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Ich bin teilbar.


Unteilbar,
Zurückgelassen
Ein Teil von mir:
Heimgeholter Baum, Hof und Weg.
Eine Zeit in
Keiner Zeit,
Zwischen Stimmen und Rufen
Das stehende Wasser und
Immer wieder ein Brückenschlag.

Wir haben Zeit,


Zeit, hier zu stehen,
Und immer noch zu stehen,
Ins Wasser zu sehen,
Enten durch unsere Fenster schwimmen
zu lassen.
Wir müssen nicht laut werden,
Wir sind da, schon so lange.
Wir lassen uns umarmen von
Den Eichen, unsre Dächer und ihre Äste
Bestehen.
Wir sehen hinaus ins Land.
Irgendwohin nehmen Wasseradern
Das letzte Sonnenlicht mit.


Eichen. Höfe. Wasser. Brücken.


Alte Welt in sanftem Licht.
Lebe weitere hundert Jahre.
Nichts wird sich ändern. Alle Wege führen heim.


Du gehst. Du wirst immer wiederkommen
Und alles wird sich wiederholen:
Warmes Schnauben brauner Pferde.
Eichen. Höfe. Wasser. Brücken.


Brücke über die Zeit,


Auf grünem Grund
Liegt das Geheimnis
Der Eichen.
Höfe wie Boote am Steg warten,
Dass der Kreis sich schließt
Unter der Brücke über der Zeit.


Und liegen die Häuser


Geduckt,
Schlafende Tiere,
Näher der Erde als dem Himmel,
Einzelne Augen,
Geöffnet,
Das Mondlicht
Einzufangen.
Zieht der große Bär
Vorbei,
zu sehen nach den
Seelen,
Die den Träumen
Entflieh'n.

Impressum

Texte: © Christiane Weismüller
Bildmaterialien: © Christiane Weismüller
Tag der Veröffentlichung: 11.06.2012

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