Was Dich hier erwartet:
Eine ganz kurze Erklärung
Entscheiden und Kaufen
Fragen und Antworten
Das Entscheidungshilfeformular
Die Auswertung des Formulars
Folgekosten…….
Auspacken und Vorbereiten
Das wichtigste Grundwissen – Technische Gestaltung
Ein bisschen Autofokus
Wie funktioniert eigentlich Belichtung? Teil 1 – Die Mitspieler im Belichtungsteam
Wie funktioniert eigentlich Belichtung? Teil 2 – Die Blende
Wie funktioniert eigentlich Belichtung? Teil 3 – Die Verschlusszeit
Wie funktioniert eigentlich Belichtung? Teil 4 – Die ISO-Werte
Wie funktioniert eigentlich Belichtung? Teil 5 – Die Messmethode
Wie funktioniert eigentlich Belichtung? Teil 6 – Belichtungskorrektur
Wie funktioniert eigentlich Belichtung? Teil 7 – Alle Zusammen, bitte.
Das wichtigste Grundwissen – Optische Gestaltung
Fotografieren für blutige Anfänger
Raus aus den Aufnahmeprogrammen
Software & Co.
Nacharbeiten und Archivieren
Und jetzt?
Privates und Rechtliches
Eine ganz kurze Erklärung
…..wie dieses Tutorial funktioniert und was es erreichen soll.
Was für ein Ding ist das hier?
Das hier ist so eine Art Schnellanleitung, die:
Dir die Kaufentscheidung für Deine neue Kamera eventuell erleichtert.
Dir helfen soll mit Deiner neuen Kamera halbwegs vernünftig klarzukommen,
und Dich vielleicht dahin bringt, mit der Knippse ansprechende Bilder zu machen.
Was mir dabei ganz wichtig ist:
Kein grosser Technokram,
keine tiefe fotografisch-optische Grundlagendiskussion
keine Materialschlachten
keine Markenkriege oder -bashings.
Also:
Nur und gerade eben das, was Du als wirklich "blutiger" Anfänger und Neueinsteiger vielleicht besser nutzen kannst als so manches (wahrscheinlich wirklich gute) dicke Buch, manchen (durchaus gut gemachten, aber) weitschweifigen VHS-Kurs oder 1000 einzelne (und durchaus richtige) Tipps aus dem Netz der Netze.
Ausserdem ist das hier der kleine Bruder vom mittlerweile sehr gewachsenen Bloody-Beginners-Tutorial, was wiederum eine recht umfassende Einführung in das Fotografieren mit einer Reflex- oder Systemkamera ist.
Wenn du nach dem „Genuss“ dieser Seiten also auf den Geschmack gekommen bist:
Da wo Du das hier gefunden hast, gibt es also auch noch die ausführliche Version.
Kurze „philosophische“ Klarstellung!
Du wirst hier fast keinen Markennamen finden. Hier gibt’s auch niemals einen direkten Kauftipp für irgendeine spezielle Kamera. Dafür ist der Markt zu gross, zu schnelllebig und ausserdem kenne ich Dich nicht genau genug, dass ich wissen könnte, was Du brauchst. Also wäre so etwas unseriös.
Jede Kaufberatung oder –empfehlung in diesem Dokument ist eine Art Hilfe zur Selbsthilfe.
Seit wann sind wir eigentlich per Du?
Ich werde mich hier nicht auf einen Eiertanz zwischen politisch korrekter Anrede und den berühmten Salzstreuer(innen) oder ähnlichem Wortunsinn einlassen. Hier wirst Du geduzt und der Leser und die Kamera sind hier und für mich so neutrale Neutren wie es nur eben geht.
Die Sache mit der Zeit
Wichtiger als alle Tipps und Tricks und technischen Errungenschaften ist etwas, das den meisten Menschen völlig banal erscheint:
ZEIT !
Fang nicht an, Deine Kamera oder das Zubehör kennen lernen zu wollen, oder sogar Deine fotografischen Leistungen verbessern zu wollen, ohne dass Du genügend Zeit mitbringst.
Nix geht von allein und vor Allem nicht schnell.
Wenn Du keine Zeit hast oder Dir keine „frei schaufeln“ kannst, dann lass gleich die Finger davon. Fotografieren hat mehr mit Zeit und Ruhe zu tun als Du jetzt noch denkst. „Mal eben“ ist ein Begriff, den Du in der ersten Zeit mit Deinem neuen Gerät und/oder Hobby getrost vergessen solltest.
Entscheiden und Kaufen
……hier gibt’s eher eine Entscheidungshilfe als eine Kaufberatung.
Wenn Du schon eine Kamera hast,
Wenn Du mit der auch zufrieden bist,
Wenn Du Dir einfach keine andere leisten kannst oder willst,
Oder wenn eigentlich nur mal dieses Pamphlet überfliegen willst um Fehler zu finden,
dann sehen wir uns gleich in den Kapiteln über optische und technische
Bildgestaltung wieder, weil das hier sehr uninteressant für Dich wird.
Welche Kamera ist die Richtige für mich?
Eigentlich Jede!
Zumindest jede, die das Meiste von dem kann, was Du von ihr erwartest.
Und genau da liegt auch das grösste Denkproblem.
Solange DU nicht weisst, was DU wirklich willst oder brauchst, kann ICH DIR da nicht helfen.
Nach vielen Diskussionen und Meditationsrunden bin ich zu dem Entschluss gekommen, die Kaufhilfe oder die Tipps zur Entscheidung vollständig auszulagern. Hierfür gibt es demnächst ein eigenes Tutorial / Dokument, in dem es rein und einzig um die richtige Kamera für jeden gehen wird.
Wenn Du eine Info haben möchtest, wenn das Dings fertig ist, dann steht ganz am Ende dieses Dokumentes meine Email-Adresse. Sag‘ mir Bescheid, dann bekommst Du irgendwann das Ding direkt ins Haus.
Hier also ein kleiner philosophischer Überblick über das, was so an Systemen am Markt ist. Wobei auch hier gilt: keine Marken, nur Infos.
Spiegelreflex-Kameras mit Schwingspiegel
Sie sind die Klassiker im Rennen.
Das einfallende Licht wird von der Sensorebene über ein Prismensystem in den Sucher gespiegelt.
Zur Aufnahme selbst klappt der Spiegel aus dem Weg und gibt den „Lichtweg“ zum Sensor frei.
Spiegelreflex-Kameras mit festem Spiegel
Der einzige Unterschied zu den „Kollegen“ von der spiegelklappernden Front ist, dass hier die Spiegel zwar noch vorhanden sind, sich aber nicht mehr bewegen. Sie sind fest montiert, halbdurchlässig.
Das bedeutet in erster Linie, dass durch weniger bewegliche Teile auch weniger Verschleiss anliegt und die Fehlerquellen minimiert werden.
Spiegellose Systemkameras
Hier sind die Hersteller den Weg gegangen, den viele Kompaktkameras schon lange vorgegeben haben.
Das Licht fällt direkt auf den Sensor und wird hier „Live“ abgegriffen und auf elektronischem Weg auf ein Display oder einen elektronischen Sucher geschickt.
Das ermöglicht natürlich äusserst kompakte Ausmasse und geringste Gewichte der Gehäuse.
Da ich mich hier fast ausschliesslich mit diesen 3 Arten Kameras beschäftige, verzichte ich auch darauf, hier noch das gigantische Feld der Bridge- und Kompaktkameras einzuschliessen.
Fragen und Antworten
Bevor Du etwas kaufst, mach Dir doch erst mal klar, was Du eigentlich wirklich brauchen wirst.
Was willst Du eigentlich fotografieren?
Unter welchen Bedingungen wird die Ausrüstung benutzt werden?
Wie viel Zeit hast Du, Dich mit der Kamera zu beschäftigen?
Bist Du bereit, Dich ernsthaft mit Fotografie zu beschäftigen?
Was darf Dich eine arbeitsfähige Ausrüstung eigentlich kosten?
Welche Rolle spielen für Dich Grösse und Gewicht?
Wie schnell bewegen sich Deine Motive?
Wie auffällig darf denn Deine Ausrüstung sein?
Welches Zubehör macht Sinn?
Das Entscheidungshilfeformular
Im Normalfall reicht als Arbeitshilfe schon ein DIN A4 Blatt. Das kannst Du Dir ganz einfach selbst machen, oder das benutzen, was ich hier vorbereitet habe.
Kariert, Querformat, 4 gleich grosse vertikale Spalten aufteilen.
Spalte 1 bekommt den Titel: "Benutze ich heute schon ständig"
Spalte 2 heisst jetzt: "Deswegen BRAUCHE ich die neue Kamera"
Und Spalte ist der Platz für: "BRAUCHE ich vielleicht nicht, MÖCHTE ich aber"
und Spalte 4 wird zu: "DAS WILL ICH, EGAL WAS KOMMT!"
Und jetzt musst Du stark und ehrlich sein.
Trag in diese Spalte all das ein, was rein gehört.
Je genauer, desto besser.
Nur für den Fall, dass Du nicht in der Lage oder Willens bist, Dir Dein ureigenes, hochgestyltes, technisch ausgefuchstes und auf handgeschöpftem Recyclingbutterbrotpapier siebgedrucktes Zettelchen zu basteln, dann nimm doch einfach das hier :
Benutze ich ständig
Brauche ich unbedingt
(Gründe für Neuanschaffung)
Nice to have
(aber nicht zwanghaft)
DAS MUSS
(egal wie)
Die Auswertung machen wir dann im nächsten Kapitel zusammen
Die Auswertung des Formulars
02 Ex..(it)?
Okay, wenn Du ehrlich warst, richtig ehrlich und in der Spalte für das "DAS WILL ICH, EGAL WAS KOMMT!" steht tatsächlich etwas drin, dann kannst Du Dir das ganze weitere Gemache hier sparen.
Guck noch mal drauf, und wenn Du nicht bereit bist, das in eine der anderen Kategorien zu schieben oder es zumindest noch mal zu überschlafen, dann war's das hier.
Keine Vernunft der Welt ist so stark wie der unbedingte Wille etwas zu haben oder zu tun.
Und das ist nicht einmal negativ, auch wenn es sich immer so anhört.
Wenn da etwas steht, bist Du Dir sicher. Dann ist Deine Entscheidung so oder so gefallen.
Pack die neue Kiste in Deine Tasche und lebe mit ihr…..
03 ......und Hopp!
Vorweg:
Es ist vollständiger Dummfug, mit dem Anspruch, jede einzelne Funktion der Knippskiste auf Herz und Nieren zu prüfen, an einen solchen Test heran zu gehen. Das dauert eventuell Wochen.
Mach es Dir einfacher.
Alles das, was auf der Seite "Brauche ich ständig" steht, solltest Du als allererstes checken. Wenn Du schon mit den Brot und Butter Funktionen der neuen Maschine nicht zufrieden bist, oder nicht damit klar kommst, dann nichts wie weg mit dem Ding.
Wichtig dabei ist: Wie stellst Du die Funktion / das Feature ein?
Funktioniert das so, wie Du denkst?
Wie ist das Handling?
Jedes Mal, wenn Du eine Funktion durchgetestet hast und sie in Ordnung ist, streich‘ den Punkt in der Liste einfach dick durch.
Als nächstes sind die "Deswegen BRAUCHE ich die NEUE Kiste" Eintragungen dran und als letztes kümmerst Du Dich um die "ICH WILL ABER"-Seite.
Wenn am Ende der Tests noch Eintragungen auf Deiner Liste offen sind, wird es schwierig.
04 Und jetzt! Nachmessen!
nächstes sind die "Deswegen BRAUCHE ich die NEUE Kiste" Eintragungen dran.
Jetzt kümmerst Du Dich um die "ICH WILL ABER"-Seite
Folgekosten…….
……, an die Du vielleicht auch noch denken solltest BEVOR es richtig losgeht:
Wenn Du Dich also zu einer Kamera durchgerungen hast, oder sie schon fröhlich vor Dir auf dem Tisch steht, solltest Du, bevor Du ernsthaft loslegst, ein Paar Gedanken an die „Peripherie“ verschwenden.
Wenn Du es Dir leisten kannst, denk‘ mal an einen richtig guten, farbechten Monitor. Es macht richtig Freude, wenn Deine Bilder anständig präsentiert werden.
Das würde dieses Tutorial sprengen.
Wenn Du irgendwo in der Sibirischen Taiga stehst und der Warp-Kern ist ausgebrannt, dann stehst Du Dir wahrscheinlich ziemlich selbst im Hals.
Gar nicht so wild, wenn die einzelnen Kärtchen nicht sooooo riesig sind. Im ersten Anlauf wirst Du mit 2 mittleren Karten gut auskommen. Und später? Hey, die Dinger werden immer preiswerter. Nachkaufen tut also gar nicht weh.
Ein Datenkabel, wie es bei vielen Kameras mitgeliefert wird, ist zwar okay, aber ein Lesegerät ist in den meisten Fällen komfortabler und IMMER schneller.
Meine eigene Tasche ist IMMER grösser, als ich sie brauche. Ich habe allerdings auch IMMER Zeugs mit drin, das mit Foto mal gar nichts zu tun hat. Handy, Kartenmaterial, belegte Brötchen und ähnliches sind eigentlich immer mit dabei und belegen Platz.
Da solltest Du sehr gut recherchieren, was da zu Dir passt.
Wichtig sind hier für ein Familien- oder Universalgerät:
Auspacken und Vorbereiten
………was Du tun solltest, wenn Deine neue/gebrauchte Kamera bei Dir eintrifft.
Also erst mal Auspacken:
Ähm,………wieso eigentlich ein Kapitel über’s Auspacken?
Gute Frage.
Aber damit fängt die Bekanntschaft zwischen Dir und Deinem Fotogerät nun mal an.
In all dem Trubel, der Aufregung und dem Spass den neues, technisches Gerät nur mal machen, solltest Du ein paar Dinge einfach beachten:
Lass‘ die Originalverpackung so unbeschädigt wie möglich.
Kabelstrips und Plastiktütchen gehören in die Originalverpackung
(NEIN, nicht in den Mülleimer.)
Es ist megahässlich, wenn Du die Kiste doch nicht behalten willst und der pingelige Händler zieht Dir je verloren gegangenem Tütchen oder Schnübbel noch Geld ab.
Schlicht zusammen gefasst: NICHTS wird weg geworfen, bevor nicht feststeht,
dass Du das neue Dings auch wirklich behalten willst.
(Dann können sämtliche Innenverpackungen weg.)
Und dann:….Vorbereiten Teil 1:
Ich weiss, dass ich mich jetzt ziemlich schnell, ziemlich unbeliebt mache.
Als erstes den Akku frisch aus der Verpackung ins mitgelieferte Ladegerät und dann einmal so richtig, vollständig durchladen, bis das grüne Lämpchen leuchtet, oder wie er sich sonst bemerkbar macht.
Das ist nicht so unwichtig, wie Du vielleicht denkst, denn wenn Du die Kiste einmal an hast, ist es schon fast eine Strafe, sie wegen dem doofen, nur minimal geladenen Akku nach ein paar Minuten wieder ausgehen zu sehen.
In der Zwischenzeit hast Du viel Musse, Dich mit dem Handbuch Deiner Knippse zu beschäftigen, die eventuellen Transportsicherungen zu entfernen, das Objektiv auf die Kamera zu setzen und mal „trocken“ durch den Sucher zu grinsen.
Und ehrlich?
Das mit dem Handbuch ist richtig ernst gemeint.
Nimm Dir das Ding zur Hand (deshalb heisst das auch so) und geh mal fröhlich und ohne Akku in der Kamera die Bedienelemente und ihre Positionen durch.
Die wichtigsten Handbuch-Passagen für den Erstbetrieb:
Einsetzen des Akkus
Einsetzen und Formatieren der Speicherkarte
Ansetzen des Objektivs
Einschalten der Vollautomatik und des Autofokus
Wählen von Belichtungsart, Bildqualität und Speicherformat
Aufnahmemodus und Fokusmessfeld einrichten
Anschauen der Bilder auf dem eingebauten Monitor
Rücksetzen der Kamera auf Werkseinstellung
(das ist wirklich sehr wichtig! NOTIEREN oder MARKIEREN !!)
Und das ist es auch schon.
Vielleicht doch nicht so unbeliebt?
Und vielleicht hast Du ja trotzdem in Deinem Handbuch noch ein paar Passagen gefunden, die interessant genug sind, die Zeit bis zum vollen Ladestand zu überbrücken………
Der Akku ist voll?....dann: Vorbereiten Teil 2:
Erstmal, das Objektiv an die Kamera ansetzen….
…..wenn das nicht schon passiert ist.
Für die Zukunft solltest Du Dir unbedingt merken, dass Du die Dinger NIEMALS bei eingeschalteter Kamera wechseln solltest. Moderne Objektive haben eine eingebaute Elektronik, die mit dem Minicomputer in der Kamera „redet“. Da ist, wenn auch im ganz geringen Masse, Spannung drauf, und die kann Schäden anrichten, wenn sie an die falschen Kontakte gelangt.
Und jetzt, die Speicherkarte.
Egal, ob sie schon vorformatiert ist, oder noch vorbereitet werden muss.
Achte einfach darauf, dass Du sie richtig herum einsetzt und, auch wenn sie scheinbar nicht passen will, auf gar keinen Fall Gewalt anwendest.
Wenn es nicht geht, lass es.
Dein Händler, ein Bekannter oder ein netter Mensch in irgendeinem Fotoladen wird Dir helfen können, ohne das Dings oder die Kamera zu beschädigen.
Jetzt erst kommt der Akku in die Kamera.
Voll ist er ja. Und dadurch wird er auch für die Zeit Deiner ersten Experimente durchhalten.
Und jetzt: Tataaaa, Kamera einschalten.
Hat ja auch lange genug gedauert, der ganze Hassel.
Vielleicht spricht Deine Knippse jetzt schon mit Dir. Einige Kameras melden sich beim ersten Einschalten mit lustigen Bildchen und anderem unnötigen Zeugs. Wichtig ist, dass Dein neues Spielzeug Dir eventuell jetzt schon vorschlägt, die Speicherkarte zu formatieren, also vorzubereiten. Will sie das tun, dann lass sie.
Wenn sie das nicht tut, solltest Du jetzt auf das Knöpfchen drücken, dass Dir die Bilder auf der Karte anzeigen würde. Spätestens jetzt sagt die Kiste Dir, dass entweder keine Bilder da sind (das ist okay, die Karte ist schon vorformatiert) oder sie sagt Dir, dass die Karte noch formatiert werden muss, oder schlägt Dir das gleich vor, zu tun. Schlägt sie’s vor, lass sie das machen. Ansonsten, rein ins Menü und die Karte formatieren.
Voreinstellungen IM KAMERAMENÜ vornehmen:
Und wenn Du schon im Menü herumgeisterst, dann gleich noch in den Bereich huschen, der festlegt, in welchem Format und in welcher Qualität die Bilder gespeichert werden.
Hier können wir’s ganz kurz machen:
Höchste Qualität (wozu haben wir das teure Ding sonst gekauft, gell?).
Wenn Dir Deine Kamera anbietet, RAW (also Rohdaten) und gleichzeitig Höchste Qualität als JPG zu speichern, dann sollte das die allererste Wahl sein.
Wenn nicht, dann speichere die Bilder vorerst einmal im reinen JPEG-Format.
In beiden Fällen heisst, das, dass die Bilder von der Kamera selbst in einem direkt lesbaren Format ausgegeben oder gespeichert werden, und Du nicht zusätzlich noch mit der (mitgelieferten?) Software arbeiten musst, um sie sichtbar zu machen.
Und jetzt noch den Autofokus per Menü aktivieren, wenn er das nicht ohnehin schon ist.
Okay? Fertig? Dann raus aus dem Menü!
Voreinstellungen AN DEN BEDIENELEMENTEN vornehmen:
Jetzt stellst Du die Kamera auf Vollautomatik oder Programmautomatik.
Den Autofokus solltest Du einschalten und zwar eventuell direkt am Objektiv UND über die Bedientasten, wenn das nicht schon per Menüeinstellung passiert ist.
Die Belichtungsart solltest Du auf „Matrix“ oder „Mehrfeld“ schalten, oder die Option, die dem am nächsten kommt, bzw. sich so ähnlich anhört. Sollte Deine Kamera diese Option nicht bieten (das ist allerdings sehr unwahrscheinlich) dann ist die Waffe der Wahl die „Mittenbetonte“ oder auch „Center-Weighted“ genannte Belichtungsart.
Und jetzt wird es zum ersten mal philosophisch.
Viele Leute tun etwas, was ich bis heute nicht verstehe. Sie überlassen ihrer Kamera gerade am Anfang eine der wichtigsten Entscheidungen: Die, wohin die Schärfe im Bild gelegt wird.
Das hat ein ziemliches Frustpotenzial, und das werde ich versuchen, dir zu ersparen.
Sorge für den Anfang einfach mal dafür, dass Du NUR und AUSSCHLIESSLICH mit dem mittleren Fokusmessfeld arbeitest. Das wird Dir in der Folge einiges an Verständnisproblemen ersparen, aber dazu kommen wir später.
Das war’s auch schon.
Und schon bist Du mit Deiner neuen DSLR/System-Kamera so weit, dass Du Dir viele Anfänger- oder Neueinsteiger- oder Umsteiger-Probleme vom Leib halten wirst.
Ausserdem hast Du die wichtigsten Bedienelemente und Menüpunkte Deiner Kamera schon einmal gesehen oder benutzt. Genau diese Elemente werden Dir wirklich STÄNDIG wieder über den Weg laufen.
Ganz wichtig an dieser Stelle:
Es kann sein, dass Du Dir fast die Finger gebrochen hast, bei diesen ersten Einstellungen.
Und vielleicht hast Du Dich halbtot gesucht in den Tiefen der Kameramenüs.
Und es kann sein, dass Du Dich einfach mit dem ganzen Krempel überfordert gefühlt hast.
Und was sich hier so leicht gelesen hat, war nicht so einfach um zu setzen.
DAS IST VÖLLIG NORMAL ! Und das legt sich mit der Zeit.
Ausserdem ist es mindestens der Hälfte der fotografischen Halbgötter, die sich im Netz der Netze herumtreiben genauso ergangen, nur dass die Dir das natürlich nicht erzählen werden.
Auf der allerersten Seite habe ich Dir schon erklärt, dass Du Zeit brauchen wirst.
Je weniger Du Dich bislang mit diesem Thema beschäftigt hast, desto mehr Zeit wirst Du investieren müssen.
Also: Mach‘ Dir mal nicht so viele Gedanken, das klappt schon.
Das wichtigste Grundwissen – Technische Gestaltung
……….. auch wenn’s schwerfällt, VOR dem Fotografieren kurz hier rein schauen.
Du kannst natürlich jetzt mit den Schultern zucken und denken: "Was will der Fremde?", das Superzoomobjektiv auf die Kamera genagelt, das Einstellrad auf "P" drehen, den Autofokus an und auf automatische Auswahl stellen und dann die Fotowelt unsicher machen.
Kein Problem.
Das funktioniert auch…..
……und meistens gar nicht schlecht.
Aber hey, wozu genau hattest Du doch gerade die teure, neue Knippse gekauft?
Genau!
Einfluss nehmen, um besser zu werden……..
Und deshalb solltest Du ein paar Dinge wissen, die Dir das Leben erleichtern. Und sei es nur, weil Du
dadurch Deine Fehler (oh ja, die wirst Du machen wie jeder Andere vor Dir) einfach besser zu erkennen
lernst und sie dann abstellen kannst.
Im Weiteren werden wir uns kurz die Möglichkeiten ansehen, die Du von der Technik in Deiner Fototasche geboten bekommst, um Bilder damit zu machen.
Ein bisschen Autofokus
………….nur um zu verstehen, was die Knippse da tut, wenn sie was tut.
Jeder Autofokus dieser Welt macht nur eins. Er sucht sich in einem Teil des Bildes Helligkeits- und/oder Kontrastunterschiede und fokussiert dann so lange, bis diese Unterschiede den höchst-unterscheidbaren Wert erreichen.
So einfach ist das.
Alles Andere ist nur noch Verfeinerung der Technik und der Genauigkeit.
Der Normalfall:
Die meisten Kameras haben mehrere bis sehr viele AF-Sensoren oder AF-Punkte oder AF-Felder. Je nach dem, wie man sich am liebsten ausdrückt.
Je nach gewünschtem Bildaufbau kannst Du Dir den schönsten, besten oder genauesten Punkt aussuchen, auf den Deine Maschine dann scharfstellt. In 90% der Fälle steht meine Knippse auf dem mittleren Feld. Das ist sowohl pure Angewohnheit, als auch der Tatsache geschuldet, dass das mittlere Fokusfeld immer und bei allen Kameras einen Kreuzsensor hat.
Oh, ein Kreuzsensor? Wass’n das’n?
Ein Kreuzsensor gleicht nicht nur waagerecht/horizontal die Kontraste ab, wie es die ganz normalen Autofokuspunkte tun, sondern tut gleiches nochmal auf der senkrechten/vertikalen Ebene. Das führt zu einer deutlich höheren Genauigkeit und/oder Geschwindigkeit.
Die Anzahl der Sensoren, speziell der Kreuzsensoren variiert von Kamera zu Kamera.
Generell gilt: Je mehr, desto besser.
Spezieller gilt: Je mehr Kreuzsensoren, desto besser.
Warum? Ganz einfach weil sich so der Schärfepunkt im Bild immer genauer vorwählen und damit einstellen lässt.
Die Sonderfälle:
Hatten wir’s bislang immer mit einem Punkt zu tun, an dem die Knippsmaschine die Schärfe gesucht hat, erweitern wir das Ganze jetzt ein wenig.
So gut wie alle Kameras können Dir die Arbeit mit der Auswahl der Fokuspunkte abnehmen.
Zumindest können sie es versuchen. Wie hoch die Trefferquote ist, hängt sehr stark vom Motiv ab. Aber dazu kommen wir etwas später noch ausführlich.
Diese Automatik, so bequem sie auch sein mag, solltest Du zunächst einmal einfach abschalten.
Viele moderne Kameras können Autofokusfelder miteinander „verrechnen“ oder verbinden. Dadurch erreichst Du eine grössere Fläche, auf der die Schärfe kontrolliert und ausgemittelt wird.
Es gibt auch die Möglichkeit, ein einmal fokussiertes Motiv konstant nachzufokussieren, solange es auf dem Fokuspunkt bleibt. Das macht Sinn, wenn sich ein Motiv von Dir weg oder auf Dich zu bewegt.
In letzter Zeit gibt es bei immer mehr Kameras die Option, ein Motiv durch das gesamte Bild hinweg, also auch über die Fokuspunkte hinweg zu verfolgen. Hierbei versuchen sich einige Kameras sogar als Wahrsager und versuchen vorauszuberechnen, wohin sich das Motiv als nächstes bewegt.
Diese Sonderfälle lasse ich ganz bewusst aussen vor, weil sie von Maschine zu Maschine unterschiedlich sind und sich am Besten durch das Handbuch erklären.
Kameratische Eigenmächtigkeiten:
Manche Dinge, die Deine Kamera tut, kannst Du einfach nicht logisch nachvollziehen. Einfach deshalb, weil der Hersteller in seiner Allmacht entschieden hat, wenn Du eine Einstellung vornimmst, musst Du eigentlich auch die Andere vornehmen, also macht er’s gleich selbst. Punkt.
So ist es bei einigen Kameras NICHT möglich, den Fokuspunkt zu bestimmen, wenn die Knippse auf Vollautomatik steht. Wenn Du es einfach ausprobierst, dann weisst Du, ob Deine Kleine das kann, oder nicht.
Die Probleme:
Wenn Du aufmerksam gelesen hast, kennst Du die Probleme eigentlich schon seit dem ersten Absatz
Damit der Fokusknecht arbeiten kann, braucht er Licht und Kontrastunterschiede.
Haste keine?
Pech!
Bei richtig schlechten Lichtverhältnissen, bei extremen Helligkeiten und Reflexionen, bei sehr kontrastarmen Motiven etc. macht so ein Autofokus auch gern mal unter sich, sprich, er steigt aus, tut nichts oder fährt nur wild hin und her.
Beispiele für haarige Autofokussituationen?
(Jajaja, bei grossen schwarzen Tieren klappts auch nicht….)
Die Liste kann man fast beliebig erweitern, soweit man aus jeder beliebigen Situation einfach sehr viel Licht herausnimmt.
Wie funktioniert eigentlich Belichtung? Teil 1 – Die Mitspieler im Belichtungsteam
Belichtung ist eigentlich ganz einfach. Und das macht es kompliziert
Nur 4 Parameter (Einstellungen) und eine Korrekturmöglichkeit steuern, ob Dein Bild zu hell, zu dunkel oder perfekt und schick und richtig rüber kommt.
Und jeder dieser Parameter kann von Dir beeinflusst werden, sollte es sogar.
Da hätten wir:
Ist eine Hardware-Funktion der Kamera
Befindet sich innerhalb des Objektives
Lässt sich öffnen und schliessen
Funktioniert wie die Iris unseres Auges (daher der Begriff „Irisblende“)
Wird in Blendenstufen oder –werten berechnet
Ist eine Hardware-Funktion der Kamera
Befindet sich innerhalb der Kamera selbst
Öffnet und schliesst sich, wenn der Auslöser betätigt wird.
Wird in Sekundenbruchteilen oder ganzen Sekunden berechnet
Ist eine Software-Funktion der Kamera
Betrifft den Bildsensor der Kamera
Lässt sich an der Kamera einstellen
Wird, wie bei altem Filmmaterial, in ISO ausgedrückt
Ist eine Software-Funktion der Kamera
Legt fest, welche und wie viele Bildanteile für die Belichtungsmessung genutzt werden.
Ist auch eine Software-Funktion der Kamera
Hier kannst Du festlegen, um welchen Wert Deine Kamera über- oder unterbelichtet.
Auch wenn diese Funktion sich nicht sofort erschliesst, warte mal ab, die hat schon
mehr als Existenzberechtigung im Alltag.
Alles in Allem, nicht viel, was man kennen muss / kann / soll / darf.
Die Tücke liegt wie immer im Detail.
Um entscheiden zu können, welche Parameter für eine Aufnahme wichtig, richtig und logisch sind, musst Du wissen, was die einzelnen Werte bewirken oder auch nicht.
Wichtig ist nur, dass keine der Einstellungen für sich allein stehen kann.
Das hört sich jetzt vielleicht wild an, ist aber im „Tagesgeschäft“ relativ unkompliziert.
Echt jetzt?
Klar!
Okay, als nächstes nehmen wir mal die ersten 4 Parameter der Belichtung auseinander und schauen, was sie bewirken und wie und wozu man sie nutzen kann.
Und dann gibt’s direkt einen Abriss davon, was man mit der Korrekturfunktion erreichen kann.
Wie funktioniert eigentlich Belichtung? Teil 2 – Die Blende
Die Blende regelt, WIE VIEL Licht auf den Sensor trifft.
Je weiter sie geöffnet ist, desto mehr Licht kann "gleichzeitig" in einem Rutsch durch die Linsen hindurch in Richtung Sensor oder Film gelangen.
Das wäre ganz einfach zu verstehen, wenn die reine Nummerierung der Blendenwerte etwas logischer wäre.
Je kleiner die Blendenzahl, desto weiter ist die Blende offen,
je grösser die Zahl, desto mehr ist sie geschlossen.
Das ist so ziemlich das einzige in der Fotografie, das man einfach auswendig lernen sollte.
Wenn Du die Blende einen vollen Wert weiter öffnest, gelangt genau doppelt so viel Licht hindurch als vorher.
Ausserdem (eigentlich vor Allem) ist eine Blende dafür zuständig, wie weit vor und hinter dem direkt anfokussierten Punkt die Umgebung des Motives noch scharf abgebildet wird.
Vereinfacht heisst das:
Je weiter Du sie schliesst, desto mehr wird scharf dargestellt.
Je weiter Du sie öffnest, desto mehr verliert sich in Unschärfe.
Das muss man vielleicht nicht wissen………..aber:
Diese eigenartige Bezifferung resultiert daraus, dass die Blendenzahl das Verhältnis der Blendenöffnung zur (Auszug-)Länge des Objektives darstellt. Das bedeutet, dass bei einer angenommenen Blende von 8 die (Auszug-)Länge des Objektivs genau acht Mal so lang ist, wie der Öffnungsdurchmesser der Blende.
Die kleinste Blendenzahl eines Objektives wird auch gern als dessen „Lichtstärke“ bezeichnet. Eine Lichtstärke von 1:1,4 heisst also nichts anderes, als dass der kleinste verfügbare Blendenwert auf der Einstellskala 1,4 ist, gibt also den Wert der grössten, möglichen Blendenöffnung an.
Die sind historisch / hysterisch gewachsen.
Irgendwer schlaues hat wohl irgendwann mal festgestellt, dass genau die krummen Werte jeweils den Effekt hatten, dass mit jeder Veränderung der Blende um einen VOLLEN Wert nach oben oder unten eine Halbierung oder Verdoppelung des Licht-Durchlasses erreicht wird.
Tja, einfach das, dass es auch Teilwerte gibt.
Jede halbwegs moderne DSLR oder Systemkamera lässt es zu, die Blende in Teilschritten zu verändern, um feinere Abstimmungen hin zu bekommen. Meist kann man zwischen ganzen, halben und Drittelstufen wählen, irgendwo in den Tiefen des Menüs……
Wie funktioniert eigentlich Belichtung? Teil 3 – Die Verschlusszeit
Die Verschlusszeit oder Belichtungszeit regelt, wie LANGE das Licht auf den Sensor einwirken kann.
Standard-Belichtungszeiten, die von heutigen digitalen Kameras angeboten werden, bewegen sich meist zwischen einer 1/4000stel Sekunde und 60 Sekunden. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, den Verschluss unbegrenzt lange zu öffnen, wenn der Fotograf das möchte. Diese Funktion wird auch als Bulb-Funktion bezeichnet.
Dieses „wie-lange“ hat ein paar massive Auswirkungen auf Deine Fotografiererei.
Die Fragen sind nämlich:
Der Versuch, eine Knippskiste 1/250stel Sekunde ruhig zu halten wird meistens
Gelingen, bei 1/25tel Sekunde siet das schon nicht mehr ganz so rosig aus und
Bei ½ Sekunde ist es nahezu unmöglich.
Schnecken, selbst Rennschnecken, sind nicht wirklich die Herausforderung,
aber ein vorbeirasendes Auto, einen spielenden Hund oder Blätter, die sich
am Baum bewegen, sind recht unkooperativ, wenn Du sie bittest, still zu halten.
Unscharfe Fotos sind also nicht immer Schuld des falsch eingestellten Fokus, sondern viel öfter die Folge einer viel zu lang eingestellten Belichtungszeit.
Allgemein gilt, je schneller sich etwas bewegt, desto kürzer muss die Belichtungszeit werden.
Das muss man vielleicht nicht wissen………..aber:
Die Veränderung der Belichtungszeit um einen VOLLEN Wert nach oben oder unten bewirkt eine Halbierung bzw. Verdoppelung des Licht-Durchlasses.
Wie auch bei den Blendenwerten gibt es auch bei den Verschlusszeiten die Möglichkeit, die Zeiten in Teilschritten zu verändern, um feinere Abstimmungen hin zu bekommen. Meist kann man auch hier zwischen ganzen, halben und Drittelstufen wählen.
Und wie bei den Blendenwerten auch hier die VOLLEN Werte zur Ansicht
Wie funktioniert eigentlich Belichtung? Teil 4 – Die ISO-Werte
Der ISO-Wert bestimmt, wie EMPFINDLICH der Sensor auf das Licht reagiert.
Die ISO-Werte heutiger Sensoren gehen zurück auf die Klassifizierung von analogem Filmmaterial. Abgesehen von vielen qualitativen und technischen Unterschieden der einzelnen Filmsorten zueinander war/ist ein Unterscheidungsmerkmal allen Filmsorten gemeinsam:
Der Standardempfindlichkeitswert eines Kleinbildfilmes war und ist 21 DIN(ASA) entsprechend 100 ISO.
Dem nachempfunden wurden die Empfindlichkeitsstufen der digitalen Bildsensoren eingerichtet.
Hier ist allerdings die Schreibweise in DIN(ASA) nicht mehr üblich. Auch bei der Mehrzahl der Digitalkameras gilt 100 ISO als Standardwert.
Was sich bei hochempfindlichem, analogem Filmmaterial als körnige Struktur (Korn) auf den Bildern wiederfindet, ist bei den digitalen Sensoren allgemein als Rauschen bekannt. Vereinfacht kann man sagen, je höher die Empfindlichkeit (ISO), desto mehr Korn oder Rauschen entsteht und je höher ist der Qualitätsanspruch, sowohl bei Sensor/Kameraelektronik als auch bei Filmmaterial.
Vom Standardwert 100 ISO ausgehend bedeutet jede Verdoppelung des ISO Wertes auch eine Verdoppelung der Lichtempfindlichkeit.
Wie funktioniert eigentlich Belichtung? Teil 5 – Die Messmethode
Das ist jetzt schon etwas speziell.
Jede handelsübliche System- oder DSLR-Kamera beherrscht mindestens 3 Belichtungsmessarten und auf die werde ich mich hier auch erst einmal beschränken. Die Unterschiede, die Auswirkungen auf das Messergebnis sind gravierend.
Diese Arten nennen sich meist ungefähr:
Eine Matrixmessung bildet aus dem gesamten Bild einen Licht-Mittelwert.
Bei eher kontrastarmen Motiven und solchen, die keine grossen Helligkeitsunterschiede aufweisen, sollte diese Methode zu einem vernünftigen Ergebnis führen.
Die mittenorientierte Messmethode orientiert sich am aktuellen Fokuspunkt (bei einigen Kameras auch IMMER am mittleren Sensor) und versucht seine Belichtungswerte dann hauptsächlich aus einer mehr oder minder kleinen Fläche um diesen Punkt herum zu errechnen. Der Rest des Bildes wird nur mit geringerer Priorität ausgemessen.
Die Spot- oder Punktmessung geht noch weiter. Hier wird wieder um den Fokuspunkt herum gemessen. Die ausgemessene Fläche ist allerdings noch kleiner und der Rest des Bildes wird gar nicht mehr mit berücksichtigt.
Diese Einstellungen versetzen Dich in die Lage, mit fast jeder Belichtungssituation umgehen zu können, indem Du die passende „Fläche“ für die Belichtungsmessung aussuchst.
Je spezieller die Anforderung ist, desto kleiner sollte die Messfläche sein.
Wie funktioniert eigentlich Belichtung? Teil 6 – Belichtungskorrektur
Wieso eigentlich Belichtungskorrektur?
Einfach gesagt, weil Dein Belichtungsmesser auch nur ein Mensch ist. Also macht er auch Fehler.
Das arme Ding versucht immer, Dein Bild optimal und gleichmässig hell auszuleuchten.
Wenn Du ihn da vor Probleme stellst, solltest Du VORHER darüber Bescheid wissen.
Also!
Eine kleine Auflistung der alltäglichen Möglichkeiten, ein potenziell herrliches Bild zu verschrotten, immer unter der Voraussetzung, dass die Matrix- oder Mehrfeldmessung eingeschaltet ist, sonst wird’s am Ende noch kompliziert:
Was ist hier passiert?
Eigentlich hätte es doch stimmen müssen.
Jepp!
Und für die Kamera hat es auch gestimmt.
Das arme Ding kann ja nicht wissen, was Du an dieser Deiner speziellen Bildkomposition so schick oder besonders findest. Also regelt sie sich freundlicherweise auf die Werte ein, die im Normalfall für diese Situation richtig wären um möglichst viel von Deinem Bild so real wie möglich abzubilden.
Und genau da ist der Fehler, der ohne Korrektur auch immer wieder vorkommen wird.
In diesen speziellen Fällen, und allen, die so ähnlich gelagert sind, ist es also sinnvoll, ein wenig Licht mehr oder weniger durchzulassen, damit es zu einem zumindest teilweisen Ausgleich kommt.
Und jede vernünftige Kamera lässt es natürlich zu, die über die Elektronik errechnete Belichtung noch einmal „händisch“ zu korrigieren.
Bei den meisten Kameras ist es möglich, bis zu 3 „Blendenwerte“ nach oben und nach unten zu korrigieren. Das reicht in den allermeisten Fällen mehr als aus, vernünftige Ergebnisse zu erreichen.
Kameras mit einer kleinen roten Ecke und einem grossen „N“ im Namen sind da allerdings ein, wenn auch kleiner, Sonderfall. So gut wie jede Maschine aus dieser Schmiede neigt zur Überbelichtung. Der Ratschlag, selbst von Seite des Herstellers, ist, einfach konstant die Belichtungskorrektur auf -0,7 stehen zu lassen.
Das ist zwar nicht weiter schlimm, aber man muss schon die Frage stellen dürfen, warum das nicht werksseitig korrigiert wird.
Also! Hier ist die kleine Auflistung von oben noch einmal anders betrachtet:
Sonnenuntergang heisst Gegenlicht.
Das wiederum heisst, sehr, sehr viel Licht direkt von vorn auf den Sensor.
Der versucht dann sein Bestes, die hellsten Partien vernünftig abzubilden. Der Rest ist Schwärze
Hier ist die einfache Regel, die Belichtung deutlich zu verlängern.
Hmm, was tust Du, wenn Du auf so eine hoch reflektierende Fläche guckst?
Genau, Du kneifst die Augen zusammen und konzentrierst Deinen Blick auf’s Wesentliche.
Auch der Belichtungsknecht versucht sein Bestes, scheitert aber gnadenlos an den unglaublich gemeinen hohen Kontrastunterschieden. Hell und Dunkel liegen so weit auseinander, dass KEIN Sensor der Welt das noch auseinandersortieren kann. Hier liegt es allein an Dir, mit der Belichtungskorrektur so lange nach oben oder unten zu arbeiten, bis die für Dich wichtigen Bildteile vernünftig abgebildet werden.
Ähnlich wie bei der reflektierenden Wasserfläche sind auch hier die Hell-Dunkel Unterschiede enorm.
Der Himmel mit seiner Grundhelligkeit geht da einfach unter.
Ganz einfach etwas über die Korrektur zugeben und alles ist wieder gut.
Schnee reflektiert ungemein und ist im Allgemeinen sehr grell weiss.
Auch hier kommt es zu dem Problem, dass die Belichtungsregelung der Kamera die
Werte so weit herunter regelt, dass die Gesamtanmutung viel zu hell ist.
Also sei so nett, und korrigiere die Belichtung etwas nach oben.
Des Katers Problem könnte auch des Pudels Kern sein. Beide hätten das Problem, im Gegensatz zu dem hellen Blumenbeet sehr wenig Fläche einzunehmen. Daraus folgert die Kamera, dass sie nicht ganz so wichtige Bildbestandteile sind und nimmt hier eine Unterbelichtung in Kauf, anstatt das Blumenbeet über zu belichten.
Das ist der typische Fall, bei dem Du entscheiden musst, wie viel Du über die Korrektur dazu gibst, damit das Gesamtbild noch annehmbar bleibt.
Hier haben wir jetzt den genau gegenteiligen Effekt wie bei den Gegenlichtern und Schneeflächen.
Durch die extrem dunkle Wand vermutet die Kamera, dass diese Wand irgendetwas Wichtiges verheimlicht und zieht die Belichtung bis zum Anschlag hoch. Die, wahrscheinlich viel hellere Vase muss darunter leiden. Also nimmst Du als Herr der Korrekturtaste so lange Licht aus der Szene, bis es passt.
Einiges, wenn nicht Alles von dem, was ich hier versucht habe zu erklären wird Dir erst richtig klar werden, wenn Du in einer der oben genannten Situationen, oder einer ähnlichen, steckst.
Wenn Du dann aber von dieser ominösen Korrekturmöglichkeit zumindest schon einmal gehört hast, hast Du schon fast gewonnen.
Und so kann man (zum Beispiel) erkennen, dass die Korrektur aktiv ist:
Wie funktioniert eigentlich Belichtung? Teil 7 – Alle Zusammen, bitte.
Belichtung ist eigentlich ganz einfach. Und das macht es kompliziert
Nur 3 Parameter, 1 Voreinstellung und eine Korrekturmöglilchkeit steuern, ob Dein Bild zu hell, zu dunkel oder perfekt und schick und richtig rüber kommt.
Und jeder dieser Parameter kann von Dir beeinflusst werden, sollte es sogar.
Über Licht und Dunkel im Bild entscheiden also Blende, Licht und ISO-Wert.
Ändere ich den einen Wert, muss ich, um das gleiche Ergebnis zu erhalten, auch mindestens einen der beiden anderen um insgesamt den gleichen Wert verändern.
Eine ganze Blendenstufe weiter öffnen heisst also, die ISO-Werte einen Wert herunternehmen oder die Belichtungszeit einen ganzen Wert verkürzen.
Das ganze mal etwas aufgehübbscht:
Der Grundzustand einer perfekten Belichtung.
Blende, Zeit und ISO sind miteinander im Einklang.
Ändere ich jetzt den Blendenwert:
Muss ich entweder die Zeit oder die Empfindlichkeit ändern:
Oder zu insgesamt gleichen Teilen beide:
Das wichtigste Grundwissen – Optische Gestaltung
……… warum manche Bilder besser wirken als andere.
Die Drittelregel
Die grundlegende Hilfe für den Aufbau von Bildern ist die sogenannte Drittelregel. Hierbei wird die zur Verfügung stehende Fläche durch 2 senkrechte und 2 waagerechte Linien in 9 gleich grosse Teile geschnitten.
Moment! Nachgerechnet sind das 4 Linien, 4 Schnittpunkte und 9 Teilstücke.
Wieso dann Drittelregel?
Ganz einfach, weil sowohl in der Horizontalen, der Vertikalen und der Diagonalen das Bild in jeweils 3 Zonen unterteilt wird. Für Bildgestaltung ergeben sich da fast automatisch Denk-ansätze wie „Vorne, Mitte. Hinten“, oder „Oben, Mitte, Unten“ oder auch „Links, Mitte, Rechts“. Alles das sind Drittellösungen, die sich direkt von dieser Regel ableiten lassen.
Interessanter allerdings sind die direkten Einflüsse dieser Linien und Schnittpunkte auf die
Bildwirkung, wenn sie als Peilstäbe oder Positionsmarkierungen eingesetzt werden.
Das Hauptmotiv eines Bildes sollte sich möglichst nahe an einem der 4 Schnittpunkte befinden um die beste Wirkung zu erzielen.
Der (Bild bestimmende) Horizont einer Landschaft ist in direkter Nähe einer der horizontalen Linien deutlich besser aufgehoben, als in der direkten Bildmitte und wenn steile Hänge oder Mauern die „Hauptrolle“ spielen, sollten sie in der Nähe einer der vertikalen Linien platziert werden.
Die sichere Anwendung dieser Drittelregel ist wahrscheinlich das Wichtigste, was ein Anfänger in der Fotografie umsetzen lernen und verinnerlichen sollte.
Auge in Auge
Alle lebenden Motive, ob Mensch oder Tier, wirken grundsätzlich am natürlichsten, wenn man sie im Bild auf Augenhöhe abbildet. So schwierig das bei einem Frosch im dem einen Foto und einem 2,20m grossen Basketballer auf dem anderen ist, man sollte immer daran denken.
Der Betrachter bekommt dadurch das Empfinden, dem- oder derjenigen gleichgestellt zu sein, zumindest grössentechnisch, dem Motiv also buchstäblich auf Augenhöhe zu begegnen. Verblüffend ist, wie schon ein paar Zentimeter Höhenunterschied in der Aufnahmeperspektive hier zu Veränderungen in der Bildwirkung führen, grosse Menschen eher klein wirken können, kleiner wüchsige dagegen plötzlich gewachsen zu sein scheinen.
Dieser Effekt nimmt mit zunehmender Entfernung zum Motiv immer mehr ab, trotzdem sollten speziell kleinere Fotografen darauf achten, gegenüber hochgewachsenen Models einen etwas erhöhten Stand zu haben. Es ist auch überhaupt keine Schande, vor einem Motiv auf dem Boden zu knien oder zu liegen. Besagter Frosch oder seine kleinen Kumpane im Tierreich würden es Dir danken, nicht von oben herab behandelt zu werden.
Diagonalen
Wenn es irgendetwas gibt, das ein Bild lebendig erscheinen lässt, selbst wenn sich nichts Bewegliches im Motiv befindet, dann sind das Diagonalen. Wenn sich wesentliche Teile des Motives klar erkennbar diagonal durch’s Bild ziehen erzeugt das Spannung, das Bild wird interessanter.
Grobe Unterschiede in der Wirkung gibt es allerdings bei positiven (ansteigenden, also in Schreibrichtung von unten nach oben laufenden) und negativen (abfallenden, also in Schreibrichtung von oben nach unten laufenden) Diagonalen Linien. Die positive Linienführung wird auch gern als „fröhliche“ Diagonale bezeichnet, was einiges über die Wirkung aussagt.
Hoch- und/oder Querformat
Nur Du entscheidest, ob Du die Kamera breit oder hochkant hältst. Du…..und das Motiv.
Während Du bei den absolut meisten Bildern automatisch das Querformat wählen wirst, weil es Deinem menschlichen Sehgewohnheiten am nächsten kommt, gibt es doch gerade im Bereich von Portraits und Makros sehr viele Situationen, die als Hochformat deutlich besser wirken.
Aber hier gibt es keine echte Regel. Wenn Du Dir unsicher bist, versuche einfach beide Fotos zu machen und entscheide später, welches das passendere ist.
Weniger ist mehr……
Es ist fast schon eine Königsdisziplin, aber doch so einfach im Ansatz.
Beschränke Dich bei Deinen Bildern auf das, was zu wirklich zeigen willst.
Zu viel „Gewimmel“ wirkt meist störend.
Eine Grundregel ist, geh so nah ran oder zoome Dich so weit rein bis nichts übrig bleibt was nichts mit der geplanten Bildaussage zu tun hat.
Fotografieren für blutige Anfänger
…….Tipps, Tricks und Kniffe nicht nur für Anfänger
Ein paar Tipps, die gerade am Anfang der Fotokarriere das Leben leichter und den Ausschuss geringer machen könnten. Manches davon hört sich zwar mindestens seltsam an, Du solltest aber zumindest mal davon gehört und drüber nachgedacht haben.
Neugier ist nicht alles
Nicht lachen bitte, aber ich habe das schon so oft gesehen, dass ich mich fast schäme, davon zu reden. Viele Menschen, nicht nur unbedingt Anfänger, schauen durch den Sucher (oder auf den Liveview) lösen die Aufnahme aus und reissen dann mit einer irren Geschwindigkeit die Kamera an sich um das Bild auf dem Display zu begutachten.
Da ist ja nix Falsches dran, erstmal.
Aber unendlich viele Fotos gehen genau dadurch „kaputt“ dass die Zeit zwischen Auslösen und Kontrolle einfach zu kurz ist und dadurch die Bilder „verwackelt“ werden.
Die Lösung ist so einfach:
Wenn’s Klick macht, einfach noch so lange warten, bis das Echo verhallt ist.
Der Showeffekt
In die gleiche Kategorie der sportlich-ungewollten Verwackelungen gehört auch dieser unfassbar coole, stunt-gleiche Action-Move, den viele Leutchen aufführen, sobald sie eine Kamera in der Hand haben.
Blitz- oder ruckartiges Zuwenden zum Motiv.
Sportliches Reissen der Kamera zum Gesicht bei gleichzeitigem halbtiefen Einfedern in die Knie.
Gern auch in Verbindung mit einer viertel bis halben Drehung.
Kinders, lasst es einfach, bringt nix und sieht zudem noch sch…… äh….seltsam aus.
So’n bisschen Ruhe und Gelassenheit führt allgemein zu besseren Ergebnissen.
Das Wimmelbild
Klar, wenn ich schon ein Foto mache dann will ich auch dass alles drauf ist.
Alles.
Nicht nur das Auto, in dem mein eigentliches Motiv drin sitzt, nee, auch gleich die ganze Strasse und den angrenzenden Wochenmarkt mit Lebendrobbenversteigerung und die Mondfinsternis in Sri Lanka.
Passt doch, wofür gibt’s 560 Megaterapixel und Ultraweitwinkel, oder?
Nee.
Beschränke Dich bei Deinen Bildern einfach auf das, was Du damit wirklich zeigen willst.
Wenn’s ein Freund im Auto ist, beschränke Dich auf genau das und lass alles andere weg.
Artgerechte Haltung
Nein, wir sind jetzt nicht beim Meerschwein-Zuchtverein Ludwigsburg-Südwest.
Ich meine einfach, Du sollst Deine Knippse „ihrer Art gerecht“ halten. Festhalten, genau gesagt.
Nicht verkrampfen, nicht auf Armlänge vom Gesicht weghalten, nicht den ganzen Körper verbiegen, nur um ins Hochformat zu kommen.
Eine Hand am Griff, das Objektiv in die Handfläche der anderen Hand gelegt, bei kleinen Linsen kann man das auch in die Beuge zwischen Daumen und Zeigefinger der Anderen stützen.
Die Füsse etwa auf Schulterbreite auseinander.
Den linken Fuss leicht vor und gerade, den Rechten leicht zurück und mit der Fussspitze nach aussen drehen (nicht auskugeln, nur ca 45 Grad).
Den rechten Ellbogen an die Brust heranziehen.
Sportschützen stehen so bei Wettkämpfen, ohne Kamera, aber ansonsten genau so.
Das gibt einen extrem sicheren Stand, der auch längere Belichtungszeiten locker mitmacht.
Hemmungslos
Nee, das nicht, sorry nich‘ falsch verstehen.
Einfach nur ohne Berührungsängste an die Kamera und das neue Hobby herangehen.
Durch eine Einstellung an der Knippsmaschine kann höchstens ein Foto daneben gehen.
Die Kamera selbst wirst Du durch falsche Einstellungen nicht kaputt machen.
Raus aus den Aufnahmeprogrammen
……….Beschäftigung mit dem Betriebsartenwählrad
Noch einmal: Nix ist falsch daran, alle Möglichkeiten Deiner Kamera zu nutzen, die der Hersteller eingebaut hat.
Dazu gehören alle 5 Millionen Motivprogramme, Gesichtserkennungen, zielverfolgende Wärmesucher, Wäscheschleudern und Einparkhilfen.
Nur, wenn Du maximalen Einfluss auf Deine Bildergebnisse haben willst, dann kommst Du um die 3 grossen Buchstaben auf dem Wählrad oben rechts auf deiner Kamera nicht herum.
(Sollte das Wählrad bei Dir gerade links sein, dann bitte einfach die Kamera herumdrehen, dann passt’s wieder.)
Das A (oder Av)
Steht für Aperture (Value)
und bedeutet Blenden-Wert, also Blenden-Vorwahl
früher nannte man das auch gern Zeitautomatik.
Hier wählst Du den Blendenwert am Objektiv selbst aus und die Kamera puzzelt sich die passende Verschlusszeit dazu. Damit behältst Du die Kontrolle über den Schärfenbereich Deiner Bilder und kannst entweder Motive vom Hintergrund freistellen (kleiner Blendenwert) oder dafür sorgen, dass möglichst viel im scharfen Bereich liegt (grosser Blendenwert).
Das S (oder T oder Tv)
Steht für Time (Value) oder Shutter (Value)
und bedeutet Verschlusszeit-Wert, also Zeit-Vorwahl
früher nannte man das auch gern Blendenautomatik.
Hier wählst Du die Verschlusszeit am Wählrad selbst aus und die Kamera rechnet sich den passenden Blendenwert dazu. Das sorgt dafür, dass Du bspw. bei schnell beweglichen Motiven oder schlechten Lichtverhältnissen arbeitsfähig bleibst.
Das M
Steht einfach für Manuell
Hier musst Du sowohl Blende als auch Verschlusszeit selbst
einstellen.
Der eingebaute Belichtungsmesser der Kamera stellt Dir dafür sowohl im Sucher als auch im Live-View eine Hilfe zur Verfügung, die man „Lichtwaage“ nennt. Das ist eine Anzeige ähnlich der Libelle einer Wasserwaage auf der Du erkennst ob Du mit den aktuellen Einstellungen über- oder unterbelichtest.
Das erfordert einige Übung und ist definitiv NIE so schnell wie einer der „Halbautomatiken“ A und T (S).
Dafür hast wirklich nur DU die Zügel in der Hand.
Und so sieht die Anzeige des internen Belichtungsmessers, die Lichtwaage eben, ungefähr aus:
Das muss man vielleicht nicht wissen………..aber:
Meine bevorzugte Einstellung ist von jeher A.
Da ich nicht der „High-Speed-Sport-und-Action“-Muckel bin sondern eher im gestalterisch-kreativen Raum wohne, ist das meine 90% Lösung.
Selbst den M-Modus kannst Du noch mit einer kleinen Automatik unterfüttern.
Wenn Du die ISO-Werte Deiner Kamera automatisch ermitteln lässt, verschafft Dir das im M-Modus noch ein paar „Reaktions-Reserven“, ohne dass Du die Belichtung nachregeln musst.
(Das kann allerdings nicht jede Kamera, das solltest Du im Handbuch nachsehen)
Die Automatik hinter den Halbautomatiken.
Ich hatte es zwar oben schon erwähnt, aber wenn Du die ISO-Werte Deiner Kamera automatisch ermitteln lässt, verschafft Dir das nicht NUR im M-Modus noch ein paar „Reaktions-Reserven.
Das gilt für Blenden- und Zeitautomatik ganz genauso.
Irgendwo in den Tiefen des Kameramenüs kannst Du die Reaktion der ISO-Automatik einstellen und vor Allem begrenzen.
(Das kann allerdings immer noch nicht jede Kamera, also bitte im Handbuch nachsehen)
Software & Co.
……. wie Du vielleicht erstmal um teure „Kauf-Software“ herum kommen kannst.
Wie ganz weit oben schon versprochen, gibt es hier natürlich auch einen kleinen Abriss über Software, die Dir das Leben etwas erleichtern kann, aber nicht Deinen Geldbeutel.
Meistens sind die grossen, bekannten „Premium-„Programmpakete absoluter Overkill für Otto Normalfotograf. Ausserdem habe Ich habe wie immer nur ein Problem damit, wenn mich die Nachbearbeitung mehr Geld kostet, als ich zur Verfügung habe. Genau gesagt, geht dieses Budget gegen Null.
Die gute Nachricht ist, dass gute, komfortable Bildbearbeitung oder –verbesserung nicht unbedingt Geld kosten muss.
Meine 3 Standardprogramme für alle Fälle sind:
JPG-Illuminator für Farbe, Kontrast, Gradation, Schärfe,
Ausrichtung, Weissabgleich….. etc.
PhotoFiltre für kleine Korrekturen im Bild und Beschnitt,
Verkleinern, Rahmen etc.
Noiseware (die Community-Edition) gegen Bildrauschen
Alle 3 kosten nichts, sind absolut leistungsfähig genug für all die kleinen Verbesserungen und Reparaturen und was fast noch wichtiger ist, sie lassen sich alle von einem kleinen USB-Stick aus starten und brauchen so wenig Systemresourcen, dass auch der älteste PC nicht schlapp macht.
Die Bezugsquelle für alle 3 ist (für mich) Fotofreeware.de
Die etwas spezielleren Kandidaten:
TOP verarbeitet Bilder „en Gros“, also massenweise.
Für Grössenänderungen, Rahmungen, Beschriftungen etc …..
Das bekommst Du kostenfrei bei Traumflieger.de
ICE verarbeitet einzelne Bilder zu Panorama-Bildern
Super-einfache Bedienung. Perfekte Ergbnisse.
Ist bei Microsoft kostenfrei herunterzuladen.
Es gibt noch jede Menge anderer Lösungen, die vielleicht besser, schneller und schöner sind. Das Internet ist wirklich voll davon. Wenn Du etwas findest, mit dem Du besser klar kommst, super, freut mich wirklich für Dich. Wenn Du nicht suchen magst und meine Tipps nutzt, auch schön, passen wird das auf jeden Fall.
Nacharbeiten und Archivieren
„Aufhübschen“ und sicheres Verwahren der kostbaren Bildergebnisse.
Über das Thema Software habe ich ja schon ein paar Worte verloren.
Software ist aber im Endeffekt nur der Hammer, mit dem Du Nägel in die Wände schlägst.
Wie Du damit umgehen musst, lässt Du Dir am Besten von jemand anderem oder an anderer Stelle erklären, das geht hier viel zu wie.
Aber das Thema Nachbearbeiten, EBV, Bildbearbeitung und wie man es sonst noch nennen mag, ist wichtig.
Bei mit verlässt buchstäblich kein Bild das Haus (oder meinen Rechner) das nicht nachbearbeitet worden ist.
Keine Kamera der Welt schafft es, jedes Bild so zu produzieren, dass ich damit zufrieden bin.
Und ich bin da noch harmlos
Das, was bei nahezu allen meinen Bildern passiert:
Lichtwerte korrigieren
Farben anpassen
Kontraste anpassen
Beschnitt verändern
Das, was bei einem guten Teil meiner Bilder zusätzlich passiert:
Entfernen störender Bildelemente (Zweige, Strassenlaternen, Politiker)
Verarbeiten zu Panoramen, Montagen etc.
Alles das ist problemlos mit der von mir schon aufgelisteten Software machbar.
Nur einen Punkt solltest Du IMMER beachten.
Arbeite niemals, wirklich niemals am Originalbild.
Um das von Anfang an auszuschliessen, habe ich auf meinem Rechner eine Ablagestruktur, die mich schon optisch davon abhält, die Originale anzugreifen und mir andererseits hilft, Ordnung in die tausenden von Fotos zu bringen, die sich da ansammeln.
Erstens unterscheide ich zwischen Ursache und Wirkung.
Das heisst, dass ich die Bilder in ihrer Roh- und/oder verarbeiteten Form grundsätzlich von allem trenne, was irgendwann mal damit passiert. Dadurch gibt es je einen Hauptstrang Archiv (für die Ursache) und einen der Projekte heisst (für die Wirkung).
Zweitens lösche ich im Normalfall KEIN Bild.
Das ist eine schräge Angewohnheit, die bislang nicht viele Leute nachvollziehen konnten.
Dafür bin ich da konsequent, das ziehe ich schon seit Negativ- und Dia-Zeiten so durch .
Der Bilderstrang
Für jedes Aufnahmedatum, Event, Urlaub oder ähnliches wird ein Verzeichnis (Ordner) angelegt, der zwar einen Namen bekommt, aber auf jeden Fall mit dem vollständigen Datum der Aufnahmen beginnt. Und das so, dass ich ohne weitere Klimmzüge eine zeitlich aufsteigende Reihenfolge bekomme.
Innerhalb dieses „Datumsordners“ gibt es IMMER 2 oder 3 Unterordner, Bearbeitet, Original und RAW (sofern ich im RAW-Format aufgenommen habe.) Das Bearbeitet-Verzeichnis unterteile ich ab und an noch weiter, wenn ich das für nötig halte.
Der Projektstrang
Hier finden sich nicht nur Bilder, sondern alles, was mit dem jeweiligen Projekt zu tun hat.
Bilder werden grundsätzlich im Bilderstrang fertig bearbeitet und dann in den Projektstrang einkopiert. So kann ich jedes Projekt oder Projektverzeichnis einzeln „entnehmen“, brennen oder weitergeben, ohne dass die Links oder Referenzen zu Bildern fehlen oder zerbrechen.
Und etwa so sieht diese Struktur (auszugsweise) insgesamt aus:
\----------Fotoalbum
\---------- Archiv
\---------- 2011-01-01 Neujahrsspaziergang
\---------- BEARBEITET
\---------- ORIGINAL
\---------- RAW
\---------- 2011-01-12 Omas Geburtstag
\---------- BEARBEITET
\---------- Für Oma
\---------- Für Zeitung
\---------- Für DingsForum
\---------- ORIGINAL
\---------- RAW
\---------- 2011-02-02 Studioexperimente
\---------- BEARBEITET
\---------- ORIGINAL
\---------- RAW
\---------- Projekte
\---------- 2012-10 Material für Webseite von Harro
\----------Bilder
\----------Audio
\----------CSS
\----------Scans
\----------Rechnungen
\----------Pläne
\---------- 20138-09 Fotobuch
\----------Bilder
\----------Texte
\----------CSS
\----------Scans
\----------Rechnungen
\----------Pläne
Dazu kommt noch eine Angewohnheit, die mir auf meiner Arbeitsfestplatte Platz spart.
Jedes Jahr, irgendwann im späten Frühjahr (das sehe ich allerdings nicht sehr eng) werden nach der sowieso in kurzen Abständen fälligen Datensicherung sämtliche RAW-Daten des Vorjahres gelöscht. Der Gedanke ist: Wenn ich sie bis dahin NICHT genutzt habe, tue ich es voraussichtlich auch nicht mehr. Und wenn doch, hole ich sie aus der Sicherung.
Das ist, wie schon angedeutet, meine Arbeitsbasis, -grundlage oder wie man es auch nennen mag. Sicherlich sehr subjektiv aufgebaut, aber bislang für mich eine funktionierende Angelegenheit.
Übrigens spricht auch nichts dagegen, Archivierungsprogramme (wie immer keine Nennung von Namen für kommerzielle Produkte) einzusetzen. Jeder wie er mag.
Ich, und das ist jetzt ganz persönlich, bin kein Freund von Programmen, die einem schnellen Änderungsrythmus unterliegen, oder im Gegenteil dazu irgendwann nicht weiter gepflegt werden. In beiden Fällen steht man als Anwender eventuell irgendwann im Regen, weil die Arbeit von Monaten oder gar Jahren für die Katz ist.
Und jetzt?
……ein paar Dinge über die Fragen nach den Antworten.
Eigentlich ist zu den meisten Themen, die Dich als Anfänger, Einsteiger, Noob oder Newbie interessieren schon vieles bis alles gesagt. Was jetzt noch käme, ginge für jemanden, der gerade seine Knippskiste bekommen hat oder sich erstmals mit dem Thema beschäftigt, schon viel zu weit.
Ehrlich gesagt, weiss ich nicht, ob nicht dieses Dokument hier schon viel zu weit geht.
Wenn für Dich ganz persönlich hier noch Fragen offen bleiben oder ich Dich im Gegenteil aufs brutalstheftige mit Unverständlichkeiten zugetextet habe, dann wäre es schön, wenn Du mir das irgendwie versuchen könntest zu erklären. Egal wie, ich geb‘ mir Mühe, das zu verstehen, genau wie Du.
Für den Fall dass: ……Du jetzt vollständig mit Fakten überladen bist.
Dann ist das völlig normal.
Lass das alles mal in Ruhe auf Dich wirken, dann schnapp‘ Dir Deine Kamera und versuche einfach, ein paar von den Sachen hier in dem Dokument nachzumachen oder nachzuempfinden.
Nicht alles auf einmal, immer eins nach dem Anderen.
Oder leg‘ das Ding einfach bis nächste Woche in die Ecke. Dann hat sich einiges an Staub im Hirn wieder gelegt, dadurch wird der Blick klarer.
……Du noch viel mehr wissen möchtest.
Dann ist das gar kein Problem.
Im Normalfall bekommst Du da, wo Du dieses Dokument gefunden hast auch den „Grossen Bruder“ davon. Das Teil nennt sich „Das Bloody-Beginners-Tutorial“ und behandelt alle Themen in dieser Anleitung noch einmal sehr ausführlich und noch jede Menge mehr an Themen, Tipps, Anregungen, schrägen Vorschlägen und Unfug.
Wenn Du das Ding „von Privat“ bekommen hast, toll. Dann musst Du nur eine Mail an mich schreiben, damit Du das BBT bekommst, oder es Dir unter Bilderforum.de herunterladen.
……Du dich gern mit netten Leuten über Fotografie unterhalten möchtest
Dann ist das wunderbar.
Im Netz der Netze gibt es zwar viele Diskussions- und Informations-Möglichkeiten, aber selten so nette und freundliche wie unter Bilderforum.de.
Schau einfach mal vorbei. Hier triffst Du nicht nur mich Chaoten, sondern auch noch ein paar wirklich ernsthafte Fotofans, die Dir so gut wie jede Frage nicht nur beantworten können sondern das auch liebend gern tun.
……Du jede Menge Rechtschreib- und Interpunktionsfehler entdeckt hast
Dann hast Du richtig Glück gehabt.
Die darfst Du nämlich ausnahmslos alle (ja wirklich alle) behalten.
Mit jungen Möhrchen und Quark geschmort sind sie zwar keine Delikatesse, aber zumindest ein prima Zeitvertreib für Erbsenzähler
……Du gern Dinge hier sehen würdest, die Du nicht gefunden hast
Dann nix wie ran an Dein Mailprogramm.
Sowas würde ich nämlich gern wissen, um dann dieses Tutorial noch etwas aufzuwerten, zu verbessern und zu entfehlern.
Ohne die Fragen und/oder Mithilfe von vielen netten Menschen wäre es nämlich nie zu diesem Dings hier gekommen.
Privates und Rechtliches
……leider mittlerweile fast unumgänglich.
Wieso gibt es diesen Abschnitt?
Dieses Dokument wird auch (wenn nicht ausschliesslich) im Internet veröffentlicht werden.
Daher nehme ich mir heraus, auf einige rechtliche Gegebenheiten hinzuweisen, die vielleicht nicht sein müssen, aber lieber von mir klargestellt werden, als dass irgendwer auf die Idee kommt, seinen Anwalt einzuschalten.
Über dieses Dokument
Nur ein kleiner aber leider nur allzu notwendiger Hinweis für Dich und alle in Deinem Umfeld, die vielleicht auch dieses Dokument lesen. Du solltest wissen, dass dieses Dokument keinen Anspruch auf Richtigkeit, Vollständigkeit oder politische Korrektheit anmeldet. Wenn Du also die Tipps, Tricks oder Bastelvorschläge befolgen möchtest, dann tust Du das auf eigene Gefahr. Wenn Du Dir also beim Basteln auf die Finger haust, oder Dich mit dem Kameragurt stranguliert hast, viel Spass.
Solltest Du bemerken, dass Teile dieses Dokumentes noch nicht fertig ist, dann ist das eben so. Vielleicht ändert sich das beim nächsten Update. Vielleicht auch nicht.
Es kostet Dich nichts, diese Seiten herunter zu laden, zu lesen, zu vervielfältigen und für Deine eigenen, ausschliesslich privaten und nicht gewinnorientierten Zwecke weiter zu verarbeiten. Weder heute noch irgendwann einmal.
Ich würde mich freuen, wenn Du etwas daraus entnehmen kannst und/oder es an die Leute weiter gibst, die vielleicht mehr damit anfangen können. Wenn Du dieses Dokument aber weiter gibst, dann bitte nur im unveränderten Originalzustand.
Für die Weitergabe oder Nutzung des Dokumentes auf Deiner eigenen Internetpräsenz oder einem Internetspeicherplatz brauchst Du meine schriftliche Zustimmung. Im Normalfall ist das kein Problem, ich will nur wissen wo meine Sachen angeboten werden.
Wenn Du auf die nahe liegende Idee kommst, diese Dokumente oder Auszüge daraus zu Unterrichtszwecken zu benutzen, oder bei solchen Veranstaltungen zu verteilen, dann brauchst Du auch dafür meine schriftliche Zustimmung. Das wird dich wie alles andere auch nichts kosten, aber ich will es wissen.
Des Weiteren sind diese Dokumente mein geistiges Eigentum und unterliegen damit dem ziemlich strengen, gesetzlich geregelten deutschen Urheberschutz. Auf einige der daraus entstehenden Rechte verzichte ich schon dadurch, dass ich das gesamte Tutorial im Netz kostenfrei anbiete. Das heisst aber nicht, dass ich Missbrauch, so ich ihn erkenne, dulden werde.
Solltest Du dieses Dokument nicht an einer der unten genannten Stellen bekommen haben, kann es sein, dass mittlerweile wieder einiges erweitert und/oder verbessert worden ist. Vielleicht solltest Du Dich dann dort melden und einfach kurz nachschauen. Meistens lohnt sich das………
Die Standard-Bezugsquellen sind :
- im Bilderforum (http://www.Bilderforum.de)
- direkt per Mail bei mir unter th-michel@gmx.de
Wer ist der Autor ?
Mein Name ist Thomas Michel, im Netz in diversen Foren unterwegs als ThomasRS oder Thomas61. Geboren wie man sich schon denken kann 1961 in, aufgewachsen in und heute noch wohnhaft in Remscheid, mitten in Bergisch Kongo. Ich bin verheiratet, habe 2 Söhne, arbeite in einem IT-Beruf, fahre gern Fahrrad und Motorroller, lese und schreibe gern phantastische Literatur und bin definitiv der friedlichste Mensch den ich kenne.
Erreichen kann man mich über meine Mail-Adresse th-michel@gmx.de, oder man trifft mich bei Bilderforum.de bzw. hinterlässt mir dort eine Nachricht.
Copyrights
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zugänglichen Quellen im Internet benutzt. Da die Darstellung lediglich nicht-kommerziellen Zwecken dient, Hinweise auf den Ursprung der Elemente angebracht sind, bzw. die explizite Erlaubnis für die Nutzung eingeholt wurde, werden lt. derzeit geltendem Recht keinerlei Copyrights verletzt. Sollte der Inhaber von Urheberrechten an einem der besagten Elemente mit der Veröffentlichung nicht länger einverstanden sein, bitte ich um entsprechende Benachrichtigung. Die Elemente werden dann unverzüglich entfernt.
Die evtl. Benutzung eingetragener Marken und Gebrauchsmuster dient lediglich erklärenden Zwecken und ist dadurch keine Verletzung der Rechte der jeweiligen Inhaber. Sollten trotz alledem Einwände gegen die Benutzung einzelner Elemente bestehen, bitte ich ebenfalls um Benachrichtigung. Die entsprechenden Erwähnungen werden dann ebenfalls unverzüglich entfernt.
Rechte Dritter :
Sollten einzelne Beiträge, deren Bestandteile oder Auszüge daraus die Rechte Dritter ohne
Genehmigung berühren oder verletzen, bitte ich um Benachrichtigung.
Und noch einige (nur sehr leicht) ironische Danksagungen:
Danke an all die netten "Raubkopierer" und Mail-Fälscher oder -Spammer, die eine behördliche Überwachung des Internets erst "wünschenswert" gemacht haben.
Danke an all die perversen Kinderschänder, die das Wort E-Business falsch verstehen.
Danke an all die abmahnwütigen "Rechts"-fanatiker, wegen derer man bereits den halben Inhalt des Dudens nicht mehr nutzen darf, ohne dafür Gebühren zu zahlen, oder Schutz-, Marken- und/oder Gebrauchsmuster zu verletzen.
Danke auch an alle politischen Gruppierungen links und rechts des gesunden Menschenverstandes, die nichts besseres mit ihrer Zeit und Energie anzufangen wissen, als ihr Recht auf freie Meinungsäusserung zur Abschaffung desselben einzusetzen.
Danke selbstverständlich auch an all jene, die obiges klaglos dulden und dadurch akzeptieren.
Und danke an all jene, die ich hier vielleicht noch nicht genannt habe, die sich aber in diesem allgemeinen Bild wiederfinden.
Tag der Veröffentlichung: 21.04.2016
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