Drabble vom Baltikpoet aus Rostock
Seit gut zwei Generationen waren die Schlachter in der kleinen Stadt verfeindet und versuchten sich gegenseitig die Kunden abzuwerben. Keiner wusste so genau, wie lange schon.
Während die Leute bei dem einen lieber Schinken, Kassler und andere geräucherte Wurstwaren kauften, waren beim anderen eher Aufschnitt von Frischwurst, Leber- und Blutwurst der Renner. Die Gemeinheiten trieben immer schlimmere Auswüchse.
Eines Tages ließ der eine Schlachter einen Werbespot drehen mit dem Spruch: „Tollkühne Helden mögen den Schinken von Schlachter Karl.“
Darauf fertigte sein Kontrahent einen Spot mit folgendem Spruch an:
„Um unsere Fleisch- und Wurstwaren zu kaufen, müssen Sie nicht tollkühn sein.“
® Manfred Basedow
13.08.2014, Rostock
Tag der Veröffentlichung: 13.08.2014
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