Cover

Titel

Vorwort

 

Herzlich willkommen liebe Leser zur JubelAusgabe!

 

Sie halten die Nummer ZWÖLF (mit Goldkugel!) in Ihren Händen und ich bin stolz, mit ihnen zusammen ein Dutzend rundum gelungener Journale gestaltet zu haben.

Mein Dank kommt ganz tief aus dem Herzen und ich bin sicher, wir schaffen auch ein zweites Jahr miteinander. Es gibt noch so viele Ideen und Pläne und Hoffnungen und Reisen und Wünsche und Projekte - und ebenso viele engagierte, kreative, willige MitMacher!

So wünsche ich uns allen weiterhin – nomen est omen – einen luftigen und belebenden „Sommerwind“ in unserem gemeinsamen Lesevergnügen.

Bleiben Sie gesund, vergessen Sie nicht zu lächeln und viel Vergnügen mit dieser Ausgabe!

 

Ihre

 

 

Impressum:

Sommer-Wind-Verlag

Angela Körner-Armbruster

Kapellenweg 14

88427 Bad Schussenried

kontakt@sommer-wind-verlag.de

 

© 2017 sommer-wind-verlag Körner-Armbruster

Der Nachdruck, auch auszugsweise, ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages möglich. Die Verwendung in anderen Medien, Seminaren, Vorträgen etc. ist verboten.

Inhalt

Rückblick

Zahlenspiele

Fundstück

Reise-Erinnerung: Wien

Heimat

Tag des...

Serie: Auf dem Jakobsweg mit Renate Brunner

Bild des Monats

Gedicht des Monats

Flatterpoesie

LeseGeschichte. Tulpen

Welttag der Poesie

Serie: Anne Ekhoff. Meine Wurzeln

Hobby: Encaustic. Beate Braß

LeseTipp: Gerhard Braß: Elsa. Die Taube aus der Stadt

Schönheit des Alltags

Kopfschütteln

Kopfnicken

Wo wohnst du?

Deutsche Sprache

Gut zu wissen

Leckeres Wissen

Begegnung

Zum guten Schluss



Unsere MitMacher kommen aus


Rückblick

In diesem Monat blicken wir zurück auf einige Geschehnisse im Jahr 1968.

Kurt Georg Kiesinger war Bundeskanzler und Heinrich Lübke Bundespräsident. Der Präsident der Vereinigten Staaten hieß Lyndon B. Johnson.

Deutscher Fußball-Meister war der 1. FC Nürnberg (ja, es gab damals tatsächlich noch Abwechslung!) und der Formel 1-Weltmeister auf Lotus-Ford hieß Graham Hill.

Der Benzinpreis: Normal 0,62 DM/l und Diesel 0.48 DM/l. Eine Halbe fasste damals noch volle 500 Milliliter und kostete 64 Pfennig. Für ein Kilo Brot gab man 1.21 DM aus und für 100 Gramm Butter 78 Pfennig. Der Goldpreis: 40,00 $/oz und Heizöl kostete 22,6 DM pro Liter. Die Mehrwertsteuer? 11% und der durchschnittliche Monatslohn wird mit 336,94 DM angegeben.

Was fuhren fesche junge Menschen? Ford Capri oder Opel GT. Der „schoss“ von 0 auf 100 km/h in gerade einmal 11,5 Sekunden.

Die Männerwelt trug breite Hosenaufschläge, Damen provozierten mit Miniröcken, transparenter Kleidung und „Oben ohne“ gegen das Establishment.

 

Musikalisch breit gefächert hörte man Beatles und Stones, Cliff Richard und Bee Gees. Man pfiff "Mighty Quinn", "Those Were The Days My Friends" und Esther & Abi Ofarim erklangen im Duett. "Yummy, Yummy, Yummy" war ebenso Kult wie "Lazy Sunday Afternoon".

Andere Fans hatten Johnny Cash und Dolly Parton – oder Peter Alexander und Heintje, Udo Jürgens und Roy Black.

Und was lief im Kino? "Rosemaries Baby" schockierte und ansonsten liebte man das "Dschungelbuch", "Die Lümmel von der ersten Bank" und "Zur Sache Schätzchen". Die nächste Stufe des Frivolen war "Oswald Kolle". Ach ja – und „Planet der Affen“ und "Balduin der Heiratsmuffel" rundeten das Vergnügen ab.

Nun zum Ernst des Lebens. Ein Foto ging um die Welt – denn der Polizeichef von Saigon hatte vor Reportern einen festgenommen Vietcong durch einen Kopfschuss getötet. In Belgien stritten Flamen und Wallonen, in welcher Sprache wichtige politische Angelegenheiten besprochen werden sollen.

Der Baptistenpastor und Bürgerrechtler Martin Luther King wurde ermordet, US-Senator Robert F. Kennedy wurde durch Revolverschüsse schwer verletzt und in Frankreich gab es blutige Auseinandersetzungen wegen der geplanten Schließung der Universität Sorbonne.

Ein Generalstreik legte das wirtschaftliche Leben in Frankreich lahm und im niederbayerischen Passau war nun offiziell das Tragen von Bikinis in den öffentlichen Badeanstalten erlaubt. Die tschechoslowakische Nationalversammlung hatte auf Verlangen der Sowjetunion drastische Einschränkungen von „bürgerlichen“ Freiheitsrechten beschlossen und mehr als 30.000 Tschechoslowaken flohen nach Österreich, der Schweiz, der BRD und Italien.

Die Reifenindustrie präsentierte für den Winter mit Spikes versehene Gürtelreifen, Beate Klarsfeld ohrfeigte auf dem CDU-Parteitag Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger wegen seiner Nazi-Vergangenheit und die Bundesregierung erklärte sich bereit, bei den Olympischen Spiele 1972 in München die DDR mit eigener Mannschaft, eigener Flagge und eigener Hymne teilnehmen zu lassen.

Zahlenspiele

Es geht diesen Monat um die Zahl 25 000.

Dafür kann man auf dem Düsseldorfer Weihnachtsmarkt einen Monat lang eine Holzhütte mieten oder einen sehr guten Neuwagen oder einen Feuerwehrschlauchturm kaufen. Die Stadt Euskirchen gibt das mal eben für die professionelle Aufhübschung ihres Internetauftritts aus und in einem kleinen bayrischen Dorf ersteht man für dieses Geld eine Fußgängerampel.

25 000 Euro Blechschaden kann man im Nu mit einer Unachtsamkeit erreichen und in Hamburg ist das der Preis für die Unterbringung für eine Person in einem Monat in einem Heim für straffällige Minderjährige. Es ist auch der Betrag für die Mehrkosten der Gemeinde Mettmann, die wegen eines Tippfehlers neue Wahlunterlagen austeilen musste.

Auch die Abi-Party einer Hamburger Klasse kostete so viel oder die Abschiebung eines Flüchtlings aus Guinea. In Berlin kann das die Summe sein, wenn man gegen die Schneeräumpflicht verstößt, in Triberg wurde dafür eine alte Dampflok transportiert. Man kann für diese Summe eine Schule evakuieren, einen Kinderspielplatz sanieren oder jemanden acht Monate in ein Pflegeheim bringen.

Oder man kann mit einem einzigen Happs 25 000 Euro verspeisen. Eiszeitkaviar oder durch sechs Vulkanschichten rieselndes Sonstwasmineralwasser? Sie kommen eh nicht drauf – also verraten wir es gleich.

Zeit und Ort des Geschehens: 1637 in Holland.

Der Nutznießer: Ein Seemann.

Der Trauernde: Der Gastgeber und Besitzer einer Tulpenzwiebel.

Das Geschehen: Als Zeichen der Wertschätzung (oder weil er mit seinem Reichtum protzen wollte?) wurde das gute Stück als Deko auf den Tisch gelegt.

Nehmen wir an, dass ein holländischer Seemann damals (und heute?) allerlei kulinarische Andersartigkeiten gewöhnt war. Nehmen wir ferner an, dass er nach dem Motto „Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt“ lebte.

Fakt ist: Er verspeiste das teure Stück einfach als Beilage zum Fisch.

Vermutung: Es war wohl einer der selten Fälle, in dem der Eine was isst, was dem Anderen schwer im Magen liegt!

Fundstück

Vielleicht der letzte Rest des Winters?

Geduld

ist eine Zier, ganz klar. Aber wenn ich durch den Garten streife und wieder keine Schneeglöckchen finde, werde ich stinkig. Wie leicht übersehe ich dabei, dass es dennoch so manchen Hingucker gibt?

Wir wollen Frühling!

Die Natur ist vielleicht noch nicht ganz so weit – aber wir Menschen wären bereit für den Frühling. Bei genauem Hinschauen entdecken wir jedoch noch eine große Portion Herbst. Alles gehört eben zusammen beim leben, wachsen und gedeihen!

ReiseErinnerung: Wien


Heimat von Gerhard Braß: Poing, Bayern.

Poing ist eine typische Gemeinde, im Speckgürtel Münchens gelegen, also schnell wachsend mit einem kleinen historischen Ortskern. Insofern gibt es viele Motive, die einerseits geeignet wären, andererseits aber nur einen kleinen Ausschnitt Poings zeigen. Deswegen habe ich mich für ein Bild entschieden, dass unser jährliches Bierfest im Sommer – denn da hin kommen fast alle Poinger!

Ich komme aus Poing. Der geneigte Leser denkt nun, in welcher Provinz von China, dem allseits bekannten Reich der Mitte, liegt denn dieser Ort, aber dem ist mitnichten so!


Vielmehr kommt man nach bzw. durch Poing, wenn man München, die bayerische Landeshauptstadt, gen Osten verlässt. Hier muss man lediglich etwa 20 Kilometer fahren, dann ist man dort, wo ich seit etwa 20 Jahren lebe.

Man möge Poing bitte auch nicht wie "Boing" aussprechen, das mögen wir Poinger gar nicht. Das P betonen, (so wie beispielsweise "Paula") und dann das o ein klein wenig dehnen (wie der "Po"), geschmeidig das "ing" anfügen, dann stimmt alles, oder wie der Bayer sagt: "Basst scho!"

Der Vollständigkeit halber möchte ich auch noch kurz erklären, warum Poing Poing heißt. In diesem Zusammenhang kann ich auch gleich noch stolz anmerken, dass Poing eine mehr als 1000jährige Geschichte hat. Siedlungsfunde beweisen, dass hier sogar schon seit ca. 2800 vor Christus Menschen gelebt haben. Poing gehört zu den alten "ing-Orten" altbayerischer Herkunft. Der ursprüngliche Name (in Gebrauch etwa um 800 bis 900 nach Christus) ist an sich ein recht lustiger, nämlich "Piuuuingun" und leitet sich vom Namen einer Person namens Piuwo ab - "ingun" weist sodann auf eine grundherrliche Zugehörigkeit hin und bedeutet soviel wie "bei den Leuten des Piuwo".

Genug der Historie und zurück zur Gegenwart. Poing ist

Impressum

Verlag: BookRix GmbH & Co. KG

Tag der Veröffentlichung: 26.02.2018
ISBN: 978-3-7438-5837-4

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