Ick hatte eben Morjenlatte,
wie früha ick sie morjens hatte.
Nur krieg ick sie, zu meina Leid,
sowie bekloppta Arbeitszeit,
nich so, wies nunma üblich sann,
des Morjens, wie bei jedem Mann,
obwohl – nun wiederum schon auch,
det starre Ding da unterm Bauch,
nur is det zu ner andern Zeit,
als kennt man det so weit und breit.
Bei mich is jeda Tach vadreht,
denn meene Uhr stets anders geht,
Der Tag beginnt um Mitternacht,
wenn Mondenschein vom Himmel lacht,
un wenn man sieht ma nich sein Licht,
denn ändert sich die Folje nicht,
Ick wird varückt, auch ma konfus(s),
drum schreib ick hier auch so nen Stuss.
Ick hab jedacht, ick mach een Schild
mit meene Öffnungszeiten,
Von 12 bis 16 Uhr, eh wa,
bin ick stets zu erreichen.
Det is nur an vier Tagen so,
Dienstag bis Freitag eh,
und Montach is det anders janz,
ick seh nich durch, Auweh.
Den Montach fang ick Sonntag an,
drum steh ick auf um Neun,
det Abends, wenn die meisten schon
per Glotze Filme scheun.
Dafür is denn um 7 Schluss
und ick fahr zu mein Hafen,
denn is der Tach eh wa versaut,
um achte je ick schlafen.
Nur Winters denn verschiebt sich det,
denn muss ick doch noch heizen,
die Bude warm und det is jut,
da will ick och nich geizen.
Denn wird es eben später dann,
jooo, mit die Schlaferei,
und wenn ick gejen 3 uffsteh –
is eh der Tach vorbei.
Denn geh ick surfen, is doch klar
und schreib Geschichtelein,
und manchmal och bekloppten Spruch
in Forums oft hinein.
Und wenn ick ma Vertretung mach,
denn allet is zu spät,
denn steh ick auf, 3 Stunden eher,
det macht een völlig breet.
Ick komm schon durcheinander oft
und wees nich wat heut is,
Ob Montag oder Dienstag eh –
ob Woche is, jewiss.
Ick guck dann uff det Datum hier
und mal verjess ick’s auch,
keen Wunder wenn ick irre wird
und so geht’s auch dem „Schlauch“.
Un wenn ick ma Vertretung hab,
verschiebt sich och der Tach,
Montag is Sonntag für mich denn,
un Samstag flugs Freitach.
Wer da nich durcheinander kommt,
der is wohl ein Genie,
Ick gloob, ick jründe bald ma meine:
Beklopptenkompanie.
Um 16 Uhr, an die vier Tage,
dann gehe ick ins Bett,
so je nachdem ick müde bin,
och manches Male net.
Es kommt halt darauf an wie ick
mir fühl im Zeitenchaos,
und denn mach ick wejen die Ruhe
alle Phone aus.
Es is halt so, ick bin nur da,
wenn ick bin hier online,
im Internet, wo sonst, nich hier,
woanders kann's net sein.
Ja schlafen kann ick immerdar,
und muss es wohl auch tun,
wie man es kennt vom Mensch - leida,
dazu jehört auch Ruh’n.
Im Intanet bin ick nur da,
wenn man mich sieht als Nick,
und wenn ick nich da bin - is klar,
denn fehlt ick – is kein Trick.
So kompliziert es scheinen mag,
ick komm nun nich drum’rum,
euch zu erklär’n die doofen Zeiten,
ick hoff, ihr nehmt's nich krumm.
Damit ihr wisst, wann bin ick da
und wann ick da bin - nich,
und wenn wat unklar is nun doch,
denn liegt es nich an mich.
Wenn's wichtig is denn schreibt per Mail
oder telet mich an,
und wenn det Phone aus nich ist,
geh ick sogar auch ran.
Die Idee mit Schild jedoch,
die is ja jut und schee,
ick glob, ick mach det mal aus Jux,
wer hat det schon, hehe.
Doch durch die Arbeitszeit, bekloppte,
hab ick nur die Zeita,
von Freitag bis Samstag eben,
für Feiern und soweita.
Ja, in der Woche jeht et nich,
da bin ick kleener Täter,
denn wenn ick mal Vertretung mach,
ist's eh je een Tag später.
Drum is die Zeit eh ungewiss,
wann ick erreichbar bin,
und wer sich an den Text hier hält,
erkennt eh keinen Sinn.
Doch wer mich kennt und darum weiß,
wie’s um mich hier geschieht,
Der wees och, bin ick da, bin nich –
und wie sich’s drauf bezieht.
So unglaublich bekloppt es scheint,
s’hat alles seinen Brauch,
Und bei Besuchen – wenn ick da –
dann mach ick sogar auf.
Oh man, wie kann man nur so’n Zeuch
so lange, ewig tippen,
ick gloob, ick könnt det nich wenn's käme
über meene Lippen.
Nun wisst ihr auch, warum ick krieje,
später Morjenlatt’,
und det is schön und macht och geil,
nur anders man(n) sie hat.
Un wenn ick grade dabei bin,
ick liebe Latte eh,
bei Cappuccino, ick voll abfahr,
drauf sowieso, und steh.
Und wer hat irre Arbeitszeit,
wie ick sie nun tu haben,
versteht auch um den Sinne hier und jeden der Buchstaben.
Doch ehe es zu blöd hier wird,
der Kopf schon alarmiert,
Mach ick ma Schluss, es is jenug,
bevor euch wat passiert...
Erreichbar bin ick jederzeit,
und auch mal dann und wann,
und wer noch Info lesen will,
der fang von vorne an...
Texte: Andyhank
Bildmaterialien: Andyhank
Tag der Veröffentlichung: 17.02.2012
Alle Rechte vorbehalten