch lief, wo Thomas E mit einer vollbusigen temperamentvollen Dame auf dem Tisch stand und sang. Sie spielte eine nicht allzu bekannte Melodie auf seiner Flöte. Jannes war auch mit von der Partie, indem er dazu einen traditionellen Volkstanz von Champ Elleyses aufführte, wo er nur den Daumen und den Zeigefinger bewegte, als Darstellung einer Maus beim Online-Poker spielen.

Toni rief: „Slä! Thomas, was machst du mit meiner zukünftigen Freundin? Was würde Simone dazu sagen, wenn sie es wüsste?“

„Nix, weil sie ja fort ist“, antwortete Thomas E.

„Äh falsch. Sie ist hier und bekommt gleich ein Kind und ich sollte es dir glaube ich mitteilen“, lallte Jack.

Thomas E war sichtlich besorgt, steckte er seine Flöte wieder in die Tasche ein und sprang vom Tisch.

Er rief: „Tut mir Leid meine lieben Freunde, aber Mr Exzellent muss mich jetzt um meine Frau kümmern.“

Thomas E wollte gerade aus der Tür laufen, als Toni ihm zu rief: „Slä. Jo leck. Willst du mich etwa jetzt verlassen? Bist du nicht mehr mein Freund, wenn du jetzt gehst? Das was du jetzt vorhast ist eine Beleidigung für alle Vamps. Hast du keine Respekt, oder wie?“

„Doch, wieso?“ fragte Thomas E

„Wenn du mein Freund bist, dann saufst du gefälligst mit mir. Lass deine Alte alleine das Kind kriegen. Wenn sie jemand braucht, soll sie ihren Vater anrufen“, lallte Toni.

Gugele rief: „Lasst Thomas E zu seiner Frau gehen, eine Geburt ist ein besonderes Ereignis im Leben.“

Petrus kletterte auf den Stammtisch und sprach: „Erst wenn der letzte Tropfen Alkohol ausgetrunken und das letzte Stückle Fleisch gefressen ist, werden wir alle miteinander zu Simone gehen, um sie zu unterstützen.“

„Wir gehen erst zu Simone, wenn unser Ranza so spannt wie bei Simone und mir so gekotzt haben, wie sie in den ersten paar Tagen“, sprach Huck.

„Das die Minderbemittelten auch immer soviel Kinder machen müssen, kotz mich an wie die Sau. Ich denke, ich werde mal einen Gesetzesvorschlag machen, dass nur noch reiche Kinder kriegen dürfen“, meckerte Richi herum.

„Ewentevel kommen wir alle ex eco raus“, meinte Jannes, „mein Gott, wie gerne würde ich jetzt ne vierfache Pokermatrix spielen.“

„Ich auch, dann könnte ich dich mal so richtig wieder abzocken. Das monatliche Geld was ich an dir gewonnen habe, habe ich nämlich in meine Hausfinanzierung mit eingerechnet. Seit dem du nicht mehr regelmäßig gegen mich verlierst, komme ich bei der Bank in große Schwierigkeiten“, beklagte Petrus sich.

„Hat sonst noch jemand eine Meinung dazu?“ fragte Richi.

„Ja ich, mir werden erst die Feier zu ende bringen und dann uns auf eine andere Aufgabe besinnen“, sprach Huck.

„Oh Mann, du bringst alles genau auf den Punkt. Wie machst du das nur Huck?“ fragte Jannes beeindruckt.

„Des kosch net lerna. Des muss dir geba sei“, erwiderte Huck.

„Dann ist ja alles klar. Saufen bis zum Abwinken“, rief Toni, der gerade noch ein fünfhundert Literfass Bier bestellt hatte.

„Wo hast du denn dass fünfhundert Literfass Bier bestellt?“ fragte Richi.

„Na bei der Brauerei Zappenduster, da gab es das Fass zum halben Preis“, antwortete Toni.

„Weißt du eigentlich wem diese Brauerei gehört?“ fragte Richi.

„Nö, aber das ist mir auch egal“, sagte Toni.

„Die Brauerei gehört unserem texanischen Widersacher Haui. Wenn du mal genau den Kopf des Mönchs anschaust, wirst du feststellen, dass er die gleichen Gesichtszüge und auch denselben Hut wie Haui hat. Haui hat hier zwar einen originalen Cowboyhut von seinem Opa auf, trotzdem sind seine Urwurzeln hier in Deutschland. Seine Vorfahren waren nämlich alle Mönche und Nonnen, die durch den übermäßigen Bierkonsum, heimlich im Klosterkeller wilde Orgien gefeiert hatten“, erzählte Richi.

„Darum wurden sie bestimmt auch von dem Kloster verstoßen und mussten nach Amerika auswandern“, fügte Thomas E hinzu.

„Mein Gott, wenn ich das früher gewusst hätte, dann hätte ich mein Leben nicht mit einer anstrengenden Soldatenausbildung belastet, sondern wäre gleich in ein Kloster gegangen, um umsonst zu fressen und zu saufen“, sagte Petrus.

„Was machen wir eigentlich, wenn Haui und seine Jungs hier her kommen?“ fragte M.

„Haui ist auf dem Weg nach Oslo, um eine Rede bei den Eurovision Song-Contest zu halten“, beruhigte Huck M.

„Nun hört auf zu reden und tut das, wofür wir hier sind“, sprach Toni, der jedem ein Weizenglas Rum vor die Nase gestellt hatte.

Jack rief: „Auf Ex“ und alle tranken brav ihr Glas aus.

Plötzlich fingen alle zu schwanken an und torkelten durch den Speisesaal. Damit niemand umfallen konnte, lehnten sie sich gegenseitig mit ihrer Stirn an. Nun standen sie alle im Kreis Stirn an Stirn und schliefen miteinander ein. Als Eleken kam um Thomas E abzuholen, musste sie sich erstmal die Nase zuhalten, damit sie nicht in Ohnmacht fallen konnte, als sie den Alkoholgestank roch. Rasch öffnete sie alle Fenster und Türen. Mit dem Sauerstoff, kam auch langsam das Bewusstsein der Alkoholleichen zurück. M war als erstes wach und ging auf Eleken zu, um sie zu begrüßen. Doch als er den Kreis der Gemeinschaft verließ, flogen alle anderen wie Dominosteine nacheinander um.

„Wo ist Thomas und warum seid ihr wie bei einer Mondbeschwörung zusammengestanden? Ich hoffe nicht, dass ihr den Mond von der Erde, aus seiner Umlaufbahn werfen wolltet“, rief Eleken wütend.

„Nein, natürlich nicht“, antwortete Jannes, „aber kann man auch aus der Bahn geratene Monde, wieder zurück in ihre normal Umlaufbahn bringen?“

„Ja das geht, aber es müssen dabei zwölf Menschen mitmachen, die jeweils ein Stück von ihrem Körper hergeben“, antwortete Eleken.

„Lol, dann weiß ich, wie wir Champ Elleyses retten können“, rief Jannes.

„Moment, da kommt gerade das Endergebnis vom Eurovision Song-Kontest im Fernsehen“, sagte Gugele.

„Jawohl, wir haben es endlich wieder geschafft“, rief Thomas E.

„Ich fand die Tusi von Armenien ganz geil und darum ist sie für mich, die Gewinnerin der schönsten Melonen des Eurovision Song-Kontest 2010“, sagte Toni.

„Seid mal ruhig, da kommt Haui ans Mikrofon“, rief Richi.

Huck sagte: „Im Fernsehen sieht er ja noch kleiner und noch um vieles dicker aus als in echt. Zum Glück hat er den Cowboyhut auf, dass man überhaupt was von ihm sieht. Schaut euch das an, er hat sich die Wangen rotbraun gefärbt und trägt Lippengloss.“

„Ruhe jetzt“, rief Gugele, der die Rede von Haui unbedingt anhören wollte.

Haui nahm das Mikrofon und sprach: „Guten Abend liebe Erdlinge, heute freue ich mich besonders, da hier nur Gewinner am Start waren und es eigentlich alle verdient hätten zu gewinnen. Zum Glück hat aber Deutschland gewonnen, da Deutschland eine besondere Sängerin gefunden hat. Aber jetzt zu was anderem und wirklich wichtigem. Hört mir genau zu, die Menschheit muss so schnell wie möglich, die Erde verlassen und einen neuen Planeten suchen. Die Maniacs beanspruchen die Erde für sich selbst und können die Menschen an ihrer Seite nicht brauchen. Darum haben sie der Menschheit ein Ultimatum gestellt, das besagt, dass ihr in einem Monat, die Erde verlassen müsst. Wer sich nach einem Monat sich noch auf der Erde befindet, wird eliminiert. Ich selbst werde nun zurück in mein neues 104 Millionen teueres Casino gehen, um abzuwarten, bis ihr euch verpisst habt. Wenn ich in einer Woche keinen Forschritt in Richtung Evakuierung sehe, werde ich euch zeigen, was ich für eine Macht habe und Deutschland vernichten. Wenn dies immer noch zu wenig ist, mache ich mit Europa und Australien weiter. Ich wünsche euch viel Glück bei euerer Suche. Bis dann.“

Die Zuschauer und alle Menschen vor den Fernsehern waren wie geschockt und wussten gar nicht was sie tun sollten. Sie wussten nicht, dass alle Sportstadien und Sporthallen getarnte Raumschiffe von den VV (Vereinten Verzweifelten) waren. Viele Menschen brachen in Panik aus und verwüsteten sämtliche Städte in Minuten. In Deutschland brach das totale Chaos aus und viele Deutsche waren sogar bereit, nach Österreich zu gehen und dort die Nationalität anzunehmen. Nur im Goldenen Hilbaer, nahm man die Nachricht gelassen auf, da ja die Verwandten und Bekannten schon längst auf dem Weg zu einem neuen Planeten waren.

Richi sagte: „Ihr habt es gehört, wir haben noch vier Wochen Zeit, um Haui und die Maniacs aufzuhalten. Ich denke die größte Gefahr geht von den Maniacs aus, die wir unbedingt aufhalten müssen.“

Petrus rief: „Habt ihr genau auf Haui`s Worte gehört? Der Sack hat meine 104 Millionen, die ich ihm abgeluchst habe dazu verwendet ein Casino zu bauen. Nun hat er das größte und höchste Casino der Erde gebaut und haust wie ein Kaiser darin. So was schreit nach Rache! Ich werde nicht eher ruhen, bis ich mein Geld wieder habe und Haui als Bettler auf der Königstraße sitzt. Wenn ich es nicht schaffe, werde ich nie mehr einen Rostbraten essen. Das schwöre ich, so war mir mein Ranza trotzdem spannt.“

„Ich denke nicht, dass 104 Millionen Dollar für das größte und höchste Casino ausreichen würden. Mein Gefühl sagt mir, dass da irgendwas faul daran ist“, meinte Huck

„Moment mal, lasst mich kurz die Situation mit der Weltformel berechnen, damit wir keine Fehler machen. Ihr wisst ja, dass wir immer noch zwei Probleme haben. Das eine ist der Vulkan auf Island und das weit aus größere Problem ist die gesunkene Ölplattform, wo immer noch Öl ausläuft. Aber keine Panik, der Mann mit dem messerscharfen Verstand ist voll einsatzbereit“, sprach Jannes.

Toni rief: „Warum sollen eigentlich wir diese Probleme lösen, wenn wir sowieso die Erde verlassen müssen. Am besten wäre es, wenn noch mehr Katastrophen passieren würden.“

„Halt bloß die Klappe“, schrie Gugele, „ich habe nicht vor, zu einem entfernten Planeten zu fliegen, wenn es mir auf der Erde so gut gefällt. Außerdem weiß ich nicht, ob meine Stromlinienförmige Figur auf einem neuen Planeten gut für mich ist. Vielleicht muss ich ja dann ne Diät machen. Oh Gott, dass wäre ja was, wenn ich alles umsonst in mich hinein gestopft hätte. “

Da meldete sich Richi zu Wort: „Wir werden uns nicht von der Erde vertreiben lassen! Kampf, heißt die Devise!“

„Mensch, ich krieg schon wieder Hunger“ rief Huck, „denn ohne Mampf keinen Kampf.“

Jannes sagte: „Hört mir zu, wir müssen uns in zwei Gruppen aufteilen. Eleken, Simone, Thomas E, Petrus und ich werden mal das neue Casino von Haui anschauen. Wir sind dann auch näher an der Ölkatastrophe dran, um zu helfen, wenn uns was einfällt. Die anderen haben die Aufgabe, die Waffe zu suchen, die Deutschland vernichten soll.“

„In Ordnung“, sagte Richi, „am besten fährt ihr wieder mit meinem U-Boot.“

Dann folgten Eleken, Simone, Thomas E und Petrus Jannes zum U-Boot. Die anderen standen noch etwas orientierungslos da und wussten nicht was sie tun sollten, als das U-Boot im Unterwasserkanal der durch die Alpen führte verschwand.

Huck, Richi, Toni, Gugele und M dachten angestrengt nach, wo die Waffen sein könnten, die ganz Deutschland mit einem Schlag vernichten könnte.

Richi hatte als erstes einen Vorschlag und sagte: „Jungs, ich denke das wir bestimmt beim MACV irgend welche Hinweise finden werden, wie, wo und wann genau Deutschland vernichtet werden soll.“

Huck sagte: „In Ordnung, wir werden jetzt alle zu MACV gehen und jeden Stein umdrehen, bis wir was finden.“

„Slä, wir müssen aber auch was zum Trinken mitnehmen, da ja dort meistens die Getränkeautomaten leer sind oder nur abgezähltes Geld annehmen. Aber am schlimmsten ist die Offiziersbar, da dort immer der Schütze Arsch in die Getränke spuckt“, rief Toni.

„Ich würde vorschlagen, dass wir für jeden ein Kasten Bier mitnehmen“, schlug Jack vor.

„Bei dieser Witterung wäre es besser, wenn wir Weisweinschorle mitnehmen, da es bei der Hitze erfrischender ist“, erwiderte Richi.

Gugele und Toni liefen in den Keller, um ein paar Flaschen Weiswein zu holen. Sie fanden auch schnell den Weissweinkeller, der eine spezielle Kühlung bedurfte. Gugele kannte sich einwenig bei den Weinen aus und suchte nach besonders teuren Weinen, um Richi ein wenig zu schädigen. Da fand Toni eine Kiste die dreimal versiegelt war. Darauf stand „Vorsicht Gefahr“. Toni machte die Kiste auf und zog ne Flasche heraus.

Dann rief er: „Schau mal Gugele die Flasche kommt aus Österreich. Bestimmt ist sie sehr teuer und Richi möchte nicht, dass sie ihm jemand wegtrinkt.“

„Bei Weinen aus Österreich, denke ich immer an Frostschutzmittel, da die Öschis ja ihre Weine vor ein paar Jahren gepanscht hatten“, meinte Gugele.

„Das war doch nur eine Werbekampagne, damit sie mehr verkaufen können“, erklärte Toni.

„Ach was soll`s, komm wir reißen die Etiketten ab und nehmen die ganze Kiste mit“, sprach Gugele und begann die Etiketten auszutauschen.

Als sie mit der Kiste oben waren, standen auch Dark Women und Nana bei den anderen.

Dark Women sagte: „Wir wollen bei euch auch mitmachen.“

Huck sprach: „OK, aber ihr müsst das machen, was wir sagen. Als erstes sollte jeder von euch einen Kuchen backen.

„Am besten macht ihr einen leckeren Käsekuchen und ne Schwarzwälder Kirschtorte“, fügte M hinzu.

„Ihr könnt meine Küche benutzen und euch melden wenn ihr fertig seid. Dann holen wir euch ab, damit wir gemeinsam ein kleines Picknick machen können“, sagte Richi.

„Weil wir euch nicht stören möchten, fahren jetzt zu MACV, um mit der Suche zu beginnen“, sagte Huck.

„Nein, dass machen wir nicht mit! Wir werden mit dem Flugzeug nach New York fliegen und dort eine Demo veranstalten! Denn wir, die Bewohner der Erde, haben ein Recht darauf, dass wir hier auf unserem Planeten leben dürfen! Die Parole heißt Wir bleiben hier“, sprach Dark Women, mit eiserner Faust.

Nana war total aus dem Häuschen und schickte an alle Rekruten von MACV eine E-Mail mit ihrem neuen Handy. Richi, Toni, Gugele, Huck und M dagegen machten sich auf den Weg zu Richi`s neustem Auto.

„Es gibt heute eine Primäre, denn ich werde zum ersten mal selber mit meinem nagelneuen Auto fahren“, erklärte Richi.

Alle stiegen zu Richi ins Auto ein und wahren Zeuge des ausgelassenen Wahnsinns, indem Richi entweder Vollgas fuhr oder eine riskante Vollbremsung durchführte. Dark Women dagegen witterte Morgenluft und befahl Nana die übrigen Mitglieder des MACV zu mobilisieren. Alle sollten sich am Flughafen von Stuttgart einfinden, damit sie geschlossen mit mehreren Flugzeugen nach New York fliegen konnten. Nana organisierte auf dem Weg zum Flughafen noch ungefähr 100 Sonderflüge, als sie hörte, dass sich spontan noch etliche Demonstranten von Stuttgart 22-1 der „Wir bleiben hier Bewegung“ angeschlossen hatten. Sobald Dark Women und Nana am Flughafen ankamen, bestiegen sie die Flugzeuge und flogen in der speziellen „Wir bleiben hier Formation“ nach New York. Es waren auf einmal so viele Flugzeuge in der Luft, das man auf dem Radar nur noch eine schwarze Wolke sah, die sich nach Westen bewegte. Diese dunkle Wolke würde in ungefähr 6 Stunden das Festland der USA erreichen und dort so wütend wüten, wie es kein Wirbelsturm je konnte und auch nie mehr können wird.


Kapitel 19


In einem anderen Teil von Deutschland ging es auch hoch her. Denn es war die Zeit gekommen, die lohnende Ernte einzufahren. Moggele und Zappelflip standen großkotzig in einem der unzähligen Spreewaldbananenfeldern und begutachteten die Früchte.

Moggele sprach: „Ik glob, dat wird ne jute Ernte. Wir müssen nur kiken, dat die Vögel nicht all zu viel wegfressen.“

„Ua, Ua, Hija Uh, Uh“ kreischte Zappelflip und rannte durchs Bananenfeld, in der Hoffnung die Vögel zu verscheuchen.

Da entdeckte er plötzlich eine 5 Meter hohe Kiste, die mitten im Bananenfeld stand. Moggele kam dazu, um nachzuschauen, wer und vor allem was sich in der Kiste befand. Zu zweit öffneten sie die schwere Kiste und sahen eine große Maschine, wo eine Betriebsanleitung aufgeklebt war.

Darauf stand: „Die Eismaschine, mit der es konzequensa geit. Drück den Startknopf ond älles wird sofort erledigt.“

„Ik glob, dat is ne Eismaschine von unserem Freund Haui“, sagte Moggele.

„Bestimmt kann man da die Spreewaldbananen besser und schneller konservieren“, meinte Zappelflip.

Moggele sprach: „Dat is ma nen feiner Zug von Haui, der sich sonst alles rabscht was er ankickt. Komm, wir stellen sie gleich auf, damit wir sie morgenfrüh gleich benützen können.“

Zappelflip und Moggele wuchteten die schwere Eismaschine aus der Kiste und stellten sie am Rande des Bananenfeldes auf. Als sie fertig waren, gingen die beiden als Bademeister ins Spreewalder Freibad. Da sie im Moment noch von der Bananenernte leider nicht leben konnten, hatte sie einen Nebenjob als Rettungsschwimmer angenommen.

Aber auch beim MACV war man mit der Suche nach der Zerstörungsmaschine fertig. Doch zum Bedauern von allen, hatten sie nichts gefunden. Erschöpft ließen sie sich in die Stühle fallen und hechelten nach etwas flüssigem, da es an diesem Tag über 40 Grad beim MACV hatte. Huck machte ne Flasche Weiswein auf, nahm einen Schluck und spuckte ihn zu Überraschung aller, sofort wieder aus.

Dann schrie er: „Das schmeckt ja wie Frostschutzmittel!“

„Das kommt davon weil es heute so warm ist“, meinte Gugele.

„Warte, im Keller habe ich ne neue Kältemaschine entdeckt, damit haben wir im nu den Wein gekühlt“ fügte Toni hinzu.

M sagte: „Worauf wartest du noch Toni, geh in den Keller und Kühl den Wein.“

Toni machte sich mit Richi auf den Weg in den Keller, um den Wein auf die richtige Temperatur zu bringen.

Richi sagte: „Ich fürchte, ich muss mir bald wieder ein neues Auto kaufen.“

„Warum?“ fragte Toni.

„Als wir ausgestiegen sind, hatte die Benzinanzeige aufgeleuchtet“, erzählte Richi.

„Da musst du doch nur tanken und dann kannst du weiter fahren“, erklärte Toni.

„Bist du sicher, denn ich habe mir bis jetzt immer ein neues Auto gekauft, sobald der Tank leer war. Ich habe mich auch schon gewundert, wie die Armen Schweine so viele Autos kaufen können. Aber jetzt wo ich weiß, dass man Autos auch tanken kann, wird mir einiges klar. Woher weißt du, dass man Autos nachtanken kann?“, sprach Richi.

„Ich habe KFZ-Mechaniker gelernt, da erfährt man so einiges bei der Ausbildung. Aber am besten ist es, wenn man nach dem Ausgehen mit dem Zug nach Hause fährt. Man sollte nur dann darauf achten, dass man genug Kleingeld dabei hat, damit alles auch reibungslos funktioniert“, erklärte Toni.

„Was meinst du damit?“ fragte Richi.

Toni sprach: „Vor einigen Monaten war ich auf dem Wasen in Stuttgart und habe mit meinen Freunden ein wenig gefeiert.“

„Das ist doch nichts besonderes, das machen tausend andere Menschen auch“, warf Richi ein.

„Bitte unterbrich mich nicht, du lernst jetzt was fürs Leben“, sagte Toni, „also irgendwann machte ich mich auf den langen Heimweg nach Grünbühl. Ich stieg in den Regionalzug ein, um zum Hauptbahnhof von Stuttgart zu fahren. Leider fiel ich ins Land der Träume und wachte erst in Ulm wieder auf. Weil ich über eine Stunde auf den nächsten Zug warten musste und noch genau 20 Euro dabei hatte, entschied ich mich gemütlich ein Pils für 3 Euro zu trinken. Als ich dann am Ticketschalter meine Fahrkarte kaufen wollte, sagte der Beamte, dass das Ticket 17,10 Euro kostet.“

„Hat er dir dann für 17 Euro das Ticket verkauft?“ fragte Richi.

„Ne, er sagte, er dät die Summe gära genau hau“, antwortete Toni.

„Und dann?“ fragte Richi.

„Zum Glück habe ich den seltsamen Älpler Dialekt von unserem Spieß Wunderstein gelernt und ich habe zu dem Beamten gesagt: wenn i schwarz fahr, wird des dann konzequensa hau? Da sagte der Beamte mit ernster Stimme: Des dät i bleiba lau. Ich entschied mich dann, auf die mühselige Suche nach 10 Cent zu machen.

Richi fragte: „Hast du die restlichen 10 Cent gefunden? Bestimmt hat dir ein netter Mensch, 10 Cent geschenkt, oder?“

„Nein, ich fragte viele Leute im Bahnhof, doch die Ulmer sind sehr geizig und haben kein Verständnis, wenn andere in einer Notlage sind. Ich suchte überall, doch ich fand leider nichts. Dann entdeckte ich einen Penner der um etwas Geld bettelte. Ich ging zu ihm hin und sah eine goldene Münze in seinem Pappbecher. Da klopfte ich ihm auf die Schulter und sagte: Slä mein alter und nahm eine 20 Cent Münze aus seinem Becher heraus. Somit konnte ich mein Ticket kaufen und endlich nach Hause fahren“, erzählte Toni.

Richi war sichtlich beeindruckt, dass Toni den Mut hatte, einen armen Penner um sein Geld zu bringen, das dem Schlucker ein Essen eingebracht hätte. Außerdem gefiel es ihm, dass Toni soviel über Autos wusste. Als sie bei der Kältemaschine ankamen las Richi die Gebrauchsanweisung durch.

Er sagte: „Wir müssen nur den Knopf drücken und schon geht’s los.“

Toni drückte nur einen Augenblick den Knopf und schon war der ganze Kellerboden vereist.

Toni rief: „Slä. Jo leck. Was ist denn des für ne Maschine?“

Richi ging in das Betriebssystem von der Kältemaschine rein und versuchte einige Parameter zu verändern.

Richi sagte: „Man kann eigentlich nicht viel verändern, es wird nur ne Option, eine Kältemaschine oder alle Kältemaschinen einschalten freigegeben. Die anderen Auswahlmenüs sind gesperrt.“

„Wenn schon Kälte, dann alle Kältemaschinen“, meinte Toni.

„Bist du sicher?“ fragte Richi als er alle Kältemaschinen aktivierte.

„Normal. Wenn es schnell gehen soll, dann brauchen wir maximale Power“, rief Toni.

Richi drückte den Startknopf, doch es passierte nichts. Plötzlich tauchte ein Countdown auf dem Monitor auf, der von einer Stunde an rückwärts zählte.

Toni trat gegen die Kältemaschine und meinte dann: „Komm wir gehen zu den anderen. Bis die blöde Maschine mit ihrem Countdown fertig ist, haben wir wahrscheinlich schon längst unsere Weinflaschen ausgetrunken.“

Toni und Richi machten sich auf den Weg zu den anderen, um mit ihnen ihren Durst zu löschen. Als sie wieder bei ihnen waren, hatten Huck, M und Gugele schon die halbe Kiste Wein in ihre Hälse geleert. Da Toni Angst hatte, dass er nicht genug abbekommen könnte, trank er gleich zwei Flaschen auf Ex aus. Richi dagegen schenkte sich sein Weinglas ein und versuchte die brühwarme Weinpisse zu genießen. Als er merkte, dass es ziemlich übel schmeckte, begann er auch aus der Flasche zu trinken und hatte schon bald auch eine ganze Flasche intus.

Toni schaute auf die Uhr und rief: „Ha, wie ich gesagt habe, wir sind schneller als der Countdown von der blöden Kältemaschine.

„Was für nen Countdown?“ fragte Huck Toni.

„Richi wollte die Parameter von der Kältemaschine ändern und hat dabei irgendwie einen Countdown aktiviert“, erklärte Toni.

M schrie: „Richi du Horst! Ist dir bewusst, das du ewentevel einen Kälteschocker aktiviert hast?“

„Das stimmt nicht ganz, denn wir haben alle Kältemaschinen aktiviert“, sagte Richi.

Gugele rief: „Wir müssen sofort den Countdown deaktivieren!“

Toni schaute auf die Uhr, schüttelte den Kopf und nahm noch einen kräftigen Schluck aus seiner Weinflasche. Dann hörte man ein lautes brummen, wobei sich der Kälteschocker auflud. Mit einem schrillen Rauschen nahmen alle Kälteschocker gleichzeitig ihre Arbeit auf und schon bald war ganz Deutschland unter einer Dreimeterdicken Eisschicht begraben. Nun war es totenstill in Deutschland, denn jedes Leben wurde durch den Kälteschock ausgehaucht.

Jedes Leben? Nein irgendetwas bewegte sich unter der Eisdecke. Es waren Richi, M, Gugele, Toni und Huck, die dem Österreichischem Panschwein sei dank überlebt hatten. Mühsam gruben sie sich mit Teelöffeln frei und betrachteten dann das Ausmaß der Katastrophe. Ob sie wohl die einzigen überlebenden der Katastrophe waren? Man musste davon ausgehen, da keine Menschenseele zu sehen war.

Toni rief: „Jo leck. Des gibt’s net! Jetzt gibt’s nie mehr heiße Melonen in Deutschland.“

„Dafür stehen die Nippel umso besser“, versuchte Huck, Toni zu beruhigen.

„Wir müssen uns zu meinem Grundstück durchschlagen, denn da haben wir noch die besten Überlebenschancen, da mein ganzes Grundstück mit Fußbodenheizungen ausgestattet ist“, sprach Richi.

„Ich versteh gar nicht, warum wir nicht frieren“, sagte Gugele.

„Das kommt von dem Frostschutzmittel im Wein“, erklärte Huck.

Dann machten sie sich auf den Weg zu Richis Grundstück, dass schon aus der Ferne wie eine Oase in der Eiswüste aussah. Durch das rutschige Eis kamen sie dennoch nur sehr schwer voran, obwohl es nur zehn lächerliche Kilometer zu gehen waren.

Doch sie waren nicht die einzigen Überlebenden von Deutschland, denn auch Moggele hatte sich durch seinen Tauchgang in der Kanalisation des Spreewalder Freibads, sich vor der eisigen Kälte schützen können. Als er aus der Kanalisation stieg, fühlte er sich wie neu geboren und spürte die Kälte kaum, da er sich zuvor komplett mit einem Bananengel eingecremt hatte.
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Moggele sagte: „Ik glob, ik sollte mal nach unseren Spreewaldbananen kieken.“

Auf dem Weg zur Plantage entdeckte er Zappelflip, der vermutlich beim verscheuchen der Vögel schock gefroren wurde. Als Moggele auf seinem Bananenfeld ankam und erkannte, dass Haui`s Kältemaschine Schuld war, dass die ganze Ernte zerstört wurde, überkam ihn die Wut und er schwor sich nicht eher zu ruhen, bis Haui seine ganze Ernte ihm entschädigen würde. Moggele ging eilig zu seiner Behausung zurück, um ein paar Sachen für die Reise nach Las Vegas einzupacken. Kurze Zeit später stand er vor seinem Schrank und packte ein paar Hemden in seinen Hartschalenkoffer, den er mit einem Knopfdruck auch als Rettungsboot benutzen konnte, falls irgendetwas schief gehen würde. Danach ging er ins Bad, um zu schauen, was er dort benötigte.

„Duschmittel Shampoo und Spülung muss auf jeden fall mit, da man ja nie weiß, wo man hin kommt. Nasenhaarentferner und Lockenwickler ? So ein Quatsch, das kann man überall kaufen!“ dachte er, „da nehm ik lieber noch ne Stange Kippen und ne Flasche Korn mit, da dass ja ab jetzt Grundnahrungsmittel in der Eiszone sind. Für Haui nehm ik noch ein Dildonunckaku und ein Päckchen C4 mit, damit mir die schlagkräftigen Argumente nicht ausgehen.“

Als er fertig war, machte er sich auf den Weg zum Hafen, um auf einem Fischkutter anzuheuern.


Kapitel 20


In der Zwischenzeit fuhren Jannes und sein Team mit dem U-Boot ins offene Meer hinaus und Petrus hatte die Koordinaten von dem verlorenen Goldmantel des U-Boots in die Navigationskonsole einprogrammiert. Da die Koordinaten von Petrus sehr präzise waren, war es eine Leichtigkeit, mit dem Kran die Goldummantelung in den Stauraum des U-Boots zu verfrachten.

Als sie damit fertig waren sagte Eleken: „Nun sind wir nur noch vier Stunden von New York entfernt. Dort angekommen, werden wir am besten mit dem Bus nach Las Vegas fahren.“

„Mit dem Bus? Du hast wohl nen Knall! Wir werden natürlich Hilbaerklasse fliegen“, rief Thomas E.

„Wir werden mit dem U-Boot direkt nach Las Vegas fahren und zwar bohren wir einen neuen Kanal, direkt durch die Wüste bis nach Las Vegas“, erklärte Jannes.

„Und wie soll das gehen?“ fragte Petrus.

„Na mit dem Titanbohrer den Richi vor paar Monaten installiert hat“, antwortete Jannes.

„Kannst du den Bohrer überhaupt bedienen?“ fragte Simone.

„Mit einem IQ von 249 kann ich den Bohrer innerhalb von zwei Minuten bedienen“, prahlte Jannes.

„Hat schon jemand ne Idee wie man das Ölleck im Golf von Mexico stopfen kann?“ fragte Eleken.

Alle schüttelten den Kopf und waren etwas betrübt, da sie die ganze Zeit keinen einzigen Gedanken daran verschwendet hatten.

Jannes sprach: „Am besten wäre es, wenn man das Loch mit einem riesigen Korken verstopfen könnte. Man müsste den Korken aus einer sehr hohen Entfernung, am besten aus dem Weltraum vom Himmel fallen lassen, sodass er wie ein Meteorit in das Ölleck einschlägt.“

„Eleken sagte: „Mir wäre es am liebsten, wenn wir mit den Maniacs das Ölleck verstopfen könnten.“

„Das ist es“, rief Jannes erfreut, „Wenn die Maniacs in der Umlaufbahn der Erde angekommen sind, schießen wir sie einfach ab. Sobald sie mit ihrem Raumschiff am von mir berechneten Abschusspunkt vorbei fliegen, zerschießen wir ihr ihren Antrieb, sodass sie in den Golf von Mexico stürzen und somit das Ölleck verschließen.

„Gute Idee, aber sehr schwer zu berechnen“, sagte Eleken.

„Keine Angst, ich habe meine Weltformel weiterentwickelt und revolutioniert“, sprach Jannes.

„OK, ich denke wir haben noch einwenig Zeit, bevor die Maniacs hier ankommen“, meinte Eleken.

Da meldete sich Petrus zu Wort: „Los, lasst uns weiter nach Las Vegas fahren. Sobald wir wissen, wann die Maniacs genau ankommen, kümmern wir uns um sie. Für den Moment, zählt nur eins und das ist meinen großen Hunger zu stillen.“

„Halte durch Petrus, wir werden bald in der Nähe von Las Vegas ankommen, dann kannst du deinen Hunger stillen. Es wird dort in der Wüste sehr heiß sein, sodass ihr euch gleich vor der Sonne schützen müsst. Da ich wegen meinem IQ gegen die Sonne resistent bin, brauche ich mir um mich keine Sorgen machen. Schade, dass ihr euch nicht im Solarium ein wenig vorbräunen konntet“, sprach Jannes.

Thomas E sagte: „Hör bloß auf mit Solarium, ich habe so meine Erfahrungen gesammelt mit Solarien. Ich war mal im Solarium und nach 14 Minuten begann es auf der Haut zu brennen, weil ich aber für 20 Minuten bezahlt hatte, blieb ich die restliche Zeit trotzdem darunter. Danach schaute ich aus wie ein Einsiedlerkrebs.“

„Das ist doch gar nichts“, rief Petrus, „3 Tage vor meiner Hochzeit sind meine Frau und ich im Solarium gewesen. Ich wollte meiner Frau in nichts nachstehen und bin wie sie auch eine halbe Stunde unter dem Turbobräuner gelegen. Meine Haut war so verbrannt, dass meine Frau zur Apotheke gehen musste und für mich Betäubungsspray gekauft hat. Erst nach mehrmaligen täglichen Anwendungen, konnte ich mich wieder hinlegen. Zum Glück war ich an meiner Hochzeit wieder vollkommen geheilt und der Kontrast zwischen dem weißem Anzug und roter der Haut, machte die Hochzeitsfotos, zu einer Erinnerung der besonderen Art.“

„Ich denke, wir cremen uns am besten mit Sonnenblocker ein und tragen einen Hut und ne Sonnenbrille“, schlug Simone vor.

„Wir sind in einer Minute an Land, Jannes mach bitte den Titanbohrer bereit“, sagte Eleken.

„Moment bitte, von einer Minute habe ich nicht gesprochen, sondern von zwei Minuten, die ich zum beherrschen des Titanbohrers benötige. Ach egal, jetzt wird improvisiert. Ich drücke jetzt einfach auf den Knopf wo drauf steht Titanbohrer an“, sprach Jannes.

Gleich nachdem Jannes den Knopf gedrückt hatte, verwandelte sich das U-Boot in einen überdimensionalen Maulwurf, der auf der Stirn den Titanbohrer hatte. Die Flügel des Mantas transformierten sich zu Vorder- und Hinterfüßen mit scharfen Krallen.

Simone schrie: „Na toll, jetzt werden wir alle ertrinken, weil du mal wieder den Mund zu voll genommen hast.“

„Schweig und staune was jetzt passiert“, sagte Jannes und programmierte den Kurs nach Las Vegas ein.

Das Manta U-Boot, das sich jetzt zu einem Maulwurf transformiert hatte, grub sich durch die Erdschichten, wie Butter durch die Erde.

Jannes sagte zu Eleken: „Da fällt mir was ein, als ich auf Champ Elleyses war, bin ich auch im Kloster der Heal de Guards gewesen und wollte deine Mutter besuchen. Leider war sie nicht mehr dort und man hatte mir gesagt, dass sie schon vor einer ganzen Weile weggegangen ist.“

„Ich weiß“, antwortete Eleken, „sie ist auf einer Pilgerreise auf dem Jackpotweg, um für sich selbst die Erfüllung des Lebens zu finden.“

„Als ich im Kloster war, wurden sie von den Maniacs angegriffen, ich konnte mich nur durch Zufall retten, als ich das Anagrammtor aktiviert hatte und mich M hindurch zog“, erzählte Jannes.

Eleken sagte: „Du hast erwähnt das du weißt wie man Champ Elleyses retten kann, indem man eine Mondbeschwörung durchführt. Sieht es für unseren Planeten wirklich so schlecht aus?“

„Noch schlimmer. Wenn du jetzt dort wärst, würdest du keinen Unterschied mehr zu hier entdecken. Champ Elleyses wird leider in einigen Tagen untergehen und nur in Erlöser kann den Planeten wieder zum Leben erwecken“, antwortete Jannes.

„Bist du denn nicht so einer Jannes? Du hast doch schon einmal so etwas gemacht, oder?“ sprach Eleken.

Da sprang Jannes in die Luft und rief: „Ja, das hab ich! Wie konnte ich das nur vergessen? Du wirst es mir nicht glauben, aber die Musik die ohne meinen Verstand immer wieder gehört habe, höre ich trotzdem noch in meinem Kopf erklingen. Ewentevel ist das jetzt eine allergische Reaktion, auf den Angriff des Zeitgeistes.“

„Nein, ist es nicht“, sprach Petrus.

„Woher willst du denn das wissen?“ fragte Jannes.

„Na weil bei dir Kopfhörer in den Ohren stecken und du schon mindesten tausendmal die drei nervigsten Lieder der Welt angehört hast“, antwortete Petrus.

Jannes fasste sich an seine Ohren und zog die Kopfhörer heraus.

„Nun ist die lästige Musik weg. Juhu, jetzt bin ich wieder vollkommen geheilt. Für diese großartige Tat, schenke ich dir meine schwarze Banane die ich auf dem geheimen Planeten bekommen habe“, rief Jannes.

Petrus wusste nicht was er mit der Banane anfangen sollte und schaute sie von allen Seiten genau an.

Da hatte Eleken eine Erleuchtung, sie sagte: „Jetzt weiß ich, wie wir Champ Elleyses retten können. Mir machen gar nichts und wenn der Planet kaputt ist kommst du Jannes und erweckst ihn erneut zum Leben. Außerdem sind dann ja auch alle Idioten fort, die wir nicht leiden können.“

„Das ist eine gute Idee, leider funktioniert dieselbe Idee nicht hier auf der Erde. Ewentevel funktioniert sie dann, wenn die Maniacs die Erde ausgebeutet haben“, sprach Jannes.

„Also quasi erst wenn der Planet so gut wie kaputt ist“, meinte Eleken.

„Ist denn die Erde nicht schon sowieso so gut wie kaputt?“ fragte Simone.

„Eigentlich schon, bei den Sachen was die Menschheit schon verbockt hat, aber glaube mir, die Maniacs werden es noch viel gründlicher tun als ihr“, antwortete Jannes.

Thomas E schaute in der ganzen Zeit der Diskussion Petrus zu, der die Banane hin und her drehte.

Thomas E sagte: „Du musst sie nur schälen und essen. Ich denke, das schaffst du gerade noch mit deinem begrenzten Verstand.“

„Halt die Klappe, sonst hänge ich dir dein Kreuz aus und du kannst deinen Hintern in der Schlinge herum tragen“, fauchte Petrus zurück.

Dann versuchte Petrus die Banane zu schälen, doch er schaffte es leider nicht. Thomas E nahm Petrus die Banane aus der Hand, um es auch zu probieren, doch auch er bemühte sich vergeblich.

„Vielleicht ist sie noch gar nicht reif“, sagte Simone.

„Sie ist doch schon schwarz. Willst du warten bis sie einen weißen Pelz bekommt und ihr Beine wachsen, damit sie uns davon läuft? Nein soweit wird es nicht kommen“, rief Petrus und wollte gerade aus der Werkzeugkiste einen Hammer heraus holen.

„Stopp“, rief Jannes, „ hast du nicht bemerkt, dass sie so aussieht wie eine Pistole?“

„Nein, aber so sehen doch alle Bananen aus“, erwiderte Petrus.

„Hast du nicht bemerkt, dass an einem Ende der Banane ein Loch ist und die andere Seite etwas dicker?“ fragte Eleken.

„Jetzt wo du es sagst, fällt mir es auch auf. Ich stecke die schwarze Banane erst mal in die Hosentasche, vielleicht fällt mir noch später was ein, wozu sie da ist“, sagte Petrus.

„Apropobo da ist, ich denke wir sind da. Schaut, der Maulwurf gräbt sich in Richtung Erdoberfläche“, sprach Jannes.

Als der Maulwurf sich ausgegraben hatte, waren sie genau an dem Punkt der Wüste heraus gekommen, wo sie schon früher einmal gewesen waren. Sie erkannten die Höhle wieder, in der Eleken, M und Gugele die Iridiummeteoriten versteckt hatten. Schon von dieser Stelle aus, konnte man das 1000 Meter hohe Spielcasino von Haui sehen. Es sah mächtig, furchteinflößend und irgendwie doch anziehend aus. Als alle aus dem Maulwurf ausgestiegen waren, aktivierte Eleken den Tarnmodus des Maulwurfs, der sich blitzschnell wieder eingrub, bis nichts mehr von ihm zu sehen war.

Petrus sagte: „Die Goldummantelung vom U-Boot, ist viel zu groß, um sie mit nach Las Vegas mitzunehmen. Wir sollten Richi anrufen, damit er uns ein paar Millionen schickt.“

Jannes zückte sein Handy und rief Richi an: „Hallo Richi, wir haben ein kleines unbedeutendes Problemchen.“

„Was denn?“ fragte Richi, am anderen Ende der Leitung.

„Uns fehlt das nötige Kleingeld, um in Haui`s Casino zu zocken. Je mehr Geld wir hätten, umso einfacher könnten wir Haui abzocken“, antwortete Jannes.

„Hör zu Jannes, wir haben hier große Probleme, da Haui ganz Deutschland eingefroren hat. Wir sind nun auf dem Weg zu meinem Grundstück, da es durch die Fußbodenheizung das einzige Frostfreie Plätzchen in ganz Deutschland ist. Um die Sache abzukürzen, schicke ich dir zwei Apps zu. Der eine ist der Hilbaer-App, der als Kreditkarte fungiert und der andere App ist ne Komplettvollmacht für meinen Ganzen Reichtum. Bitte gehe sorgfältig mit dieser Verantwortung um. Ich möchte auf keinen Fall, als gewöhnlicher Milliardär, mein Dasein fristen. Hast du das Verstanden Jannes?“ Sagte Richi.

„Na klar, wenn ich Mist baue, verlierst du alles bis auf eine lumpige Milliarde Euro, richtig? Sprach Jannes.

„Ja genau. Also bis dann, falls du eine wichtige Entscheidung fällen musst, ruf bitte vorher an. Macht’s gut und viel Erfolg“, sagte Richi und legte auf.

„So, alles geklärt und hier sind schon die Apps zu Richi`s Reichtum und Wohlstand“, sagte Jannes

„Wie viel Kohle hat er denn gerade insgesamt?“, fragte Petrus aufgeregt.

Jannes schaute nach und sagte dann: „Keine Ahnung, aber wenn ich mich nicht irre, ist es eine Giga-Trillion Euro, ohne die Immobilen und Kontinente.“

„Kommt, wir setzen uns ab und leben in saus und braus von Richi`s Kohle“, rief Petrus.

Die anderen schauten ihn entsetzt an und konnten es nicht fassen, dass Petrus so etwas gesagte hatte.

Simone sprach: „Freunde bestiehlt man nicht, dass solltest auch du wissen Petrus.“

„Wir könnten ja Richi die Freundschaft kündigen, wenn es wegen dieser Kleinigkeit nicht geht“, sagte Thomas E.

Sofort bekam er eine Rechtslinkskombination von Simone zu spüren, die ihn wieder zur Vernunft brachte.

Jannes schrie: „Ihr zwei seit dreckige Cheater, die wahrscheinlich auch bald zu Maniacs mutieren werden! Dann werdet ihr sehen, was ihr davon habt!“

Petrus und Thomas E sengten den Kopf und sagten „Entschuldigung, aber wegen dem ganzen Geld, haben wir so eine Art Goldrausch gehabt.“

„So und jetzt werden wir uns auf den Weg in die Stadt machen, damit wir Haui und seine Freaks endlich zum Teufel jagen können“, sprach Jannes.

Und so machten sie sich zu Fuß auf den Weg durch die Wüste in die leuchtende Stadt Las Vegas. Nach ungefähr einer Stunde, kamen sie auf eine Straße, die nach Las Vegas führte. Petrus stellte ich hin und hielt den Daumen hoch, um ein Auto anzuhalten. Er musste nicht lange warten und ein schwarzer VW-Bus hielt an.

Der Mann im VW-Bus machte das Fenster runter und fragte: „Na, wo wollt ihr denn hin?“

„Wir wollen natürlich nach Las Vegas, wo das Geld schon auf uns wartet“, sprach Petrus.

„Dann springt herein ich nehme euch mit“, sagte der Mann und setzte ein dämliches Grinsen auf.

Thomas E, Petrus und Jannes stiegen sofort ohne einen Gedanken zu verlieren ein und waren bereit los zu fahren. Eleken und Simone dagegen trauten dem dämlichen Grinsen des Schlaumeiers nicht.

Thomas E rief: „He was ist los? Wollt ihr etwa zu Fuß nach Las Vegas gehen?“

„Ja, wir werden einen gemütlichen Spaziergang und die herrliche Luft genießen“, antwortete Simone.

Da sprach Eleken: „Komm Simone, wir fahren auch mit. Nur wenn wir alle zusammen sind haben wir eine Chance gegen Haui zu bestehen.“

Dann stieg Simone zusammen mit Eleken in den VW-Bus ein und endlich konnten sie sich auf den Weg nach Las Vegas machen.


Kapitel 21


In Deutschland wären Richi, Toni, Gugele, Huck und M froh gewesen, wenn jemand mit einem VW-Bus vorbeigekommen wäre und sie mitgenommen hätte. Doch sie mussten der eisigen Kälte trotzen, da der österreichische Wein langsam seine Wirkung verlor. Die Jungs hatten gerade die Dorfgrenze von Aldingen passierten, hörten sie auf einmal ein Ohrenbetäubendes Knurren, dass sich so anhörte, als wäre ein riesiger, hungriger und blutdürstiger Grizzly in der Nähe. Panisch rannten sie weiter in Richtung Dorfmitte. Doch egal wie schnell sie auch rannten das grausame und angsteinflößende Brüllen kam immer näher. Sie schauten sich immer wieder um, aber konnten nichts sehen, egal wo sie auch hinschauten sie waren ganz allein. Da entdeckten sie einen Supermarkt, wo ein Dachfenster geöffnet war. Rasch zwängten sie sich durch das große Fenster und hofften, dass sie jetzt in Sicherheit wären. Als sie das Fenster verbarrikadiert hatten, ertönte ein lautes knurren und fauchen, als würde der Grizzly direkt hinter ihnen stehen. Schnell drehten sie sich um und bewaffneten sich mit ihren leeren Weinflaschen.

„Da schon wieder dieses knurren direkt neben uns“, rief Toni panisch.

„Uuuhhaa, Grrrk, uuuhhaa“, knurrte irgendwas lautstark.

Plötzlich sprangen alle bis auf Gugele zur Seite und versteckten sich.

„Uuuhhaaaaaaaa, pups“, machte es und dann hörte man Gugele erleichtert seufzen.

„Entschuldigung Jungs, ich habe furchtbare Blähungen und einen noch fürchterlicheren Kohldampf. Uuuhhaaa“, jammerte Gugele.

„Dann sind wir ja hier genau richtig“, sprach Huck.

„Wir müssen unbedingt versuchen den Strom wieder anzuschalten“, meinte Richi.

Toni sagte: „M und ich werden in den Keller gehen und versuchen den Strom wieder einzuschalten.“

Dann machten sich die beiden auf den Weg zum Keller. Huck, Gugele und Richi dagegen durchstöberten die Regale auf trockenes Trockenfutter und unbeschädigtes Dosenfutter. Als jeder von ihnen einen Einkaufskorb voller Nahrungsmittel hatten, ging auf einmal das Licht wieder an. Nun sahen sie, was sie wirklich in ihre Einkaufswägen gestopft hatten. Es waren nur Hundefutter in Dosen, Katzenstreu und Vogelhirse dabei. Mit einem Ruck, leerten sie ihre Einkaufswägen aus, um nun wirklich nützliche Dinge hineinzufüllen. Als erstes gingen sie zum Getränke und schnappten sich Kartonweise Rum und Wodka, da diese Getränke bei eisiger Kälte nicht so schnell einfrieren wie etwa Bier oder Wasser. Dann packten sie sämtliche Dosen, Fertiggerichte, jede Menge Batterien, Taschenlampen, ein paar Fleischermesser und zum Schluss noch einen Gasgrill mit Gasflasche ein. Jetzt waren die drei Einkaufswägen randvoll und die drei hatten ihre Mühe und Not ihre Wägen zu schieben. Da kamen M und Toni zurück, die sich mit Kinderpistolen und Kinder-Pfeil und Bogen bewaffnet hatten. M musste gleich seine Pistole demonstrieren und schoss Gugele einen Pfeil mit Gummipfropfen an die Stirn.

Wütend schrie Gugele: „He M, du Vollpfosten. Hast du nix anderes zu tun als Blödsinn zu machen?“

„Nö, eigentlich nicht“, antwortete M und grinste dämlich durch die Gegend.

Richi sagte: „Hört auf mit dem Scheiß und lasst uns weiter zum Goldenen Hilbaer gehen.“

Da jeder mit dem Vorschlag von Richi einverstanden war machten sie sich auf den zum Goldenen Hilbaer, nachdem sie noch ein paar improvisierte Kufen an die Einkaufswägen gebunden hatten. Gerade als sie den Supermarkt verlassen hatten, viel ihnen eine Neueröffnete Metzgerei auf, die mit frisch gemachten Leckereien warb.

Da Gugele`s Magen immer noch knurrte sagte er: „Jungs, ich muss unbedingt dort drüber in die Metzgerei rein. Wer kommt mit?“

„Ich begleite dich“ sagte M und bewaffnete sich mit seiner Spielzeugpistole.

Dann zog er eine modifizierte Rektal Brain Initiator Patrone aus der Tasche und lud damit seine Waffe. Mutig und zum Fresskauf bereit, stapften Gugele und M zur Metzgerei hinüber. Richi, Huck und Toni entschlossen sich zur nahe gelegenen Tankstelle durchzukämpfen, um dort ein paar alte Reifen anzuzünden, damit sie sich wärmen und etwas zum Essen kochen konnten.

M und Gugele betraten die Metzgerei und sahen eine etwas kräftig geformte Frau, die sie freundlich anlächelte.

„Hallo meine Herren, was kann ich für sie tun?“ fragte die nette lächelnde Dame, mit dem nicht zu unterdrückendem bissigen Unterton.

Gugele schoss nur ein Gedanke durch den Kopf und er rief: „Bitte einen Doppelten Rostbraten „To Go“ und ne Kutterschaufel voll Zwiebeln dazu.“

„Für mich das Selbe bitte, nur ohne Rostbraten“, fügte M hinzu.

„Tut mir leid, aber wir haben noch keinen Rostbraten im Sortiment. Dafür sind die Lei…, äh, die Fleischstücke noch zu frisch. Aber wir hätten Eisbein im Angebot und als Nachtisch bekommen sie noch ne Eistorte. Als Eröffnungsgeschenk gibt es Eiswürfel in Würfelform mit den Original Würfelzeichen“, sagte die Dame, die M und Gugele von Kopf bis Fuß musterte.

Gugele sprach: „Wir nehmen das Angebot fünfmal und dazu hätten wir gerne noch nen Kaffee, wenn es recht wäre.“

„Tut mir leid, aber ich sehe nur vier Beine, die ich ihnen servieren kann“, sagte die Dame, deren Unterton immer bissiger wurde.

M bekam auf einmal eine schlimme Vorahnung und zückte vorsichtshalber seine Pistole. Plötzlich sprang die ach so zuvor freundliche Damen mit dem Hackebeil über den Tressen und schlug auf Gugele ein. Geistesgegenwärtig ließ sich Gugele zu Boden fallen und rollte sich geschickt unter den nächsten Bistrotisch. M dagegen machte einen Vorwärtssalto mit halber Schraube und stand in Angriffshaltung hinter der netten Dame. Eiskalt rammte er der freundlichen Dame, einen den Rektal Brain Initiator in ihren Hintern hinein und trat sie mit einem Dropkick zu Boden. Nachdem der Kampf vorbei war, rollte Gugele wieder aus seinem Versteck heraus und durchsuchte die Theke nach was Essbarem was er kannte. Zu seinem Bedauern fand nur eine Wurstsuppe die auf einem Herd vor sich hinkochte.

Gugele sprach: „He M, hol mir bitte mal den Sackkarren von dahinten, damit wir die Wurstsuppe darauf stellen können.“

Eilig holte M den Sackkarren und Gugele stellte den Wertvollen Topf darauf. Als sie nach draußen gingen, hörten sie plötzlich ein riesiges Kampfgeschrei. Anscheinend waren sie nicht die einzigen die überlebt hatten. Um die Angreifer von ihren Freunden abzulenken, veranstalteten sie ein Großfeuer, indem sie mehrere Autos anzündeten. Sobald die Angreifer das Feuer und auch die Metzgerei sahen, ließen sie von den Vamps ab und rannten mit Gebrüll zur Metzgerei. Gugele und M schlichen sich heimlich an den Angreifern vorbei und waren schon bald bei Richi, Huck und Toni angekommen. Glücklich und zufrieden setzten sie sich hin und aßen von der erbeuteten Wurstsuppe.

Aber die Ruhe sollte nicht von Dauer sein, da die Angreifer sich wieder an den Vamps orientiert hatten und sie töten wollten. Gerade als die Vamps sich schon fast verloren geglaubt hatten, hörte man auf einmal ein immer lauter werdendes Klingen.

Erschrocken verkrochen sich die Angreifer in die nahestehenden Häuser und man hörte keinen Mucks mehr von ihnen. Das Klingen, kam näher und näher.

Huck fragte: „Was ist denn das für ein merkwürdiges klingeln?“

„Na der Weihnachtsmann natürlich,“ sagte Toni.

Sie standen auf und dann sahen sie ihn. Es war Jack, der mit einem Mistkarren des Weges kam. Vorne dran hatte er zwölf Halbstarke Männer gespannt, die Scheuklappen vor ihren Augen hatten und die Jack mit einer langen Bullenpeitsche antrieb.

Er schrie: „Stopp“, als er bei den Vamps ankam.

Jack sprang mit zwei Sixpacks vom Karren und gab jedem Halbstarken eine Dose Bier davon, die die Halbstarken dankbar austranken. Jack grinste über beide Ohren, als er die anderen total durchfroren sah.

Toni rief: „Jo leck. Dich schickt uns der Himmel.“

„Nein das stimmt nicht, es war Dark Women, die euch auch in New York erwartet. Sie hat gesagt, dass ihr euere Hausaufgaben machen sollt. Wenn ihr damit fertig seid, müsst ihr mit dem Schiff nach New York fahren, da im Moment keine Flugzeuge fliegen können“, sprach Jack.

„Und wie sollen wir mit dem Schiff auf dem zugefrorenen Fluss fahren?“ fragte Richi.

„Na so wie ich zu euch gekommen bin. In jeder Stadt und in jedem Dorf torkeln besoffene Halbstarke am Bahnhof durch die Gegend, die dank ihrem emensen Alkoholkonsum überlebt haben. Wenn du dann noch ein paar Sixpacks bei dir hast, machen sie fast alles für dich. Wir müssen uns aber beeilen, da das letzte Schiff in drei Tagen in Bremenhafen ausläuft“, erklärte Jack.

Rasch beluden die Vamps ihren Mistkarren mit dem Proviant. Als sie mit dem beladen fertig waren, gab Jack den Halbstarken noch ein bisschen Wodka zum trinken bevor die Reise zur Nordsee losging. Aber er musste beim verabreichen des Wodkas aufpassen, dass die Halbstarken nur so betrunken wurden, dass sie den schweren Mistkarren zogen, aber nicht zu viel, dass sie nur rumtorkeln und kotzen würden. Allmählich verschwand die Angst der Angreifer und sie machten sich bereit, den Mistkarren anzugreifen. Als die Vamps das sahen sprangen sie auf den Karren auf und Jack schwang die Bullenpeitsche über die Köpfe der Halbstarken. Sie knallte durch die eisige Luft und langsam aber sicher bewegte sich der Mitkarren vorwärts. Immer wilder schwang Jack nun seine Peitsche, bis die Halbstarken endlich losgaloppierten. Als wäre der Teufel persönlich hinter Jack her, trieb er die Halbstarken immer weiter an und nach kurzer Zeit waren sie am Horizont verschwunden.


Kapitel 22


In Las Vegas, saß gerade Haui in seiner Kaisersuite und schaute gerade fern. Leutnant Major Sumsum war auch im Zimmer und bearbeitete seine langen lockigen Haare mit ein paar Stricknadeln. Sumsum der sich eigentlich immer ganz gerne hinter seinem Schreibtisch versteckte, wollte unbedingt mal was Sinnvolles in seinem Leben machen und hatte sich in den Kopf gesetzt einen Schaal oder Pullover aus seinen Haaren zu stricken.

Sumsum sagte: „So ein Mist, jetzt habe ich mich verstrickt und meine Kopfhaare sind mit den Haaren am Rücken verhätert. Ich hatte wirklich gedacht, dass das Häkeln einfacher von statten geht.“

„Für das Häkeln benötigt man eine Häkelnadel und keine Stricknadel“, meinte Haui.

„Moment, ich muss mal in die Gebrauchsanweisung hineinschauen“, sprach Sumsum und hängte die A1 große Strickanleitung an einem Zeichnungsständer auf.

Nun war es totenstill in der Kaisersuite, man konnte nur noch leise das Arbeiten von Sumsum`s mechanischen Gehirnzahnräder hören. Doch auf einmal hört man ein Rascheln und Knistern hinter der Gebrauchsanleitung. Haui stand genervt auf und riss die Zeichnung herunter. Da sah er Sumsum, der gerade dabei war sich ne Pralinenschachtel hineinzustopfen.

Hau rief: „Ha, hab ich dich mal wieder erwischt, wenn du so weiter machst, wirst du eines Tages als Schokohase enden.“

Sumsum bekam einen hochroten Kopf und legte die Pralinenschachte wieder in seine Schublade.

Sumsum sagte: „Tut mir Leid Haui, aber wenn ich aufgeregt bin, brauche ich tausende von zusätzlichen Kalorien. Ich verspreche dir aber hiermit, dass ich meiner wahnsinnigen Schokoladenfresssucht abschwören werde.“

„Des glaub i ed“, sprach Haui und setzte sich wieder in seinen Sessel.

Sumsum setzte sich neben Haui und schaltete den Nachrichtensender ein. Da sprang Haui auf einmal aus seinem Sessel hoch, als in den Nachrichten, die mächtige Wir bleiben Hier Formation von Flugzeugen gezeigt wurde, die schon in einer Stunde in New York landen würde. Vom Hauptflugzeug aus protestierte Dark Women lautstark mit einem Megafon, indem sie sich auf das Dach des Flugzeugs binden lies.

Mit kräftiger, entschlossener Stimme kreischte sie: „Lieber Haui, sei gewarnt, um mit mir fertig zu werden, musst du dich warm anziehen, dass lass dir gesagt sein. Wir werden nicht weichen und nicht vor dir gekrümmt hin und her schleichen, wie es deine Untertanen tun. Die Zeiten der Jasager sind gezählt und werden von uns beendet werden. Haui, du kannst mir glauben, ich habe meine Hausaufgaben gemacht. Wir können miteinander reden oder wir können mit einander kämpfen. Aber eins lass dir gesagt sein Wir bleiben hier!“

Als Dark Women mit ihrer Kampfansage fertig war sprach Haui zu Major Sumsum: „Wo haben die Erdlinge denn die Braut ausgegraben? So wie die auf den Putz haut, wird das Land schon lange Pleite sein, von dem sie stammt. Und nun zeig ich mal der Alten, was sie für einen Gegner erwartet.“

Dann ging er zu seinem Schreibtisch, wo ein Kontrollpult eingearbeitet war. Er drückte einen Knopf und die Weltkarte wurde auf dem Schreibtisch sichtbar. Jetzt tippte er Europa und Australien an. Danach drückte Haui auf das Frostsymbol, um die beiden Kontinente auch unter einer dreimeterdicken Eisschicht zu begraben.

Haui lachte und sagte: „Da bin ich mal gespannt, was Dark Women jetzt sagt. Am besten zieht sie sich jetzt mal selber warm an. Schade das ich die Eiskanonen nicht manuell von hier aus steuern kann, sonst würde ich Dark Women`s große Klappe mit Eis versiegeln.“

Major Sumsum sagte zu Haui: „Oh meine Eminenz, sie sind meine große Inspiration. Aber jetzt sollten wir unsere stinkreichen Gäste begrüßen, damit sie auf uns nicht allzu böse sind, wenn wir ihnen das Geld aus den Taschen ziehen.“

„Ich hoffe es sind auch potenzielle Käufer darunter, damit ich das Casino endlich verkaufen kann, bevor was passiert. Wäre ja schade, wenn ich nur ex eco rauskomme“, sagte Haui.

Dann gingen die beiden in den Aufzug und fuhren nach oben zur Landebahn, wo die Flugzeuge mit den Geldsäcken ankamen.

Jannes, Simone, Eleken, Thomas E und Petrus dagegen, waren unterwegs mit dem freundlichen VW-Busfahrer, der sie netterweise nach Las Vegas fahren wollte.

Als sie am ersten Hotel vorbeifuhren sagte Jannes: „Sie können uns dort drüben rauslassen, dann können wir in das Hotel da hinten einchecken.“

Doch der nette Fahrer reagierte nicht und fuhr einfach weiter.

Da schrie der Thomas: „He du Kasper, halt an bevor ich dich in den Aschenbecher stecke.“

Aber der Fahrer fuhr immer schneller und raste mit quietschenden Reifen durch die Kurven. Thomas E wollte den Fahrer packen, aber durch den wahnsinnigen Fahrstiel des Fahrers schleuderte Thomas durch die ganze Fahrerkabine. Dann fuhr der Fahrer in eine große Scheune und machte eine Vollbremsung. Alle außer der Busfahrer, flogen durch die Luft und durchstießen mit ihren Köpfen die Frontscheibe. Als sie sich wiederfanden, lagen sie in einem Berg von leeren Bierdosen. Vor ihnen Stand der Busfahrer mit einer Knarre in der Hand. Dann kamen noch zwei Männer mit Pistolen, die die Vamps auch in Schach hielten. Eine ganze Weile passierte nichts, doch kam ein altbekannter Mann zu ihnen. Es war ihr alter Spieß, das Fähnchen Wunderstein, der eigentlich immer auf ihrer Seite war, woher der Wind kam.

Er sprach: „Na Jungs, wie geht es euch? Das hättet ihr wohl nicht gedacht, dass euer Spieß euch mal den Arsch rettet.“

„Wieso Arsch retten?“ fragte Jannes.

„Sag bloß, der Wind hat sich gedreht“, sprach Petrus.

„Wind kommt oft aus verschiedenen Richtungen, auf die man unterschiedlich reagieren muss. Wenn man euch so anschaut, bläst der Wind immer nur an einer Stelle. Und so wie euch einschätze, wolltet ihr in einem Hotel einchecken, um in Ruhe euch auf das Wiedersehen mit Haui vorzubereiten. Aber so hätte das nicht funktioniert, denn Haui entgeht in dieser Stadt nichts, da jeder Hotelbesucher bei Haui gemeldet wird“, antwortete Wunderstein.

„Wenn das so wäre, würden wir halt unter falschem Namen einchecken“, sprach Petrus.

„Da gibt es nur ein kleines Problem und das wäre, dass Haui bei einem Hoteleincheck von jedem Gast eine Urinprobe verlangt und somit genau weiß, um wen es sich dabei handelt“, erklärte Wunderstein.

„Wenn Haui will, dann setzt ich im einem Haufen auf seinem Schreibtisch, dass er mal weiß, wo die Gefahr wirklich herkommt“, rief Petrus unzufrieden.

„Hast du vielleicht noch mehr Überraschungen für uns auf Lager?“ fragte Thomas E.

„Ja noch eins“, sagte Wunderstein und schnippte zweimal mit den Fingern.

Da kam noch mal ein bekanntes Gesicht durch die Türe, es war Pepermint, der auch mit den Taten und Aussagen von Haui nicht einverstanden war.

Pepermint sagte: „Hallo Vamps, ihr braucht vor mir keine Angst zu haben, denn ich bin jetzt auf euerer Seite und kann euch unbemerkt in das neue Casino von Haui bringen. Aber um bei Haui`s Casino spielen zu können braucht man sehr viel Kohle, da der Mindesteinsatz 100 000 Dollar ist.“

„Das du uns helfen willst, ist zwar sehr nett, aber leider müssen wir dich testen, um ganz sicher zu sein, dass wir dir vertrauen können“, meinte Eleken.

Pepermint stellte sich gerade hin, versuchte seinen Bauch einzuziehen und die Brust rauszudrücken.

Dann sagte er mit entschlossener Stimme: „Ich bin bereit jede Prüfung zu bewerkstelligen.“

Petrus nahm seinen Rucksack und holte 20 Hühnereier heraus.

Petrus sprach: „Viele grüße aus Deutschland. Wenn du diese 20 Eier hier in die Schüssel ausbläst und sie dann auf einmal aufisst, wirst du möglicherweise als Mensch akzeptiert.“

„Sind das dioxinverseuchte Eier?“ fragte Pepermint besorgt.

„Ewentevel“, antwortete Jannes.

„Halt die Backen und blas“, rief Thomas.

Pepermint nahm die Eier, stupfte jeweils zwei Löcher mit einer Nadel hinein und fing an sie auszublasen. Die Vamps hielten ihre Wampen vor lachen, da Pepermint Kopf immer röter wurde, wenn er ein Ei ausblies.

Als Pepermint fertig war sagte er: „So das reicht. Die Eier werde ich aber auf keinen Fall essen, da sie zu viel Dioxin enthalten. Das Dioxin ist doch schon in aller Munde, sogar hier in Amerika spricht man nur noch davon.

„Das Thema Dioxin muss endlich vom Tisch, also zick nicht rum und iss, damit man sich auch andere Themen widmen kann“, sagte Petrus.

Nachdem Pepermint seinem Schweinehund überwunden hatte, schlürfte er die Schüssel in wenigen Sekunden aus.

Pepermint trank die Schüssel aus und fragte dann: „Ist das jetzt genug, oder muss ich noch was machen?“

„Nein, im Moment hast du uns genug erheitert“, sagte Simone.

„Vielen Dank für euer Vertrauen. Wenn ihr in Haui`s Casino rein wollt, braucht ihr ne ganze menge Kohle. Denn da verkehren nur die Reichen oder die Stars“, sagte Pepermint.

„Das ist für uns kein Problem, denn ich habe zwei Apps von Richi zugesendet bekommen. Der eine App ist der Hilbaer-App, der als Kreditkarte fungiert und der andere App ist ne Komplettvollmacht für Richi`s ganzen Reichtum“, sprach Jannes.

Pepermints Augen leuchteten und er sagte: „Na wenn das so ist, dann kann ja das große Spiel beginnen.“

Da ergriff Eleken das Wort und sprach: „Wir sollten uns aber wirklich vorher ausruhen und wenigstens ein bisschen verkleiden, um nicht gleich aufzufallen.“

Weil alle Vamps von der anstrengenden Reise und der schrecklichen Busfahrt sehr kaputt waren, gingen sie sogar ohne etwas zu Essen ins Bett. Nur Wunderstein und Pepermint blieben wach und hielten Wache, damit die Helden der Zukunft in Ruhe schlafen konnten.


Kapitel 23


Etwa zur selben Zeit, flog das große Raumschiff mit den Verwandten und Bekannten per Autopilot durch die Weite des Weltalls, um irgendwann zu dem ersehnten geheimen Planeten zu kommen. Es dauerte auch gar nicht mehr lange, da bremste das Raumschiff langsam ab und schwenkte dann in die Umlaufbahn des geheimen von Nebel umhüllten Planeten ein. Nun begann der Landeanflug und wie von Geisterhand geführt, landete das Raumschiff sanft genau an den Vorbestimmten Landeplatz, den Jannes mit der Weltformel berechnet hatte. Neugierig und voller Hoffnung stiegen alle aus, um ein neues Leben auf dem herrlichen Planeten zu beginnen.

Da kamen die zwei zurückgelassenen Soldaten von Jack auf sie zu und Sumpfgockel sprach zu den Ankömmlingen: „Liebe Freunde, willkommen auf eurem neuen Planeten. Ihr könnt euch auf den abgesteckten Grundstücken ein Haus bauen. Das Material dafür, könnt ihr von dem Marktplatz abholen.“

„Bitte geht nicht ohne unsere Erlaubnis in die neue Natur hinaus, da es sehr viele Gefahren gibt, die wir selbst noch nicht kennen. Wenn ihr was zum Trinken oder zum Essen braucht, könnt ihr es bei mir in meinem Dollar Free Shop abholen. Also schaut euch um, sucht euch ein Grundstück aus und ladet in Ruhe euere Sachen von Bord“, sprach Nebelritter.

Die Ankömmlinge taten genau das was Nebelritter und Sumpfgockel zu ihnen gesagt hatten. Es gab auch keine Streitigkeiten wegen den Grundstücken, da alle Grundstücke in optimaler Lage zum herrlichen Wald ausgerichtet waren. Sobald die Sachen vom Raumschiff ausgeladen waren, begannen sie die ersten Häuser zu bauen und kamen zügig vorwärts, da jeder mithalf, auch wenn er noch so klein oder jung war. Die alten gebrechlichen schleppten die schweren Holzbalken, damit die jüngeren Männer ihre Rücken schonen konnten, um dann länger ein gutes Leben führen zu können. Das klingt jetzt zwar für viele Leute unverständlich, aber alle jüngeren waren der Meinung, dass man erst die alten voll verschleißen sollte, bevor sie ganz für nichts nütze werden würden und nur noch rumjammern könnten. Aber auch die kleinsten Babys, die gerade erst das krabbeln gelernt hatten, hatten ihre Aufgabe. Sie mussten die fleißigen Arbeiter mit Essen und Trinken versorgen, indem man ihnen ein Tablett voll mit Bier und Fleischkäse auf ihren Rücken geschnallt hatte. Die Jungen Männer warteten ungeduldig auf das Baumaterial, dass von den gebrechlichen Alten herangetragen wurde. Die Frauen machten sich nützlich indem sie kochten, Kleider nähten oder Felder bestellten.

Alles war sehr gut organisiert und Sumpfgockel meinte zu Nebelritter: „Es klappt ja wie am Schnürchen und wenn sie sich dann irgendwann eingelebt haben, beginnen wir mit ihrer Ausbildung, damit sie in naher Zukunft neue Rekruten in Jacks Armee werden können.“

Nebelritter nickte und war auch sehr zufrieden mit der jetzigen Situation.

Doch an einer anderen Stelle des Planeten waren zwei andere Helden nicht mit ihrer Situation zufrieden, da sie immer noch auf den Eiern saßen, um sie auszubrüten. Auf einmal kam Bewegung in die Eier und man hörte, wie etwas von innen an die Schale klopfte. Es waren Morsezeichen, indem die Küken darum baten, dass jemand von außen die Eier öffnen sollten.

Kogain hüpfte von seinem Ei herunter und rief: „Los Sirius, wir müssen jetzt die Eier öffnen!“

Sirius sprang auch von seinem Ei herunter, nahm sein Buschmesser und schnitt eine kleine Öffnung in das Ei. Er schaute durch und sah einen kleinen Jungen mit Flügeln auf dem Rücken der ihn ungeduldig anblickte.

Der Junge fragte: „Bist du meine Mama?“

„Nein“, antwortete Sirius, „ich bin dein Patenonkel und hole dich jetzt heraus.“

Dann schnitt Sirius ein größeres Loch in das Ei, damit das neugeborene Wesen herauslaufen konnte.

Plötzlich vibrierte das Ei wo Kogain daraufgesessen war. Schnell schlug Kogain mit seinem Eisportionierer ein Loch ins das Ei. Als er durch das Loch schauen wollte kam blitzschnell eine Faust heraus, die ihm ein Feilchen schlug.

Dann tönte es aus dem Ei: „Hol mich endlich raus, bevor ich dich durch das kleine Loch ziehe und auffresse.“

Rasch befreite Kogain das andere neugeborene Wesen, das vermutlich ein Mädchen sein sollte, weil es schon sehr ausgeprägte Zickenzüge hatte. Die kleine Zicke stolzierte gleich mit hoch gehobenem Kopf, durch die Öffnung des Ei`s und machte dabei ihren ersten Catwalk ihres jungen Lebens.

Sie stellte sich vor Sirius und Kogain hin und fragte: „Was seid ihr den für zwei kaputte Vögel und von wem bekomme ich jetzt einen schönen Namen.“

Kogain überlegte kurz und sagte dann: „Also du heißt Sonja Zickenluder und dein Bruder wird auf den Namen Macho Grande getauft.“

Wau, das sind echt passende Namen für die beiden und sie spiegeln gleich ihren unverkennbaren Charakter wieder“, sprach Sirius.

„Ich habe Hunger“, keifte Sonja Zickenluder.

„Was braucht ihr denn für Nahrung? Würmer oder Körner?“, fragte Kogain.

Da nahm Macho Grande eine Frucht vom Baum, holte aus und warf die Frucht Kogain an den Kopf.

Dann rief er: „Wir sind Fleisch- und Nudelfresser du Nichtswisser! Aber bemühe dich nicht was zum Essen für uns zu besorgen, denn das können wir selber besser.“

Macho Grande schippte zweimal mit den Fingern. Mit einem Knall waren zwei Mittagessen da. Sofort fielen Sonja und Macho über die Mahlzeit her und hörten erst auf zu schmatzen, bis alles aufgegessen war.

Dann drehten sie sich um und sagten: „So, jetzt sind wir brav, denn wir haben unseren Hunger gestillt. Was machen wir jetzt?“

„Wir gehen jetzt zu unserer Basis zurück, die nur eine Stunde von hier entfernt ist“, antwortete Sirius.

„In Ordnung, ich und Macho Grande werden voraus fliegen, da wir viel schneller, als ihr alten Säcke sind“, sagte Sonja Zickenluder und flog mit ihrem Bruder Macho voraus.

Erleichtert kletterten Kogain und Sirius wieder vom Baum herunter und machten sich auch auf den Weg zur Basis. Von der Luft aus, war die Basis oder besser gesagt die neue Siedlung schon von weitem zu sehen. Macho fiel gleich eine 40-köpfige Karawane auf, die panflötenmäßig abgestuft war und herrlichen Leckerei auf ihren Rücken trug.

Sofort flogen Sonja und Macho zu der Karawane und fragten den Anführer: „Hallo, na wie geht es euch? Wir sind auf dem Weg zu der neuen Basis.

„Also ich heiße Thomas Junior 1 und das sind meine 39 Brüder und Schwestern. Wir wurden eingeteilt, dass Proviant zu den Arbeitern zu transportieren, damit sie genug Kraft haben die neuen Häuser zu bauen. Für mich ist es kein Problem, aber für die kleinen ist es echt eine Qual“, erzählte Thomas Junior 1.

Sonja und Macho hatten Mitleid mit den vierzig Kindern und flogen rasch zur Basis weiter. Da sahen sie, dass alle sehr hart arbeiten mussten und sie entschieden sich, ihnen etwas zu helfen. Sonja und Macho schlossen die Augen und konzentrierten sich auf die Gedanken der Menschen was sie gerade für Wünsche hatten. Dann hielten sich die beiden an ihren Ohren fest und stießen einen ohrenbetäubenden Schrei aus. Es wurde dunkel, dann kam Nebel auf, der sich rasch nach oben bewegte. Als man wieder sehen konnte, stellten die neuen Bewohner fest, dass ihre Häuser genau so fertig gestellt waren, wie sie es sich in ihren Vorstellungen ausgedacht hatten. Sogar die Innenräume waren komplett so mit den Möbeln eingerichtet, wie es sich alle gewünscht hatten. Doch nicht alle Partner waren mit den Einrichtungen der Ehefrau oder Ehemann einverstanden, da sie in ihren Gedanken niedere und ekelige Wünsche zum Ausdruck brachten.

Zum Beispiel rief ein Mann: Wozu brauchst du denn unbedingt eine Schminktisch in der Küche?“

Andere schrien: „Warum sieht mein Fernsehsessel so aus, wie der Stuhl beim Frauenarzt!“

Es gab fast in jeder Familie Reibereien, doch am ende des Tages waren alle wieder zufrieden und gingen Glücklich in ihre Betten. Als Kogain und Sirius endlich in der neuen Siedlung ankamen, hatten Sonja und Macho auch ihr Haus schon hergezaubert und in der Küche roch es nach den Lieblingsgerichten von Kogain und Sirius. Sie setzen sich alle vier an den Küchentisch und aßen die leckeren Mahlzeiten auf. Nach dem Abendessen legten sie sich in ihre Betten und Sirius erzählte von Jannes Lipstick, den Vamps und ihren Abenteuern. Schon bald schliefen die beiden braven Kinder ein, sodass sich auch Kogain und Sirius eine Mütze voll Schlaf nehmen konnten.


Kapitel 24


In Amerika brach ein neuer Tag an. Dark Women und ihre Demonstranten waren endlich beim Flughafen gelandet. Nana half Dark Women die Formation auszurichten und die Pfeifen, Plakate und Mützen zu verteilen. Als alle mit den albernen Demoutensilien ausgestattet waren, setzte sich der Wir Bleiben Hier Zug langsam in Bewegung. Verwirrt, planlos trotz gemachter Hausaufgaben, irrten die Demonstranten durch die Innenstadt von New York. Vorne draus mit Dark Women marschierte Nana, die mit einer 10 Quadratgroßen Fahne, wo unzählige Scheißhausparolen, die einfach lieblos daraufgeschmiert wurden, bewaffnet war. Zum Bedauern war auch, dass die Fahne mit total krassen Rechtschreibfehlern überseht war und so kein Schwein verstehen konnte, was dort überhaupt darauf stand. Dark Women hatte sich mit einem Megafon bewaffnet und schmetterte wahllose, unsinnige und vor allem unverständliche Parolen durch die Straßen. Das einzige was die Amerikanischen Bürger heraushörten war, dass so ähnlich klang wie Bier. Da das amerikanische Volk dem Bier nicht abgeneigt war, entschieden sich viele mit den Demonstranten mitzulaufen, da sie hofften, irgendwann Freibier zu bekommen.

Unbarmherzig quietsche Dark Women in ihr schon vor Sabber triefendes Megafon hinein: „Wir bleiben hier! Wir wohnen hier! Wohin sollen wir? Was machen wir eigentlich hier? ÄÄHH. Ach ja. Wir bleiben hier!“

Das amerikanische Volk sang dabei ein Volkslied: „Six bottles of Bier on the wall, is not enough für me and the wall. La, lala, la. Wir wollen Bier, jetzt und hier la, la, lala, la, la!”

Nana freute sich wie die Schneekönigin und rief: „Hörst es Dark Women, für Bier werden die Leute hier alles machen.“

„Ja Nana, ich hab es gehört, doch wie ich jetzt feststellen muss, habe ich meine eigenen Hausaufgaben nicht richtig gemacht, denn ich versteh kein Wort englisch und ich habe auch keinen Tropfen Bier dabei. Mal sehen was die Streikkasse hergibt, vielleicht können wir ja eine Brauerei kaufen. Denn nur so, können wir den emensen Durst von allen stillen und die Streikbereitschaft hoch halten“, erwiderte Dark Women.

„Am besten organisieren wir noch ein bisschen Fastfood, damit die Antialkoholiker auch mitmachen“, schlug Nana vor.

Da kam plötzlich ein Hubschrauber in Form eines Ei`s angeflogen. Als der Hubschrauber gelandet war, stieg Major Sumsum aus, bei dem die Frisur, wie aus dem Ei gepellt aussah.

Arrogant wie Major Sumsum nun einmal war, baute er sich vor Dark Women auf und sprach mit geschwellter Brust und Witterungsabweisenden Haar zu ihr: „So Dark Women, hör mir genau zu, denn ich werde mit dir nicht diskutieren. König Haui hat wegen deiner Demonstration schon Europa und Australien kaputt gemacht und wird auch nicht zögern Afrika und Asien zu zerstören. Also nimm deine willenlosen Lemminge mit und verschwinde von diesem Planeten. Für euch, ist hier kein Platz mehr. Hast du es jetzt endlich verstanden?“

Dark Women war schon am Aufgeben, da sprang Nana hervor und schrie verzweifelt: „Oh sehet her, aus dieser Fahne werde ich einen String machen. Ein String der Haui und die Maniacs in die Knie zwingen wird, sie zurück in das Dunkel des Universum treibt, sie ewig bindet, um dort auf Lebzeiten für die anderen zu Knechten, bis sie ihre Sünden gesühnt haben!“

Dark Women und auch Major Sumsum schauten überrascht Nana an und fragten: „Wie soll denn das deiner Meinung nach gehen?“

Nana zuckte mit den Achseln und sagte dann: „Keine Ahnung, aber ich dachte es wäre ein guter und furchteinflößender Spruch. Ah, jetzt hab ichs. Ihr solltet von der Person Angst haben, dem der String wie angegossen passt. Ja genau. So habe ich es von Anfang an gemeint.“

Mit schallendem Gelächter sagte Major Sumsum: „Na bei so einer tollen Idee, wird sich Haui bestimmt vor Angst seine Hose voll pullern. Packt jetzt lieber euere Sachen und verschwindet auf nimmer wiedersehen.“

Dann drehte sr sich um, stieg in seinen Eierhubschrauber ein und flog zurück von dor wo er hergekommen war.

Doch Dark Women, Nana und der Rest der Demonstranten ließen sich nicht durch diese Drohungen abschrecken und schon gar nicht von einem, der aus seinen Haaren einen Pullover mit ungleichmäßigem Muster gestrickt hatte. Nachdem Nana einen Finanzcheck gemacht hatte, kauften sie sich eine Bierbrauerei, damit sie den Durst ihrer Mitstreiter stillen konnten.

Dann rief Dark Women abermals in ihr Megafon: „Hört zu, wir werden nun nach Las Vegas ziehen, dort unsere Zelte vor dem Casino von Haui aufstellen und so lange campieren, bis er einsieht, dass er unrecht hat. Los gehen wir. Alle sind herzlich eingeladen mitzukommen.“

Die Idee nach Las Vegas zu fahren gefiel einem großen Busunternehmen so sehr, dass es sich entschied, für umsonst alle Demonstranten mit seinen Bussen nach Las Vegas zu fahren. Aber auch eine Bekannte Fastfoodkette entschloss sich für den Kampf gegen den Untergang der Erde einzutreten und beschloss für das Catering zuständig zu sein. Mit vereinten Kräften fuhren unzählige Busse und Trucks nach Las Vegas, um dort ihren Standpunkt Ausdruck zu verleiten. Auf der Fahrt dort hin, fing Nana wie von ihr angedroht, einen String aus ihrer Fahne zu basteln. Da die anderen Fahrgäste nichts besseres zu tun hatten, halfen sie Nana bei ihrem Kunstwerk. Als der Konvoi mit Vollgas über den Highway bretterte, schallte aus allen Fahrzeugen der Ruf der Freiheit heraus, indem sie das Lied „Wir bleiben hier“ sangen.
In Las Vegas machten sich allmählich die Vamps bereit, das Hauiimperium ins wanken zu bringen. Pepermint brachte Jannes, Eleken, Petrus, und Thomas E zum Casino von Haui und fuhr dann zurück zu den anderen, die in dem Versteck solange warten sollten, bis sie gebraucht werden. Außerdem wollte er unbedingt noch ein Vater Tochter Gespräch mit Simone führen, wo Thomas auf keinen Fall dabei sein sollte.

Nun standen die Vamps vor dem Casino und staunten nicht schlecht, als sie es genauer betrachteten. Es war nämlich eine umgedrehte Pyramide, die ohne Hilfspfeiler, perfekt und stabil ausgerichtet war. Oben auf dem Dach, befand sich er riesiger Flughafen, wo sogar die größten Flugzeuge landen konnten.

Petrus rief: „Los Jungs, jetzt wollen wir mal sehen, wie es innen drin aussieht, bevor wir uns um Haui kümmern.“

Dann schritten sie durch das große aus purem Silberbestehenden Tor. Als sie drinnen angekommen waren, schlossen Eleken und Jannes die Augen und nahmen einen großen Zug Glücksspielluft in sich auf. Es sah so aus, als würde Jannes, aber auch Eleken, öfters eine Glücksspielluftinhalation benötigen, damit ihre Körper einwandfrei funktionieren konnten. Die beiden schnüffelten so sehr, dass man fast annehmen hätten können, dass sie ausgebildete Drogenhunde wären, oder Trüffelsuchende Schweine, die sich einwenig verlaufen haben. Thomas E. und Petrus warteten ungeduldig darauf, bis die Schnüffelfreaks ihre Nase voll hatten. Als Eleken und Jannes soweit waren, gingen sie zur Wechselbank, um das Spielgeld abzuholen.

Die nette Dame am Schalter fragte: „Für wie viel Dollar möchten sie Spielchips tauschen? Beachten sie bitte, dass heute Abend der Mindesteinsatz 1 Million Dollar beträgt.“

Jannes hackte auf seinem Handy rum, um nach den zwei Apps von Haui zu suchen.

Als er sie endlich gefunden hatte sprach er: „Ich hätte gerne für 4mal 100 Millionen Dollar Chips getauscht, oder ist das ein zu großer Betrag?“

„Nein mein Herr, solche Beträge sind eher Mittelmaß. Der Rekord liegt bei 500 Millionen pro Spieler“, antwortete die nette Dame.

Ungeduldig rief Petrus dazwischen: „Dann nehmen wir eine Milliarde Dollar für jeden von uns und dazu brauchen wir vier Leibeigene die unsere Chips durch die Gegend tragen.“

„Soll ich es so machen?“ fragte die nette Dame.

Jannes nickte und steckte sein Handy in die Überweisungsstation.

Die nette Dame sprach: „Das macht dann alles zusammen 4 Milliarden Dollar für die Chips und jeweils 10 Dollar für die Leibeigenen, die sie aber noch zusätzlich den ganzen Abend verköstigen müssen.“

„Die Wischer kriegen von uns nur die Reste was wir selbst nicht schaffen und wenn sie trinken möchten, können sie ja aus der Kloschlüssel einen kräftigen Schluck nehmen“, rief Thomas E.

„Wie sie es wünschen“, sagte die Dame und winkte die vier Leibeigenen mit den Chips her.

Thomas E und Petrus schnappten sich ihre Leibeigene und zogen los, um ein bisschen Spaß zu haben.

Eleken entdeckte auf einer Empore das Chamäleon und versuchte im heimlich zu folgen.

Jannes dagegen stand noch da und überlegte.

Die Dame fragte: „Wollen sie noch etwas haben? Vielleicht eine Tausenderrolle für den Bingoautomat?“

„Ich hätte gerne fünf davon“, antwortete Jannes.

Er bezahlte rasch und lief dann zügig zu den Bingoautomaten, um seine erste Rolle Tausender einzuhängen. Gutmütig nahm der Automat die tausender an, mit denen Jannes ihn fütterte. Dann ging es los, der Automat ratterte und Jannes`s Finger flogen in Windeseile über den Bildschirm. Schon bald war die erste Rolle aufgebraucht, sodass Jannes schon nach zehn Minuten die zweite Rolle einsetzten musste. Jannes versuchte das System von dem Automaten heraus zu finden, aber um diesen Automat zu verstehen, gingen nochmals zwei weitere Tausend Dollar Rollen ins Land.

„So, das muss es jetzt sein“, murmelte Jannes vor sich hin, als er seine letzte Rolle einhängte.

Plötzlich stand Haui hinter ihm und sagte: „Na sieh mal an, wer da für mich sein ganzes Geld verplempert. Jannes du alter Hase, ich wusste genau, das du irgendwann auftauchst. Hast du Lust auf Poker?“

Jannes schaute ihn an und sprach: „Nein Danke. Ich habe es mir gerade abgewöhnt, aber wenn du möchtest, können wir Schach spielen.“

„Schach? So was spielen nur Versager, oder Verlierer“, rief Haui.

Jannes sagte: „Oh wie Schade, jetzt habe ich fünf ganze Tausenddollarrollen dir in deinen Arsch geblasen. Mal sehen wie viel Geld so ein Arsch wie du verträgt.“

Dann ließ Jannes Haui stehen und verschwand geschickt in der Menge. Haui versuchte zusammen mit Major Sumsum und dem Chamäleon die Vamps zu finden, doch sie waren wie vom Erdboden verschluckt, egal wo sie auch suchten. Sie entschieden sich dann, zu Haui`s Büro zu gehen, um mit Hilfe der Kameras die Vamps zu finden. Die Sucherei war für die drei so anstrengend, dass sie nach kurzer Zeit vor den Monitoren zusammengekauert einschliefen.


Kapitel 25


In Deutschland dagegen hatten Jack, Richi, Huck, Toni Gugele und M die Stadtgrenze von Frankfurt passiert und waren nun auf dem Weg zum Hauptbahnhof, um dort ihre Zugpferde auszutauschen. Sie mussten nicht lange suchen, denn man hörte die dortigen angetrunkenen Halbstarken schon lautstark rufen. Die Vamps begaben sich auf die Bahnsteige und schauten sie um.

Plötzlich schrie ein junger Pisser zu einem ältern Mann: „He du, komm her. Ich mach dich Kung-Fu. Los, ich warte. Hast du Angst, dass du was auf die Fresse bekommst, oder läuft dein Arsch schon auf Grundeis.

Jack sagte: „Hört ihr, dass ist ein potentieller Arsch, der unseren Mistkarren ziehen wird. Nun müssen wir nur noch auf seine genau so blöden Kumpels warten.“

Es dauerte nicht lange und die Kumpels von dem schreienden Arsch hatten sich allmählich eingefunden und umzingelten den älteren Mann.

Der Arsch rief: „So, jetzt kannst du nicht mehr fliehen, mein Süßer!“

Da schrie der alte Mann: „Schnauze du Wichser, vor einem Monat hätte ich dir in den Hals gepisst und mit deinem fauligem Kadaver deine Kumpels verprügelt. Aber jetzt ist leider diese Zeit vorbei. Also so komm her du Wichser und wir bringen es hinter uns.“

„Der alte Mann ist doch Albert. Man kann ihn leicht durch seine Umgangssprache erkennen“, sagte Gugele, der auf einmal ein schlechtes Gewissen bekam, da er ja Albert den Kopf abgeschnitten hatte.

Jack rief: „ Jeder von uns nimmt sich jetzt ne Flasche Rum, schnappt sich dann einen Halbstarken und füllt dann so lange ab, bis er euch hörig ist.“

Mit lautem Gebrüll und mit jeweils einer Flasche bewaffnet stürzten sich die Vamps auf die Halbstarken, die schon bald überwältig und fügig gemacht waren. Ehe sich die Halbstarken versahen, waren sie vor den Mistkarren gespannt und die Augen mit Scheuklappen zudeckt, damit sie keine Panik bekommen konnten. Gugele lief zu Albert, der zusammengerollt auf dem Boden lag.

Gugele sagte: „Steh auf Albert, die Gefahr ist gebannt. Komm mit, wir werden zusammen nach Bremerhafen fahren.“

Albert stand auf und folgte Gugele zum Mistkarren. Plötzlich hörte man ein knurren und fauchen in der Nähe.

Toni fragte: „He Gugele, hast du schon wieder Hunger oder was?“

„Nein diesmal sind es die Eisbären vom Zoo, die unsere Halbstarken fressen wollen“, antwortete Gugele.

Jack schwang seine Peitsche und rief: „Los ihr Halbstarken, trabt an.“

Doch die Halbstarken machten keinen Mucks.

Da ergriff Albert die Peitsche und drosch auf die Halbstarken ein und rief dabei: „Rennt um euer Leben ihr Wichser, die Eisbären sind hinter euch her.“

Panisch bäumten sich die Halbstarken auf bevor sie kreischend mit dem Mistwagen und den Vamps davonjagten. M rechnete bei der wilden Fahrt mit Hilfe der Weltformel die Zeit aus, die sie benötigen würden, um rechtzeitig am Hafen anzukommen. Er berechnete, dass sie am Tag ungefähr 300 km zurücklegen müssten, damit sie das letzte Schiff erreichen würden. Weiter und immer weiter fuhren sie mit dem Mistkarren von Stadt zu Stadt und wechselten jeweils am Bahnhof ihre Zugtiere, ääh Halbstarken aus. Schon am nächsten morgen waren sie in Köln am Bahnhof angekommen, wo Toni und M einen dringenden Boxenstop im Kölner Liebescenter machten. Eilig liefen die beiden von Zimmer zu Zimmer, um sich die freien Damen anzuschauen. Toni blieb gleich bei der ersten mit großen Melonen hängen, doch M war bei der Wahl ziemlich pingelig. Wahrscheinlich hatte er zu wenig Alkohol intus, um eine schnellere Wahl zu treffen. Doch als er die letzte Türe öffnete erstarrte er plötzlich. Dort stand nämlich eine spärlich bekleidete Frau auf dem Bett, die eine lebendige neunschwänzige Katze in der Hand hielt. In der Mitte des Zimmers stand noch ein Reisbauer der gerade die Ernte einholte.

Da rief M entzückt: „He cool, die machen Puffreis.“

Dann nahm er sich auch einen Reisstrohhut vom Haken an der Wand und machte sich mit einer Handsichel auch an die Reisernte. Toni kam auch noch dazu, der den Ofen der spärlich bekleideten Dame anheizte, damit sie nicht mehr so frieren musste. Alle Damen vom Liebescenter waren echt dankbar, für den Einsatz von Toni und M, die endlich mal wieder Feuer in den Öfen machten, damit die Damen wieder Puffreis herstellen konnten. Toni bekam für seinen aufopfernden Einsatz sogar mehrere Freinummern, da er durch sein Temperament gleich mehrere Öfen zum glühen brachte. M dagegen fühlte sich dabei angepisst, da er den doppelten Preis für eine Nummer Puffreis bezahlen musste. Als die beiden fertig waren und Toni etwa ein Kilo leichter war, begaben sie sich wieder zum Bahnhof, wo die anderen schon 20 Wichser vor den Mistkarren gespannt hatten. Gerade als sie losfahren wollten zischte was durch die Luft, dass an einer Eiswand zerschellte. Es war Nieselpriem, den Major Sumsum in die äußere Atmosphäre geschossen hatte und nun wieder der Erdanziehungskraft gnadenlos verfallen war. Albert und Richi rannten zu ihm, um zu schauen, was noch von ihm übrig war.

Nieselpriem schüttelte sich kurz und sagte dann: „Hallo Albert, willkommen in der Eiszeit.“

Dann verließen Nieselpriem die Kräfte und er schlief wie ein übergewichtiges Baby ein, das nur noch an seinem Schnarchen und Sabbern als Nieselpriem zu erkennen war. Schnell warfen sie das Balg auf den Karren, um keine unnötige Zeit zu verlieren. Da M jedem Halbstarken einen modifizierten Rektal Brain Initiator verabreichte, kamen sie sehr schnell vorwärts, da sie durch diese geniale Aktion nicht mehr anhalten mussten. Schon am Abend desselben Tages waren sie in Bremenhafen angekommen.

Richi ging zum Ticketschalter und sprach: „Ich hätte gerne acht Tickets für die Reise nach New York.“

Der Beamte grinste dämlich und sagte dann: „Das macht dann acht Millionen Dollar bitte.“

Richi fragte: „Warum wollen sie so viel Geld für eine lächerliche Überfahrt? Und warum wollen sie zum Teufel Dollar und nicht Euro?“

„Also Europa gibt es nicht mehr, da es unter einer drei Meterdicken Eisdecke begraben ist. Die acht Millionen verlange ich, da ich erstens der Captain bin und zweitens schon immer ein Geldgeiler Sack sein wollte, darum“, antwortete der Captain.

Richi ging zu den anderen zurück, um ihnen mitzuteilen, dass sie doch nicht nach New York mit dem Schiff fahren konnten.

Nieselpriem sagte: „He Richi, lass mich es noch mal versuchen, vielleicht habe ich mehr Glück als du. Man nennt mich nicht umsonst der Mann der alles kann.“

Dann lief er zuversichtlich zum Ticketschalter hin, um irgendwie acht Tickets zu besorgen. Nach einer halben Stunde kam Nieselpriem mit einem merkwürdigen Gang zurück, als hätte er beim Militaryreiten mitgemacht und den letzten Platz belegt.

Toni fragte: „Sag bloß du bist mal wieder über deinen Schatten gesprungen?“

„Sei ruhig“, sprach Nieselpriem, als er an Toni vorbeihumpelte.

Zum erstaunen aller zeigte er stolz vier Tickets, die er sich hart erarbeitet hatte.

„Wenn du jetzt noch mal hingehst, können alle mitfahren“, schlug M vor.

„Nein, auf keinen Fall. Der wahnsinnige Kapitän wollte mich zu seiner Prinzessin machen. Aber vielleicht möchte ja ein anderer gehen?“ sprach Nieselpriem.

Alle schüttelten den Kopf und winkten ab.

„In Ordnung, dann bleibt es bei vier Tickets. Wir sollten nun entscheiden, wer von uns mit den Tickets nach New York fährt“ schlug Huck vor.

Richi fragte: „Wer von euch will unbedingt mit?“

Es streckten Huck, Richi, M, Jack, Toni und Gugele. Albert und Nieselpriem dagegen schauten uninteressiert in den Himmel.

Gugele fragte: „He ihr beiden, warum wollt ihr nicht nach New York?“

„Wir waren erst vor kurzem in New York und haben dort schlechte Erfahrungen gesammelt“, sprach Nieselpriem.

„OK, aber wir sind immer noch zwei zu viel“, sagte Jack.

Da sprach Gugele: „Ich werde hier bleiben und versuchen eine neue Zukunft in Deutschland aufzubauen.“

Toni schloss sich Gugele an und meinte: „Ich werde auch hierbleiben und versuchen die neue Puffmutter im Liebescenter von Köln zu werden.“

„Dann ist es besprochen“, sagte Richi und ging mit Huck, M und Jack an Bord des letzten Passagierschiffes.

Die anderen vier saßen traurig am Pier und schauten ihren Freunden nach, als sie an Bord gingen. Da flog ein Fisch an den Kopf von Gugele und als er aufsah erkannte er Moggele, der anscheinend auf einem Fischkutter angeheuert hatte.

Gugele rief: „Hallo Moggele, schön dich zu sehen. Wie geht es dir?“

„Mir geht es gut und meinem Kumpel Möhrchen auch, da ich ihm einen Job als Entgräter besorgt habe.“

„Braucht ihr vielleicht noch vier Arbeitswillige Helfer mehr an Bord?“ fragte Albert.

„Wieso vier?“ fragte Toni.

„Ja, in Ordnung, wir geben es zu, wir wollten schon mit nach New York, aber wir wollten den anderen den Vortritt lassen. Und wie sieht es bei euch beiden aus?“ sprach Nieselpriem.

„Natürlich wollen wir auch nach New York, das es ja dort die besten Fastfoodbuden der Welt gibt“, antwortete Gugele sabbernd.

„Wenn das so ist, dann springt auf, mein Captain kann jeden brauchen, der arbeiten kann“, rief Moggele.

Schnell sprangen die vier auf den Fischkutter auf und befanden sich dort, sofort in der Scheiße, da sie gleich das mit Fischkadavern übersäte Deck schruppen mussten. Da der Fischkutter, sich nicht an Fahrzeiten halten musste, legte er sofort ab und fuhr aufs große offene Meer hinaus.


Kapitel 26


In der Zwischenzeit hatten es sich Hugo und Barbie auf dem Mond gemütlich gemacht. Das fast alle Kontinente unter einer dicken Eisschicht begruben wurden, hatte sie noch gar nicht mitbekommen, da sie damit beschäftigt waren, die Kneipe „Eleken Ex Eco M“ nach ihren eigenen Vorstellungen umzubauen. Sie hatten schon die Ganzen Vorratskammern, Bierlager und Weinkeller so modifiziert, dass man per Knopfdruck überall in der Raumstation, mit einer Art Luftpost seine Grundnahrungsmittel bekommen konnte. Es gab nur eine Ausnahme und das war die Terrierzelle, wo Tricky und Kiki gefangen waren. Sie bekamen nur Wasser, Brot und eine viel zu hartgewordene Salami zum überleben.

Kiki sprach: „Ich weiß nicht, aber durch die neuen Brustimplantate, fühle ich mich ganz anders. Bestimmt liegt es an den Blutekeln und Würmer die in meinen Brüsten auf und ab kriechen. Die machen mich irgendwie besonders geil und ich habe immer Lust auf ein weinig Spaß.“

„Und ich dachte, es geht nur mir so, aber jetzt habe ich ne gute Idee, wie wir ein wenig Spaß haben können“, fügte Tricky hinzu und nahm die Salami in die Hand.

Nun folgte ein spaßiges Abenteuer, das es so nur unter Frauen geben kann. Als sie fertig waren, warfen sie die alte Salami in den Gang, damit die Ratten auch noch was von der Leckerei abbekommen würden.

Hugo war gerade mit dem Anbringen der neuen Dunstabzugshauben in Toiletten fertig, als ihn der Hunger überkam. Pizza, einfach nur Pizza, sollte es sein. Rasch machte er sich auf den Weg zur Küche, wo er den Teig zusammenmischte. Dann beauftragte er Barbie, die restlichen Zutaten zu besorgen. Barbie drückte auf den dafür vorgesehenen Knopf und schon bald kamen Tomaten, Käse, Pilze und Zwiebel per Luftpost in die Küche.

Hugo rief: „He, wo ist die Salami? Sag bloß du hast sie aufgegessen?“

„Nein, wir haben keine Salami mehr. Die letzte war schon sehr alt und ich habe sie unseren Gefangenen überlassen“, erklärte Barbie.

„Hol sie sofort wieder zurück“, befahl Hugo.

Brudelnd zog Barbie von Dannen, um die Salami wieder aus den Klauen der Furien zu holen. Doch zu seiner Freude, fand er das gute Stück im Gang und er war froh, dass er sich mit den zwei Damen nicht schon wieder streiten musste. Als er wieder in der Küche war, warf er Hugo die Salami zu, doch Hugo glitt die Salami durch die Finger, da sie merkwürdigerweise sehr glitschig war.

Hugo fragte: „Warum ist den die Salami so feucht und glitschig?“

„Ich denke, dass unten in den neuen Kellerräumen eine sehr gute Luftzirkulation ist und somit die Lebensmittel schön Feucht und lange Haltbar werden“, meinte Barbie dazu.

Zügig schnitt Hugo ein Stück der Salami klein und belegte damit die Pizza. Nun konnte die Pizza endlich in den Backofen. Während sie warteten, aßen sie genüsslich die restliche Salami mit samt der Haut auf, da sie den beiden Feinschmeckern sehr rezent mundete.

Da sie jetzt schon von der Salami ziemlich satt waren, überkam Barbie das Mitleid und fragte Hugo: „Wie wäre es, wenn wir die Pizza Tricky und Kiki geben, damit wir vielleicht wieder Freunde werden können.“

„Pizza ja, aber Freundschaft nein“, antwortete Hugo; „vergiss nicht, dass Tricky die Braut von Haui ist und Kiki die Schwägerin von einem Expräsidenten ist.“

„Egal, ich denke wenn wir zu ihnen nett sind, werden sie sich auch zum Positiven verändern“, sagte Barbie.

„Na gut, dann hol als erstes nur Tricky zu uns in den Speisesaal hoch“, sprach Hugo.

Barbie rannte in den Keller, schloss die Türe auf und rief: „He Tricky, du kommst jetzt mit mir. Hugo und ich wollen was mit dir besprechen.“

Ohne ein Wort zu sagen stand Tricky auf, ging aus der Zelle heraus und lief mit Barbie die Treppen hinauf, nachdem Barbie die Zelle wieder verschlossen hatte. Als sie oben angekommen waren, griff plötzlich Tricky Barbie an. Sie sprang auf ihn, biss sich an seinem Genick fest, steckte ihre Finger in seine Nase und zog daran. Dann schleuderte sie Barbie in die Ecke, wo Barbie bewusstlos liegen blieb. Tricky ergriff die Haare von Barbie und zog ihn zu Hugo in den Speisesaal.

Tricky rief: „He Hugo, ich hörte, du willst mit mir sprechen. Wenn du was von mir möchtest, dann komm selbst zu mir und schick mir nicht so ein Waschlappen zu mir.“

Dann stopfte sie Barbie auf den Mülleimer und setzte sich neben Hugo.

Sie fragte: „Was ist los Hugo?“

„Diese miese Aktion von dir, kann ich auf keinen Fall gutheißen, darum sage ich dir nun genau, was du tun sollst“, antwortete Hugo wütend.

„Du schwingst jetzt sofort deinen runzligen Arsch wieder in deine Zelle, bevor ich aus dir Kometenfutter mache“, fuhr Hugo fort.

Beleidigt aber doch mit erhobener Gurkennase, stolzierte Tricky zurück in ihre Zelle. Hugo lief ihr hinterher, um Tricky wieder einzusperren und Kiki nach oben zu holen, in der Hoffnung, dass sie umgänglicher wäre. Mit einem flauen Gefühl lief Kiki gefolgt von Hugo die Treppe hinauf.

Kiki setzte sich dann in dem großen Restaurant neben Hugo hin und fragte: „Na Hugo, was kann ich für dich tun?

„Für mich nix, aber Barbie möchte dir als Versöhnung ne Pizza zum Essen schenken“, antwortete Hugo.

Schnell zog Kiki Barbie aus dem Mülleimer wieder heraus, als sie ihn zwischen dem verschimmelten Abfall entdeckte, wo ihn Tricky zuvor hineingezimmert hatte. Sie entfernte liebevoll die Spagetti aus seinen Haaren und die Pommes aus seiner Nase.

Als er wieder halbwegs normal aussah, gab Kiki ihm einen Kuss auf die Glatze und sagte: „ Barbie, Entschuldigung, dass Tricky so grob zu dir war. Ich möchte mich auch dafür bedanken, dass du mir ne Pizza schenken möchtest.“

Barbie sprach: „Ach, das war gar nicht so schlimm. Auf Murmel, wo ich in der Armee von Jack Murmer gedient habe, war es viel schlimmer.“

„Kiki sagte: „Mir ist es auf einmal ganz schlecht, ich denke, ich muss ganz schnell auf die Toilette gehen.“

Dann stand Kiki auf, lief zwei Schritte und fiel plötzlich bewusstlos um. Geistesgegenwärtig schnappten Hugo und Barbie Kiki, um sie auf einen der Tische im Speisesaal darauf zu legen. Hugo untersuchte Kiki und stellte fest, dass die Brustimplantate die sie von Jack bekommen hatte, sich rasch auflösten. Nun war schnelles handeln gefragt. Barbie fixierte Kiki mit XXXL-Fleischrouladen an den Tischfüßen. Als Vorsichtsmassnahme, bewaffnete sich Barbie noch mit einem Nudelholz, für den Fall, dass Kiki wieder aufwachen sollte. Dann kam Hugo, der ein Fleischermesser in der Rechten und eine Flasche Rum in der linken Hand hatte. Er nahm einen kräftigen Schluck aus der Pulle und schnitt dann als erstes den Beutel auf dem Rücken in zwei Hälften. Barbie gestaltete aus den zwei Hautlappen Flügel, die er mit Hühnerfedern verzierte. Jetzt drehten sie Kiki um, damit sie auf die Implantate in der Brust entfernen konnten. Auf einmal drohte Kiki aus ihrem Prinzessinnenschlaf aufzuwachen, doch dem Nudelholz sei dank, schlief sie schon bald wieder ein und die beiden Aushilfsärzte konnten ihre Arbeit weiter verrichten. Nach ein paar weiteren Handgriffen, waren auch die Brustimplantate entfernt und gereinigt.

Hugo fragte: „So was machen wir jetzt?“

„Ich denke, wir sollten die Satteltaschen mit Silicon oder Rum auffüllen. Da bekommt dann auch das Wort einen Gespritzten eine vollkommen genauere Bedeutung, wenn wir Schnaps in die Brüste einfüllen würden“, sagte Barbie.

Barbie richtete Kiki vorsichtig auf, damit Hugo noch die letzten Schönheitsmaßnahmen durchführen konnte

Hugo rief: „So, mit dem Messer noch die lästigen Fettlappen an Bauch, Bein und Po weggeschnitten, damit sie wieder menschlicher aussieht. Na ja, so gut es halt geht. Jetzt noch die Brüste mit Rum gefüllt, damit sie auch mal in ihrem lausigem Leben für was Gutes da ist. Ta, taa, so fertig.“

„Wau, du bisch ein Genie“, rief Barbie entzückt.

„Ich weiß“ antwortete Hugo, der nun den Rest der Rumflasche austrank.

„Meinst du, dass sie noch lebt?“ fragte Barbie.

„Na klar. Wer sonst außer ihr, schnarcht wie ein Bär im Winterschlaf? Los gib ihr einen Einlauf und mach dann nen 20-fachen Espresso, damit sie wieder zu sich kommt“, sagte Hugo.

Barbie verpasste Kiki den größten Einlauf ihres Lebens und schon bald machte Kiki noch dazu den schnellsten Auflauf auf dem Klo.

Hugo schrie: „Schnell Barbie gib ihr den 20-fachen Espresso, dass sie nicht wieder einschläft!“

Barbie rannte auf die Toilette, um Kiki den Espresso zu geben. Nach einem kurzen Aufschrei, war es totenstill geworden und nach ungefähr einer Stunde, kam Kiki taufrisch aus der Toilette heraus, als wäre sie gerade auf einer Beautyfarm gewesen.

Kiki grinste über beide Ohren und sprach: „Danke, dass ihr mich gerettet habt. Von nun an, werde ich zu euch stehen, egal was kommt.“

„Es freut mich zu hören, dass es dir gut geht. Das du uns die Freundschaft anbietest, ist zwar schön, aber es bleibt abzuwarten, was daraus wird“, sagte Hugo.

„Die Zeit wird es uns zeigen“ meinte Kiki, „ach ja, schau mal nach Barbie, der sah nicht gut aus, nachdem er mir den Espresso eingeflößt hatte. Ich denke er kam mit dem Gestank nicht klar, den ich auf dem Klo hinterlassen habe.“

Hugo schaltete die neuen Zusatzdunstabzughauben in den Toiletten an und eilte dann zu Barbie, der schon oben an der Abzugshaube klebte. Mit dem Notausknopf schaltete Hugo die Abzugsanlage aus, damit Barbie wieder vom Himmel fallen konnte. Hugo zog Barbie an den Füssen aus der Toilette heraus, als plötzlich der Alarm los ging. Rasch rannten Kiki und Hugo zur Hauptbrücke, um zu sehen, was den Alarm ausgelöst hatte. Es war das Raumschiff der Maniacs, das langsam in den Orbit der Erde einschwenkte und dort verharrte. Hugo schaltete die Plasmakanonen ein und richtete sie auf das Raumschiff.

Gerade als er sie abfeuern wollte rief Kiki: „Nein nicht. Es hat keinen Zweck, da das Raumschiff gegen jegliche Strahlen und schweren Metall resistent ist. Im nu wäre dann die Mondstation in Grund und Boden geschossen, wenn du auf sie schießen würdest.“

„Und wie kann ich sie jetzt aufhalten?“ fragte Hugo.

„Na mit was hartem aber nicht zu viel Metallischem“, antwortete Kiki.

„Und was ist das?“ fragte Hugo.

„Ich denke, Kiki meint Flaschen oder Dosen“, sprach Barbie, der langsam wieder zu sich kam.

Hugo modifizierte mit Hilfe von Kiki und Barbie den neuen Müllentferner, der nun Flaschen und Bierdosen mit Lichtgeschwindigkeit herauskatapultierten konnte.

Hugo rief: „Leider können wir keinen Probeschuss machen!“

„Egal, raus mit der Scheiße, Hauptsache wir haben genug Proseco für mich. Los feuere die ersten Bierdosen ab Barbie“, schrie Kiki.

Barbie flennte wie ein kleines Baby, aber es war ihm auch bewusst, dass sie nur so die Erde retten konnten, wenn sie das leckere Nass, auf die Maniacs schießen würden. Mit zitternden Händen drückte er auf den Feuerknopf und fing dabei immer fürchterlicher an zu weinen, bis auf einmal das Maniacraumschiff getroffen wurde und es ins wanken geriet.

Kiki fragte: „Ist das jetzt wegen den schnellen Geschosseinschlägen oder von der Promille?“

„Wir werden keine Zeit haben es herauszufinden“, rief Barbie, der nun mit Rumflaschen nachlud.

Nachdem ungefähr 1 Million Promille an Bord des Maniacraumschiff war, driftete das Raumschiff Richtung Erde. So wie es aussah, würde das Raumschiff in der Atmosphäre verglühen und der Rest in den Golf von Mexico stürzen. Doch kurz bevor das Raumschiff abstürzte löste sich was davon, was so aussah wie ein Hühnerei. Dann ging alles ziemlich schnell und das Raumschiff raste unaufhaltsam nieder und stürzte den alkoholischen Flugkünsten des Maniacnavigators sein dank, genau in das Ölleck der zerstörten Ölplattform im Golf von Mexico. Auf dem Mond und in Amerika hörte man die Menschen aufatmen, als sie mitbekamen, dass das Ölleck geschlossen und die Maniacs bis auf eine kleine Rettungskapsel vernichtet worden waren.

Hugo sprach: „Schade, dass wir nicht nach den Maniacs suchen können, das sie in der Rauchwolke des Vulkans auf Island verschwunden sind.“

„Egal, kommt wir besaufen uns jetzt mit Proseco und nehmen vorsichtshalber schon ein paar Kopfschmerztabletten, um den Kopfschmerzen ein Schnäppchen zu schlagen“, rief Barbie.

Dann knallten die Korken und schon nach 15 Flaschen Proseco, waren alle drei total besoffen und schliefen wie die Murmeltiere ein.


Kapitel 27


In Las Vegas und vor allem in Haui`s Casino bekam kein Schwein von diesem großartigen Ereignis etwas mit, da die Besucher des Casino`s im Spielrausch waren und Haui mit seinen Jungs im Büro kuschelte.

Petrus war gerade dabei einen großen Pot beim Poker abzusahnen, da sein Duselschieberglück, ihm mal wieder hold zu scheinen schien. Unkontrolliert von Haui, gewannen die Vamps, außer Jannes, einen Batzen Geld.

Jannes hatte schon sein ganzes Geld verblasen und war jetzt nun auf den Weg zum Wechselschalter, um neue Spielchips zu holen. Um auf Nummer sicher zu gehen, holte er gleich für 10 Milliarden Dollar Chips ab, damit er keinen Engpass erleiden müsste, wenn er mal auch ein gutes Blatt bekommen würde.

Mit neuer Hoffnung, stolzierte Jannes zum Pokertisch, um endlich auch mal in den Genuss eines Siegers zu kommen. Doch rasch holte ihn die Realität ein und er verlor gleich 9 Milliarden auf einmal. Enttäuscht verließ Jannes den Pokertisch und machte sich auf den Weg zur Bar, wo Eleken schon ziemlich angetrunken über dem Tresen hing und wirre Geschichten von Champ Elleyses erzählte.

Jannes setzte sich neben Eleken und seufzte: „Ach Eleken, wo sind nur die alten Zeiten hin? Die Zeiten, wo ich auch mal was gewonnen habe.“

„Sag bloß, du hast früher mal Glück im Spiel gehabt. Dich nannten doch immer alle Lucky Loser, da du trotz deinem Pech, immer Ex Eco raus kamst. Und so ist es doch auch jetzt, du verlierst Unmengen an Kohle, aber du kommst Ex Eco raus, da es nur Richis Geld ist, dass du verlierst“, lallte Eleken.

„Du hast Recht, auch wenn ich Richis ganzes Geld verzocke, komme ich Ex Eco raus. Ich schaue mal, wie viel Geld wir schon verzockt haben. Ach das ist ja gar nichts, nur ungefähr 15 Milliarden, das merkt Richi wahrscheinlich gar nicht“, sprach Jannes.

Da kamen Petrus und Thomas E mit ihren Leibeigenen zurück, die auch schon ihre ganze Kohle verzockt hatten.

Petrus rief: „Los Jannes, wir holen noch ein bisschen Geld. Es ist so eine Gaudi, dass Geld von Richi zu verzocken. Diese Zockerhöhle ist so abgefahren und geil, dass ich sie am liebsten kaufen würde.“

„Das kannst du ja auch, wenn du genügend Kohle hast“, sprach Thomas E und zeigte einen Flyer von Haui, wo eine große Auktion angekündigt wurde.

Alle lasen interessiert den Flyer durch und Petrus sagte dann: „Ich verstehe gar nicht warum Haui diese Goldgrube versteigern will. Bestimmt möchte er mit dem Geld dann noch ein größeres Casino bauen. Kommt wir machen dort auch an der Auktion mit und dabei ruinieren Haui, damit wir hier auf der Erde weiterleben können.“

„Mein Verstand sagt mir, dass es noch einen anderen Grund gibt, warum Haui sein Casino verkaufen möchte, aber mein Verstand verrät mir leider noch nicht welchen. Ich bin aber auch der Meinung, dass wir bei der Auktion unbedingt mitmachen müssen. Ihr braucht euch aber keine Sorgen machen, da ich mit meiner Weltformel, jede Überraschung im voraus berechnen kann“, sprach Jannes.

„OK, dann lasst uns gehen“, rief Eleken.

Gerade als sie aufstehen wollten, kam Haui mit Major Sumsum und dem Chamäleon auf sie zu.

Haui rief: „Na endlich habe ich euch gefunden. Ihr seit ganz schön dreist hier herzukommen, wenn ihr so viele Leben auf dem Gewissen habt.“

„Also erstmal heißt es vierst, da wir zu viert sind und zweitens was für Leben auf dem Gewissen?“ fragte Thomas E.

„Na das Leben der ganzen Maniacs habt ihr ausgelöscht. Es konnte sich nur eine Rettungskapsel ablösen, bevor das Raumschiff in den Golf von Mexico stürzte und somit das Ölleck der Ölplattform verschloss. Von der Rettungskapsel fehlt bis jetzt jede Spur“, sagte Haui.

Die Vamps jubelten, klatschten sich ab und nahmen sich vor Freude in die Arme.

Jannes sagte: „Na das ist mal ne richtig gute Nachricht. Jetzt hast du niemand hinter dir, der uns wirklich gefährlich werden kann.“

Haui blieb gelassen, schaute auf die Uhr und sagte dann: „Ich habe noch ne Nachricht für euch. Genau in zwei Sekunden stirbt der Planet Champ Elleyses und niemand kann ihn retten.“

Da fielen Jannes und Eleken auf die Knie und begannen tierisch zu weinen. Wütend sprang Petrus auf Haui, um ihn die Gurgel zu zudrücken. Doch dies war ein kläglicher Versuch, da er sofort von Major Sumsum und dem Chamäleon überwältigt wurde.

Haui fauchte: „Sperrt sofort Petrus und auch Thomas E ein. Wenn du deine Freunde retten möchtest Jannes, musst du das Casino ersteigern, damit du ihren Aufenthaltsort erfahren kannst. So, ich nehme jetzt noch Eleken mit in mein Büro, um vor der Auktion noch ein bisschen Spaß beim Pokerspielen zu haben.“

Als Major Sumsum und Chamäleon, Petrus und Thomas E an einen unbekannten Ort abführen wollten, riss Eleken sich von der Hand von Haui los, ergriff die Flucht und rannte aus dem Casino heraus. Sofort schickte Haui ihr seine Männer hinterher. Doch die verloren die Spur, in dem Meer von Zelten, die die Demonstranten der Wir Bleiben Hier Vereinigung aufgestellt hatten. Major Sumsum fing an, alle Zelte nach und nach zu untersuchen, bis er vor einem menschlichen Berg stand, hinter der sich Eleken ängstlich versteckte.

Es war Dark Women, die gleich so extrem laut mit ihrer nervigen und quietschenden Stimme ins Megafon schrie, sodass Major Sumsum`s Prachtlocken nach wenigen Sekunden einer fatzenglatten, fettigen Hippiefrisur weichen mussten. Voller Panik ergriff nun Major Sumsum die Flucht, um sich ne neue Dauerwelle verpassen zu lassen.

Als Major Sumsum weg war sagte Dark Women: „Eleken steh auf, dein Verfolger ist verschwunden und das wird nicht der einzige bleiben wenn ich mal in Fahrt gekommen bin.“

„Yes“, rief Nana, die mit ihrem überdimensionalen String fertig geworden war, den sie vor Freude immer wieder durch die Luft schleuderte.

Im Casino drinnen, stand immer noch Haui vor dem jammernden Jannes Lipstick, der wie ein Häufchen Elend, sich zu einem Rollmops zusammen gerollt hatte.

„Hör auf zu jammern und sei ein Mann. Der Showdown zwischen uns beiden findet auf der Auktion statt. Da wird man dann sehen, wer von uns der bessere Spieler ist“, sagte Haui und lief zu dem Saal, wo in kürze die Auktion starten würde.

Wütend sprang Jannes auf und schrie: „Mein Verstand wird dich zum Bettler machen, sodass Tricky dich nie mehr anschaut.“

Haui lief unbekümmert weiter, denn er hatte sich in der Zwischenzeit schon ne neue willenlose Dame ohne allzu viel Verstand besorgt. Jannes machte sich auch auf, zu dem Auktionssaal und setzte sich dabei provokant in die erste Reihe, damit er Haui immer in die Augen sehen konnte, um in aus der Ruhe zu bringen. Aber nicht nur Jannes war in dem Saal. Nein, alle reichen Geldsäcke der Welt hatten sich eingefunden, damit sie sich die Goldgrube unter den Nagel reißen können.

Da kam der Auktionsmaster an den Pult und sprach: „Meine lieben Gäste, heute wird dieses schmucke Casino, dass einen Wert von 100 Milliarden hat versteigert. Das Mindestgebot fängt hier bei 101 Milliarden an. Das Angebot ist eröffnet.“

Rasch schossen die Angebote in die Höhe, sodass das Angebot schon bald die Billion erreicht hatte. Doch immer weiter und weiter trieben die potentieller Käufer das Angebot in die Höhe, wo auch Jannes darunter war. Auf einmal bemerkte Jannes, dass Major Sumsum und das Chamäleon mithalfen, den Preis in die Höhe trieben.

Um dieser miesen Tour von Haui Einhalt zu geben sprang Jannes auf und rief: „Ich biete mein Handy mit den zwei Richi-Apps für 100 Billionen an.“

Es ging ein Raunen durch die Menge, bevor es ganz still wurde, damit alle hören konnten, ob noch jemand mitbot. Doch nein, niemand wagte es das Angebot zu überbieten.

Der Auktionsmaster rief: „Das Angebot von Herr Jannes Lipstick, zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten, verkauft. Na dann viel Glück mit dem Prachtstück.“

Jannes lief zu Haui und sagte: „Haui, ich möchte die Urkunde und auch die Einnahmen des Tages von dir.“

Haui sagte: „Die Urkunde von dem Casino kann ich dir gleich geben, aber bei den Einnahmen, kann ich dir das Geld, nur in Form von zwei Checks geben, da die Summe auf einen nicht passt.“

Haui übergab Jannes die Urkunde und füllte wie besprochen zwei Checks aus. Der eine war über eine Trillion und der andere über lächerliche 5 Milliarden. Jannes riss gierig die Checks aus Haui`s Händen und lachte ihn dreckig ins Gesicht. Doch auch Haui lachte, nachdem er das Handy mit den zwei Richi-Apps in seiner Hand hielt. Dann veränderte Haui seinen Gesichtsausdruck und verpasste Jannes eine Rechtslinks-kombination, sodass Jannes hinfiel. Haui machte sich auf zum Flughafen, wo er in seinem Privatjet hineinhüpfte, abhob und dann irgendwann am Horizont verschwand.


Kapitel 28


Von dem ganzen Bockmist den Jannes fabriziert hatte, bekam Richi zum Glück nichts mit, denn er schaute mit M, Huck und Jack entspannt in die Sterne, als sie das herabstürzende Raumschiff der Maniacs am Himmel erblickten.

Huck sprach: „Es scheint so, als hätte Jannes mit der Kraft seines Verstandes, das Raumschiff der Maniacs vom Himmel fallen lassen.“

„Komisch, als du den Namen Jannes erwähnt hast, wurde mir fürchterlich schlecht und ich hatte ein Stechen in der Dickdarmgegend“, sagte Richi.

„Mir geht es genauso, es hat den Anschein, dass Jannes wieder Mist gebaut hat“, meinte M.

„Du sprichst mir aus der Seele oder besser gesagt aus dem Magen, da ich schon wieder kotzen muss“, jammerte Jack.

Nervös rief Richi Jannes an, doch zu seiner Verwunderung, nahm Haui ab.

Haui sagte: „Ja hier Haui am Apparat, wer stört?“

„Was machst du mit dem Handy von Jannes?“ fragte Richi nervös, der schon schlimmes ahnte.

„Dein Mr Verstand, hat bei meiner Auktion, sein Handy mir übergeben müssen, damit er mein auf Treibsand gebautes Casino bekommt. Der Trottel ist so naiv, dass er sogar einen Schüttelscheck über eine Trillion angenommen hat. Und das bedeutet, dass du ein armes Schwein ohne Geld, ohne Gold und ohne Immobilien bist. Nun bist du ganz unten angekommen und es ist für mich eine große Freude, dir zu sagen, dass du selber Schuld bist, weil du nicht auf meiner Seite warst. Wenn ich jetzt noch den zweiten Check von Jannes platzen lasse, wirst du als Penner unter einer Brücke wohnen müssen.“

Mit den Worten: „Ich bring ihn um“, hüpfte Richi in den eisigen Atlantik und verletzte sich dabei an dem Rehling.

Obwohl Richi blutete wie ein Schwein, traute sich kein Hai ihn anzugreifen, da er einen Fuchsteufelswilden Gesichtsausdruck hatte. Richi pflügte gereizt durchs Wasser und war sogar vor dem Schiff in New York. Als die anderen Vamps ausstiegen, hatte Richi schon vier Plätze in der Handgepäckklasse eines Billigflugunternehmens gebucht und sich in ein Handgepäckfach hinein gequetscht. Sobald sie Jack, Huck und M auch in ein Handgepäckfach gezwängt hatten, startete das Flugzeug nach Las Vegas.

Zum bedauern von Gugele, Toni, Albert und Nieselpriem fuhr ihr Schiff nicht nach New York, sondern vor die Küste bei Island, um Lammlachse zu fangen. Eigentlich hatte noch niemand Lammlachse auf dem Meer gefangen, da sie sehr scheu und flink sind. Aber der Captain des Fischkutters war ein alter Seebär und wusste genau was er tat. Er war überzeugt, dass die Lammlachse nun bei der extremen Erdabkühlung nach oben schwimmen und es ein leichtes wäre, sie dann mit der Hand zu fangen. Nicht nur das zarte Fleisch war eine Delikatesse, sondern auch das geschmeidige schaafähnliche Schuppenfell, war sehr wertvoll und angenehm zu tragen. Toni musste die Lammlachse nun mit Eiswürfel anfüttern, die er zuvor in Shrimppaste getränkt hatte. Es war kaum zu glauben, doch schon nach wenigen Stunden, sprangen die ersten Lammlachse aus dem Wasser und zwinkerten Toni zu. Alle waren jetzt in heller Aufregung, da nun das große Fischen begann. Gugele stellte sich ganz vor an den Bug, wo er die großen Dicken Lammlachse harpunieren wollte. Moggele lies das Schleppnetz herab und Möhrchen machte sich bereit den Fischen, das Fell über ihre Ohren zu ziehen und sie dann zu entgräten. Albert kam mit einer Schrottflinte und wollte damit ein paar Lammlachse erschießen. Nieselpriem hielt sich wie es so seine Art war dezent zurück, um den anderen nicht bei der harten Arbeit im Weg zu stehen. Nun standen alle zusammen am Bug, sodass der Schiffskutter sich immer weiter nach vorne senkte. Er senkte sich soweit, dass schon bald das Wasser hinein lief. Doch das war nicht das einzige Problem, denn auf den Fischkutter rollte eine Riesen Lammlachswelle zu, in der das Boot zu kentern drohte. Die Lammlachswelle hatte Möhrchen und Albert von Bord gespült, obwohl Gugele noch Albert an den Ohren packte, um ihn festzuhalten.

Die Kraft der Welle war aber so stark, dass Gugele nur noch den Kopf von Albert in den Händen hielt, der ihn anschrie: He du Wichser, wo ist mein restlicher Kadaver.“

Vor schreck warf Gugele den Kopf zu Nieselpriem, der so überrascht war, dass er auch noch über Bord fiel.

Der Kopf schrie weiter: „Na toll, noch ein Wichser, der keine Ahnung hat.“

Krampfhaft hielt sich Nieselpriem an Alberts Kopf fest, in der Hoffnung, dass er so über Wasser bleiben konnte. Doch Alberts geniales Superhirn, war durch die Intelligenz so schwer, dass es Nieselpriem nach unten zog. Gerade als Nieselpriem zu absaufen drohte, kam ein Buckelwalweibchen an die Meeresoberfläche, die Nieselpriem als sein Junges dickes Walbaby ansah und ihn mit in die Tiefe nahm. Moggele hechtete sich zum Steuerrad und richtete das Boot in Richtung der nächsten Welle aus. Nun schaltete er die Motoren auf Vollaßt und mit stöhnenden Motoren und quietschenden Planken steuerte Moggele das Boot in den Haupthafen von Island. Gott sei dank, sie waren endlich gerettet und hatten eine riesige Ladung von Lammlachsen mit an Bord. Obwohl sie drei tapfere Freunde verloren hatten, waren sie trotzdem sehr glücklich, da sie jetzt wieder festen Boden unter ihren fleischigen Füssen hatten.

Nicht nur Gugele, Toni und Moggele waren glücklich, sondern auch Richi, M, Huck und Jack waren froh, als sie wieder aus dem Handgepäckfach aussteigen konnten. Richi stürmte durch den Flughafen, um so schnell wie möglich Jannes zu finden, damit er ihn zur Rede stellen konnte, bevor er ihn mit einem Megaeinlauf töten wollte. Jack, M und Huck konnten Richi gar nicht so schnell folgen und mussten ein anderes Taxi bitten Richi zu verfolgen. Jannes stand gerade am Bankschalter, wo er seinen Milliarden und den Trillionen Dollarscheck einlösen wollte. Der Milliardenscheck, bekam Jannes ohne Probleme, doch bei dem Trillionenscheck, begann der Bankbeamte zu lächeln und schüttelte dabei seinen Kopf.

Jannes rief: „Los rück die Kohle raus und lach nicht so dämlich. Ihr Kopfschütteln macht mich auch ganz wuschig, das es mich gleich zur Weißglut bringt, wenn sie jetzt nichts unternehmen.“

Doch der Beamte lachte nur noch mehr und meinte dann: „Sorry mein armer Verlierertyp, aber das ist ein Schüttelscheck und das bedeutet, dass sie sich mit diesem Scheck nur ihren Arsch abwischen können, da er nicht gedeckt ist.“

Da stand auf einmal Richi hinter Jannes und schrie: „Bist du von Sinnen? Du hast mich ruiniert, du Verlierer! Wie konnte ich nur so dumm sein und dir vertrauen?“

Dann brach Richi zusammen und begann fürchterlichem Weinen, sich seine mexikanischen Haare auszureißen.

Jannes wusste nicht was er dazu sagen sollte, als ihm bewusst wurde, das er Richi bettelarm gemacht hatte.

Doch dann sprach er: „Richi, hör mir zu, ich habe gerade fünf Milliarden Dollar auf ein Konto von mir eingezahlt, dass ich dir gerne schenken möchte. Außerdem haben wir noch das Casino von Haui, also Kopf hoch Richi.“

Nun waren auch M, Jack und Huck bei der Bank angekommen und sahen einen Richi Hilbaer, der total verheulte Augen hatte.

Huck sagte: „Sei nicht traurig, dir bleibt immer noch Australien.“

„Komm Richi, ich zeige dir jetzt dein neues Casino“, sprach Jannes.

„Wo sind denn Eleken, Simone, Petrus und Thomas E?“ fragte M.

„Simone ist bei ihrem Vater Pepermint. Thomas E und Petrus wurden von dem Chamäleon an einem geheimen Ort gebracht, den ich erst erfahren werde, wenn ich das Casino ersteigert habe“, antwortete Jannes.

„Aber du hast es doch schon ersteigert und was ist mit Eleken?“ fragte Jack.

„Eleken floh aus dem Casino, als Haui mit ihr in sein Büro gehen wollte. Leider weiß ich nicht wo sie ist, aber mein Verstand sagt mir, dass es ihr gut geht“, sagte Jannes.

Huck sprach: „Los lasst uns mal das Casino begutachten.“

Dann winkte er ein Taxi her, das sie alle zum Casino brachte. Jack, Richi, M und Huck staunten nicht schlecht, als sie vor dem pompösen Casino standen, dass von tausenden kleinen Wir Bleiben Hier Zelten umzingelt war. Gerade als sie ins Casino gehen wollten, fing plötzlich die Erde an zu beben. Alle Menschen außer den Vamps rannten davon, um irgendwo Schutz zu finden. Dann tat die Schwerkraft mit Unterstützung des Treibsands ihre Pflicht und verschluckte langsam aber gewiss das Casino, bis nichts mehr davon zu sehen war. Alle Vamps standen ziemlich geknickt und sprachlos da, bis sie auf einmal eine engelsgleiche Gestalt sahen. Es war Eleken die geradewegs auf ihre Freunden zu lief.

M rief: „Hi Eleken, wir haben zwar Richi`s ganze Kohle verloren, aber dafür haben wir dich wieder gefunden. Jetzt müssen wir nur noch Petrus und Thomas E finden.“

„Na also Richi, am Schluss sind wir doch noch Ex Eco rausgekommen“, sprach Jannes.

Da packte Richi die Wut und er schrie: „Hast wohl nen Knall? Ich bin pleite und du sagst wir sind Ex Eco rausgekommen? Lauf deine Strecke, mach dich vom Acker und tue einfach mal was Gutes.“

„5 Milliarden Dollar sind nicht pleite, sondern Wohlhabend. Das macht dich ewentevel menschlicher und sensibler, wenn du Glück hast“, erwiderte Jannes, zückte seine Fernbedienung und versuchte Ex Eco One herbei zu dirigieren.

Eleken sprach: „Ich denke, wir brauchen alle einen Tag zum Abschalten. M und ich werden zu Simone fahren, um nach ihr zu schauen und ihr mitzuteilen, dass Thomas E gefangen genommen wurde.

Dann nahmen sich Eleken und M ein Taxi und fuhren fort. Kaum waren sie weggefahren, kam auch schon Ex Eco One herbeigeflogen und landete sanft vor den Füßen von Jannes, der immer noch sehr traurig aussah.

Jannes drehte sich um und sprach: „Richi, ich schenkte dir meine Freundschaft und du hast sie dankbar angenommen. Und wenn ich jetzt ein bisschen Geld von dir verloren habe, kann ich nur eins sagen, Freunde tun das für einander, also lebt wohl und vergisst mich nicht.“

Dann stieg er in Ex Eco One ein und verschwand mit lautem Getöse.

Jack zückte sein Handy und rief Hugo an: „Hallo Hugo, ich bin es Jack. Saubere arbeit, dass mit dem Raumschiff der Maniacs. Wir sahen, dass sich von dem Raumschiff eine Rettungskapsel ablöste. Kannst du uns sagen, in welche Richtung sie geflogen ist?“

„Danke für das Kompliment, aber wir haben dabei sehr viel Bier und Rum verloren. Das bedeutet, dass du, wenn du wieder zum Mond fliegst, ne Sonderladung mitbringen musst. Die Rettungskapsel ist in der Nähe von Island, in der Rauchwolke verschwunden“, antwortete Hugo.

„Danke für die Info, aber wegen eurem Alkoholproblem müsst ihr den Leibtierarzt Dr Cousteau damit beauftragen, da er in Deutschland ist und auf das Tigermenschbaby aufpasst, dass Simone vor kurzem geworfen hat. Da Tigermenschbabys wahrscheinlich sehr selbstständig sind, kann Cousteau ruhig für euch 40 Tonnen Alkohol besorgen. Er ist auch der einzige, der mein Raumschiff zum Mond fliegen kann. Also nehmt mit ihm Kontakt auf und gebt alles“, sprach Jack.

Richi, Huck und Jack standen nun da und überlegten wie sie nach Island kommen könnten, als Dark Women ankam und fragte: „He Jungs, wie geht es euch? Kann ich euch helfen? Und habt ihr ne Ahnung wo Haui ist, da ich noch ein Hühnchen mit ihm rupfen muss.“

„Uns geht es soweit gut. Nur Richi hat noch an seinem Trillionen Dollarverlust zu knabbern. Hast du ne Idee wie wir nach Island kommen, da wir dort Haui und den Rest der Maniacs vermuten“, sagte Huck.

„Am schnellsten wäre es, wenn wir dort hin fliegen könnten“, meinte Richi.

„Ich habe eine gute Idee“, rief Nana aus der Ferne, die langsam immer näher kam.

„Und welche?“ fragte Huck.

„Schaut her, das ist mein XXXXXXXXXXXXXL Megastring, den ich in mühevoller Arbeit gebastelt habe. Das ist ein ganz besonderer String. Man könnte ihn auch den Allzweckstring nennen, da er vierseitig verwendbar ist“, antwortete Nana.

Mit wenigen Handgriffen und diversen Falttechniken baute Nana einen Fesselballon aus ihrem Allzweckstring, den man jetzt nur noch mit Gas befüllen musste. Jack übernahm die Befüllung des Ballons, da er erst vor kurzem Chilli Con Carne gegessen hatte. Da Murmelgas sehr leicht entzündlich und für Nichtmurmer sehr giftig war, mussten alle im Umkreis von einem Kilometer das Feld räumen. Nach einer Stunde war der Ballon befüllt und die Freunde konnten sich endlich auf den Weg nach Island machen.


Kapitel 29


Haui dagegen, versuchte krampfhaft die fünf Milliarden, die er Jannes als Check gegeben hatte, wieder zurückzuholen. Doch leider waren seine Bemühungen vergeblich, da er ums verrecken keine Verbindung zur Bank bekam. Genervt warf er sein Laptop in die Ecke. Was sollte er jetzt nur tun. Mit den Vamps und den Demonstranten im Nacken, blieb Haui fast keine Zeit zum ausruhen. Da bekam Haui einen Geistesblitz und er entschied sich den MACV zu aktivieren, um seine Verfolger in Schach zu halten. Doch zum Bedauern von Haui, ging kein Schwein an das Telefon beim MACV. Dummerweise hatte nämlich Superhirn Haui, durch seine Zerstörungsaktion, auch den aktiven MACV eliminiert. Da gab es nur einen Ausweg, die MACV Reserve musste ran an die Front. Haui nahm das rote Telefon und wählte die Reservenummer.

Es meldete sich eine Frauenstimme: „Hallo, sie haben das Reserve Notfall Programm gewählt. Bitte nennen sie den Aktivierungscode.“

Haui antwortete: „P wie Penetrant, E wie Extrem, T wie Terror, Z wie Zentaur, E wie Ekelig, gleich Petze.“

„Code korrekt“, antwortete die Frauenstimme, „die Petzen der Reserve werden nun aktiviert. Hoffentlich, war dies eine gute Wahl für sie.“

Dann ging ein Aktivierungssignal an alle Petzen der Reserve heraus. Die Denunzianten des MACV, die den Kälteangriff von Haui überlebt hatten, machten sich nun auf den Weg nach Island, um Haui den Hintern zu retten und gegebenenfalls ihn zu küssen. Als erstes erreichte das Signal Mücke, der sich vor kurzem einer neuen militärischen Bewegung angeschlossen hatte. Dort war er gerade dabei, einen ausführlichen Bericht bei seinem neuen Vorgesetzten abzugeben. Der neue Chef der Mücke noch nicht so gut kannte, war sehr zu frieden mit ihm, da er noch nichts von seinen speziellen Machenschaften wusste. Mücke stand also gerade mit seinem Vorgesetzten in der Terrorzelle, als seine Hose vibrierte.

Der Vorgesetzte schaute ihn an und fragte: „He Mücke, was ist los? Bekommst du gerade ein Aktivierungssignal oder freust du dich nur mich zu sehen?“

„Nein, meine Herrlichkeit, es ist ein Aktivierungssignal“, antwortete Mücke.

„Was bedeutet dies jetzt für mich und dich?“ fragte der Vorgesetzte.

„Für mich bedeutet es, dass ich sie für eine kurze Zeit verlassen muss. Für sie bedeutet es, dass sie einen erfahrenen Schlupfmeister verlieren“, antwortete Mücke.

„Da es ihre Pflicht ist dem Signal zu folgen, kann ich sie nicht hier behalten. Ich wünsche ihnen viel Erfolg bei ihrer Mission“, sprach der Vorgesetzte.

Dankbar küsste Mücke noch den Popo des Vorgesetzten und machte sich dann auf den Weg zu Haui. Der Vorgesetzte dagegen ließ nachdem Mücke die Kaserne verlassen hatte ein Memorandum raus, das besagte, dass Mücke nie mehr zu der Anti-Denunzianten-Bewegung zurückkommen darf und jeder Versuch mit allen Mitteln abgewehrt werden muss. Was war passiert, dass der Vorgesetzte von Mücke auf einmal so reagierte? Da gab es nur eine Antwort darauf, er hasste Denunzianten bis auf den Tod und hatte sich somit der Ausrottung solcher Individuen verschrieben. Mücke wusste nichts von dieser Entscheidung seines Vorgesetzten und ging frohen Mutes an Bord eines Containerschiffes, das in Kürze nach Island auslief.

Als zweites bekam Bibo das Aktivierungssignal, der gerade das Dreimeterhohe Eis in seinem Viertel zusammen gekehrt hatte. Nun stand er vor einem kleinen fünfjährigen Jungen, der ein Eis in der Hand hielt und aus versehen einen Tropfen davon auf den Gehweg fallen gelassen hatte.

Bibo schrie den Jungen der vor Angst schon lautstark weinte an: „He du kleiner Scheißer, hol sofort nen Eimer mit Wasser und wisch den Eisfleck weg. Als Strafe besorgst du mir noch ne Dose Kautabak und eine schöne warme Tasse mit frischem Nierentee, damit ich mich wieder beruhigen kann.“

Verängstigt lief der kleine Junge ins nächste Haus, um einen Eimer mit Wasser zu holen.

Ungeduldig lief Bibo hin und her, der noch an sämtlichen anderen Ecken seines Blocks nach dem rechten sehen wollte. Eine Minute später kann der Junge mit einem Sandelseimer voll Wasser zurück.

„Wo sind die Kippen, die ich verlangte habe?“ fragte Bibo.

Ohne ein Wort zu sagen, übergab der Junge die Kippen, damit sich Bibo eine anstecken konnte. Dann leerte der Junge den Sandeleimer voll Wasser auf die fast nicht mehr zu sehende Stelle, wo sich der Eisfleck befand. Doch leider schüttete er auch noch ein wenig Sand auf den Eisfleck, da der Sandeleimer nicht Vorschriftgemäß gereinigt wurde.

Als Bibo den mini Sandhaufen erblickte, fing er noch mehr an zu toben und schrie: „Schau was du gemacht hast, jetzt hol deinen Vater, damit er den Dreck wegmachen kann.“

Der kleine Junge holte schluchzend seinen Vater, der auch sofort kam. Gerade als der Vater des Jungen bei Bibo ankam, warf Bibo seine Kippe auf den Gehweg und schiss nebenbei die anderen Nachbarskinder zusammen.

Als er den Vater des Jungen erblickte, rief er: „Schau her, was dein kleiner Pisser für ne Sauerei hier auf dem Gehweg gemacht hat“, dabei schupste er den Jungen immer wieder herum.

Dies hätte er aber nicht machen sollen, da der Vater der auch Seebär genannt wurde, seinen Jungen sehr liebte und jeden in den Boden stampfte, der seinen Jungen schlecht behandelte. Der Vater schnappte sich Bibo und hob ihn hoch in die Luft, als plötzlich das Aktivierungssignal in der Hose von Bibo los ging.

Bibo rief: „Stopp, hörst du das Tuten? Das ist das Zeichen für mich zu gehen, also lass mich bitte los, damit ich mich aus dem Staub aufmachen kann.“

Da es aber dem wütenden Vater scheißegal war, wohin Bibo gegen wollte, packte er ihn an beide Ohren, drehte sich blitzschnell mehrmals im Kreis und schleuderte ihn dann in Richtung Bremerhafen, wo schon Mücke auf Bibo wartete. Mit einem schlüpfrigen Geräusch landete Bibo in dem Hintern von Mücke, der sich gerade gebückt hatte, um für sich einen gemütlichen Schlafplatz auf dem Containerschiff zu machen.

Mücke sagte: „Ich glaube das Wetter schlägt um, da die Petzen heute extrem tief fliegen und sich im letzten Loch verkriechen.“

Dann half Bibo Mücke aufzustehen, indem er ihm am kurzen Glockenseil zog. Es war so putzig anzusehen, als würde ein neugeborenes Fohlen, die ersten Aufstehversuche machen und dabei immer wieder auf die Schnauze fallen. Doch von einem Fohlen war diese neuerschaffene Kreatur weit entfernt, da der Charakter dieser Missgeburt abgrundtief versaut war.

Als der Zentaur 2.0 aufgestanden und ein paar Schritte gelaufen war, zog Bibo seinen Kopf aus dem Bobes heraus und schnappte krampfhaft nach Luft.

Dann sagte Bibo: „Danke mein Freund, dass du mich in deiner engen Behausung aufgenommen hast. Du hast mir dadurch das Leben gerettet.“

„Kein Problem, dafür sind ja Kameraden da“, meinte Mücke dazu.

„Weißt du, was wir in Island machen sollen?“ fragte Bibo.

„Soweit ich es mitbekommen habe, müssen wir Haui`s Arsch aus der Schlinge ziehen“, antwortete Mücke.

„Das könnte für uns eine unlösbare Aufgabe werden, bei dem fetten Hintern wo Haui hat“, lästerte Bibo.

„Es wird schon alles gut gehen“, meinte Mücke dazu.

„Lass uns jetzt ein wenig schlafen, bevor das Schiff ablegt, damit wir für Haui bereit sind“, sprach Mücke und legte sich hin.

Da Bibo auch sehr Müde war, kuschelte er sich an Mücke ran und schlief sofort neben ihm ein und träumte von einer besseren Welt, wo nur er alleine was zu sagen hatte. Aber nicht nur Haui bekam Verstärkung sondern auch die Vamps. Von einem unbekannten Ort, machten sich das Sprachwunder Estrada und die graue Eminenz mit einem Tretboot nach Island auf. Die beiden irrten tagelang auf dem Atlantik herum, bis sie zufällig vor Island strandeten. Sofort errichteten die beiden einen kleinen Stützpunkt am Strand von Island, um von dort aus die Insel zu beobachten. Als sie so vor ihren Monitoren saßen entdeckten sie plötzlich ein goldenes U-Boot am Horizont, das zügig näher kam. Estrada und die graue Eminenz freuten sich wie die Schneekönige, als Eleken, Simone, M, Wunderstein und Pepermint ausstiegen.

Estrada sprach: „Hello my frinds, nice to meat you?”

M sagte: „Estrada, bitte hör auf in Englisch mit uns zu sprechen, es könnte unsere ganze Mission gefährden.“

„OK, ich lass es, aber ihr werdet schon sehen was ihr davon habt. Ach ja, was waren das nur für schöne Zeiten, als man noch Sprachexperten wie mich brauchte“, seufzte Estrada.

Eleken und M machten sich auf den Weg, um Jannes zu suchen. Estrada und Simone versuchten in der Zwischenzeit sich mit Yogaübungen fit zu halten. Pepermint und Wunderstein dagegen, hatten sich unbemerkt von der Truppe entfernt und waren auch auf dem Radar nicht mehr auffindbar. Irgendwann spät abends kam das Containerschiff mit Mücke und Bibo in Island an. Paul Vogelstrauß nahm sie gleich in empfang und brachte sie zu dem Außenposten von Haui, wo sich auch schon Wunderstein und Pepermint eingefunden hatten. In diesem Außenposten, war die Klonzentrale des MACV untergebracht, wo Bibo und Mücke hundertfach geklont werden sollten. Irgendjemand hatte die glorreiche Idee, eine Armee aus Arschkriechern und Petzen aus dem Boden zu stampfen. Da aber Bibo und Mücke viel zu egoistisch waren, klappte die Reproduktion nur dreimal, dann lösten sich die Klongene in Wohlgefallen auf, sodass keine neuen Versuche gestartet werden konnten. Darum hatte man sich auch entschlossen, die beiden Versager Spieß Wunderstein und Pepermint zu reaktivieren, indem man den Maniacchip, den man ihnen unbemerkt eingepflanzt hatte, aktivierte. Albert und Nieselpriem sollten eigentlich auch aktiviert werden, da aber Nieselpriem als Walbaby adoptiert wurde und Albert in zwei Hälften geteilt war, waren sie für den MACV nicht mehr erreichbar. Um die Pfeifen der Reserve auf trapp zu bringen, entschloss sich Paul Vogelstrauß, mit ihnen die ganze Nacht im Kreis zu marschieren. Voraus stolzierte Paul Vogelstrauß, dann kamen Pepermint und Wunderstein. Zum Schluss trotteten Mücke und Bibo mit ihren Klonen hinterher. Dann kamen auf einmal Haui gefolgt von Leutnant Major Sumsum in die Kaserne hinein. Haui hatte eine Generalsuniform von den Maniac`s an und sah richtig fesch damit aus. Sumsum hatte sein Outfit an Hau`s Uniform dem entsprechend angepasst und trug jetzt einen Schottenrock. Paul Vogelstrauß lies sofort all in einer Reihe antreten, damit Haui eine Rede halten konnte.

Haui stellte sich vor den Rekruten hin und sprach: „Männer hört zu, die Lage hat sich ein wenig ungünstig für uns verändert. Darum müssen wir mit allen Mitteln, die uns zu Verfügung stehen die Vamps vernichten, damit wir den restlichen Maniac`s eine neue Heimat schenken können. Also gebt euer bestes und haut rein.“

Dann ergriff Sumsum das Wort: „Rekruten der Reserve, ihr seid die Speerspitze der Maniac`s. Ohne euch wird es kein Morgen hier für die Maniac`s und auch für uns selbst, auf der Erde geben. Ich verlange von euch, dass ihr euch Fit macht, damit ihr genügend Durchstehvermögen habt. Paul Vogelstrauß wird euch so lange drillen, bis euch das Wasser im Arsch kocht. Auch wenn dies, bis tief in die Nacht dauern wird, werden wir von dieser Mission nicht abweichen. Paul Vogelstrauß ich befehle dir hiermit, zur Tat zu schreiten.“

Das lies sich Paul Vogelstrauß nicht zweimal sagen und mit lautem Gebrüll jagte er seine Truppe vor sich her. Irgendwann im Morgengrauen fielen alle vor Erschöpfung um und schliefen auf dem Exerzierplatz ein. Nur Paul Vogelstrauß stand noch wie ein Fels in der Brandung auf dem Exerzierplatz und lies sich den Wind um seinen langen schmalen Hals wehen. Aber auch er war nur ein Mensch, dem die Kräfte irgendwann mal ausgingen. Darum machte er sich auf zu seinem Zimmer, um sich in seinem Straußennest etwas auszuruhen.


Kapitel 30


Zu einem späteren Zeitpunkt bekam Dr Cousteau in Deutschland einen Anruf von Barbie: „Hallo Dr Cousteau, hier spricht Barbie vom Mond, wir brauchen unbedingt und sehr dringend Alkohol. Am besten bringen sie den ganzen Getränkekeller von Richi mit, damit wir keinen Engpass mehr erleiden müssen. Sie können dazu Jack`s Raumschiff Luzifer benutzen, um uns den Stoff zu bringen. Also, wir erwarten sie in der nächsten drei Stunden, sonst wird es Konsequenzen geben.“

Dr Cousteau sagte: „Hallo Barbie, bist du der Mann im Mond? Ein ungewöhnlich schöner Name für einen Mann, wenn ich es so sagen darf. Ich werde alles für den Mann im Mond tun, was in meiner Macht steht, damit ihr da oben nicht in Unterpromille kommt. Doch ich muss dich und deine Freunde warnen, da ich Simones Tigermenschbaby Flipper mitnehmen muss. Gleich nachdem wir das Gespräch beendet haben, werde ich der Leibgarde anweisen, Luzifer mit dem Alkohol zu beladen. Ich kann…“

„Tut, Tut, Tut“, machte das Telefon.

„Hallo? Hallo Barbie? Niemand da? Hallo?” fragte Dr Cousteau verwirrt.

Als er endlich gemerkt hatte, dass Barbie aufgelegt hatte, wies er wie besprochen die Leibgarde an, das Raumschiff Luzifer zu beladen. Da er das Tigermenschbaby zwang auch mitzuhelfen, schafften sie es sogar in zwei Stunden alles einzuladen und waren somit rechtzeitig vor Ort, bevor Kiki`s, Hugo`s und Barbie`s Promillepegel unter 2,0 sank. Dankbar für den Einsatz trank jeder von ihnen gleich eine Flasche Rum aus und waren somit bereit, die Vamps auf der Erde zu unterstützen. Hugo und Barbie stiegen in Luzifer ein und brausten los nach Island. Moggele, Toni und Gugele hatten noch gar nichts mitbekommen, dass die anderen Vamps eine Basis errichtet hatten. Sie saßen gemütlich in einer Kneipe, aßen Knäckebrot und tranken Schonkaffee. Toni inspizierte genau die weiblichen Gäste, was für Körbchengröße sie hatten. Als er dann die mit den größten Melonen ausgespäht hatte, nahm er seinen ganzen Mut zusammen, um sie auf einen Früchtetee einzuladen.

Er sagte: „Slä, jo leck, schaust du geil aus. Willst du mit mir einen Tee trinken gehen?“

Da zog ihn Gugele zu sich hin und flüsterte: „He Toni, du kannst doch einer hübschen Damen keinen Tee anbieten. Sie erwartet was hochprozentiges, damit sich dich aushalten kann.“

Da rief Toni wütend: „Warum geht es bei euch immer nur ums Fressen und Saufen? Ich trinke eigentlich so gut wie nie Alkohol. Bei mir zu Hause ist vollkommenes Alkoholverbot. Nur wenn ich mit Freunden oder mit euch unterwegs bin, lass ich mich manchmal hinreißen, dass ich was mittrinke. Ich kann auch ohne Alkohol lustig sein. Wenn man nur mit Alkohol glücklich sein kann, dann stimmt etwas Grundsätzlich nicht mit einem. Außerdem bekommt man nur nüchtern, was von den schönen Seitens des Lebens etwas mit.“

Gugele fehlten die Worte und er erkannte, dass er Toni total falsch eingeschätzt hatte. Dann lies er Toni mit dem hübschen Mädchen allein und gesellte sich wieder zu Moggele.

„Yes, i can drink tea with you“, sprach die unbekannte Dame.

Nachdem die Turteltäubchen sich ne gehörige Portion Früchtetee mit Schuss hinter die Binde gekippt hatten, machten sie sich die beiden auf den Weg in das Zimmer der schönen Dame. Moggele und Gugele dagegen saßen an der Bar und unterhielten sich über alle möglichen Themen, die Männer so miteinander reden. Es war für Gugele ein wirklicher Genuss, endlich wieder normale Gespräche zu führen und nicht nur über Glücksspiele, Macht oder Fressbattle zu reden. Irgendwann beschlossen die zwei, zu Bett zu gehen und machten sich auf den Weg zu einer Jugendherberge, um den schönen Abend ruhig und entspannt zu beenden. Doch der Abend sollte für Moggele und Gugele noch nicht zu Ende sein, da sie unterwegs auf einmal Leutnant Major Sumsum, Paul Vogelstrauß, das Chamäleon und Haui sahen. Sie trugen zwei Säcke, in denen nach der Form der Säcke zu urteilen, Petrus und Thomas E darin sein mussten, da sich ihre Wampen auf den Säcken deutlich abbildeten.

Moggele flüsterte: „Schau Gugele, Haui und seine Arschlöcher tragen unsere Freunde in ein Geheimversteck. Komm, wir verfolgen ihnen unauffällig.“

Sie folgten Haui und den anderen Arschlöchern bis zu einer Brauerei, wo dann ihre Feinde hineingingen.

Gerade als Gugele und Moggele auch in die Brauerei gehen wollten, kam Jannes um die Ecke und sprach: „Stopp, nicht dort hinein gehen. Da drin sind drei Maniacs, die euch sofort ausschalten würden, sobald ihr nur einen Schritt hineinwagen würdet.“

„Wo sind die anderen Vamps?“ fragte Gugele.

„Darüber möchte ich im Moment nicht sprechen. Ich kann nur eins sagen, dass sich Richi wegen einer unbedeutenden Kleinigkeit tierisch aufgeregt hat, obwohl er Ex Eco rausgekommen ist“, antwortete Jannes.

„Ja, das ist typisch Richi, immer überreagieren“, meinte Gugele dazu.

Jannes sprach: „Auf dem Weg hier her, gab es noch ein kleines Problem, denn ich wurde mit Ex Eco One von den Maniac`s abgeschossen und ich konnte mich nur retten, indem ich mich in meiner grünen Banane versteckt habe und mich als Gurke getarnte. Da die Maniacs allergisch auf Gurken sind, suchten sie rasch das Weite und ich konnte mich in Sicherheit bringen.“

Gugele fragte: „Was machen wir jetzt?“

„Ich rufe auf dem Mond an und fordere Hugo und Barbie an“, antwortete Jannes.

Dann nahm er sein neues Handy und rief Hugo an. Doch Jannes brauchte sein Handy gar nicht benutzen, da plötzlich das Raumschiff Luzifer mit Hugo und Barbie am Himmel auftauchte. Als es gelandet war sprangen Hugo und Barbie heraus, die mit Rumflaschen bewaffnet waren.

Hugo fragte: „Hallo Jungs, was ist los?“

„Haui ist mit unseren Freunden Petrus und Thomas E dort in die Brauerei hinein gegangen. Dort drin warten auch noch drei Maniacs auf uns“, antwortete Jannes

Hugo ergriff das Kommando und schrie: „So, jetzt geht es zum Endkampf. Angriff voraus.“

„Stopp“, rief Gugele.

„Wir sollten erst mal abwarten, was passiert. Vielleicht können wir sie auskundschaften indem wir durchs Fenster schauen“, meinte Moggele.

Barbie sprach: „Nein, wir müssen unsere Kräfte vereinen. Es reicht, wenn zwei von uns hierbleiben und die Brauerei beobachten. Die anderen sollten sich auf die Suche nach unserer Basis machen, die in der Nähe des Strandes sein sollte. Wer bleibt freiwillig mit mir hier?“

„Ich bleibe mit dir hier“, antwortete Jannes.

„In Ordnung, aber gebt uns ein Zeichen, falls was passiert“, befahl Hugo.

Dann machten sich Moggele, Gugele und Hugo auf die Suche nach der Basis von ihren Freunden. In der Basis der Vamps waren alle damit beschäftig, sich auf den unausweichlichen Kampf vorzubereiten. Simone zum Beispiel versuchte krampfhaft Estrada wieder zu entknoten, da sich Estrada bei den Yogaübungen etwas ungeschickt angestellt hatte und nun da lag wie ein zusammen geschnürtes Päckchen. Zum Glück war die graue Eminenz ein Meister im Kung-Fu und mit mehreren Kombinationen der Hühnertechnik, konnte er Estrada wieder befreien. Da kamen Eleken und M wieder von ihrer Suche nach Jannes zurück. Im Schlepptau hatten sie Gugele, Moggele und Hugo.

Als Hugo M sah rannte er auf ihn zu, kletterte auf seinen Kopf und jodelte: „Lau u i, lau u i, wenn der Fleischberg zum Bergsteiger kommt, da muss man aufi. Lau u i, Lau u i.“

Dann sprang Hugo wieder von Fleischberg M hinunter und lachte lautstark.

„Da kann ich gar nicht darüber lachen, du unförmiges etwas in Babykleidung“, meckerte M herum.

Eleken sagte: „He ihr Turteltäubchen, mit Betonung auf trutle. Jannes ist immer noch beleidigt, weil in Richi zu Teufel gejagt hat. Wir sollten den beiden helfen, wieder zueinander zu finden, damit wir mit vereinten Kräften unsere Feinde besiegen können.

„Leider ist Jannes Lipstick für Richi keine heilige Kuh, sowie Mücke, Bibo und Paul Vogelstrauß für Haui, der alles durchgehen lässt, was sie den ganzen Tag so machen, oder besser gesagt nicht machen“, meinte Moggele dazu.

„Wo ist eigentlich Richi und Co?“ fragte Gugele.

„Richi ist zusammen mit Nana, Dark Women, Huck und Jack in einem selbst gebastelten Fesselballon auf den Weg hier her. Zum Glück weiß er nicht, dass Jannes auch hier ist. Es könnte sonst die Situation ungünstig verschlechtern“, antwortete M.

Da kamen Simone, Estrada und die graue Eminenz dazu und fragten: „He Jungs, habt ihr zufällig ein paar Waffen dabei, um gegen Haui bestehen zu können?“

Hugo sprach: „Leider haben wir keine herkömmliche Waffen dabei, aber ich kann mit ein wenig Phantasie, Waffen vom Planeten Murmel nachbauen.“

„Ich habe noch ein paar Rektal Brain Initiatoren in meinem Sack“ sagte M und zog seine Hose aus.

Nachdem er die Rektal Brain Initiatoren von seinem Sack entfernt hatte, legte er sie auf den Tisch.

Die graue Eminenz sprach: „Nun hört alle zu, wir müssen uns aufteilen, damit wir im Notfall noch einen Joker im Ärmel haben. Estrada und Simone ihr beide werdet mit mir wieder nach Deutschland zurückkehren, um auf Richi`s Anwesen nach dem Rechten zu schauen. Außerdem solltest du dich Simone bei Dr Caustoue melden, da er ja gezwungenermaßen die Tagesmutter von deinem Tigermenschbaby ist. Die anderen sollten nach der Anweisung von Hugo, die Waffen zusammen bauen. Nun geht und erledigt euere Aufgaben.“

Simone, Estrada und die graue Eminenz machten sich mit dem U-Boot von Richi wieder auf den Weg nach Deutschland, um ihre Aufgaben zu erledigen. Hugo ordnete an, dass Moggele und Gugele Äste und Gummibänder herbeischaffen sollten. Eleken und M hatten die Aufgabe, aus Schlamm Munition für die Murmelschleuder zu formen. Hugo kümmerte sich um die Zielscheiben, indem er einem hiesigen Stier, drei verschieden große Kreise auf den Hintern malte. Das sogenannte Bullseye, hatte in diesem Fall, eine präzise Definition, wo es am meisten Punkte gab. Als Moggele und Gugele mit den Ästen und Gummibändern zurückkamen, bastelte Hugo zügig für jeden von ihnen eine Murmelschleuder. Jetzt konnten die Schieß- und Zielübungen beginnen. Hugo zog im Sand eine Linie, wo sich alle in einer Reihe aufstellten. Als erstes schoss Hugo eine Schlammkugel auf den Stier ab. Er verfehlte das Ziel nur knapp und war deswegen sichtlich enttäuscht. Nun war Gugele dran, er zielte kurz und traf auch gleich das Bullseye. Doch dieser Schuss machte den Stier fuchsteufelswild und rannte auf die Vamps zu. Eleken und M sprangen rasch ins Meer. Hugo und Moggele retteten sich auf einen Baum. Nur Gugele war wie erstarrt und stand bewegungslos da, als der Stier auf ihn zu rannte. Im letzten Augenblick, bevor der Stier Gugele auf die Hörner nehmen konnte, hechtete Moggele dazwischen. Als der Stier irritiert stehen blieb, lief Moggele der Rinderflüsterer langsam auf das Tier zu.

Moggele flüsterte dem Stier was ins Ohr: „He meine Süße, ich melk ein bisschen Milch von dir, damit du nicht so viel Ballast mit dir rum tragen musst.“

Dann griff Moggele dem Stier zwischen die Beine und zog vergeblich an dem vermeintlichen Euter. Der Stier schnaufte und stampfte mit den Hufen vor Wut.

„Oh, Oh, das ist nicht gut. Nein, gar nicht gut“, rief Moggele.

Dann nahm er in Windeseile seine Beine in die Hand und rannte wie ein wahnsinniger los. Der Stier hetzte unermüdlich hinter ihm her. Gerade als es für Moggele kein entrinnen mehr gab, zischte etwas durch die und traf den Stier an seiner empfindlichsten Stelle, der sofort umfiel. Hugo die Kampfsau von Alpazella hatte das Tier mit nur einem Schuss niedergestreckt. Alle waren so beeindruckt von dieser Glanzleistung von Hugo, dass sie gleich mit ihren Schießübungen weitermachten, bevor der Stier wieder zum Leben erwachen würde. Alle? Nein nicht alle, Gugele stand da und träumte von einem zwei Kilo Rostbraten ohne Beilagen, den er am liebsten gleich aus dem Stier herausgeschnitten hätte. Ungeduldig wartete Gugele bis die anderen mit ihren Schießübungen fertig waren, um das arme Tier von seinem Leiden zu erlösen. Um die Zeit zu verkürzen, machte Gugele schon einmal ein großes Feuer und bastelte eine Vorrichtung um das Vieh zu grillen. Doch zum Bedauern von Gugele, wachte irgendwann der Stier wieder auf und stellte sich langsam und etwas benommen auf seine Beine. Dann rannte er los und verschwand letztendlich hinter einem Hügel. Gugele war den Tränen nah, da er sich so wahnsinnig auf einen XXXL Rostbraten gefreut hatte.

Moggele kam zu ihm und sprach: „Kopf hoch Gugele, dein lausiger Körper wird es dir möglicherweise irgendwann danken.“

„Des glaub i ed“, erwiderte Gugele.

Hugo sprach: „Du Moggele und auch du Gugele werdet mich nun zu Jannes begleiten, um Thomas und Petrus zu befreien. Eleken und M, ihr kümmert euch um die Basis und baut sie ein wenig aus. Es wäre schön, wenn ihr vielleicht noch ein paar Freiwillige rekrutieren könntet. Das Geschlecht ist dabei egal, aber nehmt nur Leute die schon ein wenig Erfahrung haben.“

Dann bewaffneten sich Gugele, Moggele und Hugo mit ihren Murmelschleudern und setzen ihre schweren Körper in Bewegung. Eleken und M schafften ein wenig Platz in der neuen Basis, um ein paar neue Abteilungen zu kreieren. Dazu gehörten die Post- und Nachrichtenabteilung. Außerdem hatten die beiden vor ein kleines Krankenhaus einzurichten, wofür sie eine Metzgerei in ihrer Nähe ausgespäht hatten. Als sie alle Gebäude neu strukturiert hatten, machten sie sich dann auf den Weg in die Innenstadt, wo sie Freiwillige zu finden hofften. Da auf dem Rathausplatz der Wochenmarkt statt fand, war es für sie ein leichtes vier Freiwillige zu finden, die auch sofort mit ihnen mitkamen. Sobald Eleken und M mit den neuen Rekruten wieder in ihrer Basis waren, verteilten sie die vier in die verschiedenen Abteilungen. Einer von den neuen hieß Kappenschorsch und hatte beim Militär eine dreimonatige Krankenpflegerhelferausbildung genossen, den sie gleich zum Chefarzt beförderten. Die zweite war Bäckereifachverkäuferin Namens Sardina, die sie als Masseurin einstellten, da sie das Durchkneten von fettigen Stücken gewohnt war. Die anderen zwei wurden in die Postabteilung gesteckt, um alle Brief die auf Island im Umlauf waren zu öffnen und zu scannen. Da die ältere von den beiden behauptete, dass sie in einem Betrieb mit Doppelten Buchstaben, schon große Erfahrungen gesammelt hätte, machten sie sie zur Teamleiterin der Postabteilung. Die erfahrene Dame hörte auf den Namen Lama Fromm und hatte ihre Mitarbeiterin voll im Griff. Leider machte sie ihrem Nachnamen nicht all zu große Ehre, da sie eine alte verbitterte Schreckschraube war, die mitten in ihren Wechseljahren steckte. Sie schikanierte ihre Mitarbeiterin wo sie nur konnte und schon bald taufte die Mitarbeiterin mit dem Namen Wilma, die Postabteilung in Terrorzelle um. Alle zehn Minuten stand sie in Tränen aufgelöst vor M und wusste nicht mehr weiter. M konnte es gar nicht fassen, da ja die vier erst vor zwei Stunden rekrutiert wurden und schon jetzt eine unter dem Maniacsyndrom litt. Um Wilma von ihrem leiden zu erlösen, zerriss Eleken den Rekrutierungsvertag und ließ sie nach Hause gehen. M hatte sich zur Aufgabe gemacht, der alten Schreckschraube, die er für die Frau des Satans hielt, wieder dort hin zu schicken wo sie vermutlich herkam. Er packte sie an ihren Haaren und schleppte sie zu den Gasieren, wo er den Eingang zur Hölle vermutete. Voller Zuversicht stopfte M sie in einen der Gasiere, um sie wieder nach Hause zu schicken.

Nach getaner Arbeit ging er zurück zu Eleken und sprach: „Eleken, ich glaube, das du die einzige Frau auf der Erde bist, die ich attraktiv finde. Ich denke, das wir ein Bund fürs Leben schließen sollten.“

„Ich weiß nicht M, du bist zwar nett, aber das ich dich für den Rest meines Lebens aushalten soll, ist mir eigentlich zu viel von M“, antwortete Eleken.

Eleken und M diskutierten noch stundenlang über das Thema, bis Eleken die Schnauze voll hatte und M mit einem Nudelholz ins Land der Träume schickte. Dann legte sich Eleken neben M und schlief zusammen mit ihm ein.


Kapitel 31


Als Hugo, Moggele und Gugele bei Jannes und Barbie ankamen, machten die beiden so eine Art Schattenboxen, um ihre Kampftechnik zu perfektionieren. Vor ihnen war eine Wand aus Spagetti aufgebaut.

Gugele fragte: „He Jannes, wie heißt denn diese Kampftechnik, die ihr gerade geübt habt und warum habt ihr eine Wand aus Spagetti gebaut?“

„Das war der verdeckte Joker und die blitzschnelle Armbewegung, sollte das herausziehen des Jokers aus dem Ärmel symbolisieren. Mit den Spagetti wollten wir einen Bruchtest mit unserem Verstand ausüben“, erklärte Jannes.

„OK, das ist zwar sehr interessant, aber was ist in der Zwischenzeit in der Brauerei passiert?“ fragte Hugo.

„Nix, es wurden nur fässerweise Bier mit dem LKW hinaus gefahren“, sagte Barbie.

„Ich denke, dass die da drinnen schlafen und es ein leichtes ist sie zu überwältigen. Los, folgt mir unauffällig“ sprach Hugo.

Dann rannte Hugo in die Brauerei hinein und alle folgten ihm, da sie der Meinung waren, dass er schon weiß was er tat. Doch Hugo hatte nur einen Gedanken und das war Bier, Bier und noch mal Bier. Es kam so wie es kommen musste und alle fünf bekamen die größte tracht Prügel ihres Lebens und schon bald lagen die fünf Helden blutend am Boden. Barbie und Hugo wurden gleich gefesselt und in einem Müllcontainer entsorgt, der sie sofort auf die Deponie für Sondermüll verfrachtete. In der Zeit wo sich die Maniacs Hugo und Barbie widmeten, hatten sich Moggele, Gugele und Jannes hinter der Brauereibar verschanzt, wo sie nun mit ihren Murmelschleuder auf die Maniacs schossen.

Der Anführer der Maniacs sprach: „Hört zu, ihr unwürdigen Kreaturen. Hört sofort auf mit Schlamm auf uns zu schießen, denn jetzt ist die Zeit gekommen zum Sterben. Wirft euere Waffen weg, schließt die Augen und wartet auf euer Ende.“

„Nicht so lange wir es verhindern können“, sagte Moggele und hechtete sich auf die Maniacs, um Jannes und Gugele die Flucht zu ermöglichen.

Jannes und Gugele rannten nach draußen, als Huck Gugele auf dem Handy anrief: „He Gugele, kannst du für uns ein Leuchtfeuer anzünden, damit wir bei dem Nebel was sehen können?“

„Ähm, das ist jetzt ein wenig ungünstig, da wir auf der Flucht sind“, antwortete Gugele.

Jannes rief: „Ich werde mich um das Leuchtfeuer kümmern, sobald ich die Maniacs terminiert habe.“

„In Ordnung, wir warten auf dein Zeichen“, sagte Huck.

Dann trennten sich Jannes und Gugele, damit sie ihre Verfolger zerstreuen konnten. Gugele rannte zum Hafen, gefolgt von Paul Vogelstrauß und Leutnant Major Sumsum. Jannes musste vor den Maniacs und dem Chamäleon fliehen. Haui war bei Petrus und Thomas E zurückgeblieben, um sie auf Texanerart zu foltern. Dazu benutzte er eine Bullenpeitsche, die schon sein Vater für ihn benutzt hatte. Jannes hatte sich schon einen Plan mit der Chaosformel ausgerechnet und war nun auf dem Weg zu Luzifer, um die Maniacs endgültig von der Erde zu vertreiben. Als Jannes auf dem Toilettensessel von Luzifer Platz genommen hatte, startete er die Triebwerke indem er an der Spülkette zog und hob mit einem gewaltigen Feuersturm ab. Jannes hatte einen genialen Plan, der gleiche mehrere Missionen auf einmal erledigte. Der Plan ging so, dass er die Maniacs mit einem waghalsigen Flugmanöver in den Schlund des Vulkans locken wollte und somit die Maniacs vernichten könnte. Durch diese Tat wäre auch die Möglichkeit gegeben, den Vulkan zum erlischen zu bringen. Außerdem würde er mit der Explosion, das Leuchtfeuer für Huck entzünden können. Zu guter letzt würde Jannes auch noch den Wunsch von Richis erfüllen, indem er mal was Gutes tut und auf nimmer wiedersehen verschwindet. Jannes wartete geduldig, bis er die Maniacs mit ihrem Raumschiff erblickte und flog dann eine Bingorolle, um die Maniacs zu reizen. Sofort nahmen sie die Herausforderung an und verfolgten Jannes, der sie in die Nähe des Vulkans lockte. Jannes wurde immer dreister, sodass die Maniacs immer näher kamen. Als Jannes sie nahe genug an sich herankommen lies, machte er eine Pokerwelle und landete direkt auf dem Dach des Maniacraumschiffes. Nun lies er beide Raumschiffe vom Himmel fallen und somit ging sein Plan auf, den er so genau berechnet hatte, wie es nur ein Mann mit einem messerscharfer Verstand berechnen konnte. Mit einem grellen Blitz erlosch der Vulkan und es wurde zügig heller und heller, sodass Huck, Richi, Jack, Dark Women und Nana mit dem Stringfesselballon endlich den Landeanflug beginnen konnten. Von Jannes und dem Raumschiff Luzifer fehlte jede Spur, weder auf dem Radar, noch an der Absturzstelle, sah man irgendwelche Einzelteile herumliegen.

Als der Fesselballon zum Landeanflug ansetzte kam Haui aus der Brauerei herraus und rief: „He Richi, ich habe das Handy von Jannes dabei und schmeiß gerade dein Geld mit beiden Händen zum Fenster heraus. Wenn du mich fangen, möchtest, musst du dich beeilen, da mein Tarnkappen Airbus in wenigen Minuten abhebt.“

Richi konnte sich vor Wut nicht mehr zügeln und sprang aus dem Ballon heraus, obwohl der noch 5 Meter vom Boden entfernt war. Richi zerschellte am Boden und rollte hilflos den Hang hinab. Er hörte erst auf zu rollen, als er unter einer Brücke ankam und von den dortigen Pennern mit einem „Nastrovie“ begrüßt wurde.

„Komm her mein Amigo, hier gibt’s noch nen Platz direkt neben mir, du kannst dich auch ruhig an mich rankuscheln, wenn es dir zu kalt ist“, meinte ein alter Penner ohne Haare mit mexikanischen Akzent.

Als Richi den Penner mit der Glatze erkannte, fiel Richi vor Schreck in Ohnmacht, da er dem armen Penner vor ein paar Jahren, wegen seiner Haarpracht skalpieren lies. Nun war Richi ganz unten angekommen und musste wegen seinem Titel „El peluquero de diablo“ um sein lausiges Leben fürchten.

Als der Ballon endlich den Boden erreicht hatte, stürmten Huck und Jack gefolgt von Nana und Dark Women auf Haui zu. Doch Haui flüchtete auf die gute alte italienische Art und Weiße. Große Klappe, dann Schuhe mit den Absätzen nach vorne gedreht und schnell verpissen. Schnell wie es nur eine Tucke sein konnte, rannte Haui zu seinem Flugzeug und brauste davon, bevor Jack und Huck ihn einholen konnten. Irgendwann kamen auch Nana und Dark Women hechelnd bei Huck und Jack an, die verzweifelt nach Luft japsten.

Nana fragte: „Haben wir Haui unter euren dicken Jacken versteckt, oder ist er euch mal wieder entwischt?“

„Nein, äh ja, hä was? Wir sind einfach nur Fett. Und nein, leider war Haui mal wieder schneller als wir“, meinte Jack enttäuscht.

Huck sprach: „Jack und ich werden die restlichen oder besser gesagte die Reste der Vamps suchen und einsammeln, damit sie Eleken wieder heilen kann. Ihr werdet jetzt zum Hafen gehen, um ein Schiff das nach Deutschland fährt zu chartern. Ich werde zusätzlich noch M kontaktieren, damit er mit Eleken zusammen nachschaut, ob Jannes vielleicht noch lebt und unsere Hilfe braucht.“

Da niemand etwas besseres einfiel, besorgten sich Jack und Huck einen Mistkarren, wo sie ein paar Halbstarke die sie vor der Hafenkneipe antrafen davor spannten. Nun konnten sie sich auf die Suche nach den Vamps machten und fuhren mit ihrem Mistkarren durch die engen Straßen der Stadt. Unterwegs trafen sie Toni, der gerade seine Freundin, wegen einer Doppel J Schönheit sitzen gelassen hatte. Da Toni wie immer sehr hilfsbereit war, half er Huck und Jack die anderen Vamps zu suchen.
Gugele rannte ziellos durch die Gegend, bis ihm allmählich klar wurde, dass er Paul Vogelstrauß und Leutnant Major Sumsum in der Stadt nicht mehr entkommen konnte. Da kam Gugele zu dem Entschluss, sich dem unausweichlichen Kampf zu stellen. Weil Gugele sich auf freiem Terrain mehr Chancen erhoffte, lief er rasch aus der Stadt hinaus, um in der Wildnis eine geeignete Stelle zum kämpfen zu finden. Gugele rannte und rannte und bemerkte gar nicht, dass immer mehr Verfolger sich anschlossen. Nun hatte er nicht nur Sumsum und Vogelstrauß als Verfolger am Hals, sondern auch die Mücken und Bibos machten ihm ein entrinnen aussichtslos. Als Gugele sich in Sicherheit glaubte, blieb er stehen und schaute sich um. Da sah er die Meute die ihm unerbittlich hinterher hetzte. Vor Schreck verlor er das Gleichgewicht und flog in einen Krater hinein, wo er sein Bewusstsein verlor. Nun standen Sumsum, die vier Mücken, die vier Bibos und Paul Vogelstrauß vor dem riesigen Krater, wo Gugele hineingefallen war.

Sumsum sagte: „Jemand sollte dort hinunter klettern, um nach Gugele zu suchen.“

„Wie wäre es mit einem der Mücken? Falls ein Mücke runter fällt, macht es nicht so viel aus, als würde von uns dreien einer abstürzen“, meinte Vogelstrauß dazu.

„In Ordnung, Mücke 1, klettere sofort den Krater hinunter und suche nach Gugele“, befahl Sumsum.

Mücke 1 band sich ein Seil um den Bauch und gab das andere Ende Sumsum, damit er ihm helfen konnte, die steile Schlucht hinunter zu klettern.

Bevor Mücke 1 sich auf den Weg machte, fragte er: „Sumsum, was passiert eigentlich wenn ich abstürze?

„Du wirst als ekliger Fettfleck enden und Mücke 2 wird deinen Job vollenden. Wenn auch Mücke 2, 3 und 4 versagen, sind ja noch die vier Bibos da, die wir verheizen können“, klärte Sumsum Mücke 1 auf.

„Nein, das meinte ich nicht. Ich meinte, was wird aus meiner Frau, wenn ich dort unten verloren gehe?“ fragte Mücke 1.

Sumsum sagte: „Ich werde sie immer für dich warm halten.“

„Wie meinst du das?“ fragte Mücke 1 besorgt.

Vogelstrauß lachte und rief: „Na das er ihn trocken reinwuchtet.“

„Was? Du Schwein! Ich werde… AAAAh!!!“ schrie Mücke 1, als er begriff, was Sumsum gesagt hatte und Sumsum das Seil losgelassen hatte.

Vogelstrauß schrie: „Was ist los? Hast du ihn etwa mit Absicht fallen lassen?“

„Nö iwo, es war natürlich ein tragischer Unfall“, meinte Sumsum dazu.

„In Ordnung dann soll jetzt der nächste Mücke sein Glück versuchen“, sprach Vogelstrauß.

Mücke 2 kam, band sich das Seil um den Bauch, übergab das andere Ende Sumsum und als er die gleiche Frage stellte wie Mücke 1, ereilte in derselbe tragische Unfall wie sein Vorgänger. Das gleiche Unglück, teilten sich auch Mücke 3 und Mücke 4, die einen bleibenden Eindruck am Boden des Kraters hinterließen. Nun war kein Mücke mehr da und Pepermint und Sumsum überlegten sich, ob sie nun die Bibos in den Krater schicken sollten. Doch diese Fragte erübrigte sich, da sich alle Bibos verpisst hatten, um nicht dasselbe Schicksal zu erleiden wie die Mücken in dieser Welt. Gerade als sich Paul Vogelstrauß entscheiden wollte in den Krater hinunterzuklettern, bekam Sumsum einen Anruf von Haui.

Haui fragte: „He Sumsum, wo seid ihr?“

„Vogelstrauß wollte gerade in einen Krater hinunter steigen, um nach Gugele zu suchen“, antwortete Sumsum.

„Und wie läufts?“ fragte Haui.

„Wegen Gugele haben wir alle Mücken verloren und unsere Bibos haben sich dezent aus dem Staub gemacht. Es ist auch sehr schwer dort hinunter zu kommen, da es sehr steil ist“, erklärte Sumsum.

Haui sprach: OK, lasst Gugele einfach dort unten versauern und kommt zurück zu unserer neuen geheimen Basis gleich hinter den Vulkan. Falls ihr die Bibos unterwegs trefft, sagt ihnen, dass die Zeit des Schlachtens, der heiligen Kühe gekommen ist.“

Sumsum sagte: „In Ordnung wir begeben uns gleich auf den Weg dort hin. Wenn wir auf die Bibos treffen, werden wir sie mit zur Basis nehmen.“

Dann beendete Haui das Telefonat und Sumsum rief zum Krater hinab: „He Gugele, wir werden jetzt gehen, wenn du raus willst, musst du dich uns ergeben.“

Gugele rief: „Lebend werdet ihr mich nie kriegen, das schwöre ich, so war ich ein Vamp bin.“

„Dann verhungere da unten“, sagte Paul Vogelstrauß und machte sich zusammen mit Sumsum auf zur Basis, wo Haui schon auf die beiden wartete.


Kapitel 32


In der Zwischenzeit, hatten sich die Familien und die Freunde von den Vamps auf dem neuen Planeten eingelebt. Sumpfgockel und Nebelritter waren sehr zufrieden mit den Fortschritten der neuen Bewohner des Planeten. Sirius und Kogain hatten mit der Hilfe von Sonja Zickenluder und Macho Grande angefangen ein Raumschiff zu bauen. Die ganzen Materialien und Werkzeuge die sie dazu benötigten, wurden von Sonja und Macho herbeigezaubert.

Als das Raumschiff fertig gestellt war, kamen Sumpfgockel und Nebelritter zu den vieren und sagten: „Wau, was für ein tolles Raumschiff. So ein schnittiges Design haben wir noch nie gesehen. Wer hat sich denn so was ausgedacht?“

„Die Aushülle habe ich mir ausgedacht, aber den Antrieb war ein Geniestreich von Sirius. Die Waffen und auch die Navigation, sind auf dem Mist von Macho Grande gewachsen. Die restlichen Räume wurden von Sonja ausgestattet“, erklärte Kogain.

„Einfach toll“, sagte Nebelritter begeistert.

„Habt ihr schon einen Probeflug gemacht?“ fragte Sumpfgockel.

„Nö, denn wir kennen uns im Weltraum absolut nicht aus“, antwortete Sirius.

„Wenn ihr wollt, kann Sumpfgockel und ich euch helfen“, schlug Nebelritter vor.

„Das wäre echt Mucho Grande“, rief Macho Grande.

„Ich werde ein leckeres Essen vorbereiten, damit wir es zusammen im Weltraum, zu uns nehmen können“ sagte Sonja.

„Wann geht es los?“ fragte Kogain nervös.

„In einer Stunde werden wir starten und uns in Richtung Erde aufmachen“, meinte Sirius.

„Wieso Erde?“ fragte Nebelritter.

„War nur so ein Gedanke“, sagte Sirius.

„Wie wäre es mit Champ Elleyses?“ fragte Sonja.

„Leider gibt es Champ Elleyses nicht mehr. Haui und seine Maniacfreunde haben es zerstört“, erklärte Sumpfgockel.

„Dann fliegen wir dort hin, Sonja und ich können bestimmt mit unserer Zauberkraft alles wieder in Ordnung bringen“, sprach Macho.

Sumpfgockel sagte: „Das geht leider nicht. Wenn es einer kann, dann ist es Jannes Lipstick. Jannes ist der einzige im Universum, der einen messerscharfen Verstand hat. Vielleicht sollten wir uns zu einem Ort aufmachen, wo es noch Hoffnung gibt.“

„Und wo soll dieser Ort sein?“ fragte Sonja.

„Na auf Alpazella“, antwortete Nebelritter.

„Hört sich gut an“, sagte Macho Grande.

„Wir sollten aber zuvor noch nach Murmel fliegen um uns die neusten Informationen zu kommen zu lassen“, meinte Sumpfgockel dazu.

Rasch beluden sie das Raumschiff, um so schnell wie möglich, nach Murmel fliegen zu können. Als sie fertig waren, versammelten sie sich alle auf der Kommandobrücke. Sonja und Macho Grande nahmen gleich Platz am Steuerpult. Nebelritter setzte sich in den Kapitänssessel und Sumpfgockel machte sich am Taktischen Schaltpult bereit. Sirius nahm neben dem Nebelritter platz, um bei einem möglichen Problem am Antrieb, eingreifen zu können. Kogain lief aufgeregt mit einem hochroten Kopf hin und her, als hätte er Quecksilber im Arsch.

Sirius fragte: „Was ist los mit dir? Warum sieht dein Kopf wie ne rote Laterne aus?“

„Deine Birne dampft ja auch schon vor Hitze wie die Sau“, meinte Sonja dazu.

„Ich fürchte, ich habe Lampenfieber“, entgegnete Kogain.

„Dann mach das Licht aus“, sprach Sirius.

Als Kogain das Licht ausgemacht hatte, fungierte sein Kopf als Rotlichtlampe, die das Warnzeichen für den Start gab.

Nebelritter sagte: „Nun geht es los. Macho starte den Antrieb und heb langsam vom Boden ab. Sonja, du hilfst Macho, indem du da Raumschiff ausbalancierst.“

Wie bei einer Schiffsschaukel, hob das Raumschiff langsam aber sicher vom Boden ab und war irgendwann außerhalb der Atmosphäre des Planeten. Dann programmierte Sonja den Kurs nach Murmel ein. Sobald Nebelritter das Zeichen gegeben hatte, startete Macho Grande den Super-duperantrieb, der eine Höchstgeschwindigkeit von 10 Lichtjahren pro Minute hinlegen konnte. Das Raumschiff raste so wahnsinnige schnell durch das Universum, so das es der Gesamten Crew, die Gesichter verschob. Sirius hatte zum Beispiel keine Falten mehr. Bei Kogain dagegen, konnte man die kompletten Alpen aus der Vogelperspektive in seinem Gesicht wiederfinden. Nach nur einer Stunde, hatte das Raumschiff den Orbit von Murmel erreicht, wo Sumpfgockel mit Waldtraut Kontakt aufnahm.

Sumpfgockel fragte: „Hallo Waldtraut, bist du auf Empfang?“

Doch Waldtraut hatte gerade andere Sachen im Kopf. Denn als eines Tages Waldtraut in ihrer Hexenküche was für sich zum Essen kochen wollte, sang sie dabei ein Klagelied, um sich selbst zu trösten. Da kam ein Minnesänger des Weges und hörte ihr bemitleidendes Gejaule. Weil sie sich sofort super verstanden und alles miteinander teilten, hatte Waldtraut gerade den Mund voll, als Sumpfgockel sie anrief.

Darum ging Günter an den Aperrat und fragte: „Hallo, wer stört?“

„Ich, äh, Sumpfgockel äh“, antwortete Sumpfgockel.

Da ergriff Nebelritter das Wort und rief: „Hör zu Günter, du holst jetzt sofort Waldtraut an den Aperrat oder du wirst es bereuen.“

„Hallo Sumpfgockel, ich bin es Waldtraut“, sagte eine Weibliche Stimme.

„Hör zu Waldtraut, wir kommen jetzt gleich runter und holen ein paar Ausrüstungsgegenstände ab. Ich schicke dir vorab eine Liste zu, damit du alles hinrichten kannst“, sprach Nebelritter.

„In Ordnung“, antwortete Waldtraut.

Rasch stellten Waldtraut und Günter alle Sachen die auf der Liste standen auf einen Haufen, damit Nebelritter sie abholen konnte. Schon bald landete das Raumschiff und alle Insassen stiegen aus. Zur Verwunderung von allen, war weder von Waldtraut noch von Günter etwas zu sehen. Zügig luden sie alle Gegenstände in das Raumschiff ein, um so schnell wie möglich wieder von dem trostlosen Planeten zu verschwinden. Als das Raumschiff wieder abhob, sahen sie Waldtraut, die auf einem merkwürdigen Pferd, durch den Sumpf ritt.

„Was für eine seltsame Frau, die nichts besseres zu tun hat, als mit einem merkwürdigem Pferd durch den Sumpf zu reiten, wenn gute Freunde sie besuchen wollen. Ich denke, sie hat nichts Besseres verdient, als auf so einem beschissenen Planeten zu leben“ meinte Sonja Zickenluder dazu.

Macho Grande gab den Kurs nach Alpazella ein und nach einem kurzen Höllenritt mit dem Raumschiff, sahen sie Alpazella ruhig und friedlich vor sich liegen.

Plötzlich bekam Nebelritter einen Anruf vom Planeten Alpazella: „Servus fremde, was machet ihr do bei ons?“

„Hat jemand was von dieser komischen Sprache was verstanden?“ fragte Nebelritter die anderen.

Sonja, Macho und Sumpfgockel schüttelten ihre Köpfe. Sirius zuckte mit den Schultern und Kogain griff sich mit der rechten Hand an die Stirn, um mit einem lauten stöhnen nachzudenken.

Dann rief er: „He, ich kenne die Sprache. Jetzt zahlt sich der jahrelange Stress mit meinem Exchef aus. Nun passt mal auf. Hallo hier isch dr Kogain, mir sen von der Erde ond zwar von dr Alb ra.“

„Haui hat gsagt: Niemand landet uff meinen Planet, sonschd wird des Konzequensa hau“, sagte die Stimme.

Kogain sagte: „Haui isch bei ons uff dr Erde ond mir sollet für ihn sei Kuscheltier hola. Wenn er des ed kriegt, wird er Fuchsteufelswild.“

„Scheiße, äh, Entschuldigung ich habe vergessen wie man älplerrisch spricht. Ich hoffe, ihr versteht mich auch so. Leider wissen wir nicht wo Haui`s Kuscheltier ist. Aber möglicherweise, könnt ihr ja uns behilflich sein“, sagte die Stimme.

„OK, kein Problem“, sagte Kogain.

Dann lenkte Macho Grande das Raumschiff in die Umlaufbahn, um mit dem Landeanflug zu beginnen. Nachdem sie auf dem zugewiesenen Platz gelandet waren, kamen ein paar Leute von Alpazella, mit den traditionellen Geschenken daher. Dazu gehörten ein Sack voll Kies und ne Schaufel mit Schnee. Als Krönung schenkten die Alpazella den Besuchern ein weißes Auto mit Schneeschaufel und Salzstreuer, um bei Schnee und Eis die Straßen frei räumen zu können. Die Besucher wollten nicht unhöflich wirken und schenkten den Alpazellern einen Wäschekorb voll schmutziger Socken. Sirius war der Meinung, dass man den einfältigen Alpazellern die Socken, als Schaals mit Käseduft unterjubeln könnte. Treudoof wie halt die Alpazeller waren, banden sie sich gleich ein paar der Schaals um den Hals und präsentierten es stolz den anderen Bewohnern.

Dann sagte ein Alpazella: „Guten Tag, ich heiße Max Bergler und bin der Außenminister von Alpazella. Wir alle sind sehr froh, dass ihr uns helfen wollt, das Kuscheltier von Haui zu suchen.“

„Kein Problem, Sachen wieder finden ist unsere Stärke“, sagte Sonja Zickenluder.

„Bitte folgen sie mir zum Palast, um mit der Suche zu beginnen. Als sie im Palast angekommen waren, begannen sie mit ihrer Suche. Sonja, Nebelritter und Sumpfgockel schwärmten gleich aus um Haui`s Sabberlatz zu finden. Doch Kogain, Sirius und Macho Grande suchten nicht das Kuscheltier von Haui, sondern machten sich auf die Suche nach ein paar nützliche Dinge, damit sie Haui dazu bewegen könnten, auf Alpazella abzudanken. Da kam Kogain ein Geistesblitz. Das Kuscheltier von Haui, würde bestimmt ihm das Genick brechen, wenn heraus käme das er ohne Kuscheltier nicht leben könnte.

Kogain rief die anderen zusammen und sagte: „He, ich habs gefunden. Schaut her, das ist Haui`s Kuscheltier.“

Dann streckte Kogain eine alte Socke mit angenähten Hosenknöpfen in die Luft. Das Kuscheltier sah voll versabbert und zerbissen aus, als hätte jemand jahrelang darauf herumgekaut.

Als Max Bergler dazukam sagte Sirius: „Gut das du kommst Max, schau mal her, was dein König für ein Kuscheltier hat. Meiner Meinung nach, ist ein Mann mit so einem Kuscheltier unwürdig, einen so schönen Planeten zu beherrschen. Darum befehle ich, dass ihr nun alle Wachen und Bedienstenten von Haui gefangen nehmt und in den Kerker werft.“

„Das geht nicht, denn dazu muss man mit Big Mama sprechen“, entgegnete Max Bergler.

„Wo finden wir die Alte und wie sieht sie aus?“, fragte Kogain.

Max sprach: „Big Mama ist groß, sehr groß, so groß wie ein Berg. Um sie zu besteigen werdet ihr Seile, Hämmer und Pickel benötigen.“

„Ist Big Mama ein Berg?“ fragte Sirius.

„Big Mama ist die Urmutter von Alpazella, sie gibt uns Schutz und Kraft. Sie war der erste Berg, der hier entstanden ist“, erklärte Max.

„Wo finden wir Big Mama und wie können wir mit ihr sprechen?“ fragte Nebelritter.

„Hinter den südlichen sieben Bergen beginnt eine Steinwüste. Dort in der Mitte der Steinwüste gibt es einen dunkeln Berg und wenn ihr würdig seid, werdet ihr Big Mama erkennen“, erklärte Max Bergler.

Nachdem alle etwas Proviant eingepackt hatten, brachte Max sie zum schnellsten Beförderungsmittel, das es je auf Alpazella gegeben hatte. Es war die berüchtigte Schneckenbahn, die alles was man so benötigte auf den Berg und wieder hinunter brachte. Alle bestaunten die Riesige Weinbergschnecke und waren fasziniert von dem Schneckenhaus mit Fenster und Balkon, das innen sehr nett eingerichtet war.

Max Bergler rief: „Alles einsteigen, es geht gleich los.“

Kogain fasste sich an die Stirn, dachte stöhnend nach und fragte dann: „Entschuldigung Max, aber habt ihr kein schnelleres Fahrzeug um über den Berg zu kommen?“

„Nein, dies ist die schnellste Möglichkeit. Vertrau mir, du wirst nicht enttäuscht werden“, sagte Max Bergler.

Als alle eingestiegen waren, setzte Max sich auf den Kutschbock der Schnecke, um die Schnecke über den Berg zu dirigieren. Bevor es losging schaltete Max die Sprenkelanlage ein, damit die Schneckenbahn so richtig in Fahrt kommen konnte. Nun ging es los und die Schnecke kroch gemächlich den ersten Berg hinauf.

Sonja und Macho hatten schon eine ganze Weile nichts gesagt, darum fragte Sirius besorgt: „He Kids, was ist los? Habt ihr das Sprechen verlernt, oder seid ihr etwa normal geworden?“

„Das hättest du wohl gern, aber diesen Gedanken kannst du gleich aus deinem grauen Kopf entfernen“, sprach Sonja.

„Wir sind unter Fremden immer ganz ruhig, damit wir sie in Ruhe studieren können, bevor wir ihnen auf den Sack gehen“ fügte Macho Grande hinzu.

„Das ist doch nur Max und den kennt ihr doch schon ne Weile“, meinte Kogain dazu.

„Geh mir aus der Sonne, dein hässliches Aussehen beleidigt meine Augen“, keifte Sonja.

Da kam Nebelritter hinzu und rief: „He Kids, es wäre am besten, wenn ihr zurück zum Raumschiff fliegt und dort auf uns wartet. Ich denke, dass ihr nur so gereizt seid, weil es euch langweilig ist. Also steht auf und verschwindet.“

Sonja und Macho standen auf, liefen zum Balkon und flogen mit gesenktem Kopf zum Raumschiff zurück.

Nebelritter sprach: „So, habt ihr gesehen, wie man mit Kindern umgeht? Ne klare Ansage und es läuft wie geschmiert. Ein dominantes Auftreten ist das aller wichtigste.“

„Hör auf so einen Scheiß zu erzählen, früher nannte mich jeder Mr Dominant“, entgegnete Sirius

Plötzlich knallte es ganz laut und der ganze Raum war mit Nebel verhüllt. Als der Nebel sich lichtete, sah man Sirius der in ein viel zu kleines Dominakostüm hineingezaubert wurde. In den Händen hielt er eine Peitsche und ein Epiliergerät in Sondergröße. Alle begannen zu lachen und konnten ihre Tränen nicht mehr zurück halten, bis plötzlich die Schneckenbahn anhielt.

Sumpfgockel fragte: „He Max, sind wir schon da?“

„Ed, äh ich meinte nein. Die Schnecke hat so wie es aussieht keine Lust mehr zu kriechen. Sie will erst weiter kriechen, wenn sie euer Bier kriegt“, antwortete Max.

„Niemals“, rief Kogain.

Dann holte er ein Päckchen Salz aus dem Rucksack und meinte: „He Schnecke, wenn du kein Schaumbad in deinem eigenen Schleim machen willst, dann bring uns sofort zu Big Mama.“

Da bekam die Schnecke schiss und schaltete den Turbo an. Wie vom Hafer gestochen raste sie die Berge rauf und runter, bis sie an der Steinwüste ankamen.

Max sprach: „So, wir sind angekommen. Von hier aus müssen wir alleine weiter.

Als alle aus der Schneckenbahn ausgestiegen waren, wollte Kogain sein Päckchen Salz zu Sirius werfen, damit der sein altes Fleisch haltbarer machen sollte. Doch so ungeschickt wie Kogain nun einmal war, warf er das Salzpäckchen an das Schneckenhaus, wo es sofort zerplatzte. Sekundenschnell begann sich die Schneckenbahn aufzulösen, bis nur noch das Haus übrig war. Max Bergler fiel auf die Knie und begann fürchterlich zu weinen.

Er schrie: „Du Mistkerl hast es bestimmt mit Absicht gemacht“.

„Nein, auf keinen Fall. Ich wollte das Sirius seinen alten Kadaver mit dem Salz haltbarer macht. Du weißt doch, gepökelt hält länger“, sagte Kogain.

„Hilfe eine Riesenpython kommt auf uns zu“, rief Sumpfgockel panisch.

„Mach dir nicht ins Hemd“, rief Nebelritter.

„Die macht dir nichts, denn sie ist satt“, meinte Sirius dazu.

„Woher willst du denn das wissen?“ fragte Sumpfgockel.

„Na weil Max fehlt. Wahrscheinlich hat sie ihn gerade gefressen und das bedeutet, dass sie für einen Monat satt ist“, fügte Kogain hinzu.

Als Sumpfgockel sich wieder beruhigt hatte, machten sie sich auf den Weg zu Big Mama, damit sie endlich zu ihr sprechen konnten. In der Ferne konnte man einen merkwürdig geformten Felsen erkennen. Obwohl sie zügig voran kamen, ging allmählich das Wasser aus. In der größten Hitze des Tages, kamen sie bei einem rotbraunen Hügel an. Sie entschieden sich, den Hügel an dem herunterhängenden und ausgetrockneten Gestrüpp hinauf zu klettern, um dort besser nach Big Mama Ausschau zu halten. Als oben ankamen, hörten sie ganz leise Wasser plätschern. Gerade als Kogain sich etwas mehr umschauen wollte, rutschte er aus und zog die anderen mit hinunter, als er sich an ihren Beinen festkrallte. Sie rutschten über alle Bodenwellen hinüber und landeten letztendlich in einem kleinen übelriechenden Tümpel. Da ihr Durst grenzenlos war, begannen sie gleich aus dem Tümpel zu trinken. Doch leider war es kein richtiges Wasser, sondern hatte eher was mit Altöl zu tun. Sie hatten so wahnsinnigen Durst, dass sie dennoch den ganzen Tümpel austranken. Plötzlich bebte die Erde. Sofort sprangen, rannten oder kullerten alle irgendwie den Hügel hinunter, der mit über tausend Schlaglöchern überseht war, um sich in Sicherheit zu bringen. Der Hügel vibrierte immer mehr und mit einem Geräusch das man nur von der Toilette her kennen sollte, stand ein fleischgewordenes etwas auf, reckte und sich streckte, um abermals das obszöne Geräusch von sich zu geben. Und da stand es oder etwa sie?

Kogain fragte: „Was meint ihr, ist das Big Mama?“

„Das liegt im bereich des möglichen“, antwortete Nebelritter.

Sirius rief: „Hallo, sie da oben, sind sie vielleicht Big Mama?“

„Wer will das wissen?“ fragte das riesige Monstrum.

„Wir die Rettungstruppe von Alpazella“, antwortete Sirius.

„Ihr habt recht, ich bin Big Mama und ihr Winzlinge habt mich beim Sonnenbaden gestört. Dafür muss ich euch leider alle zerquetschen“, rief Big Mama.

Mit nur einem Schlag, schlug sie Nebelritter ungespitzt in den Boden. Dann schnappte sich Big Mama Sumpfgockel an den Beinen, rieb seinen Kopf unter ihren schweißgebadeten und mit Sonnenöl getränkten Axeln, um in dann Kopfüber in den Sand zu stecken. Durch den Schweiß und durch das Sonnenöl, klebte mindesten eine drei Zentimeter dicke Sandschicht an Sumpfgockel, die Big Mama nun genüsslich ableckte.

Als sie mit dem Ablecken fertig war sagte sie: „Und jetzt kommt das Beste.“

Sie knüllte sekundenschnell Sumpfgockel zu einer Sumpfkugel und schwup war er in ihrem Rachen verschwunden. Gerade als Big Mama sich Kogain und Sirius zur Brust nehmen wollte, entdeckte sie, das Sirius ein interessantes Outfit an hatte.

Sie sagte: „Na du siehst ja geil aus. Wenn du größer wärst, könnte ich dich als Dildo benutzen. Wenn du mir verrätst wo du es her hast, lasse ich dich und deinen Freund am leben.

Sirius sprach: „Das Outfit ist von der Erde und wenn du möchtest, können wir dir beim nächsten mal eins mitbringen.“

„Nein, jetzt sofort“, rief Big Mama.

„Das geht nicht. Wenn du es schneller willst, musst du mit uns zur Erde mitkommen. Du musst jetzt nur mit zu unserem Raumschiff gehen, damit wir dich dort hin bringen können“, sagte Kogain.

„Einverstanden“, sagte Big Mama.

Dann schnappte sie sich die beiden und legte sie unter ihre Brüste, damit sie nicht weglaufen konnten. Big Mama setzte sich in Bewegung, um mit den beiden zum Raumschiff zu gehen.

Als Big Mama so dahinging und dabei ein Liedchen pfiff, ergriff Sirius die Gelegenheit und sagte zu Big Mama: „Hallo Big Mama, wir haben dich aufgesucht, damit du uns hilfst, dass Hauiimperium zu zerstören. Alpazella hat was Besseres verdient als so einen Tyrannen als König.“

„Ich kenne keinen Haui. Das ich ihn nicht kenne, hat Wahrscheinlich damit zutun, dass ich vor Trauer um meinen Geliebten alles links liegen gelassen habe. Ach mein lieber Zeitgeist, wo bist du nur“, sprach Big Mama.

Da rief Kogain: He, wir kennen deinen Geliebten. Er gehört zu Haui`s Söldnertruppe und hat uns das leben schwer gemacht.“

„Geht es ihm gut?“ fragte Big Mama.

„Wenn man zehn nackte Weiber gut findet, geht es ihm blendend“, meinte Sirius dazu.

„Wenn ich ihn zwischen meine Finger bekomme, werfe ich den Mistkerl in ein Schwarzes Loch, damit er nie mehr von dort heraus kommt“ sprach Big Mama und schwang ihre rechte Faust dabei.

Als sie in der Hauptstadt von Alpazella ankamen, staunten die Alpazeller nicht schlecht, als Big Mama vor ihnen stand.

Sie sprach: „So meine kleinen Lieblinge, ich befehle euch, dass ihr alle Sympathisanten von Haui in einen großen Topf schmeißt und für mich einen Eintopf kocht. Hier und jetzt schenke ich euch wieder euere Freiheit. Als erledigt euere Aufgabe, damit endlich wieder Ruhe einkehrt. Nachdem sie die Sympathisanten von Haui zu einem Eintopf verarbeitet hatten, machten die Alpazeller spontan ein Riesen Fest, wo es im Überfluss Bier und Schweinhaxen gab. Nachdem unsere Freunde pappsatt und ziemlich besoffen waren, machten sie sich auf den Weg zur Erde, um Big Mama ein Dominakostüm zu besorgen. Sonja und Macho konnten es kaum erwarten ihre Mutter endlich kennenzulernen und programmierten darum in Windeseile die Mega-superdupergeschwindigkeit ein. Nachdem Sirius und Kogain Big Mama im Frachtraum verstaut hatten, ging es endlich los. Mit lautem Getöse brauste das Raumschiff los in Richtung Erde. Ob sie mit dieser Geschwindigkeit und dem Übergewicht von Big Mama je ankommen würden war sehr ungewiss.


Kapitel 33


Als Gugele sich sicher war, dass keine Gefahr von seinen Widersachern ausging, schaute er sich vorsichtig in den Kraterhöhlen um. Da entdeckte er ein sehr verkohltes Fahrzeug. Als er näher kam, sah er, dass es sich um Ex Eco One handelte. Zu seinem Bedauern hatte er leider keine Ahnung, wie so ein Raumschiff funktionierte und beschloss darum Jannes zu kontaktieren. Gugele nahm sein Handy und rief Jannes an. Leider war Jannes nicht erreichbar und so entschied sich Gugele, für den beschwerlichen Aufstieg an die Erdoberfläche. Sobald er wieder oben vor dem Krater stand, schaute er sich wieder um. Gugele hatte Glück, denn es war niemand zu sehen. Irgendwie roch es sehr stark nach Pasta mit etwas zu viel Knoblauch. Gugele bekam deswegen mächtigen Kohldampf und machte sich zügig auf den Weg zurück zur Basis. Als Gugele in der neuen Basis ankam, hörte er ein lautes Keuchen. Gugele blieb er stehen und drehte sich nach allen Seiten um. Da kamen Toni, Huck und Jack, mit einem Mistkarren um die Ecke. Vorne dran zogen sechs Isländer den schweren Wagen und hinten drauf lagen Thomas E, Petrus und Moggele.

Gugele rief: „He Huck, was ist mit Thomas E, Petrus und Moggele los?“

„Sie wurden von Haui und seinen Männern üble zugerichtet. Am besten wir bringen sie gleich ins Lazarett“, antwortete Huck.

„Weißt du wo Eleken und M sind?“ fragte Jack.

„Die beiden wollten schauen, ob sie Jannes finden. Auch ich habe nach Jannes gesucht, als ich mich vor Sumsum und seinen Männern in einem Krater versteckt hatte. Das einzige was ich aber dort gefunden habe war Ex Eco One, die sich in einem fürchterlichen Zustand befand. Was komisch war, dass es dort bei den Vulkanen, überall nach Pasta gerochen hat“, sagte Gugele.

Toni fragte: „Und wo ist Nana und Dark Women?“

„Keine Ahnung. Vielleicht sind die beiden unterwegs eingekehrt und haben sich was hinter die Binde gekippt“, meinte Gugele.

„Wer hat sich was hinter die Binde gekippt“, fragte plötzlich eine Fraustimme.

Als sie sich umdrehten, sahen sie Dark Women und Nana, die Richi aus der Gosse geholt hatten und nun hinter sich her schleppten.

Nana sagte: „Richi sollte gleich ins Lazarett, damit er seinen Rausch ausschlafen kann.“

„Hier sind auch noch drei Kandidaten, die dringend behandelt werden sollten“, fügte Gugele hinzu.

„In Ordnung“, sprach Dark Women, schulterte Richi und brachte ihn zu Chefarzt Kappenschorsch.

Toni, Huck und Jack brachten Thomas, Petrus und Moggele zu Sardina, damit sie die drei erstmal so richtig durchkneten konnte. Sardina machte es sichtlich einen Heidenspaß, die drei Verletzten zu quälen. Als Sardina mit den Behandlungen oder anders gesagt Misshandlungen fertig war, waren sie soweit, dass sich Kappenschorsch nun auch noch um sie kümmern musste. Doch bevor er sich um die drei kümmerte, verabreichte er Richi einen XXL-Einlauf, sodass das Gift, ungestreift aus Richi`s Körper entweichen konnte. Nachdem dann alle Kranke versorgt waren, wurden sie von Huck und Gugele auf die Krankenbetten verteilt. Moggele und Thomas kamen in ein kleines Zimmer, gleich neben dem Schwesternzimmer. Petrus der von der Massage feuerrot war und Richi der von dem Entgiften sehr bleich geworden war, mussten sich eine Zweiquadratmeter große Toilette teilen, die zum Bedauern weder ein Fenster noch einen Abzug hatte. Alles vier waren schwer gezeichnet und mussten über den Tropf ernährt werden.

Gugele grinste als er Petrus in der Toilette liegen sah und meinte: „Petrus steckt wirklich in einer Scheiß Situation, da Richi immer noch nicht leer zu scheinen scheint.“

„Kommt wir machen die Türe zu, damit es draußen nicht so bestialisch stinkt“, meinte Huck dazu.

Nach getaner Arbeit, machten sich Jack, Huck, Gugele und Toni auf zu einer Kneipe, um endlich mal wieder nach Herzenslust zu dinieren. Nana und Dark Women dagegen suchten mit Hilfe des Radars, nach Haui und seinen Kumpanen. Sardina und auch Kappenschorsch waren so erschöpft, dass sie es sich in der Leichenhalle gemütlich machten und dort sofort einschliefen. Irgendwann kamen Jack, Huck, Gugele und Toni zurück vom Essen und konnten kaum noch laufen.

Nana rief: „ Na wie seht ihr denn aus? Seid ihr etwa das Rollkomando?“

„Nein, wir sind nur überfressen, sonst nichts“, antwortete Huck.

„Wie geht es unseren Verletzten?“, fragte Toni.

„Nicht so gut“, antwortete Dark Women, „ich fürchte, dass Sardina und Kappenschorsch unsere Freunde voll kaputt gemacht haben und sie dadurch noch lange Zeit außer Gefecht sind.“

„Wir sind trotzdem noch genug, um es mit Haui und seinen heiligen Kühen aufzunehmen“, rief Jack, bevor er sich hinter einer Mülltonne übergeben musste.

Gugele sagte: „Ich denke, Jack hat recht, da Mücke und seine Klone tragisch im Krater umgekommen sind, als sie nach mir suchen sollten. Es war seltsam, als hätte jemand die Mücken mit Absicht vom Himmel fallen lassen wollen.“

Huck rief: „Ja spinne ich? Schaut mal wer da kommt.“

Es waren Barbie und Hugo, die sich aus der Müllhalde befreien konnten, wo sie von den Maniacs hin verfrachtet wurden.

Barbie sprach: „Hugo und Barbie melden sich zum Dienst.“

„Wir haben guten Neuigkeiten für euch“, fügte Hugo hinzu.

„Welche denn?“ fragte Huck.

„Na wir wissen wo Haui steckt“, antwortete Barbie.

„Er hat eine Basis direkt hinter dem Vulkan errichtet. Wenn wir richtig gezählt haben, hat er jediglich noch acht Mann“, sagte Hugo.

„Das heißt mit ihm sind es neun. Es wird einen harte Nuss sein, sie zu knacken“, sprach Gugele.

„Stopp, hör auf zu jammern. Wir sind auch mit von der Partie“, sagte Eleken, die mit M gerade zum Tor herein kam.

„Wo sind denn Richi, Petrus, Moggele und Thomas?“ fragte M.

„Die sind im Lazarett“, antwortete Huck.

Eleken und M gingen zu den Verletzten, um nach ihnen zu schauen. Als erstes besuchten sie Moggele und Thomas. Sie sahen, dass sie nichts für sie tun konnten, außer ihnen ihre verdiente Ruhe zu geben.

Als sie wieder hinaus gingen und Moggele kurz seinen Kopf hob, sprach M: „Ich segne dich mein Sohn. Akra Kababra dreimal Schwarzer Jannes.“

Erschöpft ließ Moggele wieder seinen Kopf auf das Kissen fallen, um wieder einzuschlafen. Eleken zog M aus dem Zimmer heraus, bevor er noch mehr Müll von sich geben konnte. Dann öffneten sie die Türe der kleinen Toilette, wo Richi und Petrus untergebracht waren.

Als M Petrus sah, lachte er und meinte: „He Petrus, du siehst aus wie ein Tampon.“

Eleken rief: „Halt die Klappe M.“

„Wieso? Es stimmt doch. Schau nur her, wie vorher und nachher. Richi ist weiß und Petrus ist schon benutzt“, entgegnete M.

Eleken packte M an seinen Haaren und stiefelte ihn wieder nach draußen, wo Jack, Huck, Gugele und Toni auf sie warteten.

M sprach: „Hört mir genau zu, wir werden uns jetzt in zwei Gruppen aufteilen und dann sofort uns auf den Weg zu Haui`s Basis machen. Nur wenn wir jetzt schnell handeln, können wir sie überrumpeln. Also los folgt mir.“

Dark Women, Nana, Gugele, Toni und Huck gehörten zu der Gruppe Eingeborenen und sollte von der rechten Flanke des Vulkans angreifen. Eleken, Jack, Barbie, Hugo und M bildeten die Gruppe Spacefrog. Sie machten sich auf von der linke Seite Haui anzugreifen. Wenn beide Gruppen ihren Ausgangspunkt erreicht hätten, sollte nochmals Kontakt aufgenommen werden. Nachdem sie sich bewaffnet und mit Proviant eingedeckt hatten, marschierten sie voller Hoffnung los. In der Basis von Haui, war auch einiges los. Sumsum und Paul Vogelstrauß sollten die wiedergefundenen Bibos neu einschwören. Außerdem hatte Wunderstein noch ein paar alte Kumpels aufgetrieben, die sich Haui`s Sache anschließen wollten. Alle hatten merkwürdige Namen, wie zum Beispiel Meister Lampe und Geisenmilch. Der kaputteste von ihnen hieß Trisam, der ständig davon prahlte, dass er der stärkste Kämpfer von allen sei.

Immer wieder rief Trisam: „Ich bin Kämpfer, kommt her, damit ich es euch beweisen kann.“

Genervt schritt Vogelstrauß auf ihn zu und schlug mit der flachen Hand Trisam auf seine Glatze.

„Sei endlich ruhig und konzentrier dich auf deine Aufgabe“, sagte Vogelstrauß.

„He was willst du? Ich bin großer Kämpfer. Mach alle Platt, wenn es sein muss“, rief Trisam.

„Patsch“, da knallte es schon wieder auf der Glatze von Trisam. Um nicht noch mehr Schläge auf die Glatze zu bekommen trollte er sich davon, um endlich seine Arbeit zuberledigen. Plötzlich rannte Sumsum gefolgt von Haui auf den Paradeplatz.

Sumsum schrie: „Alle in einer Reihe antreten.“

Haui begann mit einer kleinen Rede: „Hört zu, wir haben entdeckt, dass wir von der linken Seite angegriffen werden. Es handelt sich dabei um Eleken, Jack, Barbie, Hugo und M. Wo die anderen sind wissen wir noch nicht. Möglicherweise kommen sie von der anderen Seite. Meister Lampe und du Geisenmilch, ihr werdet die Angreifer mit Spreewaldbananen bombardieren. Nehmt am besten die alte Standhaubize dazu. Du Trisam bekommst die Aufgabe, den Rest im Nahkampf zu erledigen. Am besten wird es sein, wenn du die vier Bibos mitnimmst. Die anderen werden mit mir kommen, um uns auf einen möglichen Angriff von rechts vorzubereiten. Los tut eure Pflicht. Zack, zack.“

Meister Lampe und Geisenmilch luden gleich die Haubize, um die herannahenden zu beschießen.

Als Eleken, Jack, Barbie, Hugo und M sich heran schlichen, zischte plötzlich etwas durch die Luft und flog ganz nah an Jack`s Kopf vorbei.

Barbie rief: „In Deckung, wir werden angegriffen!“

„Kaum ausgesprochen, prallte ein Einmachglas an seinen Kopf, das ihn gleich ins Brandenburger Traumland schickte. Barbie lag friedlich da und es sah so aus, als würde er von Spreewaldbananen träumen, da er seine schon in der Hand hatte. Eleken, M und Jack hatten sich bereits hinter einigen Felsen versteckt und schauten sich um, woher die Gurkengläser angeflogen kamen. Hugo dagegen, stand bewegungslos da, wie Fels in der Brandung. Eigentlich hätte man ihn auch als Schießbudenfigur bezeichnen können, da er nun unter tausenden Gurkengläsern begraben wurde. Dann war es stil. Zu Still. Als Eleken, M und Jack wieder aus ihren Verstecken heraus kamen, standen plötzlich Trisam und die Bibos vor ihnen. Geistesgegenwärtig zog Jack seine Murmelschleuder aus dem Halfter und streckte den ersten Bibo nieder. M rannte auf Trisam zu, um ihn mit seiner Killerplautze umzurammen. Doch Trisam wich geschickt aus und hechtete sich auf M. Eleken zückte eine Pistole, die mit Rektal Brain Initiatoren geladen war. Mit drei gezielten Schüssen, half sie Jack aus einer brenzlichen Situation, wo er selbst nie mehr heil herausgekommen wäre.

Eleken sagte: „Schau her Jack, das Schlachten der heiligen Kühe, hat so eben begonnen.“

„Danke für deine Hilfe Eleken, in der hinternlistigen Situation in der ich steckte, wäre ich nie mehr ex eco rausgekommen“, sagte Jack.

Zum Ausruhen war keine, denn jetzt kamen auch noch Geisenmilch und Meister Lampe. Geisenmilch griff sofort Eleken an und Meister Lampe nahm sich Jack zu Brust. Jack schleuderte wie wild seine Arme und Beine durch die Luft, in der Hoffnung, dass sie durch Zufall Meister Lampe treffen würden. Und so war es auch, Jack traf Lampe gleich viermal am Kopf, der dadurch gleich das Bewusstsein verlor und regungslos liegen blieb. M hatte gegen Trisam keinen Hauch von einer Chance, da er ihn ziemlich schnell im Schwitzkasten hatte. Trisam drückte immer weiter zu, bis er von M keine Gegenwehr mehr spürte.

Da der Kampf von Eleken und Geisenmilch sehr ausgeglichen war, schrie Geisenmilch plötzlich: „Du wirst mich jetzt ne ganze Weile nicht mehr sehen.“

„Warum, gibst du etwa auf?“ fragte Eleken.

„Nein, jetzt komme ich von hinten“, rief Geisenmilch und machte einen Salto über den Kopf von Eleken, sodass er direkt hinter ihr stand.

Blitzschnell machte Eleken einen Fußtritt in Geisenmilch`s Glücksmurmeln, der dann auch sofort auf die Knie fiel. Mit einem gezielten Schuss aus der Rektalpistole streckte Eleken Geisenmilch voll nieder, um sich nun um M zu kümmern. Währenddessen kämpfte Jack mit Trisam, der Trisam gut im Griff hatte. Im Griff? Na ja, so lange im Griff, bis er ein fünf Literfass Bier auf dem Boden entdeckte, das seine Konzentration zu nichte machte. Mit nur einem Headbutt schlug Trisam Jack um, bevor er sich nun Eleken widmete. Trisam verletzte Eleken mit seinem Buschmesser am rechten Oberarm, sodass sie nicht mehr ihre Pistole halten konnte. Eleken war stinksauer und hatte absolut keinen Bock mit Trisam weiter zu kämpfen. Um dem Kampf ein Ende zu machen, trat sie ihm einfach einmal kräftig in die Eier, sodass er die Lust am kämpfen für immer verlor. Als die Gefahr gebannt war, schaute Eleken, nach M und Jack. Die beiden waren schwer verletzt und leider war Eleken zu schwach um M und Jack zur Basis zurück zu bringen. Gerade als Eleken aufgeben wollte, wurde es hell am Himmel. Als sie aufsah, erblickte sie ein Raumschiff, das sich gerade im Landeanflug befand. Nachdem das Raumschiff gelandet war, öffnete sich die Türe und Sirius, Kogain, Sonja und Macho Grande kamen herausgelaufen. Sonja und Macho flogen sofort zu ihrer Mama, die sie liebevoll in den Arm nahm.

Eleken fragte: „Hallo meine lieben, wie geht es euch? Wart ihr auch immer brav?“

„Natürlich waren sie brav, wie kleine Engel“, antwortete Sirius.

„Es sind die reinsten Musterkinder“, meinte Kogain dazu.

„Das macht mich froh. Wir müssen Jack und M zur Basis zurückbringen und ich bin auch ziemlich verletzt“, sagte Eleken.

„In Ordnung. Doch bevor wir dies tun, müssen wir Big Mama, aus dem Frachtraum wuchten“, sagte Sirius.

„Das geht leicht“, sagten Sonja und Macho.

Dann schnippten sie zweimal mit den Fingern und Big Mama war aus dem Frachtraum herausgezaubert.

Big Mama fragte: „Wo geht es nun zum Dominashop? Ich brauche unbedingt einen Megastring für meinen zarten Körper.“

„Nana hat einen gebastelt. Bestimmt verkauft sie ihn dir, wenn du sie freundlich fragst. Sie ist ungefähr zwei Kilometer von hier in nördlicher Richtung“, sagte Eleken.

Big Mama drehte sich um und machte sich auf den Weg zu Nana.

Sonja, Macho, Kogain und Sirius brachten die drei verletzten in ihr Raumschiff und sie zu Basis zurück zu fliegen. Doch beim Abheben, stürzte plötzlich das Raumschiff in einen Krater, da Sirius dummerweise vergessen hatte, die Gewichtsstabilisatoren wieder auf Normalgewicht auszurichten. Das Raumschiff rauchte stark und es war kein Lebenszeichen von dort mehr zu erkennen.


Kapitel 34


Auf der anderen Seite des Vulkans war das Gefecht auch voll im gange. Dark Women, Nana, Gugele, Toni und Huck hatten sich hinter ein paar Felsbrocken in Stellung gebracht und beschossen Haui und seine Spießgesellen mit ihren Murmelschleudern. Toni war schon Schwer verletzt, lag am Boden und faselte irgendwas von Doppel D. Auf einmal standen sich Huck und Haui direkt gegenüber. Es war wie in einem Wild West Film. Die Luft knisterte und es war ein Hauch von Angst zu spüren.

„So Huck, jetzt werde ich dich nach guter alter Texaner Art auslöschen“, schrie Haui und machte seine Pistole schussbereit.

Huck schwieg und brachte seinen Körper auch in Stellung. Blitzschnell richtete Haui seine Pistole auf Huck und schoss. Huck konnte auf diesen schnellen Angriff nicht reagieren und streckte daher der Kugel nur seinen stromlinienförmigen Körper entgegen. Durch diese geniale Abwehr, prallte die Kugel von Huck ab und traf Haui direkt in die Brust. Huck freute sich wie ein kleines Kind, indem er wild herumhüpfte. Plötzlich verlor Huck sein Gleichgewicht und stürzte in einem nahegelegenen Krater, der Huck für ein Spanferkel hielt und ihn schön kross durchbriet.

Gugele wurde die hin und her Schießerei zu dumm, er trat hervor und schrie: „Jetzt ist die Zeit reif für ein Duell. Komm her Sumsum und kämpfe.

Dark Women und Nana wollten Gugele noch aufhalten, doch es war schon zu spät. Denn da stand er schon. Leutnant Major Sumsum, der Mann mit der Löwenmähne. Der vergeblich versucht hatte einen Pullover aus seinen Haaren zu stricken. Gleichzeitig ergriffen Sumsum und Gugele ihre Schwerter und sprangen auf einander zu. Es entbrannte ein wilder Kampf, indem Leutnant Major Sumsum immer die besseren Karten hatte. Gugele krabbelte die meiste Zeit wie ein kleines Baby auf dem Boden herum und wimmerte nach Gnade. Immer wieder wurde Sumsum von Pepermint, Wunderstein und Vogelstrauß angefeuert, sodass Gugele auch psychisch unter Druck geriet und sich auf der Erde zusammengerollt hatte. Gerade als Major Sumsum zum todbringenden Schwerthieb ansetzten wollte, ertastete Gugele eine klebrige Substanz in einer Pfütze, die er sofort auf Leutnant Major Sumsum`s Haarpracht warf. Sobald Sumsum`s Haarpracht getroffen wurde, verlor er seine emense Manneskraft und fiel vor Gugele auf die Knie. Nun gewann Gugele die Oberhand und machte sich bereit zu einem Flying Gugele Earth Quake, um dem Kampf ein Ende zu machen.

Paul Vogelstrauß erkannte, dass Major Sumsum keine Kraft mehr hatte und rief: „Mach dich locker Major Sumsum, ich komme gleich.“

Dann nahm Paul Vogelstrauß Anlauf und hechtete in Leutnant Major Sumsum`s Hintern und machte in somit zum Zentauren. Als Endglied des Zentauren, machte Paul Vogelstrauß Leutnant Major Sumsum mal so richtig Feuer im Arsch. Leutnant Major Sumsum sprang auf und raste wie von der Tarantel gestochen herum. Dummerweise rannte er dabei Pepermint über den Haufen und trampelte ihn bis zur Ohnmacht. Als Paul Vogelstrauß und Sumsum zueinander gefunden hatten, machten sie sich als Zentaur auf, Gugele zu vernichten. Es genügten schon zwei Schwertkombinationen von Sumsum und Gugele lag mit blutender Nase am Boden. Sumsum stellte sich direkt über Gugele und holte mit dem Schwert aus, um Gugele den Kopf abzuhacken. Doch dann wurde es stockdunkel am Horizont. Es war Dark Women, die plötzlich hinter dem Zentauren stand. Dark Women versuchte Paul Vogelstrauß aus dem Hintern von Sumsum herauszuziehen, doch da Paul Vogelstrauß ein alter Hase war, biss er sich einfach am Zwölffingerdarm fest und lies seine angenähten Segelohren wie Widerhaken nach vorne schnellen. Als Dark Women merkte, dass sie Paul Vogelstrauß nicht herausziehen konnte, schob sie einfach den ganzen Kadaver vom ihm in den Arsch von Leutnant Major Sumsum hinein. Durch diese glorreiche Tat, deaktivierte sie Sumsum`s Nervensystem, der somit einfach umkippte und regungslos liegen blieb. Wunderstein und Pepermint entschieden sich, es wie Sumsum und Paul gleichzutun. Doch da Wunderstein nie locker sein konnte, traten seine Augen weit hervor, als Pepermint seinen Kopf hineinsteckte. Wie ein wildes Pferd rannte der Zentaur los. Er rannte weiter und weiter, bis er in einen Krater und verschwand. Sofort als die Gefahr gebannt war, half Dark Women Gugele aufzustehen. Als die beiden plötzlich das Chamäleon hinter sich bemerkten. Das Chamäleon hatte sich in einen Zeitgeist verwandelt und blitzte mit seinen feurigen Augen. Mit zwei gezielten Blitzen aus seinen Augen, raubte er Dark Women und Gugele den Verstand, sodass sie nicht mehr wussten wie sie hießen und was sie hier auf Island überhaupt machten.

Der Zeitgeist schrie: „Jetzt bin ich der Herrscher des Universums und niemand kann mich mehr stoppen! Nicht einmal Big Mama kann mir jetzt noch was anhaben.“

Doch da hatte der Zeitgeist die Rechnung nicht mit Nana gemacht, die mit dem Allzweckstring von ihr angerannt kam und das gute Stück über den Zeitgeist geworfen hatte. Der Zeitgeist schlug wie wild um sich und traf Nana zufällig am Hinterkopf, die sofort zu Boden fiel. Er stellte den rechten Fuß auf ihren Brustkorb, damit er ihr auch in aller Seelen Ruhe, den Verstand rauben konnte. Um Nana den Verstand zu rauben zu können, brauchte er aber freie Sicht und so begann er den String der ihm immer noch das Gesicht verhüllte zu zerreißen. Plötzlich packte jemand den Zeitgeist am Genick und schüttelte ihn, hin und her, bis er die Kontrolle über sich verlor. Er schaute in die Augen einer wütenden Big Mama, die auf der Suche nach einem erotischen String für sich war.

Sie sagte: „Man trifft sich immer zweimal im Leben mein Schatz. Ah du hast den String in der Hand, den ich schon im ganzen Universum gesucht habe. Gib mal her.“

Sie nahm den String dem Zeitgeist aus der Hand und probierte ihn an. Da, er passte wie angegossen. Nachdem Big Mama bemerkt hatte, dass der 10 Quadratmeter große String in der Mitte einen kleinen Riss hatte, stopfte sie den Zeitgeist vor Wut in ihr schwarzes Loch, damit er für die Ewigkeit in der Periodenfalle gefangen sein würde. Als die Gefahr gebannt zu scheinen schien, kam ein greller roter Blitz zurück und raubte allen Lebewesen auf der Erde den Verstand. Bei manchen Menschen die ein besonderes Talent hatten, raubte der Blitz nur ein wenig vom ihrem Verstand, doch bei den meisten normalen Menschen, verschwand der ganze Verstand in einer Seifenblase, die schon bei einer kleinen Berührung zerplatzte. Nur wenige hatten das Glück verschont zu werden, da sie schon zuvor keinen klaren Verstand gehabt hatten. Auch Big Mama`s Verstand war sehr in Mitleidenschaft gezogen worden, sodass sie auf den Vulkan kletterte und von dort aus ins Meer sprang. Durch ihre Arschbombe löste sie einen Tsunami aus, der sich rasch in Richtung Nordpol ausbreitete. Als jetzt auch Big Mama in den Fluten des Atlantiks verschwunden war, kehrte die Stille auf der Erde ein. Alle Menschen lagen nur bewusstlos herum, nach dem der Zeitsturm des Zeitgeistes über die Erde gewütet hatte. Und wo es keine Hoffnung mehr für die Menschheit gab, kam plötzlich eine geheimnisvolle Gestalt, die in Spagetti gehüllt war des Weges und sammelte die bewusstlosen Vamps und ihre Freunde ein. Die Gestalt warf sie allesamt in den Frachtraum eines kleinen Bananenbootes und fuhr mit ihnen aufs offene Meer hinaus. Die geheimnisvolle Gestalt irrte drei Wochen umher, bis er an einen Fluss ankam, den er dann in Richtung Süden hinauffuhr. Immer wieder wachte einer der Vamps auf und sah einen dunkeln Umriss, von einer in Spagetti gehüllten Gestalt.

Als sie fragten, wo sie sind, oder was passiert ist, antwortete die Gestalt nur mit einem Satz: „Macht euch keine Sorgen meine Freunde, Wir sind alle ex eco rausgekommen.“

Irgendwann kam das Bananenboot an eine Bacheinmündung an, wo der Spagettimann sich entschloss, die Vamps aus dem Boot in den Bach zu werfen. Der Bach hatte den sagenumwobenen Namen „Zipfelbach“. Dieser Bach war dazu bestimmt, als Startpunkt für ein späteres Abenteuer zu werden und wurde somit von dem Spagettimann heilig gesprochen. Dann überließ der geheimnisvolle Spagettimann, die Vamps und die restliche Menschheit ihrem Schicksal und verschwand im aufkommenden Nebel, wo er nie mehr danach gesehen wurde.

Da alle nicht mehr wussten wie sie hießen, wo sie hingehörten oder was sie überhaupt tun sollten, wurde eine neue Zeitära und Weltordnung eingeläutet, wo alles ganz anders war als noch zuvor.

Doch wie es dort in dieser Welt nun zukünftig aussieht, erfährt man nur, wenn man auf das nächste Abenteuer wartet.

Impressum

Tag der Veröffentlichung: 28.10.2012

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