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Einleitung

Eine Einleitung braucht kein Mensch. Am besten einfach das Buch lesen...!

Sommer- und Winterzeit

Es ist mal wieder soweit. Wie schon seit fast 30 Jahren.

 

Es ist Herbst, und wie allgemein bekannt, werden mal wieder, und so auch dieses Mal  und damit insgesamt zweimal im Jahr alle Uhren in Deutschland umgestellt. Einmal vor, und einmal wieder zurück. Viele Leute können sich ja nicht einmal merken, dass die Uhren überhaupt umgestellt werden, geschweige denn dann auch noch wann eigentlich vor, und wann wieder zurück.

 

Es sind dann immer alle verwundert, dass schon wieder ein halbes Jahr vergangen ist. Wenn man sie dann fragt wieso denn eigentlich die Uhren umgestellt werden, dann wissen die meisten Leute das auch gar nicht mehr.

 

Ursprünglich wurde die Umstellung der Uhrzeit meines Wissens zum Strom sparen eingeführt. Es wird dann früher hell, und um einiges später dunkel, und dann wieder anders herum.

 

Aber wieso denn eigentlich heutzutage noch Strom sparen? Früher war das vielleicht noch in Ordnung, in Zeiten, in denen aber die alten Glühbirnen und Leuchtstoffröhren nur noch in Museen hängen, oder man davon maximal noch in Wikipedia davon etwas darüber nachlesen kann ist das doch Unfug, oder?

 

Wieviel Strom sollen wir denn eigentlich noch einsparen? Fast alles ist doch bereits auf LED-Technik umgestellt. Der Fernseher läuft mit LED-Technik, im Auto leuchtet auch schon fast alles mit LED-Lämpchen, und sogar die alten Halogen-Strahler Zuhause in der Holzdecke sind nur noch Geschichte, und es leuchten dort bereits LED-Lampen die Zimmer aus.

 

Alle Kühlschränke, Backöfen, Gefriertruhen, Waschmaschinen und Trockner haben doch schon das AAA+++ Siegel.

 

Ging es denn eigentlich nur um das Licht beim Strom sparen? Welche Energie soll man denn noch einsparen können? Etwa Heizöl? Dem Wetter war es doch egal, ob es drei Grad Minus um Neun oder eben um Zehn Uhr war, und auch war es dem Wetter egal wie hell oder dunkel es da bereits draußen war.

 

Im Frühjahr, wenn die Uhren eine Stunde vorgestellt werden (oh doch, für alle die es jetzt nicht glauben: Im Frühjahr werden die Uhren von Zwei auf Drei Uhr Nachts vorgestellt), bekommt man ja dadurch erst einmal eine ganze Stunde "geklaut".

 

Man kann entweder eine Stunde weniger schlafen, oder man muss eine Stunde früher ins Bett gehen um das aufzuholen. Nun gut, manche Menschen haben Glück, und wenn sie genau zur Zeitumstellung auf der Arbeit sind, dann arbeiten sie auch eine Stunde weniger. Im Herbst aber dann halt wieder eine Stunde mehr.

 

Ich bekomme aber nicht nur eine Stunde geklaut, ich bekomme sogar zwei Stunden geklaut. Und warum?

 

Alleine meine Frau hat mehr als fünfzig Armbanduhren, dazu noch die Uhren im Auto, am Herd, an der Mikrowelle, im Wohnzimmer, im Schlafzimmer, an der Heizung, und das Ganze noch bei meiner Schwiegermutter. Da bin ich alleine eine gute Stunden damit beschäftigt diese Uhren alle manuell vorzustellen.

 

Na prima, und im Herbst, wenn wir angeblich wieder eine Stunde "gewinnen", dann verliere ich wieder eine Stunde, weil ich da alle Uhren wieder zurückdrehen muss.

 

Mir werden demnach im Jahr zwei Stunden geklaut, die ich sinnlos Uhren umstellen muss. Das kostet Energie. Und zwar meine. Da spare ich nichts, nein, vielmehr verbrauche ich mehr Energie als vor der Einführung der Zeitumstellung.

 

Wenn ich das auf mein Lebensalter hochrechne, also sagen wir mal 75 Jahre die ein Mann im Durchschnitt alt wird, dann sind das 2 x 75 = 150 Stunden! 150 Stunden die mir in meinem Leben "geklaut" werden. 150 Stunden die ich blödsinnigerweise damit verbringe irgendwelche Uhren umzustellen.

 

Einmal vor, und einmal wieder zurück. Was soll das bitte schön? Wenn das nur ein Viertel der Bundesbürger macht, dann sind das 20 Millionen x 150 Stunden = 3 Milliarden Stunden. Mein Gott, und dabei soll Energie gespart werden?

 

Wahrscheinlich müssen dann alle Leute, die Uhren umstellen so wie ich es mache, auch noch das Licht dafür anschalten, da es ja nun später hell, oder eben früher dunkel wird. Energie sparen also? Ich habe keine Ahnung wie das gehen soll!    

Elektrische Fliegenklatsche

Als mich meine Frau das letzte Mal einkaufen geschickt hat, sagte sie noch zu mir folgendes: "Ach Schatz, bring´ doch mal wieder eine Fliegenklatsche mit. Die Alte ist kaputt."

 

Wenn ich aber da schon gewusst hätte, was ich dabei entdecken würde, dann hätte ich das selbst niemals geglaubt.

 

Ich fuhr also los und schob irgendwann den Einkaufswagen durch die riesige Markthalle. Während dessen überlegte ich mir, welche Art von Fliegenfängern es eigentlich gibt. Mir fielen da spontan drei Verschiedene ein:

 

Ein klebriger Streifen, denn man ausrollt, und mittels eines Reißzweckstiftes an die Zimmerdecke hängt. Was aber eine wirklich eklige Art von Fliegenfang ist.

 

Ein Fliegenspray, welches aber auch am Besten verboten gehört, da sicher die Ausdünstungen für uns Menschen selbst nicht ganz ungefährlich sind. Wie oft musste ich schon abhusten, als wir früher Zuhause das Zeug in Unmengen versprüht haben nur um diese lästigen Viecher loszuwerden.

 

Als Drittes noch die herkömmliche Fliegenklatsche. Vorne eine breite Fläche und ein langer Stiel um genug Reichweite zu haben und auch Schwung holen zu können. Ich kann ja einsehen, dass es diese herkömmlichen Fliegenklatschen in allen Farben, Größen und Formen und mit den unterschiedlichsten Aufdrucken gibt.

 

Auch, dass es davon exklusivere Versionen mit einem Holzstiel gibt, oder extra Verstärkte für große Fliegen, Wespen, Bienen oder Hummeln.

 

Aber ich war doch sehr überrascht, als ich auf eine besondere Art von Fliegenklatsche gestoßen bin: Eine elektrische Fliegenklatsche.

 

Aber was bitte schön soll das denn? Benötigt man denn jetzt zum Erlegen einer Fliege schon Strom? Reicht es denn nicht aus wenn wir das per Klebestreifen, per Giftspray oder eben mittels Draufhauen erledigen?

 

Müssen diese armen Viecher wirklich, bevor sie der Hammer auf den Kopf trifft, auch noch mittels eines Stromschlages gebraten werden? Funktioniert das denn überhaupt? Außerdem riecht doch verbranntes Ungeziefer immer so schrecklich.

 

Wie muss erst eine Fliege riechen die auf der Klatsche vor sich hinschmort? Außerdem benötigen diese Dinger ja auch noch eine Batterie. Da ist mir doch die gute alte Handarbeit lieber, und ich schlage den armen Viechern lieber mit einer herrkömmlichen Fliegenklatsche eins auf ihr Hirn anstatt sie wir auf dem elektrischen Stuhl zu schmoren!      

Promishows

Das Fernsehprogramm ist sowieso schon von ziemlich merkwürdigen Sendungen unterwandert.

 

Reality-TV, Kochshows, Ratespiele und irgendwelche Talkshows mit Themen, die wohl nur jemanden interessieren, der wirklich nichts anderes zu tun hat.

 

Dazu gesellen sich angebliche Promis, die sich und ihre Seelen wohl für ein wenig Geld an die Sender verkaufen, nur um mal wieder irgendwie im Mittelpunkt stehen zu können. Das Problem dabei ist, die meisten dieser angeblichen Promis kenne ich nicht mal. Ich weiß nicht wo diese Menschen auf einmal alle herkommen, und wer die Regeln dafür festlegt, wann ein Mensch ein Promi ist, aber für mich ist ein Promi jemand nur dann, wenn er wirklich über viele Jahre etwas außergwöhnliches erreicht hat.

 

Vielleicht wenn jemand einen guten Film gedreht hat oder am besten mehrere davon, eine lange und erfolgreiche Sportkarriere hatte, Leute aus der Politik, aus der Kunst oder eben die sich für wohltätige Zwecke einsetzen. Von mir aus noch die Menschen aus royalen Häusern, aber doch nicht zum Beispiel irgendwelche dahergelaufene Frauen, die sich irgendwann einmal in irgendeinem Fernsehcontainer ausgezogen, ihre Titten gezeigt haben, sich haben vielleicht auch noch flachlegen lassen, nur um dann in einer Speedkochshow ihren lieblos dahingekochten Fraß präsentieren zu können.

 

Dazu lassen sie noch Spielchen mit sich machen, die an Ekelerregung kaum zu überbieten sind, sie schlafen in ausgemergelten Hängematten in einem angeblich weit abgelegenem australischem Busch, beschimpfen sich permanent gegenseitig, haben in ihrem Leben wenig bis nichts ordentlich auf die Reihe bekommen, und werden von den Moderatoren auch noch verhöhnt und verspottet.

 

Als Belohnung bekommen sie eine Plastikkrone auf den Kopf gesetzt und zu allem Übel verprassen sie das teuer erworbene Geld innerhalb des nächsten halben Jahres bis auf den letzten Cent. Herzlichen Glückwunsch.

 

Plötzlich tauchen aber all diese Promis in den Rateshows auf, wobei schon vorher ein Jeder weiß und auch allen klar ist, dass das zu nicht viel führen kann. Mit welchem Wissen sollen sie hier aufwarten können, wenn sich ihr allerletztes Hirnschmalz im Dschungel befindet?

 

Getoppt wird das Ganze noch mit den Kochshows. Was waren das noch für Zeiten, als ein Koch sich eine halbe Stunde dafür Zeit genommen hat, um ein Gericht in aller Ausführlichkeit live und in Farbe im Fernsehen zuzubereiten, zu erklären und selbst zu essen! Heute geht das anders.

 

Heute haben wir alle keine Zeit mehr, und deswegen muss bei allem die Zeit gestoppt werden. Für die Vorspeise hat man nur drei Minuten Zeit, für den Hauptgang nur Zehn und für die Nachspeise nur Fünf. Zu allem Übel muss der Fraß auch noch schön und ordentlich angerichtet werden.

 

Aber wie soll das bitte schön gehen, wenn der sogenannte Promi es noch nicht einmal geschafft hat, das Vorspeisen-Souffle nur annähernd danach aussehen zu lassen? Da kann man sich noch so viel Mühe geben mit dem Anrichten, das wird dann auch nichts mehr, und das Souffle sieht aus, als wäre es regelrecht dahingeschissen.

 

Nun gut, die Kampfrichter, von denen ich auch nie weiß was sie getrieben hat um sich diesem Blödsinn hinzugeben, sind meist gnädig und vergeben hohe Punktzahlen damit das Publikum auch etwas zum Freuen hat, und obwohl es wohl die meisten aus der Jury nach der Show aus magentechnischen Gründen stundenlang in die Porzellanabteilung der hiesigen Sender verschlägt, freuen sich alle ein Schnitzel und lachen in die Kamera.

 

Immer aber in der Hoffnung, dass der Vertrag als Jurymitglied hoffentlich bald ausläuft, da der meiste Fraß wirklich nicht zu essen ist. 

Werbeflyer

An jeder Ecke liegen sie, an jeder Wand hängen diese Dinger, auf jedem Verkaufstresen liegen sie herum, und andauernd bekommt man einen dieser bunten Zettel in der Einkaufspassage in die Hand gedrückt: Die Werbeflyer.

 

Meist rechteckig, quadratisch aber auch schon Rund oder gefaltet habe ich so etwas schon überreicht bekommen. Das ist für mich aber die sinnloseste Art Reklame zu machen, denn ich glaube dass 99,9 % aller Werbeflyer direkt wieder im Mülleimer oder eben wieder auf der Straße landen.

 

Ich lese so etwas nicht. Wer liest so etwas überhaupt? Ich habe wenige bis keine Leute gesehen, die sich diese Zettel einstecken und sie wirklich anschauen. Eher werden sie zusammen geknüllt oder zum Flieger umgebaut und als Flugobjekt zweckentfremdet.

 

Ganz penetrant sind da ja die Autokäufer. Es vergeht ja wirklich kaum noch ein Tag, an dem ich nicht so eine kleine rechteckige Visitenkarte an meiner Scheibe der Fahrertür erblicke, die irgend so einer armer Kerl für 1,50 € die Stunde an mein Auto geklemmt hat.

 

"Kaufe Ihr Auto. Bestpreis. Einfache Abwicklung".

 

So, oder so ähnlich klingen dann die Sprüche auf diesen Kärtchen. Ich habe mir wirklich einmal die Mühe gemacht, und den ungefähren Listenpreis meines damaligen alten Autos erkundet. Ein seriöser Händler hätte mir noch gute 2500,- Euro gegeben. Also war der Wagen sicher noch tausend Euro mehr Wert, da der Händler ja auch ein wenig verdienen möchte und er ja auch noch ein wenig reinzustecken hat.

 

Dann habe ich die Mobilfunkrufnummer auf dem Visitenkärtchen eines Gebrauchtwagenhändlers, der angeblich einen Bestpreis zahlt, angerufen. Der wollte mir sage und schreibe maximal 1200,- Euro für meinen Wagen geben. Respekt.

 

Also habe ich diesen Deal nicht gemacht. Wozu auch? Erstens wollte ich den Wagen sowieso weiter fahren, und Zweitens verkaufe ich kein Auto an Privat oder eben solche Nepper.

 

Wer braucht demnach denn solche Leute, und wer braucht solche Flyer? Bei solcher Art von Reklame sollte man wirklich eine Unmenge an Papier einsparen.

Bananendose, Eierschneider und Co.

Im Haushalt gibt es wirklich allerlei Zeug, bei dem ich mich wirklich hinterfrage, wozu das von Nutzen sein soll, wer braucht so etwas, und vor allem, wer kauft das alles?

 

Angefangen von computergesteuerten Rührmaschinen, die den Kuchenteig innerhalb weniger Sekunden fertig kneten, über akkubetriebene und filterlose Staubsauger, die auch den allerletzten und mikrofeinen Staubkrümel aus der Luft saugen, bis hin zum Dampfwischmop, der mehr Strom benötigt als einem lieb ist, und dank seiner doch nicht immer ganz perfekt durchdachten Form, immer noch nicht in jede Ecke des Hauses kommt, gipfelt es in einen Rasenmäherroboter, der durch seine runde Form auch nicht die Ecken des Rasens schneidet, und der Dank der leider immer noch nicht ausgereiften Akkus im nächsten Frühling trotz vollständiger Aufladung bereits nach zwei Quadratmeter Rasen den Geist aufgibt.

 

Ich dachte das wären schon einmal vier Geräte, die kaum zu toppen sind. Dachte ich. Bis ich auf ein Untensil gestoßen bin, welches mir wirklich die Haare zu Berge hat stehen lassen.

 

Ich lief an einer Bushaltestelle vorbei, an der Schulkinder auf den Bus warteten, der sie eben einfach in die Schule bringt. Genau in diesem Moment überkam wohl einem Jungen der Hunger, und er zückte ein gelbe Plastikdose aus seinem Schulranzen hervor.

 

Nun war das nicht irgendeine Plastikdose. Nein, es war eine gelbe Plastikdose in Bananenform, aus der dieser Junge eben einfach eine Banane nahm.

 

Wohl gemerkt, eine Banane, selbst noch in ihrer natürlichen Verpackung steckend, lag sie griffbereit in dieser Bananendose. Nun gut, viele sagen wohl jetzt: "Ja, falls die Banane mal gedrückt werden sollte, dann kann ihr wenigstens nichts passieren. Grade im Schulranzen!"

 

Wie oft kommt das vor? Muss man dann wirklich eine für mich völlig sinnlose Plastikdose in Bananenform herstellen und diese auch noch seinem Kind mitgeben, damit es sich vor allen lächerlich macht?

 

Leider ist diese Bananendose auch zu nichts anderem nütze. Welche Frucht sollte da noch reinpassen? Ein Apfel? Wohl kaum? Erdbeeren? Dafür gibt es die normalen Dosen, und das Butterbrot ist da sicher auch völlig falsch drin aufbewahrt.

 

Also was soll das bitte schön? Eine Plastikdose in Bananenform für eine ... Banane.

 

Fehlt jetzt nur noch eine Apfeldose in Apfelform, eine Erdbeerendose in Erdbeerenform oder eine Ananasdose in ... ja Ananasform.

 

Gibt es so etwas eigentlich auch für Frikadellen, ein Schnitzel oder Pommes? Wer solche Dosen Zuhause hat, der benutzt auch einen Eierschneider, einen Staubmop und einen Langstielschuhlöffel, damit man sich nicht mehr hinsetzen muss.

 

Sachen gibt es!

Ist das Kunst, oder kann das weg?

Bei Kunst scheiden sich die Geister und Geschmäcker. Was für den Einen Kunst ist, das ist für den Anderen eben Schrott, oder Müll. Abfall, einfach etwas zum Entsorgen.

 

Ich meine dabei auch nicht kunstvoll gemalte Bilder, aus Stein gemeißelte Figuren oder vielleicht Schnitzereien aus Holz die man vielleicht auf einem Künstlerbasar erstehen kann. Vielmehr geben mir irgendwelche Gebilde zu denken, die meist irgendwo ausgestellt werden und für mich weder nicht erkennbar sind, oder nicht einmal zum Hinstellen zu Nutze sind.

 

Einmal bin ich wirklich in ein Fettnäppchen getreten als wir in einem Restaurant zu Gast waren, in dem auch gleichzeitig ein Künstler seine aus Metall gestaltete Kunst ausgestellt hatte. Schon am Eingang zu dem Restaurant flankierte ein wirklich merkwürdiges Gebilde aus Draht, Eisenresten und irgendwelchen Papierstreifen den Zugang zum Restaurant, was mir den Kommentar dazu einfallen ließ:

 

"Schau mal Schatz. Das ist aber komisch. Wieso stellen die denn ihr Alteisen hier auf? Der Schrotthändler fährt doch immer am Haus vorbei. Hier sieht er das doch gar nicht!"  Blöderweise bekam dies die Frau des vermeintlichen Künstlers mit, welche sofort in Rage zurückraunzte:

 

"Das kommt nicht weg. Das ist Kunst. Das sieht man doch!"

 

Meine Frau und ich verschwanden schnell im Restaurant um endlich essen zu können. Aber ich muss gestehen, da hätte ich auch den von mir im letzten Sommer abgebauten und zusammengerollten alten Gartenzaun als Kunst hier ausstellen können. Viel mehr Unterschied hätte das auch nicht ausgemacht.

 

Getoppt aber wird das Ganze immer wieder in meinen Augen von den riesigen Kunstobjekten die in der Mitte der Kreisel auf unseren Straßen installiert werden. Nicht nur, dass sie einem die Sicht auf Gegenüber versperren, vielmehr rosten die meisten dieser Kunstobjekte nach wenigen Tagen bereits vor sich hin.

 

Was will ich mit rostigen Gebilden, die dazu auch noch oberhässlich sind?

 

Aber den Vogel hatte ein Objekt für mich abgeschossen, dass eben auf einem dieser Kreisel stand und aus spitzen nach außen abstehenden Metallpfosten bestand. Das sollte auch Kunst sein, und für viele Liebhaber wohl schön anzuschauen, Autofahrer aber, die vielleicht einen Unfall an oder auf dem Kreisel haben, was ja immer wieder mal vorkommen soll, zerschrotten sich nicht nur ihr Auto, sondern werden auch direkt von solch einem spitzen Ding aufgespießt.

 

Das wäre dann mal eine neue Art von Kunst. "Lebendes Fleisch am Spieß", oder "Lebst du noch oder stirbst du schon aufgespießt!"   

Vorgesetzte

Die lieben Chef´s, Abteilungsleiter, Bereichsleiter, Geschäftsführer. Wie auch immer die Bezeichnung für diese Art von Mensch sein sollte, niemand braucht sie wirklich. Vorgesetzte sind immer da, aber auch irgendwie wieder nicht.

 

Sie treffen Entscheidungen die keiner für nötig hält, sie stellen Leute ein die niemand wirklich braucht, sie schmeißen Kollegen aus der Firma die meist unersetzlich sind, sie Schikanieren, Schreien herum, wissen alles besser, dulden keine Widerworte und auch kein Aufbegehren, und vor allem verdienen Sie das meiste Geld für in Relation gesetzte wenig Leistung.

 

Dazu fahren sie noch die größten und teuersten Firmenwagen, bekommen ihren Kaffee von der Sekretärin ins Büro gebracht, sie kommen erst nach der Runde Golf gegen Zwölf in die Firma, und wenn sie merken, dass sie doch im Unrecht sind, verteidigen sie sich mit fadenscheinigen Ausflüchten, merkwürdigen Aufgaben und der Vorgabe unerreichbarer Ziele.

 

Als weitere Hinterlist haben einige von diesen Vorgesetzten mittlerweile sogar ein psychologisches Studium hinter sich gebracht, schicken ihre Angestellten zwecks besserer Einschätzung und vom Aufsichtsrat vorgegebenen Umstruktierungsmaßnahmen in ein Accessment Center, holen sich Unterstützung von externen Beratern und lassen sich in Managerschulungen auf Ibiza in einem 5-Sterne-Hotel weitere Unschönheiten für die Angestellten einbläuen.

 

Im Fahrstuhl schauen sie einen nicht an, tun so als seien sie mit ihrem Handy beschäftigt, und grüßen das niedere Volk nur wenn es wirklich sein muss. In der Tiefgarage haben sie einen eigenen, und auch noch doppelt so großen Stellplatz, das Büro ist so groß, dass normale Angestellte dort zu fünft sitzen müssten, und ganz große Chef´s haben sogar eine eigene Vorstandstoilette, mit goldenem Toilettendeckel, einer Toilettenbürste aus edlen Borsten, und jederzeit genügend Duftvaporisator als Vorrat an der Wand. Das Toilettenpapier ist vierlagig, und der Vorraum zur Toilette so groß wie ein Tanzsaal.

 

Na ja, zumindest den Hintern müssen sie sich selbst abwischen nach dem großen Geschäft, oder wo geht andauernd dieser kleine Arschkriecher von Abteilungsleiter aus der Personalabteilung ständig hin?

Kugelschreiber mit LED Licht und andere Gimmicks

Manche Menschen gebrauchen Dinge, die einfach nicht zu gebrauchen sind, oder einfach gesagt, Gegenstände die keiner vermissen würde, wenn es sie nicht gäbe.

 

Neulich bekam ich einen Kugelschreiber als Werbegeschenk überreicht. Werbegeschenke können nützlich sein, wenn es sich um vielleicht eine Kaffeetasse handelt, vielleicht ein Regenschirm, oder auch ein Feuerzeug.

 

Aber dieser Kugelschreiber war eben nicht nur ein Kugelschreiber, sondern durch eine eingebaute LED konnte man sogar sehen was man schreibt. Was mir wiederrum den Kommentar des Werbegeschenküberreichers einbrachte:

 

"Toll, oder? Ein Kugelschreiber mit LED Licht...!"

 

Ein Kugelschreiber mit LED Licht? Wozu? Ich schreibe doch sowieso nur wenn es hell ist. Wenn es dunkel ist, dann schalte ich entweder das Licht an, oder ich schlafe sowieso! Ich brauche kein LED Licht an meinem Kugelschreiber, bei dem der Knopf dafür sowieso nach zweimaligem Betätigen defekt ist, oder die eingebaute Batterie nach drei Minuten schon bereits den Geist aufgibt!

 

Dann kam ich eines Tages ins Büro, und einer meiner Kollegen kam mit einer frischen Tasse Kaffee zurück in den Raum, setzte sich auf seinen Platz, steckte einen USB-Tassenwärmer an sein Laptop und platzierte seine Tasse Kaffee darauf.

 

Ein USB-Tassenwärmer? Soso, jetzt weiß ich auch warum dieses findigen Laptophersteller so viele USB Anschlüsse angebracht haben, oder warum es auf einmal so viele USB Hubs zu kaufen gibt. Ja, wir schließen da keine Mäuse, Tastaturen oder externe Laufwerke mehr an.

 

Nein, da kommen jetzt USB-betriebene Tassenwärmer, kleine beleuchtete Tannenbäume oder sogar Miniventilatoren dran.

 

Herrlich. Jetzt fehlt nur noch, dass ich bei leerer Autobatterie mein Auto über USB fremdstarten kann. Das wäre mal was!

 

Aber den Vogel hat ein weiteres Gimmick abgeschossen.

 

Ein Telefonhörer für das Smartphone!

 

Das ist kein Scherz. Nein, denn mittels des kleinen Mini-USB-Anschlusses, kann man jetzt wieder ganz nostalgisch und so wie ganz früher mit einem Telefonhörer an seinem Smartphone telefonieren. Und das mit einklemmen an Hals und Schultern.

 

So wie früher eben, und die Nackenschmerzen gibt es wieder Gratis dazu.   

Sinnlose Apps für´s Smartphone

Natürlich muss dieses Thema kommen. Die mittlerweile aus einem unerschöpflichen Pool zu kaufenden Apps für das Smartphone.

 

Ich kann es eigentlich nicht mehr hören. Eine App für Dies, eine App für Das, und eine App für Jenes. Für alles gibt es eine App. Wirklich für Alles.

 

Natürlich gibt es sehr viele nützliche Apps, zum Beispiel zum Hotelbuchen, um zu bezahlen, um das Wetter zu prüfen, um sich Nachrichten zu schreiben, und und und...

 

Ab was bitte schön sollen solche Apps wie das Uglymeter. Hier kann man sich verhässlichen, und sehen wie Scheiße man aussehen könnte. Echt toll.

 

Eine Rülpstesterapp. Wer rülpst am lautesten. Grandios.

 

Ganz toll auch die Dönersimulatorapp. Ja, wirklich, die gibt es. Man kann dort sich einen drehenden Dönerspieß anschauen, der immer wieder mal angeschnitten und auch nach einiger Zeit leer wird. Dann wird einfach ein neuer Spieß nachgelegt, und das Spiel beginnt von vorne. Völlig daneben.

 

Dann stieß ich auf eine Kuhwerfapp. Ja tatsächlich. Die App simuliert eine weggeworfene Kuh im leeren Raum. Endlos. Nein, endlos sinnlos.

 

Oder, die Ja/Nein-App. Wenn man sich nicht entscheiden kann ob man zum Beispiel noch ein Bier trinkt, dann lässt man einfach die App entscheiden. Ja oder Nein. Bier oder kein Bier. Unglaublich.

 

Tja, und wem langweilig ist, der kann wie in Echt die Luftblasen mit der Knallfolienapp aus der Knallfolie herausdrücken, oder mit der Beschimpferapp andere Leute beschimpfen.

 

Das gibt es alles wirklich "Wirklich".

Nachwort

 Ein Nachwort braucht kein Mensch. Am besten einfach nochmal das Buch lesen...! 

Impressum

Texte: Marsellus Vega
Tag der Veröffentlichung: 03.11.2015

Alle Rechte vorbehalten

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